Guthjahr | Kräuterschätze | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Reihe: Landküche

Guthjahr Kräuterschätze

zum Kochen und Kurieren
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-8404-6343-3
Verlag: Cadmos Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

zum Kochen und Kurieren

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Reihe: Landküche

ISBN: 978-3-8404-6343-3
Verlag: Cadmos Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Kräuter - aromatische Pflanzen mit besonderen Wirkstoffen. Egal ob wild wachsend, aus dem garten, dem Balkonkasten oder vom Markt: Kräuter sind schmackhaft, kalorienarm und dem Wohlbefinden zuträglich. Sie sind ein wichtiger Bestandteil einer bewussten Ernährung. Dem fast vergessenen Wissen um ihr Aroma und Ihre Heilkräfte ist die Kräuterspezialistin Markusine Guthjahr seit Jahren auf der Spur. In zahlreichen originellen und originalen Rezepten beschreibt sie anschaulich die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiteen der würzenden und wirkstoffreichen Pflanzen.

Markusine Guthjahr, Landfrauenberaterin, Kräuterexpertin und Pfarrersfrau. Sie hat bereits mehrere Bücher zum Thema Kräuter, Wildfrüchte und Gewürze veröffentlicht. Ihr reiches Erfahrungswissen gibt sie weiter in zahlreichen Beiträgen für Fachzeitschriften und im Funk und Fernsehen.
Guthjahr Kräuterschätze jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Küchenkräuter – Würz- und Heilpflanzen

Gesund würzen mit Kräutern

Küchenkräuter erleben heute wieder eine Renaissance, man besinnt sich, dass sie mehr sind als nur Dekoration auf dem Tellerrand. Sie sind „gewachsene Arzneien“, vielseitig verwendbar und geben den Speisen einen aromatischen Geschmack mit individueller Note. Darüber hinaus helfen sie den Kochsalzverbrauch zu reduzieren, denn zu viel Salz bindet überschüssiges Wasser im Körper, belastet das Herz-Kreislauf-System und vermehrt die Pfunde auf der Waage. Auch wer wenig Zeit zum Kochen hat, kann sein Essen mit frischen Kräutern anreichern und einfache Rezepte zu köstlichen Speisen verwandeln!

Würzkräuter können selbst gezogen werden, im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank. Die meisten Pflanzen sind winterhart und mehrjährig, sodass nicht jedes Jahr ausgesät werden muss. Wer keine Anbaumöglichkeiten hat, findet im Sommer ein gutes Sortiment frischer Kräuter auf Wochenmärkten oder in Hofläden.

Küchenkräuter haben Würz- und Heilkraft

Viele bekannte Küchenkräuter, zum Beispiel Salbei, Majoran, Thymian und Rosmarin, stammen aus dem Mittelmeerraum. Sie sind nicht nur sehr aromatische Gewürze, sondern auch gleichzeitig „milde“ Heilmittel und fördern die Bekömmlichkeit der Speisen. Kräuter sind „Kompositionen“ einzelner Pflanzeninhaltsstoffe, die in ihrer Gesamtheit schon in kleinen Mengen wirken. Je nach Pflanzenart beinhalten sie verschiedene Bitterstoffe, Gerbstoffe, organische Verbindungen, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Besonders hervorzuheben sind die ätherischen Öle, die eine stimulierende, verdauungsanregende, antiseptische und oft auch eine beruhigende Wirkung haben.

Fast alle Würzpflanzen sind darum auch Heilpflanzen, aber nicht alle Heilpflanzen sind automatisch Würzpflanzen. So eignet sich Wermut beispielsweise aufgrund seiner wertvollen Bitterstoffe als Tee bei Magen-Darm-Beschwerden. Als Gewürz ist er zu bitter, damit kann man sehr schnell den Gänsebraten geschmacklich verderben! Der „milde Bruder“ Beifuß ist dagegen als Gewürz zum Gänsebraten viel besser geeignet.

Richtig würzen mit Kräutern

Zum richtigen Abschmecken und Würzen brauchen wir Fingerspitzengefühl und einen sensiblen Gaumen. Wer noch unsicher im Umgang mit Kräutern ist, sollte zunächst einige Blätter zwischen den Fingern zerreiben, schnuppern und davon probieren, bevor er sie verwendet. Auf diese Weise kann man seinen Geschmacks- und Geruchssinn trainieren und macht dabei oft neue sinnliche Erfahrungen.

