Haensel | Perry Rhodan 2041: Absolute Finsternis | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2041, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Haensel Perry Rhodan 2041: Absolute Finsternis

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2040-3
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"

E-Book, Deutsch, Band 2041, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2040-3
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Besuch aus Plantagoo - und ein Dunkelfeld für Terra Spätestens nachdem die Truppen des Kristallimperiums den offiziell selbständigen, aber mit der Liga Freier Terraner verbündeten Planeten Ertrus besetzt haben, warten die Bewohner der Milchstraße auf den Ausbruch eines großen galaktischen Krieges. Doch nach wie vor schrecken Perry Rhodan und die Führung der Liga davor zurück; ein offener Konflikt mit Arkon würde Milliarden von Todesopfern kosten und die Milchstraße in ein Schlachtfeld verwandeln. Die Terraner setzen deshalb im Sommer und Herbst des Jahres 1303 NGZ auf geheimdienstliche Vorstöße und Diplomatie. Der Versuch von Julian Tifflor, dem Residenz-Minister für Liga-Außenpolitik, in der Eastside der Galaxis ein Bündnis mit den Blues -Nationen zu schmieden, ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Dabei weiß niemand außer den Teilnehmern der Geheimkonferenz, was auf dem abgeschiedenen Planeten Santanz wirklich geschehen ist... Für die Terraner gibt es zu allem Überfluß ein weiteres Problem: Es bezieht sich auf die jungen Monochrom-Mutanten, die sich in eine Stadt in den Anden zurückgezogen haben. Dort warten rund 35.000 junge Menschen auf ihren Tod, dem sie auf ihre Weise entgegenwirken wollen. Auf Terra entwickelt sich damit eine neue Situation. Man registriert sie als die ABSOLUTE FINSTERNIS...

HUBERT HAENSEL Die Tiefen des Alls erschlossen sich dem 1952 in Waldershof geborenen Hubert Haensel schon mit acht Jahren. Die Comic-Reihe 'Nick, der Weltraumfahrer' beflügelte die Fantasie des jungen Mannes, der heute zu den Veteranen im Autorenteam von PERRY RHODAN gehört, der größten Science-Fiction-Serie der Welt. Diese faszinierende Zukunftsgeschichte, die seit 1961 erscheint, lässt Haensel seitdem nie mehr los. PERRY RHODAN, das ist die Geschichte der Menschheit, die auf der Suche nach den Rätseln des Universums viele außerirdische Kulturen kennenlernt. Diese Begegnungen verlaufen oft friedlich, führen manchmal aber auch zu Konflikten, die Jahrtausende andauern. 'Der Traum, selbst einmal Geschichten zu erzählen, wurde auf dem Gymnasium geboren', sagt Haensel heute, 'doch erst nach der Ausbildung zum Bankkaufmann und einigen Berufsjahren habe ich versucht, diesen Traum umzusetzen.' 1978 erschien sein erster Roman 'Das Geisterschiff' als Band 379 der Reihe TERRA ASTRA, und bald folgten viele weitere in verschiedenen Genres. Unter Pseudonymen wie Jan J. Moreno, George McMahon oder Hubert H. Simon schrieb er an den Serien 'Seewölfe', 'Dämonenkiller' und MYTHOR mit. Für 'Die Abenteuer' verfasste er nicht nur Romane, sondern war außerdem als Exposé-Autor tätig. Egal, ob es sich um Kriminal-, Abenteuer- oder Science-Fiction-Stoffe handelt, Hubert Haensel schafft es immer wieder, die Leser mit seinen spannenden und humorvollen Erzählungen zu begeistern. 1979 stieg er in die ATLAN-Serie ein, und 1994 wurde er Mitglied im Team der PERRY RHODAN-Autoren. Seitdem gestaltet er selbst die Geschicke jener kosmischen Figuren, die ihn seit seiner Kindheit begleiten und auch seine Lebenseinstellung entscheidend geprägt haben. 'Weder Hautfarbe noch Aussehen eines Wesens sind entscheidend', sagt Haensel heute, 'sondern ausschließlich seine geistige Haltung. Vielleicht besinnt sich die Menschheit eines Tages darauf und begreift, dass wir alle zusammen in einem winzigen Boot durch Raum und Zeit driften - in einem Boot, das wir Erde nennen.' Mit der Zeit übernahm er für PERRY RHODAN weitere Aufgaben wie die Koordination der Risszeichnungen, die Redaktion des PERRY RHODAN-Reports ab Band 1824 und die Bearbeitung der Silberbände ab Buch 81. Er verfasste die zwei 'Kosmos-Chroniken', die das Leben von Reginald Bull und Alaska Saedelaere verfolgen, wichtigen Wegbegleitern Perry Rhodans. Auch bei den Taschenbuchreihen, die im Heyne-Verlag erscheinen, ist er regelmäßig mit eigenen Romanen vertreten. Auf die Frage, welche Person der Zeitgeschichte er gerne gewesen wäre, antwortet Haensel verschmitzt: 'Neil Armstrong. Dann hätte ich wenigstens schon den Mond betreten, auch wenn das nur ein kleiner Schritt für einen SF-Autor ist.' Ganz irdisch lebt Hubert Haensel mit seiner Ehefrau in einer kleinen Stadt im Fichtelgebirge, wo das Leben zwar nicht so exotisch wie auf dem Mond, aber zweifellos angenehmer ist.
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1.


