E-Book, Deutsch, Band 0078, 448 Seiten
Reihe: Julia Gold
Graham / Morgan / Kendrick Julia Gold Band 78
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-1104-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0078, 448 Seiten
Reihe: Julia Gold
ISBN: 978-3-7337-1104-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
ENTFÜHRT INS REICH DER LIEBE von GRAHAM, LYNNE
Verheiratet mit dem Millionär Nikolos Angelis - für Prudence könnte es der Himmel sein. Allerdings besteht die Ehe nur auf dem Papier, und Prudence wünscht sich ein Baby! Als sie deshalb die Scheidung vorschlägt, hat sie nicht mit Nikolos' griechischem Feuer gerechnet ...
MIT DEN WAFFEN EINER FRAU von KENDRICK, SHARON
Nie hat Molly ihre erste Liebe vergessen, den faszinierenden Griechen Dimitri Nicharos! Doch der attraktive Millionär war einer anderen versprochen. Als Dimitri zufällig in das Appartement neben Mollys zieht, erwacht ihr Verlangen erneut. Wird es diesmal ein Happy End für ihre Liebe geben?
VERSÖHNUNG UNTER PALMEN von MORGAN, SARAH
Als Lauranne vor Jahren ihren Mann Alexander in den Armen einer anderen sah, brach eine Welt für sie zusammen. Tief verletzt trennte sie sich von ihm. Doch nun ist der griechische Milliardär zurück und lässt ihr Herz erneut höherschlagen. Aber kann Lauranne den Schmerz der Vergangenheit vergessen?
Lynne Graham ist eine populäre Autorin aus Nord-Irland. Seit 1987 hat sie über 60 Romances geschrieben, die auf vielen Bestseller-Listen stehen. Bereits im Alter von 15 Jahren schrieb sie ihren ersten Liebesroman, leider wurde er abgelehnt. Nachdem sie wegen ihres Babys zu Hause blieb, begann sie erneut mit dem Schreiben. Dieses Buch wurde von einem Verlag, nachdem sie noch einige Änderungen vornahm, gekauft. Das Hochgefühl, als sie das erste Mal in einem Geschäft ein Buch mit ihrem Namen sah, wird sie nie vergessen. Seitdem gehört sie zu den bekannten Autoren von Romances. Zu ihren Hobbys zählt das Kochen sowie der Garten, ihre Lieblingsfarbe ist Grün. Begeistert ist die leidenschaftliche Sammlerin von altem Spielzeug sowie schönen Steinen. Besonders wichtig ist es für Lynne, Weihnachten im Kreise der Familie festlich zu feiern. Sie mag keine Liebesfilme mit einem unglücklichen Ausgang. Geboren wurde Lynne Graham am 30. Juli 1956 in Nord-Irland, ihre Vorfahren stammen aus Irland sowie aus Schottland. Mit ihrem Bruder wuchs sie in einem Haus auf, welches direkt am Meer stand. Im Alter von 14 Jahren lernte sie ihren späteren Ehemann kennen. Allerdings beendete sie vor der Heirat ihr Studium an der Edinburgh University. Die Autorin wollte immer eine große Familie haben, sie hat ein leibliches Kind, welches bereits an einer Universität studiert sowie vier adoptierte Kinder. Zwei Neunjährige kommen aus Sri Lanka und die beiden Kleinen im Alter von drei und fünf Jahren sind aus Guatemala. Mit ihrer Familie sowie zwei Haustieren lebt sie in einem wunderschönen Landhaus auf einem riesigen baumreichen Grundstück in Nord-Irland.
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PROLOG
Nikolos Angelis schaute seinen Vater zornig und ungläubig an. „Das ist doch nicht dein Ernst? Das kann einfach nicht wahr sein. Uns gehört eine der größten Firmen in ganz Griechenland.“
Symeon, ein gut aussehender Mann mit dunklem Haar, das von silbergrauen Strähnen durchzogen war, hatte offensichtlich nicht seinen besten Tag. Sein Gesicht war grau und von tiefen Furchen durchzogen, die zeigten, wie erschöpft er war. „Ich habe ein gewagtes Spiel gespielt, aber es hat nicht das gewünschte Ergebnis erzielt. Im Gegenteil – es ist ein Desaster. Unsere Firma hat alle finanziellen Möglichkeiten ausgereizt, und jetzt werden die Banken nervös. Sie haben zu ihrer Sicherheit ihre Hände auf alles gelegt, was uns gehört, aber es scheint, sie wollen nicht länger warten. Wenn sie jetzt die Geduld verlieren und uns sofort ihre Forderungen formulieren, verlieren wir alles.“
Nikolos schwieg entsetzt. Alles? Auch sein Elternhaus? Er war so aufgebracht, dass sich die Gedanken in seinem Kopf überschlugen. Sein Großvater Orestes hatte ihm beigebracht, dass ein Mann immer und zuerst auf das Wohl seiner Familie bedacht sein muss. Solange der alte Mann noch die Fäden in der Hand gehalten hatte, war das Familienvermögen in sicherer Obhut gewesen. Aber Symeon Angelis hatte sich von falschen Vorstellungen leiten lassen. Obwohl er bereits die fünfzig überschritten hatte, schien er immer noch von dem Wunsch getrieben, es seinem legendären Vater gleichzutun. Deshalb hatte er viele Millionen in riskante Geschäfte investiert und verloren.
