E-Book, Deutsch, 176 Seiten
Greisinger / Knoll Buchschwanger
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7431-5655-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
In 9 Monaten zum eigenen Buch-Baby
E-Book, Deutsch, 176 Seiten
ISBN: 978-3-7431-5655-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Dr. Manfred Greisinger ist freier Autor, Buchprojekt-Begleiter, selbstständiger PR-Berater, Selfness-Coach, Vortragender, Persönlichkeits-Trainer, ICH-Marke-Pionier, Universitätslektor für Personal Branding - dieses Thema hat er 1998 erstmals im deutschsprachigen Raum verbreitet und bisher 1.000 Seminare und Vorträge darüber gehalten. 22 Bücher bisher, darunter die Erfolgstitel "ICH-Marke leben", "Eros of work & life", "Pure Relations" und "all*ent*steig - Hingabetraining fürs Leben". Aktuell: "Novize des Nichts" und "WortSCHATZ, geliebter". Alle erschienen in seinem 1991 gegründeten BestSEELer-Verlag Edition Stoareich. www.stoareich.at
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Der Auftakt
Ein Buch zu schreiben, ist wie ein Kind zu gebären. Es gibt einen Akt der Zeugung – die Idee, Inspiration – ein beglückendes, orgasmisches Erlebnis. Es folgen (neun) Monate des Austragens, Wachsenlassens, inneren Nährens – manchmal auch Symptome des Unwohlseins, Anstrengung und schließlich die Geburtswehen, bis das Kind das Licht der Welt erblickt. Doch was für eine Wonne, wenn man es in Händen hält! Wie schnell sind all die Schmerzen vergessen. „Sonst würde man kein zweites Kind mehr bekommen wollen“, meinte eine liebe Freundin nach der Geburt ihrer Tochter, ihres ersten Kindes.
Bei Büchern ist es ganz ähnlich: Im Augenblick der größten Anstrengung, des größten Schmerzes wünscht man sich nur Abstand und kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, sich das nochmals antun zu wollen. Und doch … es lässt dich nicht los. Es – oder sie – die Liebe zum Schreiben, die Lust am Erschaffen, am Kreativsein. Schöpferische Menschen können nicht anders, als ihre Kräfte nutzen und „Kinder“ in die Welt setzen, sei es die mit Händen und Füßen auf zwei Beinen oder die zwischen zwei Buchdeckeln.
Als eine ewig Schreibende – seit ich schreiben kann, will ich nichts anderes als schreiben – ist meine große Liebe die zu den Buchstaben, die sich wie von selbst zu Worten und zu Sätzen verbinden und aus mir fließen, wenn ich sie lasse. Schon im Kindesalter liebte ich Bücher, als Teenager setzte ich mich an die Schreibmaschine und verkündete, meinen Roman zu verfassen. Gedichte bahnten sich im Schutz der Nacht ihren Weg und sickerten im Halbschlaf in mein Bewusstsein, duldeten keinen Aufschub, wollten geschrieben und später auch vorgelesen werden. Wollten das Licht der Welt erblicken, trafen auf sehende Augen, hörende Ohren und fühlende Herzen. Ermutigung. Anerkennung.
Ich danke all den guten Geistern in dieser und der geistigen Welt, die mich unterstützt haben, an mich geglaubt, mich gefördert haben. Meinen Deutschlehrerinnen von der Volksschule bis zur Höheren Schule und allen, die mein Talent erkannten und es förderten. Denn wir brauchen Mentoren, Mentorinnen, die uns den Rücken stärken, wenn die Zweifel uns schwächen.
„Tun wir doch etwas für Menschen, die ein Buch schreiben möchten“, stand am Anfang dieses Buches als Idee, zündender Gedanke meines langjährigen Freundes und (Ex-ORF-)Kollegen Manfred Greisinger, der mich sofort erreichte und begeisterte. Meine größte Liebe teilen, Menschen inspirieren, begleiten, ihrer eigenen Liebe zu folgen und ihr „Kind“ zu gebären – ja, das wollte ich von Herzen gern! So ist die Buch-Geburtsvorbereitungsgruppe „9 Monate zum eigenen Buch“ entstanden, aus der nun dieses Buch fließen will.
