Haipeter / Dörre / Dorre | Gewerkschaftliche Modernisierung | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 304 Seiten, eBook

Haipeter / Dörre / Dorre Gewerkschaftliche Modernisierung

E-Book, Deutsch, 304 Seiten, eBook

ISBN: 978-3-531-93332-0
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Die deutschen Gewerkschaften und mit ihnen die Betriebsräte stehen mit dem Rücken zur Wand. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Gewerkschaften eine stabile Organisationsmacht hatten, in denen sie als intermediäre Akteure tragfähige Kompromisse zwischen Kapital und Arbeit aushandeln konnten und in denen sie umfassend in der Arbeitswelt präsent waren. Seit den 1990er Jahren leiden die Gewerkschaften unter anhaltenden Mitgliederrückgängen und weiten sich Vertretungslücken im System der Interessenvertretung aus. Die Autoren dieses Sammelbandes beleuchten Ansatzpunkte aktueller Modernisierungsbemühungen der Interessenvertretungen und loten die Handlungschancen und die Erneuerungsperspektiven aus.

PD Dr. Thomas Haipeter ist Leiter der Forschungsabteilung Arbeitszeit und Arbeitsorganisation am Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen.
Dr. Klaus Dörre ist Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Haipeter / Dörre / Dorre Gewerkschaftliche Modernisierung jetzt bestellen!

