Hackett | Pete Hackett - Drei Western, Sammelband 7 | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 366 Seiten

Hackett Pete Hackett - Drei Western, Sammelband 7

Die Hand am Colt/ Er ritt, um zu töten/ Lone Star Kelly: Cassiopeiapress Western
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7368-4194-9
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Die Hand am Colt/ Er ritt, um zu töten/ Lone Star Kelly: Cassiopeiapress Western

E-Book, Deutsch, 366 Seiten

ISBN: 978-3-7368-4194-9
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Ebook enthält drei Western Die Hand am Colt Er ritt, um zu töten Lone Star Kelly Männer im Kampf um Recht und Rache - seit langem ist es nicht mehr gelungen, die Epoche der amerikanischen Pionierzeit so plastisch darzustellen, wie in Romanen von Pete Hackett. Ein CassiopeiaPress E-Book Cover: Steve Mayer

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Jack dirigierte den Braunen zum Tor hinaus und lenkte ihn auf den ausgefahrenen Reit- und Fahrweg, der den Windungen des Gunnison-River folgte, als ihn aus einer Gruppe von Büschen eine zynische Stimme erreichte und bewog, dem Pferd die Schenkel anzulegen und es in den Stand zu zwingen. „Du musst schon eine besondere Nase haben, Shannon! Oder welchem Umstand habe ich es sonst zu verdanken, dass du mich aufgespürt hast?“ Den Worten folgte ein hartes Knacken, als der Hahn eines Colts zurückgezogen wurde und die Spannfeder einrastete. Darauf war Jack nicht gefasst gewesen. Außerdem war er mit seinen Gedanken bei Big Jeremy und Carol. Der Schreck, der ihn befiel, ging tiefer als er es je für möglich gehalten hatte. Das Begreifen, dass er einen schlimmen Fehler – vielleicht sogar tödlichen Fehler -, begangen hatte, kam mit schmerzhafter Schärfe. Slim Stevens sprach mit klirrender Kälte im Tonfall weiter: „Durch den Kamin konnte ich jedes Wort, das du mit meinem Onkel gewechselt hast, so deutlich verstehen, als hätte ich mich bei euch in der Wohnstube befunden, Shannon. Es war dumm von dir, deinen richtigen Namen zu nennen.“ In Jack legte sich der Aufruhr seiner Empfindungen. Er zwang sich zur Ruhe, versuchte, mit den Augen die Finsternis zu durchdringen, doch es war ein sinnloses Bemühen. Da war nur die schwarze, undurchdringlich anmutende Wand der Büsche. „Wie hast du mich gefunden, Shannon?“ „Dein Freund Murphy hat mir dein Versteck verraten, Stevens. Dein Kumpan ist zwischenzeitlich in den Himmel der Gehenkten eingegangen. Ich erwischte ihn oben in Cheyenne. Aber jetzt verrate mir, woher du meinen Namen kennst, Stevens. Als ihr meine Frau vergewaltigt und anschließend ermordet habt, fragtet ihr sie doch sicher nicht nach ihrem Namen.“ Der Bandit lachte fast amüsiert auf. „Nein, sicher nicht, Shannon. Nach ihrem Namen nicht, aber nach dem ihres Mannes. Sie nannte ihn uns: Jack Shannon. Er hat sich mir unauslöschlich eingeprägt.