E-Book, Deutsch, 269 Seiten
Hamer Wechselwirkungen
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-86736-831-5
Verlag: kopaed
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Kulturvermittlung und ihre Effekte
E-Book, Deutsch, 269 Seiten
ISBN: 978-3-86736-831-5
Verlag: kopaed
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Frage nach der Wirkung von Kulturvermittlung hat Konjunktur: Umfangreiche Förderprogramme großer Stiftungen sollen die Forschung in diesem Bereich anschieben. Wissenschaftliche Begleitungen von Modellprojekten priorisieren schon seit vielen Jahren die Frage nach den Bildungswirkungen der Künste. Dabei sind diese ein umkämpftes und umstrittenes Feld: an Kulturvermittlung knüpfen sich unterschiedlichste Wirkungserwartungen.
Die Spanne reicht von der Vision emanzipierter und widerständiger Subjekte bis zu der von flexiblen und leistungsbereiten Human Resources. Je nach Kontext erwartet man sich bessere Mathematiknoten und erhöhte Konzentration von SchülerInnen oder schlicht etwas mehr Selbstbewusstsein bei als benachteiligt geltenden Jugendlichen und ein bisschen weniger Konflikte im Wohnviertel. Oft soll Kulturvermittlung da einstehen, wo die Politik zu versagen scheint – gleichzeitig gilt die Partizipation am kulturellen Leben als grundgesetzlich verankertes Recht.
Der vorliegende Band gibt der kontroversen Debatte um die Wirkungen von Kulturvermittlung Raum: 19 internationale AutorInnen aus Forschung und Praxis nehmen eine reflexive Haltung gegenüber den Wirkungsdiskursen ein, beschreiben ihre Erfahrungen aus der Arbeit als KulturvermittlerInnen, diskutieren die Fallstricke der Forschung und loten neue Perspektiven aus, was Wirkung sein kann.
Herausgegeben von der Fachstelle Kulturvermittlung des Kantons Aargau unter wissenschaftlicher Beratung des Institute for Art Education (IAE) der Zürcher Hochschule der Künste.
Mit Beiträgen von Christian Rittelmeyer, Ellen Winner, Rubén Gaztambide-Fernández, Max Fuchs, Anna Chrusciel, Ute Pinkert, Mira Sack, Eva Richterich, Jeannine Hangartner, Franco Loher, Irena Müller-Brozovic, Nathalie Tachhella, Martin Frank, Lucia Reinert, Gunhild Hamer, Carmen Mörsch, Wanda Wieczorek und einer Bildstrecke von Sarah Keller.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;6
2;I Metastudien zur Wirkungsforschung;14
2.1;Bildende Wirkungen künstlerischer Erfahrungen?;16
2.1.1;Gründe für das zunehmende Interesse an der Wirkungsforschung;16
2.1.2;Einige Tendenzen und Methodenprobleme der bisherigen Wirkungsforschung;20
2.1.3;Biowissenschaftliche Methoden in der Wirkungsforschung;23
2.1.4;Weitere Methoden einer komplexen Wirkungsforschung;25
2.1.5;Anmerkungen;28
2.2;Was kann Kulturvermi ttlung bewirken?;30
2.2.1;BefürworterInnen von Kulturvermittlung und Behauptungen über Transfereffekte;30
2.2.2;Unsere Methodik;32
2.2.3;Kulturvermittlung und akademische Kompetenzen Kulturvermittlung in mehreren Künsten;33
2.2.4;Musik;35
2.2.5;Theater;38
2.2.6;Bildende Kunst;39
2.2.7;Tanz;39
2.2.8;Kulturvermittlung und Denkfähigkeit/kreative Kompetenzen;40
