Haller | Cilento Reiseführer Michael Müller Verlag | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

Reihe: MM-Reiseführer

Haller Cilento Reiseführer Michael Müller Verlag

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps
5. Auflage 2024
ISBN: 978-3-96685-325-5
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

Reihe: MM-Reiseführer

ISBN: 978-3-96685-325-5
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Anders reisen und dabei das Besondere entdecken Mit den aktuellen Tipps aus den Michael-Müller-Reiseführern gestalten Sie Ihre Reise individuell, nachhaltig und sicher. Wer glaubt, die Italienreise hört in Paestum auf, der irrt gewaltig. Jenseits der großartigen griechischen Tempelanlagen liegt der Cilento-Nationalpark, Welterbe, Wander- und Badeparadies zugleich. Die große Halbinsel zwischen dem Golf von Salerno und dem Golf von Policastro am Tyrrhenischen Meer bietet rund hundert Kilometer Küste mit kristallklarem Wasser und ein Hinterland mit Ehrfurcht gebietenden Bergen, tiefen Schluchten und unberührter Natur. Auch so manch kultureller Knaller ist zu besichtigen, grandios etwa die barocke Pracht der Klosterklause San Lorenzo im Vallo di Diano. Was Individualisten besonders freuen wird: Viele der schönsten Sehenswürdigkeiten des Cilento sind nur zu Fuß zu erreichen.

Andreas Haller Die Neugier auf fremde, unbekannte Welten war der Grund, warum es den gebürtigen Oberfranken Andreas Haller seit früher Jugend immer wieder in andere Länder zog. Heute gibt der Historiker, Politikwissenschaftler und Indologe seine gesammelten Erfahrungen an andere Reiselustige weiter - in Büchern sowie als Wander- und Studienreiseleiter. Ein Lieblingsreiseland hat Andreas Haller nicht. Anders sieht es mit der Mobilität im Reiseziel aus: Hier zieht er eindeutig 'Slow Travel' vor - am liebsten zu Fuß oder auf dem Fahrrad!
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Ausflüge in die Umgebung
Sorgenti di Capodifiume: Am Übergang von der Ebene zum Bergland entspringt der kleine Fluss Capodifiume, in antiken Schriften Trabe oder Salso genannt. Seit dem 4. Jh. v. Chr. befand sich hier ein Quellheiligtum. Ausgegrabene Votivstatuetten lassen vermuten, dass man hier der Persephone huldigte, die Funde sind im archäologischen Museum zu besichtigen. Der ehemalige Tempelbezirk befindet sich heute zum großen Teil unter Wasser, malerisch ragt der Stumpf einer Tempelsäule aus dem Teich. An Wochenenden und zur Ferienzeit im August verwandelt sich das Idyll in einen Freizeitpark mit Picknickplätzen.
? Von Capaccio Scalo auf der SS 166 in Richtung Roccadaspide, dann auf der SP 318 kurz vor dem Abzweig zur Wallfahrtskirche rechts in Richtung Giungano. Kioskbetrieb im Sommer und an schönen Wochenenden. 3 € (an der Schranke der Autozufahrt zu bezahlen).