“ Ja, er hatte einen fatalen Fehler gemacht, als er annahm, dass er im Hause Big Jeremys gefahrlos seinen richtigen Namen nennen durfte. Die Erkenntnis schoss wie ein eisiger Strahl durch Jacks Verstand. Jacks Rechte löste sich vorsichtig von der Zügelleine und tastete zum Halfter an seinem rechten Oberschenkel. Er schaute dem Tod ins unheimliche Antlitz. Und er gab sich keinen Illusionen hin. Slim Stevens war ein skrupelloser Mörder, eine den niedrigsten Trieben gehorchende Bestie in Menschengestalt. Ein Fingerdruck genügte, um ihn, Jack, vom Pferd zu putzen. Seine Gestalt hob sich wahrscheinlich scharf wie ein Scherenschnitt gegen den helleren Hintergrund ab. Der Bandit konnte ihn gar nicht verfehlen. Krampfhaft überlegte Jack, wie er der tödlichen Gefahr begegnen konnte. Seine Fingerspitzen berührten den glatten Revolverknauf. Er musste Zeit gewinnen. Über seine Lippen strömte es heiser: „Wieso deckt Big Jeremy einen Halsabschneider wie dich, Stevens? Und nicht nur Big Jeremy. Auch sein Sohn und Carol. Wie rechtfertigten sie der Mannschaft gegenüber die Anwesenheit eines steckbrieflich gesuchten Verbrechers?“ „Der Alte versprach meinem Vater – seinem Bruder also –, auf dem Sterbebett, sich meiner anzunehmen, wenn ich einmal in Not gerate.“ Wieder ertönte das rasselnde, hohntriefende Lachen des Banditen. Es ging Jack durch und durch. „Ich war schon immer das schwarze Schaf der Familie. Und als ich vor einem Jahr etwa hier ankam, um mich zu verkriechen, wussten sie hier auf der Ranch nur Bruchteile von dem, was ich wirklich auf dem Kerbholz hatte. Ich verstand es, Onkel Jeremys Mitleid zu erregen. Der Mannschaft gegenüber stellte er mich als seinen schwindsüchtigen Neffen vor, dem ein Arzt im Osten das trockenere Klima im Mittelwesten empfohlen hatte und der sich hier auskurieren wollte. Ich hielt mich von der Mannschaft und überhaupt von der Öffentlichkeit fern, und so kam niemand auf die Idee, über mich nachzudenken. Im Herbst dann entließ der Alte die Crew. Die neue Mannschaft, die er im Frühling einstellte, interessierte sich nicht für mich. Auch von ihr hielt ich mich fern. Für diese primitiven Kerle war ich ganz schlicht und einfach ein Mitglied der Familie.“ „Wissen Sie jetzt Bescheid über das wahre Ausmaß deiner Verbrechen?“, erkundigte sich Jack. „Nein.“ Stevens lachte ein weiteres Mal. Es war ein ironisches, in gewisser Weise auch triumphierendes Lachen, das Jacks Blut zur Wallung brachte. „Für sie bin ich ein Dieb, ein Satteltramp, einer, der der andere um die Früchte ihrer Arbeit bringt und dem bestenfalls einige Jahre Zuchthaus drohen. Dass wir diese dreckige Indianersquaw ...“ Jack explodierte geradezu. Seine Finger schlossen sich um den Coltkolben. Er riss das Eisen aus dem Halfter, zugleich drosch er dem Pferd die Sporen in die Seiten. Rücksichtnahme konnte er sich in dieser Sekunde nicht leisten. Sie wäre tödlich gewesen. Mit einem Ruck stieg der Braune erschreckt wiehernd auf die Hinterhand. Seine Vorderhufe vollführten einen wilden Trommelwirbel durch die Luft. In sein fanfarenhaftes Gewieher hinein peitschte der Coltschuss. Im Gebüsch glühte es auf, ein grellgelbes Mündungslicht stieß auf Jack zu, wie ein Peitschenhieb strich die Kugel über seine Rippen. Jacks Colt spie eine armlange Mündungsflamme in das Gestrüpp, doch die Kugel traf nicht. Das Pferd kam vorne wieder auf den Boden. Die Hufe krachten auf den harten Untergrund. Das Tier wollte ausbrechen, aber Jack presste ihm mit den Oberschenkeln die Luft aus den Lungen und zwang es auf die Stelle. Die Schüsse verschmolzen ineinander. Der Donner rollte auseinander und erfüllte die Nacht. Krachend flogen auf der Ranch Türen auf. Licht strömte in den Hof. Und wieder brüllten die Colts auf. Jack ließ sich vom Pferd kippen, schlug hart auf, spürte