Kräuter sind unterschiedlich aromatisch. Einige sind sehr dominierend, zum Beispiel Liebstöckel, damit muss man dann sehr sparsam umgehen. Es reicht schon ein kleines Zweiglein, um der Suppe die nötige Würze zu geben. Andere Kräuter haben ein sehr zartes, feines Aroma, wie zum Beispiel Myrrhenkerbel und Pimpinelle. Diese Kräuter kann man reichlicher verwenden, sie lassen sich auch gut mit weiteren Kräutern kombinieren.

Damit das frische Kräuteraroma voll zur Geltung kommt, sollte grundsätzlich mit Salz und anderen Streugewürzen sehr vorsichtig umgegangen werden. Die meisten Kräuter werden vorzugsweise frisch verwendet und nicht erst gekocht. Einige andere entfalten ihr volles Aroma jedoch erst beim Garen.

Kräuter, die roh verwendet werden und nicht mitgekocht werden sollten:

    Basilikum

    Gartenkresse

    Petersilie

    Brunnenkresse

    Kapuzinerkresse

    Pimpinelle

    Borretsch

    Kerbel

    Schnittlauch

    Dill

    Süßdolde

    Zitronenmelisse

Diese Kräuter entfalten ihr volles Aroma erst beim Kochen:

    Beifuß

    Dost

    Liebstöckel

    Bohnenkraut

    Oregano

    Majoran

    Bergbohnenkraut

    Lavendel

    Thymian

Richtiges Würzen dient der Gesundheit und verbessert die Bekömmlichkeit der Speisen. Schon der Duft „lässt das Wasser im Munde zusammenlaufen“. Magen-Darm-Funktion und Galle- und Lebertätigkeit werden positiv beeinflusst. Besonders ältere Menschen mit Verdauungsschwäche sollten gut würzen, vor allem mit frischen Kräutern, und wer salzarm essen muss, denke an das Sprichwort:

„Gut gewürzt ist halb gesalzen!“

Wirkung auf die Organe

Die verschiedenen Würzkräuter haben, je nach Pflanzeninhaltsstoffen, eine gesundheitsfördernde Wirkung auf unsere Körperorgane:

Atemwegsorgane:

    Anis

    Meerrettich

    Ysop

    Dost

    Quendel

    Pimpinelle

    Fenchel

    Salbei

    Ysop

    Majoran

    Süßdolde

    Zwiebel

Harnwegsorgane:

Entwässernde Wirkung:

    Borretsch

    Liebstöckel

    Kresse

    Estragon

    Petersilie

    Selleriegrün

Desinfizierende Wirkung:

    Knoblauch

    Meerrettich

    Kresse

    Zwiebel

Herz-Kreislauf-System:

    Knoblauch

    Melisse

    Rosmarin

    Lavendel

    Minze

    Zwiebeln

    Liebstöckel

Nervensystem:

stärkend – beruhigend:

    Basilikum

    Dill

    Melisse

    Borretsch

    Lavendel

    Minze

anregend:

    Rosmarin

Stoffwechsel:

anregend (z. B. Frühjahrskur):

    Borretsch

    Kerbel

    Pimpinelle

    Brunnenkresse

    Knoblauch

    Schnittlauch

    Gartenkresse

    Meerrettich

    Kapuzinerkresse

    Petersilie

Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte:

    Brunnenkresse

    Meerrettich

    Zwiebel

    Kapuzinerkresse

    Knoblauch

Verdauungsorgane:

    Anis

    Kerbel

    Pfefferminze

    Basilikum

    Kapuzinerkresse

    Quendel

    Beifuß

    Knoblauch

    Rosmarin

    Bohnenkraut

    Kümmel

   ...


Markusine Guthjahr, Landfrauenberaterin, Kräuterexpertin und Pfarrersfrau. Sie hat bereits mehrere Bücher zum Thema Kräuter, Wildfrüchte und Gewürze veröffentlicht. Ihr reiches Erfahrungswissen gibt sie weiter in zahlreichen Beiträgen für Fachzeitschriften und im Funk und Fernsehen.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.