Rätselhafter Turmspringer: lukanische Grabkunst im Nationalmuseum

Santuario del Getsemani: Aus der Ferne wirkt die eiförmige Kirche aus dem Jahr 1969 wie ein Sternenobservatorium. Drinnen weht der Geist von Giuseppe Marello (1844-1895), dem ehemaligen Bischof von Acqui (Piemont), der 2001 heiliggesprochen wurde. Eigentliches Ziel der Gläubigen ist die Christusstatue aus weißem Marmor im Zentrum der fünfeckigen Krypta.
? Tägl. 7-19 Uhr. Via Getsemani 6 (an der Straße nach Capaccio Capoluogo ausgeschildert), santuariodelgetsemani.it.
Santuario della Madonna del Granato: Unübersehbar steht das Wahrzeichen von Capaccio auf einer Bergstufe über der Piana del Sele. Vom Vorplatz starten an guten Tagen die Gleitschirmflieger. Ursprünglich war die Kirche aus der Mitte des 10. Jh. der S. Maria Maggiore geweiht, erst 1630 taucht in Dokumenten erstmals die Granatapfel-Madonna auf (? Kasten). Die freskengeschmückte Steinkanzel im Hauptschiff belegt, dass es sich um eine Bischofskirche handelte. Beachtenswert ist zudem die vergoldete Kassettentäfelung der Decke. Die Pilgerblicke richten sich auf die gekrönte Maria mit dem Jesuskind in einer Nische rechts vom Altar, das berühmte Corpus Delicti, den Granatapfel, in der rechten Hand. Nachdem die mittelalterliche Figur 1918 zerstört worden war, beauftragte man einen Künstler aus Salerno, eine neue Statue zu kreieren.
? Tägl. 7.30-12.30 und 15-18 Uhr. Von der SP 13 nach Capaccio Capoluogo zweigt die Via Madonna del Granato links ab.
Castello di Federico II.: Nach der Niederschlagung der antistaufischen Erhebung veranlasste Kaiser Friedrich II. 1246 den Ausbau der Burg auf der Spitze des 383 m hohen Monte di Capaccio Vecchio. Im Zuge der Belagerung hatte die Burg schweren Schaden genommen. Eine Legende berichtet von der Einnahme des Kastells durch eine List: Eine junge Frau klopfte an das Tor und erbat ein Almosen für ihre hungernden Kinder. In der Burg ließ sie sogleich das Trinkwasser aus der Zisterne ab, die Insassen mussten sich daraufhin ergeben. Die Rädelsführer wurden des Hochverrats angeklagt und auf grausame Weise verstümmelt, geblendet und gerädert. Von der Burg sind nur noch Ruinen erhalten. Ein Fußweg verbindet die Wallfahrtskirche mit dem Aussichtspunkt (? Wandern).
Madonna del Granato: Kontinuität im Zeichen der Fruchtbarkeit
Um das Christentum zu verbreiten, interpretierten Missionare häufig bestehende religiöse Kulte im Licht des christlichen Gedankens neu. Auch deshalb wirkt im Süden Italiens manch religiöser Brauch seltsam archaisch. Ein Beispiel dafür ist die Madonna des Granatapfels. Keine Quelle verrät, wie der Übergang vom antiken Hera-Kult zur Verehrung der christlichen Jungfrau verlief, die von Wissenschaftlern herangezogenen Belege sind rein ikonografischer Natur: Der Göttin Hera war der Granatapfel heilig, die Madonna hält ihn in der Hand; die ausgegrabenen Hera-Idole tragen unverkennbar das Signum der Schwangerschaft, das neugeborene Jesuskind sitzt auf dem Arm der Mutter.
Die Funktionen der griechischen Göttin waren vielfältig: Gattin des Zeus und Herrscherin über den Olymp, Göttin der Fruchtbarkeit (sowohl der Felder als auch der Frau) und eifersüchtige Hüterin von Ehe und Familie. Die der Hera zugeschriebenen Eigenschaften und Fähigkeiten variierten je nach Zeit und Ort beträchtlich. In der Piana del Sele kam hinzu, dass der griechische Götterimport - Jahrhunderte bevor die ersten christlichen Missionare die Bildfläche betraten - auf die religiösen Praktiken der Lukanier stieß. Jene verehrten u. a. die Muttergöttin als Lebensspenderin und Quelle der Fruchtbarkeit; sie kannten auch den Granatapfel, weshalb es nur allzu wahrscheinlich ist, dass sich aus beiden Kulten im Verlauf der Zeit eine „neue“ Muttergöttin herausdestillierte. Der Vorgang könnte sich Jahrhunderte später, beim Übergang von der Hera zur Jungfrau Maria, in ähnlicher Form wiederholt haben.