„Du hattest übrigens recht mit deiner Warnung vor dem Einstieg bei Arnott Development“, murmelte Symeon. „Die Zahlen waren wirklich zu gut, um echt zu sein.“
Nikolos fuhr herum. „Und du bist trotzdem dort eingestiegen – obwohl die Kutras-Brüder dich ebenfalls davor gewarnt hatten?“
Symeon Angelis stöhnte und sah seinen ältesten Sohn unsicher an. „Ich dachte, sie wollten das Geschäft allein machen.“
Nikolos presste die Lippen aufeinander. Er wagte nicht, zu seinen Eltern hinüberzusehen. Symeon war immer ein guter Vater und ein treuer und liebevoller Ehemann gewesen. Er war überall beliebt und wurde respektiert, aber sein wirtschaftliches Verständnis war begrenzt, und es fehlte ihm an Persönlichkeit. Zum Unternehmer taugte er überhaupt nicht. Nikolos war mehr nach seinem Großvater geraten. Schon als Teenager hatte er erfolgreich an der Börse spekuliert und seine erste Million verdient, bevor er die Schule beendete. Hilflos hatte er mit ansehen müssen, wie sein ungeschickter und unsicherer Vater bei seinen Geschäften haarsträubende Fehler machte.
„Ich will ganz offen zu dir sein. Das ist unsere schwerste Stunde, aber es gibt einen Hoffnungsschimmer“, sagte sein Vater leise, aber mit einem Unterton, der Nikolos aufhorchen ließ. „Ich erhielt ein überraschendes Angebot. Zuerst war ich geschockt und sagte, das sei unvorstellbar, das sei unmöglich …“
Nikolos wurde ungeduldig. „Was wäre unvorstellbar?“, fragend schaute er seinen Vater an.
Der wich seinem Blick aus. „Ich kann dich nicht um solch ein Opfer bitten. Du bist erst zweiundzwanzig Jahre …“
„Was hat mein Alter damit zu tun?“
Symeon Angelis holte tief Luft. „Theo Demakis hat mich angesprochen und mir angeboten, uns aus der Klemme zu helfen.“
Nikolos lachte ungläubig auf. „Theo Demakis? Willst du mich auf den Arm nehmen? Seit wann verkehren wir denn in diesen illustren Kreisen?“
„Es sieht so aus, als könnten wir bald zu diesen Kreisen gehören, wenn wir wollten“, murmelte Symeon und machte den Eindruck, als suchte er mit größter Vorsicht nach den richtigen Worten.
Das tief gebräunte, schmale Gesicht seines Sohnes blieb unbewegt. „Demakis ist kalt wie ein Eisblock und völlig skrupellos. Wer sich mit ihm einlässt, sollte sich hüten, nicht irgendwann mit einem Messer zwischen den Rippen aufzuwachen.“
„Unter anderen Umständen hätte ich genauso reagiert wie du“, versicherte sein Vater eifrig. „Aber Theo bietet uns eine Verbindung unser beiden Familien an – und keine gemeinsamen Geschäfte.“
Nikolos starrte seinen Vater mit Abscheu an. „Du kannst nicht meinen, was du da andeutest …“
Der ältere Mann errötete. „Ich kann nachempfinden, was Theo zu seinem Vorschlag veranlasst hat …“
„Dann musst du den Verstand verloren haben.“
Aber Symeon ließ nicht locker. Er wollte um jeden Preis seine Haut retten. „Theos einziger Sohn verunglückte vor zehn Jahren tödlich. Er selbst ist nun mit seiner dritten Frau verheiratet, aber alle weiteren Ehen blieben kinderlos. Seine einzige Verwandte und Erbin ist seine englische Enkelin Prudence. Er möchte unbedingt, dass sie einen jungen Griechen aus guter Familie heiratet und sein Erbe somit in geregelte Verhältnisse und gute Hände übergeben wird. Das ist nicht weiter verwunderlich, sie ist halb Engländerin und zudem unehelich geboren. Demakis ist ein altmodischer Mann und bietet einen altmodischen Deal an.“
Nikolos schwieg, weil er immer noch nicht glauben konnte, was sein Vater ihm vorschlug.