… zwischen Bergen von Stoffen und Ponchos saßen Marktfrauen, Fransentücher über den Schultern, und ihr schwarzes Haar quoll unter den breitkrempigen Filzhüten hervor. Die Gesichter lagen im Schatten, von der hoch stehenden Mittagssonne nicht berührt.

In einfachen Kästen glitzerten Edelsteine und indianischer Schmuck. Daneben Säcke mit Getreide und Kräutern …

Aduni Fuzait glaubte, das Aroma der Gewürze wahrzunehmen, es war schwer und betäubend, einschläfernd wie die drückende Schwüle über dem Altiplano, die jeder Wetterkontrolle hohnzusprechen schien.

In einer Reflexbewegung wollte die TLD-Agentin ihre Hand heben, doch die Finger lösten sich kaum von dem im Laufe langer Jahrhunderte abgewetzten Mikrobuch.

Der auffrischende Wind wehte Staub und verdorrte Pflanzenreste über die Hochebene und verwirbelte den Klang einer lästigen Stimme.

Es fiel Aduni Fuzait schwer, die bleierne Müdigkeit abzuschütteln. Dass Einsamkeit derart zermürben konnte, hätte sie nie für möglich gehalten. Die Ruhe der ersten Tage hatte sie noch genossen, aber dann war genau diese Stille ihr größter Feind geworden. Nach endlos langen Wochen sehnte sie sogar einen Einsatz an den Brennpunkten der Galaxis herbei. Egal ob im Bereich von M 13 oder auf Ertrus – nur weg aus dieser monotonen Felswüste, in der die Langeweile tödlich wurde.

Die Stimme verdichtete sich gegen das Pochen in ihren Schläfen. Sie war so monoton wie alles hier im Hochgebirge und noch dazu schlecht moduliert.

»… du bist übermüdet, Aduni, deine Diagnosewerte zeigen zunehmenden Sauerstoffmangel …«

Die Agentin des Terranischen Liga-Dienstes reagierte kaum darauf. Vor ihrem inneren Auge begann der bunte Markt der Indiofrauen zu verblassen. Das Bild war wie die Exotik ferner Welten. Wo gab es so etwas noch auf Terra? In der bewegten Geschichte der letzten drei Jahrtausende hatten sich die Völker vermischt, waren Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß und Gelb bedeutungslos geworden. In den letzten Jahrzehnten besannen sich zahlreiche Menschen wieder des kulturellen Erbes ihrer Vorfahren und erweckten verschüttetes Brauchtum zu neuem Leben.

»… du bist übermüdet, Aduni.«

»Unsinn!« Etwas schroff unterbrach sie die Stimme der Kontrollpositronik. »Nur ein wenig Kühlung wäre angebracht.« Mit einer ärgerlichen Kopfbewegung verstummte sie. Alles in der getarnten kleinen Station im Altiplano war auf geringsten Energieaufwand ausgerichtet. Es gab keine Klimaanlage und keine Luftumwälzung, lediglich ein einfaches Belüftungssystem. Mit der Folge, dass eine Station auf einer Chlorgaswelt der Gradosima weit komfortabler war als hier. Auf Terra war die Luft eben atembar.

