Buch, Deutsch, Band 1, 100 Seiten, PB, Format (B × H): 120 mm x 205 mm
Reihe: edition historia
Buch, Deutsch, Band 1, 100 Seiten, PB, Format (B × H): 120 mm x 205 mm
Reihe: edition historia
ISBN: 978-3-943195-00-2
Verlag: custos verlag
Sandy Green erzählt eine Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Die Rote-Kreuz-Schwester Maria, eine gläubige Katholikin, besucht die Menschen im Kraukauer Ghetto, um ihnen mit den wenigen Mitteln, die sie zur Verfügung hat, zu helfen. Das Leid der kleinen Kinder dauert sie so sehr, dass sie nach einer Möglichkeit sucht, diese zu retten. So beginnt sie, die Kinder, versteckt unter ihren Röcken, aus dem Ghetto zu schmuggeln.
Die Geschichte der Maria ist ein Zeugnis für all die Menschen, die nicht weggesehen haben, sondern mit großem Mut halfen. Sie ist noch heute ein Vorbild für Zivilcourage.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
von Ulrike Spengler-Reffgen, Vorsitzendes des Dekanatsrats der Katholiken in Solingen
Vom ersten Augenblick an, als ich von der Geschichte erfuhr, war ich betroffen und fasziniert von dem Mut und der Kraft dieser Frau, über die hier erzählt wird, und ich war gespannt darauf, wie die Autorin das wenige Bekannte zu einer fesselnden Lektüre verarbeitet hatte.
Niemand weiß mehr, wie sie hieß, wie alt sie war, wie sie aussah, aber ihre Geschichte ist weitergegeben worden: die Geschichte einer mutigen Frau aus Polen, die aus Liebe zu den Menschen Kindern aus dem Krakauer Ghetto das Leben gerettet hat. Sandy Green hat diese Frau hervorgeholt aus der Anonymität und ihr in ihrer Erzählung nicht nur einen Namen, eine Familie und Freunde zugeschrieben. Vor allem hat sie die Gedanken und Beweggründe dieser Frau lebendig werden lassen. Wie tief und stark glaubt jemand an Gott und seine Liebe zu den Menschen, daran, dass er geborgen bei ihm und das eigene Leben getragen durch ihn ist, dass er diese Kraft und diesen Mut für ein solches Handeln besitzt? Welche Sorgen, Ängste und Zweifel mögen diese Frau bewegt haben? Was hat sie wohl denen geantwortet, die sich um sie gesorgt haben? Wo liegt der Sinn eines Handelns, mit dem diese Frau doch nicht für alle, sondern nur für einige Bewohner des Ghettos das Leid, das ihnen angetan wurde, lindern konnte? Mit großer, auch physisch spürbarer Intensität werden die Gefühle, Gedanken und Glaubenserfahrungen dieser polnischen Frau aus jener Zeit beschrieben, so dass der Leser wirklich Anteil nimmt an ihren Entscheidungen und den Ereignissen.
Ich wünsche dieser Erzählung viele, viele Leser, die sich mit der Geschichte dieser Frau auseinandersetzen und begreifen, dass man bei Unrecht nicht einfach wegschauen und sich heraushalten darf. Ich wünsche ihr Leser, die erkennen, dass jede Tat, die anderen hilft – und sei es nur einem Einzigen – unbedingt ausgeführt werden muss. Nicht alles oder zumindest sehr viel zum Guten ändern zu können, ist keine Entschuldigung für das Nichtstun. Es geht für jeden Einzelnen nicht um alle, sondern um „so viele wie möglich“. Und ich wünsche dieser Erzählung Leser, die die Geschichte der „Maria“ weitergeben als Mahnung, als Vorbild und als Ermutigung, dass es auch in dunklen Zeiten Menschen gab und gibt, die wirklich Licht sein können.




