Hanisch | Herz-Knigge 2100 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 280 Seiten

Hanisch Herz-Knigge 2100

Haltung, Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8192-6967-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Haltung, Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft

E-Book, Deutsch, 280 Seiten

ISBN: 978-3-8192-6967-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wo ist die Herzlichkeit geblieben? Ist es tatsächlich so, dass moderne Umgangsformen, zeitgemäße Etikette, der früher übliche Anstand verrohen und nach und nach verloren gehen? Wo sind die Herzlichkeit, die Hilfsbereitschaft, wo ist das Herz geblieben? Ist es nicht so, dass das Herz im menschlichen Leben außerordentlich wichtig zu sein scheint? In der aktuellen Zeit (ver-)ändert sich die Gesellschaft - und ebenso die komplette Welt - ständig und unglaublich schnell. Neben Erfindungen, Innovationen und guten Entwicklungen geschieht oft bedauerlicherweise auch Abstoßendes, Erschreckendes und Widerwärtiges. Parallel dazu äußern tatsächlich viele Menschen das subjektive Gefühl, dass die zwischenmenschliche Höflichkeit, der wertschätzende Umgang untereinander und die gegenseitige Achtung auf der Strecke bleiben. Gleichzeitig scheint das Bedürfnis nach gegenseitiger Achtung wieder zu steigen. Respekt und Toleranz werden eingefordert. Ehrlichkeit und Fairness werden wieder erhofft. Vernunft ja, aber Herz ebenso! Immer wieder wird im Buch auf die beiden Ausrichtungen Verstand (Rationales) und Herz (Emotionales) eingegangen. Das Buch unterstreicht den nachvollziehbaren Wunsch, (wieder) mehr Herz zu zeigen. Vier Teile beleuchten das Thema Herz aus verschiedenen Perspektiven. - Herz als Symbol - und seine Bedeutung im Leben. - Haltung (Habitus), die Gesinnung, Geisteshaltung und die Grundhaltung eines Menschen, sowie der Aspekt der (Unter-)Haltung und der offenen Haltung anderen gegenüber. - Herzlichkeit zeigt viele Redewendungen und Verwendungen, die sich in der Sprache auf das Herz beziehen. - Hilfsbereitschaft. Wo sind Bereiche im gesellschaftlichen und im beruflichen Umfeld im Sinne der Hilfsbereitschaft optimierbar? Die eigene Einstellung der Kenntnis rund um das Herz kann in der Sprache der Auslöser sein, im zwischenmenschlichen Umgang (wieder) sensibler aufeinander zuzugehen. Das eine oder andere Aufgeführte kann zum Schmunzeln anregen, oder aber auch einen Schubs zum Nachdenken bewirken. So bleibt eine kleine Hoffnung, dass der oben befürchteten Verrohung der Sitten auf Dauer entgegengewirkt werden könnte.

Horst Hanisch, Bonn, ist selbstständiger Fachbuchautor, Coach und Dozent. Seine Trainingstätigkeit erstreckt sich unter anderem auf die Bereiche Kommunikation, Persönlichkeits-Entfaltung, Soft Skills, Soziale Kompetenz und Knigge/Etikette/Umgangsformen. Seine Seminare finden im In- und Ausland statt. Er ist Autor zahlreicher Fachbücher, die in Deutschland und im Ausland erschienen sind. Horst Hanisch veranstaltet Seminare zu Themen wie Business-Etikette, Das wie ist man/frau was?-Lehrmenü, Rhetorik, Präsentation, Moderation, Outfit, Selbstbewusstes Auftreten, Smalltalk, Interkulturelle Kompetenz und andere.
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Hinleitung zum Herz-Thema


In der Antike

Es herrschte eine ungeheuerliche Hitze. Schweiß lief den intensiv und sorgfältig arbeitenden Priestern von der Stirn, sodass ihnen Gehilfen immer wieder das Gesicht abtupfen mussten.

Mit voller Konzentration und unbeirrt hatten sie den vor ihnen liegenden Körper behutsam geöffnet. Vorsichtig entnahmen sie dem Leichnam die inneren Organe, die Leber, den Magen, die Lunge und die Därme.

Diese wurden balsamiert und in sogenannte Kanopen gegeben, spezielle Gefäße für die entnommenen Organe.

Das präparierte Herz wurde in den Körper zurückgelegt.