„Wenn du Prudence heiraten würdest und ihr ein Kind bekämt, würde dir die ganze Welt gehören.“ Symeon atmete erleichtert auf, weil er endlich ausgesprochen hatte, was ihm seit Tagen im Kopf herumgegangen war. „Diese Ehe würde unsere Familie vor dem Ruin bewahren. Aber sie würde auch für deinen beruflichen Ehrgeiz neue, ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Es ist nicht sehr taktvoll, in einem solchen Zusammenhang in erster Linie über Geld zu sprechen, aber du solltest daran denken, welche enormen Chancen sich daraus auch für dich ergeben würden.“
Nikolos schloss die Augen. Er fühlte Abscheu vor der skrupellosen Entschlossenheit seines Vaters, diesen Deal mit Theo Demakis durchzusetzen. Er sollte Prudence, der er und seine Freunde wegen ihrer Vorliebe für Süßigkeiten den Spitznamen Pudding oder auch Pud gegeben hatten, tatsächlich heiraten? Er war schockiert. Nikolos kannte sie kaum, obwohl er sich bei verschiedenen Anlässen und gesellschaftlichen Ereignissen ein wenig um sie gekümmert hatte, wenn sie wieder einmal von allen anderen übersehen und allein gelassen worden war. Ihre mangelhaften griechischen Sprachkenntnisse und ihre naive Vertrauensseligkeit hatten sie zu einem leichten Ziel für Spott gemacht. Egal, was man ihr auch sagte, sie hatte zugestimmt und gelächelt.
Ihre offensichtliche Unfähigkeit, sich zu verteidigen, und das daraus resultierende Gespött hatten Nikolos erbost. Er mochte Leute nicht, die die Schwächen anderer ausnutzten, und hätte sich für jeden eingesetzt, der wie Prudence solchen Attacken gegenüber hilflos war. Aber hatten seine unverbindliche Freundlichkeit und die seltenen und geringfügigen Zuwendungen dazu geführt, dass er als zukünftiger Ehemann auserkoren worden war? Jetzt erinnerte er sich, dass sie zuletzt rot geworden war und über ihr ganzes rundes Gesicht gestrahlt hatte, wenn er sie irgendwo getroffen hatte. Er hatte dem keine Bedeutung beigemessen, aber konnte es sein, dass Prudence ihrem fabelhaft reichen Großvater eingeredet hatte, Nikolos Angelis vor den Traualtar zu locken?
„Papa …“ Nikolos’ jüngere Schwester Kosma, die an der offenen Terrassentür stand, durchbrach die angespannte Stille. „Ich weiß, ich hätte nicht lauschen sollen. Es wäre schrecklich, wenn wir arm sein würden, aber du kannst doch nicht von Nik verlangen, Theo Demakis’ Enkelin zu heiraten. Sie ist eine fette Kuh und ein Trampel.“
„Wie kannst du es wagen, heimlich unsere Unterhaltung zu belauschen.“ Symeon Angelis sprang von seinem Stuhl auf und fuhr seine Tochter grob an. „Du gehst sofort auf dein Zimmer …“
„Aber ich habe recht“, sagte das junge Mädchen trotzig. „Nikolos würde ihr eine Papiertüte über den Kopf stülpen müssen, wenn er mit ihr zusammen am Tisch sitzt. Und bei der Vorstellung, dass er mit ihr … igitt. Sie ist so hässlich … und er sieht so gut aus.“
Nikolos sah seine Schwester kalt an. „Du gehst sofort hinaus“, sagte er brüsk.
Der Vater sah zu, wie das junge Mädchen zusammenzuckte und unter Tränen den Raum verließ. „Ich habe Prudence noch nie gesehen“, wandte er sich wieder an Nikolos. „Aber wenn sie wirklich so schlimm aussieht, sollte ich dich vielleicht nicht bitten, sie zu heiraten.“
Nikolos unterdrückte ein bitteres Lachen. Wenn sein Vater kein anderes Problem in diesem seltsamen Deal sah, sprach das Bände über seine Blauäugigkeit. Symeon Angelis hatte in seiner Verzweiflung alle Bedenken über Bord geworfen und griff nun nach dem letzten Strohhalm, der ihn vor dem finanziellen Ruin und der Schande seiner Familie bewahren konnte. Nikolos’ Gedanken kreisten um die Frage, ob er das Angebot ablehnen und damit die dramatischen Folgen für seine Eltern und die vier jüngeren Geschwister in Kauf nehmen durfte.
Er war erst zweiundzwanzig Jahre alt und hatte den Eindruck, sein Leben fange gerade erst an. An Erfahrung mit Frauen fehlte es ihm nicht, und an seiner Universität galt er sogar als Frauenheld. Nikolos schlief selten allein, aber er war nicht an einer engen oder längerfristigen Beziehung interessiert. Er versuchte Vergnügen mit möglichst wenig Verpflichtung zu verbinden. Bisher hatte es kein Mädchen gegeben, das seine Meinung hätte ändern können. Und die Vorstellung, plötzlich Ehemann oder sogar Vater zu werden, gefiel ihm überhaupt nicht. Es erfüllte ihn mit Zorn und Bitterkeit, dass ausgerechnet er und zudem unverschuldet zur Rettung der Familie in eine solch schwerwiegende...