2.2.9;Kulturvermittlung, soziale Kompetenzen, Motivation und Emotion;41
2.2.10;Ein Programm für weitere Forschungen;43
2.2.11;Schlussfolgerungen: Kunst um der Kunst Willen?;45
2.2.12;Anmerkungen;46
3;II Reflexionen zu Wirkungsdiskursen;50
3.1;Warum die Künste nichts tun;52
3.1.1;Die Fallen und Folgen der Wirkungsrhetorik;59
3.1.2;Des Kaisers neue Kleider: Die Beweislast und das Definitionsproblem;61
3.1.3;Ach so ... um der Kunst willen! Die Falle des liberalen Humanismus;64
3.1.4;Es geht nicht darum, was die Künste tun, sondern darum, was die Künste tun;67
3.1.5;Die Künste als kulturelle Praxis und die Rhetorik kultureller Produktion;70
3.1.6;Anmerkungen;79
3.2;Wirkungsdiskurse in der Kulturellen Bildung in Deutschland;88
3.2.1;Nationale Forschungskulturen und die Rolle von Wirkungsuntersuchungen;88
3.2.2;Evaluation als Herausforderung;91
3.2.3;Wie ist die Situation heute?;95
3.2.4;Anmerkungen;98
3.3;Von Ursachen & Nebenwirkungen;100
3.3.1;Konstruktion von Wirkzusammenhängen;103
3.3.2;Wirkungen wirken!;105
3.3.3;Wer spricht?;108
3.3.4;Anmerkungen;111
3.4;Wirkpotenziale;116
3.4.1;Wirkungsforschung als Wissensproduktion;116
3.4.2;Wirkpotenziale – theaterpädagogische Fachtheorie revisited;119
3.4.3;Differenzen zwischen der Analyse von Wirkpotenzialen und der Bestimmung von Wirknachweisen;123
3.4.4;Anmerkungen;126
4;III Praxisreflexionen;130
4.1;Passiert was? Was passiert? Passiert, was passiert?;132
4.1.1;Keine Gegenüberstellung 1: Wirkung – Qualität;134
4.1.2;Keine Gegenüberstellung 2: Bildung – Kunst;137
4.1.3;Keine Gegenüberstellung 3: Subjekt – Objekt;139
4.1.4;Anmerkungen;141
4.2;Wirkung in der Kulturvermittlung;142
4.2.1;Die Bedeutung der Wirkung;142
4.2.2;Erstes Problemfeld: Die Definition von „vermittlungsgerechten“ Wirkungen;142
4.2.3;Zweites Problemfeld: Die Bewertung von Wirkungen;143
4.2.4;Drittes Problemfeld: Weshalb streben wir in Vermittlungsprojekten so oft Wirkungen bei anderen an?;144
4.2.5;Viertes Problemfeld: Die Gefahr des Tunnelblicks bei der Wirkungsmessung;145
4.2.6;Fünftes und letztes Problemfeld: Die Komplexität der Wirkungsmessung;145
4.2.7;Und jetzt?;146
4.2.8;Anmerkungen;147
4.3;Artists in Residence an Schulen;148
4.3.1;Aus dem Atelierbetrieb: zwei Erfahrungsberichte Husmann/Tschaeni an der Primarschule Menziken;150
4.3.2;koorder an der Oberstufe Suhr;152
4.3.3;Formende Kräfte: Die Entwicklung des Projekts am Verhandlungstisch;153
4.3.4;Zwischen Wunsch und Ziel: Die Messbarkeit der Wirkungen;155
4.3.5;Kontinuierliche Weiterentwicklung: die nächsten Schritte;156
4.4;Au gen auf!;158
4.4.1;Warum wir Kulturvermittlung tun: Aktivitäten und Erwartungen;160
4.4.2;Wie sich Wirkung zeigt: Argumente aus der Unterrichtspraxis;162
4.4.3;Damit Wirksamkeit entstehen kann: Rahmenbedingungen und Formate;164
4.5;(Kunst-)Erfahrungen in Kulturvermittlung;168
4.5.1;Die Education Projekte Region Basel;168
4.5.2;Verschiedene Perspektiven und Wirkungserwartungen;169
4.5.3;Perspektive der KünstlerInnen;170
4.5.4;Perspektive der TeilnehmerInnen;170