Ein Symbol, das für Kontinuität steht: Der Granatapfel (punica granatum) ist die Götterfrucht schlechthin. Besonders die Kerne spielen in der Granatapfel-Mythologie eine große Rolle. Die Bibel spricht von 613 Kernen - entsprechend der Zahl der Gesetze im Alten Testament.
Büffelfarmen
Bereits bei der Anfahrt auf Paestum und die Sele-Ebene stechen die zahlreichen Hinweisschilder auf Büffelfarmen ins Auge. In der Tat bildet die Einkehr in einer Büffelfarm den perfekten Abschluss der Besichtigungstour, denn nirgendwo kommt Büffelmozzarella frischer auf den Tisch als hier! Besonders für Familien empfiehlt sich der Ausflug, denn der Besuch des Büffelgeheges lässt kein Kind unbeeindruckt. Unmittelbar jenseits der SS 18 entpuppt sich der Bio-Betrieb Vanullo (? Foto) als unangefochtenes Flaggschiff unter den Mozzarella-Bauernhöfen: Überregional bekannt wurde Vanullo aufgrund der artgerechten Haltung der Tiere, denn hier bestimmen die Büffelkühe selbst, wann sie gemolken werden. Um die Qualität der Erzeugnisse zu erhöhen, experimentiert die Firma mit selbst entwickelten Melkrobotern (den weltweit ersten Melkmaschinen für Büffel) und mit naturkundlichen Heilbehandlungen für die Tiere. Heute gleicht der Familienbetrieb einem kleinen Freizeitpark mit großen Parkflächen, einer routinierten Besuchersteuerung und einem erstklassigen Restaurant, in dem natürlich vorzugsweise Produkte aus Büffelmilch verkostet werden. Eis aus Büffelmilch darf als Erfrischung natürlich nicht fehlen!
Bio/Regional Tenuta Vannulo 6 ? Karte, die Biofarm an der SS 18 ist längst kein Geheimtipp mehr. 600 Büffelkühe, neben Mozzarella gibt’s auch Joghurt, Ricotta und Eis aus Büffelmilch. Ein Museum gibt Einblicke in die traditionellen Herstellungsmethoden, im Hofladen kann man u. a. Produkte aus Büffelleder kaufen. Tägl. 7.30-19.30 Uhr. Contr. Vannulo, Via Galilei 101, Tel. 0828-724765, www.vannulo.it.
Barlotti 13 ? Karte, traditionell arbeitende Käserei nahe der Ausgrabungsstätte; auf Nachfrage wird die Mozzarella-Herstellung erklärt. 400 Büffelkühe, Verkaufsshop, Bistro für die Mittagseinkehr. Eis aus Büffelmilch, Büffelfleisch, Bodylotion aus Büffelmilch. Tägl. 9-15 Uhr, der Shop hat nachmittags länger offen. Via Torre di Paestum 1, Tel. 0828-811146, www.barlotti.it.
Nichtmotorisierte müssen keinesfalls auf frischen Mozzarella verzichten, denn auch die Cafés und Restaurants in der Via Magna Grecia haben die Spezialität im Angebot - nur eben ohne die Büffelkühe „zum Anfassen“.
Aktiv und sportlich
Baden: Ein 50 m breiter Piniengürtel trennt den Sandstrand vom Hinterland, regelmäßig führen Stichwege von der Küstenstraße ans Meer. Die gepflegteren Abschnitte befinden sich nördlich der Ausgrabungszone im Ortsteil Capaccio Laura. An klaren Tagen blickt man von hier bis zur Amalfiküste und in die Gegenrichtung bis zur Punta Tresino.
? Lido Conchiglia, eines der ältesten der vorbildlich geführten Strandbäder in Capaccio Laura (seit 1968), gut erkennbar an den weißen Sonnenschirmen. Duschen und Umkleidekabinen, Bar, im Hochsommer Wassergymnastik und Animation. Das Restaurant entpuppt sich als piekfeine „Osteria Acquasale“ mit Schwerpunkt auf frischer Meeresküche. Mai bis Mitte Sept. tägl. 8.30-19 Uhr. Via Cristoforo Colombo, Tel. 0828-851106, www.lidoconchiglia.it.
Gleitschirmfliegen: Wenn der Westwind warme Meeresluft gegen den Hang des Monte di Capaccio Vecchio drückt und zum Aufsteigen bringt, finden Paraglider beste thermische Bedingungen vor. Die günstigsten Bedingungen herrschen i. d. R. gegen Mittag, Startpunkt ist das Rondell vor der Wallfahrtskirche Madonna del Granato.
Radfahren: Die flache bzw. flachhügelige Umgebung von Paestum eignet sich hervorragend zur Erkundung mit dem Fahrrad. Rund um den Parco Archeologico führt ein kombinierter Fuß- und Radweg.
? Fahrradverleih: Die Firma...



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