Minuten später stand sie zwischen kahlen Felsen inmitten naturbelassener urwüchsiger Schroffheit. Ein Dutzend zerfetzter Büsche und Bäume verwies auf die Gewalten, die in der Nacht getobt hatten. Niemand würde in dieser Gegend zufällig auf die Beobachtungsstation stoßen. Es gab nicht einmal einen Trampelpfad, der heraufführte. Außerdem war das Bauwerk gegen die Ausspähung durch Mutanten abgesichert.

Tief sog die Agentin die Gebirgsluft ein. Etwa fünfzig Meter über ihr kragte eine Felsnase aus, von der aus der Blick tiefer in das abgelegene Seitental reichte. Aduni Fuzait benötigte nur wenige Minuten, um das schmale Plateau zu erreichen.

Kilometerweit entfernt, im gleißenden Mittagslicht nicht weniger hässlich als sonst auch, lag Para-City im Tal. Die Stadt der jungen Monochrom-Mutanten war eigentlich eine Barackensiedlung: im Schnellverfahren zusammengesetzte Kastenelemente, doppelstöckige Wohncontainer, lieb- und einfallslos in konzentrischen Kreisen aufgestellt.

Milchiggrau wölbte sich die Kuppel des Prallschirms über der Stadt in den Himmel. Die Energiewand bildete eine optische Grenze – kaum mehr. Weder schirmte sie die Mutanten von der Außenwelt ab – längst nicht so wirkungsvoll wie die verfluchte Einsamkeit –, noch hinderte sie die jungen Psi-Talente daran, aus ihrer selbstgewählten Isolation auszubrechen.

Nachdenklich fuhr Aduni mit der Hand durchs Haar. Erst als das PsIso-Netz verrutschte, erinnerte sie sich an das feine Gespinst, das gegen Mutantenfähigkeiten, insbesondere telepathische Ausspähung, isolierte.

Seit Wochen beobachtete sie Para-City aus der Distanz, um jede Veränderung an die Solare Residenz weiterzumelden. Doch bislang hatte sie erst ein einziges Mal wirklich Anlass gehabt, Terrania zu informieren. Am 8. November war ein Raumschiff neben dem Prallfeld gelandet, halbkugelförmig und zweihundert Meter durchmessend. Ein Ara war zu den Mutanten gegangen, seither stand das Raumschiff – die ZENTRIFUGE – neben der Kuppel, als gehöre es fest dazu.

Seitdem beherrschte wieder Monotonie das Bild. Lediglich die Versorgungscontainer aus La Paz, rund 150 Kilometer nordöstlich, wurden von Automat-Transportern täglich zur gleichen Zeit vor der Strukturschleuse abgesetzt. Danach wurden leere Container abtransportiert – inzwischen ein Ritual unübertroffener Pünktlichkeit.

Nur noch Weihnachten absitzen!, schoss es der Agentin durch den Sinn, und ein säuerliches Lächeln umfloss ihre Mundwinkel.

Nach den Feiertagen würde ihre Ablösung eintreffen. Sie wusste noch nicht, wer, andererseits war das völlig egal. Zwei Wochen Urlaub lagen vor ihr: weitläufiger Strand, Meer und Palmen, vielleicht sogar üppiger Urwald. Auf keinen Fall Hochgebirge.

Man schrieb den 21. Dezember 1303 NGZ, Sommer in den Anden und nicht gerade die Zeit für weihnachtliche Gedanken. Zwei dunkle Punkte über der Prallfeldkuppel weckten ihr Interesse. Für einen Augenblick argwöhnte sie näher kommende Gleitfahrzeuge, doch die Punkte schienen sich langsam in die Höhe zu schrauben, als würden sie von der Thermik getragen.

Von Anfang an hatte die TLD-Agentin darauf verzichtet, die Stadt der Monochrom-Mutanten über eine Feldlinsenoptik zu beobachten, obwohl der minimale Energieaufwand schon in hundert Metern Distanz nicht mehr anzumessen gewesen wäre. Das antiquierte Fernglas zu benutzen, dessen speziell geschliffene Kristalle eine unglaubliche Vergrößerung erlaubten, war ein Faible von ihr.