Packen wir es an, gemeinsam, denn gemeinsam sind wir stark, können wir alles überwinden. Wenn wir durchhängen – wieder aufstehen, wenn wir zweifeln – Gewissheit finden, wenn wir anstehen – Auswege sehen … Weil wir Menschen gemeinsam noch mehr als alleine bewegen.
Dieses Buch und diese Gruppe sind ein Abenteuer, ein Wachstumsschritt für jeden Menschen, der sich darauf einlässt. Diese neun Monate – wie auch dieses Werk – werden verändern, wir werden „nachher“ nicht mehr dieselben sein, die wir vorher waren. Dieser Prozess ist bewegend, berührend, spiegelt die ganze Palette des Lebens in all den Farben wider, die wir in uns tragen. Was uns begegnet, sind wir selbst – das Gesetz der Resonanz bringt uns das, was wir ausstrahlen – mit allen Wachstumschancen. Wir lieben, was Freude macht, und lehnen ab, was uns Unbehagen bereitet. Doch auch darin liegen Geschenke tief im Innersten verborgen, wenn wir den Schatten ins Licht holen.
Lieben was ist und integrieren, was wir abspalten wollen, ist der Weg zum Ganzsein, zum Heilsein. Was wir vermeiden, holt uns ein – Wunsch UND Widerstand erschaffen unsere Realität. Was mehr Energie bekommt, sehen wir in unseren Leben. Erschaffst Du durch Wunsch oder Widerstand? Ziehst Du das an, was Du möchtest, oder was Du auf keinen Fall willst? Lass die Bewertungen weg und (er-)lebe, lebe in allen Facetten – wir sind spirituelle Wesen, die menschliche Erfahrungen machen, deshalb sind wir schließlich da. Also – worauf noch warten?
Achtung – fertig – schreiben …
Gestatte die persönliche Frage: Magst Du es zu SCHREIBEN? Hast Du „eine Beziehung“ zum Formulieren? Gar eine innige?!
Dann sind bereits die besten Voraussetzungen für’s Zustandekommen Deines Buches gegeben.
Die Liebe zum Schreiben, ja, sie ist es, die mich – wie Sabine – seit der Jugend antreibt. Ich weiß noch gut, dass ich ab dem Moment, da ich des Schreibens kundig war, EIGENES zu Papier brachte. Damals auf Rechnungsblöcken aus der großelterlichen Bäckerei; ich entwarf Mini-Drehbücher, ehe meine Freunde zum Spielen kamen: „Überfall auf der Scotty-Ranch“, war da zu lesen; samt einem Fahndungsbild von Daffy Duck – dem mutmaßlichen Täter … Er wurde vom findigen Bugs Bunny im Spielverlauf dann leider überführt. Mit dreizehn machte ich bereits die Schülerzeitung ; es folgten die Lokalzeitung ; Regional- und Landesnachrichten; .
Der schönste Dienst am Wort ist jener, wenn es darum geht, eigenes Empfinden und Denken in Ausdruck zu bringen. 22 Bücher sind meine Kinder. Lesungen sind Familienfeste.
Auf eines möchte ich besonders hinweisen, falls Du meinst, das Schreiben sei vielleicht gar nicht so Deine Stärke …
Nie wär’s zu meiner „Lebensgemeinschaft mit dem Wort“ gekommen, wenn ich auf das Urteil meiner Deutsch-Professorin im Gymnasium geachtet hätte, für die ich in acht Jahren nur in einer EINZIGEN Schularbeit „sehr gut“ war; ja, ich wäre gar nicht ins Gymnasium vorgedrungen, hätten meine Eltern auf meine reizende Volksschullehrerin gehört, die – damals gleichbedeutend mit einem Durchfallen – mein Deutsch nur mit „gut“ benotete.
Leben ist das, was jenseits der Schulzeugnisse stattfindet.