einen schmerzhaften Stich in der linken Schulter und biss die Zähne zusammen, dass der Schmelz knirschte. Heißes Blei pfiff über seinen leeren Sattel hinweg. Zweige peitschten in den Büschen, Blattwerk raschelte. Es roch nach verbranntem Pulver. Unter hastigen Schritten zerbrach ein trockener Ast. Jack rollte herum. Aber von Seiten des Banditen fiel kein Schuss mehr. Entweder wechselte er die Stellung, oder er hatte es vorgezogen, zu fliehen. Jack jagte noch zwei Schüsse in die Büsche. Blätter und Zweige wurden zerfetzt, Erdreich spritzte, wo sich die Projektile in den Boden bohrten. Wie von Furien gehetzt brach der Bandit durch die Büsche. Ständig wechselte er die Richtung. Erst, als die Schüsse vestummten, hielt er an. Hinter dem Stamm einer alten Pappel am Flussufer richtete er sich schweratmend auf. Er begann, seinen Colt nachzuladen. Geschrei erschallte, Schritte trampelten. Von dort, wo er Jack aufgelauert hatte, erklangen wenig später Stimmen. Eine Woge des ungezügelten Hasses spülte durch das Bewusstsein des Banditen. Die Zeit, in der er sich auf der Ranch seines Onkels vor dem Gesetz verkriechen hatte können, war vorbei. Denn nun würde Shannon die ungeschminkte Wahrheit über ihn preisgeben, und für einen Frauenschänder und –mörder würde Big Jeremy trotz des Versprechens, das er seinem sterbenden Bruder gegeben hatte, kaum Verständnis aufbringen. Er brauchte ein Pferd, musste sich bewaffnen und Proviant beschaffen, und vor allen Dingen benötigte er Geld. Schleichende Schritte näherten sich ihm. Er schloss die Revolvertrommel. Geduckt lief der Bandit am Ufer entlang. Links von ihm waren die Gebäude der Ranch durch die Dunkelheit zu sehen. Er erreichte die Rückseite eines Schuppens und kauerte keuchend nieder. Und erneut vernahm er Stimmen. Sie näherten sich der Ranch, verstummten, ertönten auf’s neue. Carol ließ ihr Organ erklingen. Sie erwartete die Männer auf der Veranda des Haupthauses. Carol rief sorgenvoll: „Wer hat geschossen? Ist jemand verletzt?“ „Slim hat Shannon aufgelauert“, gab Big Jeremy zurück, und seine Stimme kam über den Hof wie Donnergrollen. „Wir kommen ins Haus, Carol. Ich glaube, wir werden gleich ein paar Dinge über meinen Neffen hören, die dich und mich gleichermaßen entsetzen werden. Die wenigen Andeutungen, die ich soeben aus Shannons Mund vernahm, lassen den Schluss zu, dass wir einem personifizierten Teufel in unserem Haus Unterschlupf gewährten. Jetzt scheint sich der Hundesohn in Luft aufgelöst zu haben. – Wir brauchen Verbandszeug, Carol. Eine Kugel hat Shannon eine tiefe Furche über die Rippen gezogen.“ Im Mondlicht, das in den Hof fiel, nahmen die Gestalten, die sich aus der Dunkelheit lösten, schnell Kontur an. Es waren Big Jeremy, Jack, der sein Pferd am Zügel führte, und die beiden Cowboys. Die Metallteile ihrer Waffen funkelten matt. Slim ‚Turkey‘ Stevens hob die Faust mit dem Colt und zielte. Aber er zog den Stecher nicht durch, so sehr es ihm auch in den Fingern juckte. Er senkte die Revolverhand und wartete, bis die Tür des Haupthauses zuschlug. Einer der Cowboys zog sich in den Schlagschatten zwischen Pferdestall und Heuschober zurück. Der andere nahm Jacks Pferd am Zügel und führte es zu dem Corral, in dem sich nach den Schüssen beim Fluss ein gutes Dutzend Pferde...



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