Zielgruppe


Professional/practitioner

Weitere Infos & Material


1;Inhalt;5
2;Einleitung: Interessenvertretungen, Krise und Modernisierung – über alte und neue Leitbilder;7
2.1;Literatur;27
3;Teil I Erneuerungsansätze in der Metall- und Elektroindustrie;29
3.1;Tarifabweichungen, Betriebsräte und Gewerkschaften Modernisierungschancen in lokalen Konflikten;30
3.1.1;Einleitung;30
3.1.2;Tarifabweichungen und Kontrolle;31
3.1.2.1;Abweichungen und das Kontrollproblem;31
3.1.2.2;Tarifliche Regelungen zur Tarifabweichung in den Untersuchungsbranchen;33
3.1.2.3;Anzahl und Inhalte der Tarifabweichung;36
3.1.2.4;Die Kontrollpraxis der Gewerkschaften;39
3.1.3;Betriebsräte;41
3.1.3.1;Betriebsräte als neue Tarifakteure;41
3.1.3.2;Die doppelte Konstruktion;42
3.1.3.3;Wandel der Arbeitsbeziehungen;43
3.1.3.4;Legitimationsprobleme der Interessenvertretungen und Wege der Einbindung;46
3.1.4;Gewerkschaften;48
3.1.4.1;Erneuerung und Organizing;48
3.1.4.2;Beteiligungsstrategien im Branchenvergleich;50
3.1.4.3;Beteiligung und Organizing;52
3.1.5;Tarifabweichungen und die Modernisierung der Interessenvertretungen;54
3.1.5.1;Literatur;57
3.2;Betriebsräte mit Rückenwind? Chancen und Ambivalenzen betrieblicher „Besser“-Strategien für Arbeitspolitik und Interessenvertret;60
3.2.1;Einleitung: Interessenvertretungen und Arbeitspolitik in und nach der Krise;60
3.2.2;„Besser“-Strategien und innovative Arbeitspolitik;63
3.2.2.1;Die arbeitspolitische Bandbreite von „Besser“-Strategien;63
3.2.2.2;Innovative Arbeitspolitik;65
3.2.2.3;„Besser“-Strategien als „Bargaining Chip“;67
3.2.2.4;Betriebsratsarbeit und Innovation;68
3.2.3;Proaktive Interessenvertretungen als Akteure innovativer Arbeitspolitik;70
3.2.3.1;Betriebswirtschaftliche Fundierung der Betriebsratsarbeit;71
3.2.3.2;Professionalisierung des Betriebsratsgremiums;74
3.2.3.3;Nutzung externer Ressourcen;76
3.2.3.4;Beteiligung und Einbindung der Belegschaft;79
3.2.4;Schluss;81
3.2.5;Literatur;83
3.3;„Besser statt billiger“ als Türöffner zur Stärkung der Gewerkschaft? Anregungen aus einer gewerkschaftlichen Innovationskampagne;85
3.3.1;Voneinander lernen?;86
3.3.2;„Organizing“ und darüber hinaus: Die „Trade union revitalisation studies“;89
3.3.2.1;Stark in der Technik, schwach im Inhalt?;89
3.3.2.2;Bewegungsansatz;91
3.3.2.3;Kampagnenansatz;92
3.3.2.4;Beteiligungsansatz;93
3.3.3;„Besser statt billiger“ als gewerkschaftliche Erneuerungsstrategie;94
3.3.3.1;Beteiligung „gegen billiger“;97
3.3.3.2;Beteiligung „für besser“;101
3.3.4;Schlussfolgerungen;108
3.3.5;Literatur;110
3.4;Betriebliche Mitbestimmung und die gewerkschaftlichen Modernisierungskampagnen der IG Metall Nordrhein-Westfalen;112
3.4.1;Einleitung;112
3.4.2;Druck und Konzept – Betriebliche Tarifpolitik und gewerkschaftliche Modernisierungsstrategie;113
3.4.2.1;Betriebsnahe Tarifpolitik seit dem Pforzheimer Abschluss;113
3.4.2.2;Die gewerkschaftliche Kampagne „Besser statt billiger“;115
3.4.2.3;Im Labor künftiger Gewerkschaftsarbeit: Projekte für die betriebliche Praxis;119
3.4.2.4;Neuer Umgang mit Beratung und Beteiligung – Die Projekte „Arbeit durch Innovation“ und „Besser: Zukunft!“;121
3.4.2.5;Vorschlagswesen und Innovationsfähigkeit gehören zusammen – auch für den Betriebsrat von Trilux;124
3.4.2.6;Dynamische Praxis-Wissenschaftsbeziehungen: das Projekt „Kompetenz und Innovation“;126
3.4.2.7;Vorläufige Zwischenbilanz der Projekte: Zukunftsfähigkeit organisieren;127
3.4.3;Der nächste Schritt: Besser statt billiger 2.0;131
3.4.4;Literatur;133
3.5;Revitalisierung der Gewerkschaften durch Arbeitspolitik? Die Initiativen der IG Metall – Szenario für Arbeitspolitik in und nach;135
3.5.1;Initiative Gute Arbeit – die Revitalisierung der Arbeitspolitik in der IG Metall;136
3.5.1.1;Ziele und Inhalte;136
3.5.1.2;Beiträge zur gewerkschaftlichen Revitalisierung;139
3.5.1.3;Machtressourcenansatz im Revitalisierungsdiskurs;140
3.5.1.4;Beiträge von Guter Arbeit zur Machtressourcenstärkung;141
3.5.2;Arbeitszeitund leistungspolitische Initiative – als Beitrag zur gewerkschaftlichen Revitalisierung;143
3.5.2.1;Arbeitszeit und Leistung als kommunizierende Röhren;144
3.5.2.2;Arbeitszeit und Beschäftigungssicherung;145
