Buch, Deutsch, 96 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 165 mm x 210 mm, Gewicht: 230 g
Buch, Deutsch, 96 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 165 mm x 210 mm, Gewicht: 230 g
ISBN: 978-3-938577-26-4
Verlag: Friedrichsborn-Verlag
Max findet sein Leben hinter Schulmauern – besonders in den großen Ferien – stinklangweilig. Als am ersten Schultag endlich auch seine Lieblingsbande, die Fünf Knöpfe, wieder auftaucht, nutzt er die erste Gelegenheit um auszubüxen: Beim Unterricht im Freiluftklassenzimmer schmuggelt sich Max in Nicos Tonne, um endlich als Knopfmaus die Welt zu erobern. Mit Nico, Nele, Fanef, Stiefel und Leon erlebt er kleine und große Abenteuer und damit die Stadt, ihre Plätze und Attraktionen. Max weiß fast alles und bringt mit seiner vorwitzigen Zunge so manche lustige Situation hervor.
Welches Kind würde sich nicht so einen pfiffigen kleinen Freund wünschen.
Zielgruppe
Für Selbstleser ab 8 Jahren, als Vorlesebuch auch für jüngere Kinder geeignet
Weitere Infos & Material
Knopf müsste man sein
Es war ein heißer Sommertag. Endlos lang und
zäh wie Mausespeck. Staubkörner tanzten auf den
Sonnenstrahlen, die durch die Ritzen im Dachboden ins Mauseloch krochen.
„Blöde Ferien“, sagte Max, plumpste auf seinen
alten Schwamm und versuchte, sich mit einem
abgebrochenen Lineal etwas kühle Luft zuzufächeln. „Eine Schule ohne Kinder ist wie Fußball ohne Fans“, schimpfte er.
„Beides stinklangweilig!“
Und bei dieser Hitze wünschte er sich sowieso direkt an den Nordpol oder wenigstens mit dem Schlitten auf den schneebedeckten Katzenbuckel.
Der Katzenbuckel war natürlich kein richtiger Katzen-buckel, das wäre auch viel zu gefährlich. Nein, so nannten die Kinder den kleinen Hügel im Park neben der Schule.
Max hatte noch nie eine fröhliche Rutschpartie auf dem Katzenbuckel oder sonst irgendein Abenteuer jenseits der Schulmauern erlebt. Und es gab nichts, was er sich mehr wünschte.
Als Schulmaus hatte Max zwar alles vom ABC bis zum Einmaleins aus dem Effeff gelernt, aber für eine kleine
Abwechslung musste er schon selbst sorgen:
Max dachte an Herrn Seifert, den Musiklehrer der Schule. Herr Seifert, den alle nur Schaumi nannten, hatte eine Höllenangst vor Mäusen. Wenn Max sich auch nur für Sekunden blicken ließ, sprang er in Panik auf den nächsten Tisch und die Kinder vor Begeisterung von den Stühlen. Da wurde sogar Der Winter von Vivaldi zum echten Stimmungsknüller.
„Mausschockmäßig!", schwärmte Max.
Und bei dem Gedanken an bessere Zeiten kamen ihm
natürlich auch die Fünf Knöpfe in den Sinn. Nicht dass Max noch kleine Näharbeiten zu erledigen hatte, nein. Die Fünf Knöpfe waren eine richtige Bande. Nico, Nele,
Leon, Stiefel und Fanef aus der 2c. Fünf Kinder, die Max besonders mochte und beneidete.
„Die liegen wahrscheinlich jetzt lustig im Freibad und nuckeln an einem Kaltgetränk“, ärgerte er sich und stellte sich vor, wie er in roter Badehose im BB-chen eine
A-Bombe erster Kajüte hinklatschte. Das hört sich
vielleicht wie Geheimsprache an? Aber das BB-chen ist das kleine Bibertalbad zwischen der Schule und dem
berühmten Katzenbuckel und was eine A-Bombe ist, weiß sowieso jeder.
„Knopf müsste man sein“, seufzte Max und schmiedete einen Plan.