So also lebe ich in dieser wundervollen lebenslangen Partnerschaft mit dem Wort.
Ja, ich will dich weiterhin lieben und achten, in guten wie in schlechten Zeiten, immer für dich da sein, du mein Wort. In der Hoffnung, dass auch du mich weiterbegleitest …
Glückserfüllt ist diese Stunde, da Buchstaben sich auf dem Computerdisplay versammeln und dies’ Manuskript Zeile um Zeile wächst – bis es als Buch in einer weiteren glückserfüllten Stunde der geneigten Leserin/dem geneigten Leser präsentiert wird und DIR nun wertvolle Dienste leisten, Freude bereiten möge …
Vom Schreiben leben oder FÜR’s Schreiben?! Du bist Autor(ität)
„Ich bin süchtig nach Ihren Büchern. Kann’s gar nicht mehr erwarten, das NEUE in Händen zu haben.“ – Rudolf R. hat mir soeben große Freude bereitet. Denn mein neues Buch ist noch nicht einmal präsentiert – und er bestellt es bereits, weil er offenbar meine – aktualisierte – Homepage besucht hat. Und seine Worte machen mir klar, welches Glück mir Schreiben bedeutet. „Vom Schreiben leben?“ – Na ja, das ginge sich vielleicht nicht so ganz aus, selbst nach 25 Jahren Bestand meines Verlages . Aber: „Für’s Schreiben leben“, das ist mir durch sein wertschätzendes E-Mail verstärkt klar geworden; das ist es, was meine Mission ausmacht. Ich liebe es zu schreiben, Gedanken in Worte fließen zu lassen – und wenn diese von „gleichschwingenden“ Menschen auf- und wahrgenommen werden, so ist das Geschenk perfekt.
„Vom Schreiben leben“ – heißt: Ich will und muss Euros verdienen damit. Ich muss demnach auf den Markt schielen, was dieser brauchen könnte. Und ich habe ihm das zu liefern, ganz nach dem Motto „Gib dem Affen Zucker“. Das bedingt weiters, dass ich mich in vielfältigste Abhängigkeiten begebe: Wer sorgt dafür, dass das Werk strukturiert, lektoriert, produziert, vertrieben, vermarktet, promotet, verkauft und gekauft wird?
„Für’s Schreiben leben“ ist hingegen ein Liebesakt. Und dieser wird von Lesern, so zeigt mir meine jahrelange Erfahrung, genau so verstanden. Ich folge einer Mission, die zum Leben erweckt werden will. Und offenbar gibt es dafür empfängliche Abnehmer(innen), die die Bücher finden, selbst wenn keine perfekte Vermarktungsmaschinerie dahintersteht. Nicht umsonst kann ich mit meinen bisher 22 erschienenen Buchtiteln auch auf einen durchaus beeindruckenden Gesamtverkauf von mehr als 40.000 Exemplaren verweisen. Doch was sind schon Zahlen – in Zeiten, da Millionen und Milliardenbeträge dank Finanzjongleuren von heute auf morgen in Luft verwandelt werden …
Mein Credo als Autor und Eigenverleger lautet: „Lieber funkelnde Augen der Leidenschaft, lieber EROS als bloß Euros in den Pupillen!“
Und meine Lebensgefährtin und Muse umarmt mich in diesem Moment, mir die Worte ins Ohr flüsternd: „Ich liebe dich, weil du ein solcher Freigeist bist und dich nicht ins System drängen lässt.“ – Gibt es ein schöneres Honorar?!
Gut, liebe Buch-Schreibens-Willige, zurück zum Thema! Und für dieses stellt sich meiner Ansicht nach EINE zentrale Frage:
*) Was willst Du mit Deinem Schreiben???
Berühmt werden, reich oder „entbunden von einem brennenden Herzens-Thema“?
Für mich heißt es als Autor: Was soll bzw. MUSS durch mich zur Welt gebracht werden? – Reichtum und Prominenz mögen folgen …
Die Kernfragen für’s Buchmachen:
- Welches Thema brennt Dir...