Die alten Ägypter waren Meister darin, die Körper Verstorbener kunstvoll und sorgfältig einzubalsamieren, sodass sie nach über 2.000 Jahren noch erhalten sind.

Ihrer Meinung nach war das Herz Sitz der Vernunft, des Verstandes, des Willens und der Speicher aller gesammelten Erfahrungen, die das Leben gebracht hatte.

Der einbalsamierte Mensch sollte in eine andere Welt – möglichst unverletzt – übergehen können. So war die sorgfältige Arbeit ‚überlebenswichtig‘.

Viele Menschen waren im Mittelalter äußerst gläubig und folgten den Anweisungen der Kirche kritiklos. Von der Geburt bis zum Tod – und damit der Bestattung – war vieles eindeutig geregelt.

Manche Menschen in wichtiger Position konnten weitere Reisen unter unglaublichen Anstrengungen wahrnehmen. Es blieb nicht aus, dass eine hochgestellte Person in der Fremde starb.

Deshalb war im Mittelalter bis hin in die Neuzeit hin und wieder eine sogenannte Herzbestattung nötig. Verstarb eine hochrangige Person an einem fremden Ort, wurde lediglich das Herz an ihren Wohnort zurückgebracht.

Der Heimtransport des gesamten Leichnams war aufgrund der einsetzenden Verwesung in der Regel nicht möglich.

Am Wohnort wurde dann ausschließlich das Herz – stellvertretend als wichtigster Teil des Körpers – beigesetzt.

In der Heraldik (Wappenkunde) wurden vermehrt Herzen verwendet. Manchmal drei zusammengeordnete, was dann Dreipass genannt wird. Die Herzen hatten keine weitere Symbolkraft als ein schmückendes Element der Schönheit/Harmonie darzustellen.

Die Bibel sieht das Herz als Sitz des Lebens und der Lebensenergie beziehungsweise der Lebenskraft.

Spirituell betrachtet gilt das Herz als wichtiger und gleichzeitig als zentraler Hauptort der Gefühle.

Als Gegenpart hierbei wird das Gehirn gesehen, das für den Verstand zuständig ist.

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen.“ Das verlangt die Bibel. Nicht ‚etwas‘ Herz, sondern das komplette, das ‚ganze‘ Herz soll für die Liebe zur Verfügung stehen.

So lässt sich der oben erwähnte tiefe religiöse Glaube nachvollziehen.

Viele Jahrhunderte lang durften Menschen – besonders aus höheren Gesellschaftsschichten – nicht ihrem Herzen folgend die geliebte Person heiraten. Vielmehr wurden die beiden aus Vernunftgründen zusammengeführt, um zu heiraten. Die versteckte/verhinderte Liebe blieb trotzdem – das Herz musste leiden.

In der sogenannten ‚neuesten Zeit‘ (ab 1789) mögen sich Einstellungen der Menschen geändert haben. Die Notwendigkeit der ‚Notdurft‘ blieb allerdings gleich.

Ältere Semester können sich bestimmt an die aus rohgezimmertem Holz hergestellten Plumpsklos erinnern.

Diese standen in mehreren Metern – und ‚geruchsbestimmendem‘ – Abstand zur Wohnung für die ‚menschlichen Bedürfnisse‘ zur Verfügung.

Um einen Kontrollblick nach innen (oder auch nach außen) zu ermöglichen, war in angemessener Höhe der vorn angebrachten Zugangstür ein Loch eingelassen.

Um eine gewisse angenehme Atmosphäre des tristen Orts zu erzielen, war die Aussparung oft in Herzform gestaltet.

Die jahrzehntelang verspotteten Tattoos wurden nur von bestimmten Gesellschaftsschichten auf die Haut gebracht. So zeigte der Seemann, der monatelang auf See verbrachte, seiner an Land zurückgelassenen Geliebten als Demonstration seiner Liebe das Herz.

Heutzutage ist das ehemalige Tabu der Tattoos gebrochen. Für viele ist das Tragen eines oder mehrerer Tattoos ‚in‘. Natürlich dann auch in Herzform, um die Liebe zu einer Person dauerhaft auf der Haut zu tragen.

Eine ähnliche Vielfalt ist bei Piercings und Zahnschmuck zu sehen.

Wer über eine Kirmes, ein Volksfest oder gar übers Oktoberfest schlendert, trifft auf ein vielfältiges Angebot an Lebkuchenherzen. Von klein über groß bis riesengroß, zum Verschenken, zum Umhängen und zum Aufheben.