3.5.2.3;Ansätze einer kreativen Arbeitszeitpolitik;146
3.5.2.4;Veränderte Leistungsbedingungen – Ansätze einer neuen Leistungspolitik;148
3.5.2.5;Leistungsund arbeitszeitpolitische Initiative der IG Metall;150
3.5.3;Produktionssysteme und Innovation als arbeitspolitische Themenfelder;151
3.5.3.1;Proaktive Gestaltung als strategische Grundorientierung;151
3.5.3.2;Thematische Schwerpunkte;154
3.5.4;Für Kooperation und einen erweiterten arbeitspolitischen Strategieansatz;157
3.5.5;Literatur;160
4;Teil II Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitskämpfe;163
4.1;Sicher durch die Krise? Leiharbeit, Krise und Interessenvertretung;164
4.1.1;Einleitung;164
4.1.2;Der Fallbetrieb: Flexibilität als Ressource im kennzahlengetriebenen Standortwettbewerb;168
4.1.3;„Verbetrieblichung“ des Arbeitsbewusstseins und „kompetitive“ Solidarität;170
4.1.3.1;„Guter Standort“ – Regionale Identifikation als Flexibilitätsressource;172
4.1.3.2;„Schlechte Gesellschaft“ – Alltagskritik am Finanzmarktkapitalismus;173
4.1.3.3;Sicherheit auf Zeit – Kompetitive Solidarität und die „letzte Generation“;175
4.1.4;Leiharbeit im Spiegel des Arbeitsbewusstseins;176
4.1.4.1;Drei Perspektiven auf Leiharbeit – betriebswirtschaftlicher Nutzen, leistungspolitische Kritik und soziale Integration;179
4.1.4.2;Keine Trennung der Diskurse, dafür vielschichtige Perspektiven;183
4.1.5;Fazit;185
4.1.6;Literatur;188
4.2;Organisierung durch Kampagnen am Beispiel Schlecker und Lidl;191
4.2.1;Einleitung;191
4.2.2;Die Kampagnen zu Schlecker und Lidl als Beispiele einer Comprehensive Campaign;192
4.2.3;Unterschiede beider Kampagnen;194
4.2.3.1;Die Rolle der Beschäftigten: Einbindung versus Abschreckung;194
4.2.3.2;Koalitionsbildung: Ein oder zwei Kampagnen;195
4.2.3.3;Externe Faktoren: Rosen statt Betriebsräte;196
4.2.4;Schlecker: Vor der Kampagne ist nach der Kampagne;197
4.2.5;Potentiale und Grenzen der Erneuerung;200
4.2.6;Ausblick;202
4.2.7;Literatur;203
4.3;Gewerkschaftliche Interessenvertretung im Niedriglohnsektor und der Streik der französischen;205
4.3.1;Interessenvertretung im Niedriglohnbereich: Strukturelle Bedingungen;206
4.3.2;Verrückte Kämpfe und gewerkschaftliche Initiativen im Niedriglohnbereich: Das Problem der kulturellen Kluft;211
4.3.3;Gewerkschaftliche Interessenvertretung jenseits traditioneller Domänen: Der Streik der französischen;217
4.3.4;Interessenvertretung im deutschen und französischen Niedriglohnsektor: Vergleichende und resümierende Anregungen für die gewerks;222
4.3.5;Literatur;225
4.4;Organisieren am Konflikt: Zum Verhältnis von Streik und Mitgliederentwicklung;228
4.4.1;Einleitung;228
4.4.2;Grundlagen gewerkschaftlicher Organisierung;229
4.4.3;„Organisieren am Konflikt“;232
4.4.3.1;Der Streik als Ausnahmesituation;233
4.4.3.2;Die Haltung der Beschäftigten;235
4.4.3.3;Streikgeld;236
4.4.4;Streikund Organisierung: die Zusammenhänge;236
4.4.4.1;Streik und Errichtung von Betriebsräten;237
4.4.4.2;Streik als Katalysator der Verankerung;238
4.4.4.3;Organisierung und Tarifrunden;239
4.4.5;Streik und Mitgliederentwicklung – die quantitative Seite;240
4.4.5.1;Die großen Trends;241
4.4.5.2;Streiks und Mitgliederentwicklung bei der IG Metall;244
4.4.5.3;Der Dienstleistungssektor;248
4.4.5.4;Streikbeteiligung und Mitgliederbindung;253
4.4.5.5;Ausblick;255
4.4.5.6;Literatur;257
5;Teil III Funktionswandel der Gewerkschaften;261
5.1;Funktionswandel der Gewerkschaften. Von der intermediären zur fraktalen Organisation;262
5.1.1;Ein deutscher Sonderfall?;262
5.1.2;Gewerkschaften als intermediäre Organisationen;264
5.1.3;Der Machtressourcen-Ansatz;270
5.1.4;Erosion von „Arbeitermacht“ und gewerkschaftliche Erneuerung;274
5.1.5;Spaltung des Arbeitsmarktes und interessenpolitischer Konservatismus;279
5.1.6;Von der intermediären zur fraktalen Organisation?;282
5.1.7;Forschungsperspektiven;286
5.1.8;Epilog;293
5.1.9;Literatur;294
5.2;Autorenverzeichnis;297


PD Dr. Thomas Haipeter ist Leiter der Forschungsabteilung Arbeitszeit und Arbeitsorganisation am Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen.

Dr. Klaus Dörre ist Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.


Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.