4.5.5;Perspektive der PädagogInnen;171
4.5.6;Perspektive der Eltern;171
4.5.7;Perspektive der Kulturinstitutionen und deren MitarbeiterInnen;172
4.5.8;Perspektive der Geld- und AuftraggeberInnen;172
4.5.9;Perspektive der Medien und der Öffentlichkeit;173
4.5.10;Perspektive der Politik;174
4.5.11;Prozess und Produkt;174
4.5.12;Verschiedene Wirkungsweisen;175
4.5.13;Wirkung durch Risikobereitschaft;176
4.5.14;Wirkung durch Würdigung;176
4.5.15;Wirkung durch Selbstwahrnehmung;177
4.5.16;Wechselwirkungen durch Einbezug der Lebenswelt;178
4.5.17;Veränderungen als Nebenwirkungen;178
4.5.18;Negativwirkungen;178
4.5.19;Verklärung und Wirkung (Innenwahrnehmung, Aussenwahrnehmung);179
4.5.20;Vermittlung als Kompensation für Versagen;179
4.5.21;Anmerkungen;180
4.6;Choreografische Dezentrierung;182
4.6.1;KünstlerInnen in der Schule?;182
4.6.2;„Les gens des villes“– ein künstlerisches Projekt für StaatsbürgerInnen, 2010-2012 Erarbeitung;184
4.6.3;Durchführung Schule;188
4.6.4;Kultureller Teil und Quartiervereine;189
4.6.5;Die choreografischen Parcours;189
4.6.6;Wirkungen;190
4.6.7;Anmerkung;192
4.7;Den Frühling aus dem Kühlschrank nehmen;194
4.7.1;SchülerInnen & Theaterpädagoge;197
4.7.2;Schule & Theaterpädagoge;198
4.7.3;Dramaturgie & Theaterpädagoge;200
4.7.4;Medien & Theaterpädagoge;201
4.7.5;Theaterpädagoge im Education-Projekt;201
4.7.6;Theaterpädagoge im Freizeitbereich – Jugendclub;202
4.7.7;Den Produkten von Jugendlichen die Würde einer Ware;203
4.8;Keine Angst vor dem Publikum;206
4.8.1;Ein Themenhaus für alle?;207
4.8.2;Wechselwirkungen zwischen Museum und Publikum;208
4.8.3;Wechselwirkungen in der Praxis 1: Berge versetzen;209
4.8.4;Wechselwirkungen in der Praxis 2: Intensivstationen;211
4.8.5;Wechselwirkungen in der Praxis 3: Helvetia Club;213
4.8.6;Anmerkungen;214
5;IV WIRKUNG BEI „KULTUR MACHT SCHULE“;216
5.1;Damit „Kultur macht Schule“ wirken kann;218
5.1.1;Voraussetzungen schaffen für Wirksamkeit;220
5.1.2;Wirkung in die Schulen;221
5.1.3;Was es braucht, um Wirkung zu entfalten;223
5.1.4;Partnerschaftliche Zusammenarbeit;223
5.1.5;Persönliche Entwicklung;224
5.1.6;Einbezug von Vielen;225
5.1.7;Flexible Formate;225
5.1.8;Bezüge zur Lebensrealität;226
5.1.9;Langfristige Kooperationen;227
5.1.10;Wo künftig Wirkung stattfindet: Neue Schwerpunkte und Fördergefässe;229
5.1.11;Beteiligung und Mit-Entscheidung;230
5.1.12;Entwicklungsprojekt Jugendtheaterfestival;231
5.1.13;Anmerkungen;233
5.2;„Wen ich merke, wie freudv oll ich erzähle, dann reicht das.“ – „Reicht das!?“;234
5.2.1;Ausgangslage;234
5.2.2;Zusammenfassung der Ergebnisse der Befragung;236
5.2.3;Interpretation;242
5.2.4;Einige mögliche aus der Untersuchung resultierende Arbeitsprinzipien für das Programm „Kultur macht Schule“;244
5.2.5;Anmerkungen;249
5.3;Was nützt Kulturvermittlung – und wem?;252
5.3.1;Welche Kultur? Nutzenerwartungen und Bewertungskriterien;254
5.3.2;Warum Kulturvermittlung in der Schule?;259
5.3.3;Wer entscheidet? Programmentwicklung durch Partizipation;261
5.3.4;Anmerkungen;264
6;AutorInnenverzeichnis;266