Die Herzen sind mit farbigem Zuckerguss mit mehr oder weniger originellen Sprüchen verziert, was dem Beschenkten einen fröhlichen Ausruf oder zumindest ein wohlwollendes Lächeln entlockt.

Meist wird das dauerhafte Kunstwerk mit einem dekorativen, welligen Zuckerrand verziert und damit verschönert.

Wer mag, kauft sich einen Luftballon in Herzform. Egal, ob er selbst behalten oder verschenkt wird, das Herz und damit die ausgedrückte Liebe ist weithin sichtbar. Am Valentinstag, 14. Februar, wird die Bevölkerung mit Liebes-Herzen überschüttet.

Für Tante Luise wird ein Stück Seife aus dem Urlaub mitgebracht. Natürlich in Herzform. Im vergangenen Jahr wurde sie mit einem Herz aus Olivenholz beglückt.

Sie bittet auf dem Sofa Platz zu nehmen, auf dem drei selbst hergestellte Kissen in Herzform drapiert sind.

Beim Besuch kredenzt Tante Luise selbstgebackene Kekse. Darunter sind herzförmige mit roter Zuckerglasur. Der frischgebraute Cappuccino ist mit einem Milchschaum-Herz dekoriert.

Um den Hals trägt sie eine Kette mit einem ansprechenden türkisfarbenen Anhänger – natürlich in Herzform.

Stolz zeigt sie eine Herz-Bratpfanne, mit der ein Spiegelei entsprechend in Form gebracht werden kann. Dazu gibt es dann ein Artischocken- oder Salatherz.

Dass Tante Luise eine ‚verruchte‘ Sonnenbrille ihr eigen nennt, bei der beide Gläser aus farbigem Glas in Herzform bestehen, findet sie besonders lustig.

Naja, so ist die herzige Tante Luise. Eine Frau voller Herz.

Das Herz eroberte die Industrie, die Immobilienbranche und den Tourismus.

  • „Mein Herz schlägt für Stahl.“ IdeenExpo 2017, Salzgitter
  • „Renovierte 5-Zimmer-Altstadt-Wohnung im Herzen der Altstadt gelegen.“
  • „Weltstadt mit Herz.“ Stadtmarketing München, 1962 – 2005

Heutzutage begegnen dem Nutzer Herzen an allen möglichen Stellen.

Das Herz ist aus der modernen kaum mehr Kommunikation wegzudenken.

Bei der Recherche zu diesem Thema ergab die Suche bei einer renommierten Suchmaschine Ende 2024 ein interessantes Ergebnis.

Die Suchanfrage ‚Herz‘ bot unglaubliche 497.000.000 Suchergebnisse. Der Begriff Gehirn (Hirn) brachte vergleichsweise ‚nur‘ 72.400.000 (15.500.000) Ergebnisse.

Das Angebot zum Herzen ist vielfältiger als die Vorschläge zur Vernunft.

Zu finden sind Herzen in der digitalen Kommunikation in vielen Farben, manche geteilt oder mit einem Pfeil durchbohrt, andere mit Geschenkband oder zusätzlichen Sternchen versehen.

Das Herz scheint auch im digitalen menschlichen Leben außerordentlich wichtig zu sein. Wichtiger als der Verstand, obwohl dieser für das emotionsfreie, rationale Denken zuständig ist.

Romantisch veranlagte Menschen sollten in den modernen sozialen Medien im Chatverlauf bei der Deutung von Herzen etwas Vorsicht walten lassen.

Verstärkt seit 2024/2025 kann nämlich beobachtet werden, dass dort sehr oft ein Herz gesendet wird, nicht aber in der Bedeutung von Liebe. Sondern – ganz banal eingesetzt –, für eine Zustimmung.

Beispielsweise für „ok“, für „gute Information“, für „ich habe verstanden“, für „Beitrag war hilfreich“ oder vergleichbare Meinungen.

Also aufpassen, einen als ‚super‘ bezeichneten Kommentar nicht fehlzuinterpretieren.

Bei den vielen Videoclips und auf den Fotos, die täglich verschickt werden, hat sich ein weiteres Herz-Symbol weltweit breitgemacht: das Hand-Herz.

Die Hände bilden jeweils ein Halbrund, wobei die nach unten zeigenden Daumen, in eine Spitze auslaufend, aneinanderliegen.

Die oben zusammengeführten Finger...



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