Die fernen Schemen sprangen Aduni entgegen.

Zwei gewaltige Vögel kreisten über der Stadt. Aduni Fuzait konnte jede einzelne Feder erkennen. Mit den nackten Kehllappen, den lockeren Hautfalten um die Augen und einem scharf gebogenen Schnabel schien beiden Tieren ein Hauch von Bösartigkeit anzuhaften. Aber vielleicht erweckte nur ihre Spannweite von fast drei Metern diesen Eindruck.

Scheinbar schwerelos schwebten sie über der Prallfeldkuppel, majestätisch die Außenfahnen der Schwingen wie Finger in die Höhe gespreizt: Andenkondore, die größten Raubvögel der Erde, die im Aufwind mühelos bis zu sechs Kilometer hoch aufsteigen konnten. Irgendwann nach dem Sturz Terras durch den Schlund im Mahlstrom der Sterne waren diese Giganten ausgestorben. Erst kurz vor der letzten Jahrhundertwende hatte man sie im Rahmen eines großangelegten genetischen Revival-Programms mit ehrgeizigen Zielen wieder ins Leben gerufen. Zwölf Tierarten standen auf der Liste der Neuansiedlung, seltsamerweise überwiegend Raubtiere.

Aduni Fuzait stieg über Büschel stacheliger Ichu-Gräser hinweg, die zwischen dem Gestein wucherten. Ein ferner Vogelschrei zerriss die Stille in dreieinhalbtausend Metern Höhe. Aduni hielt inne. Die schneebedeckten Gipfel der nahen Westkordilleren gleißten im Sonnenschein.

Beide Andenkondore stießen in die Tiefe. Erst dicht über der Prallfeldkuppel drehten ihre mattschwarzen Leiber, gewannen flügelschlagend und zeitlupenhaft wieder an Höhe. Es schien, als wären die Tiere jäh aufgeschreckt worden – von etwas, das die Agentin von ihrer Position aus nicht erkennen konnte.

Unwillkürlich kniff Aduni Fuzait die Brauen zusammen, die Hand mit dem Fernglas verharrte halb erhoben …

Von einer Sekunde zur anderen hatte sich die milchiggraue Farbe des Prallschirms verändert.

Die Kuppel über der Mutantenstadt schimmerte in diesem Moment in einem strahlenden, halb transparenten, kalten Blau.

Aduni stand da wie erstarrt. Obwohl die Veränderung eindeutig war, wollte sie nicht glauben, was sie sah.

Ein undurchdringlicher Paratronschirm spannte sich über Mor Jueglo oder, wie andere sagten, Para-City.

Niemand hatte es angekündigt. In der momentan ruhigen Situation war sie ohnehin unverständlich. Aber gerade deshalb empfand Aduni die Aktivierung eines Paratrons als Schock. Ihres Wissens existierte keine Absprache mit den zuständigen Regierungsstellen; sie selbst hätte das zuerst erfahren müssen.

Alle Gedanken an ihre Ablösung waren schlagartig wie weggewischt. Sie musste unverzüglich Meldung erstatten.

Erneut ließ heiseres Krächzen Aduni aufschauen. Der Flug beider Kondore wirkte nicht mehr majestätisch und leicht, sie schlugen mit den Schwingen, als hätten sie Mühe, sich in der Luft zu halten. Und ihre Schreie, die der Wind herübertrug, hatten etwas Klägliches an sich.

Irritierte der Paratronschirm die Tiere? Aduni wusste es nicht, sie hielt nur erneut während ihres hastigen Abstiegs zur Station inne, als der größere der Vögel jäh die Schwingen anlegte und wie ein Stein in die Tiefe fiel.

Sekunden später durchstieß der Kondor die Gradientkomponente des Schirmes, die ähnlich einem Prallfeld verhinderte, dass Gasmoleküle und Partikel der umgebenden Lufthülle permanent in den Hyperraum abgestrahlt wurden. Dieser Abstrahleffekt, die eigentliche Schutzwirkung des Paratrons, trat erst ab einer deutlich höheren Belastungsgrenze ein.

Für die Beobachterin gab es keinen...



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