Graham / Kendrick / Hart | Julia Extra Band 367 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0367, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Graham / Kendrick / Hart Julia Extra Band 367


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-632-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0367, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-95446-632-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



NUR EIN TRAUM VOM LIEBESGLÜCK? von KENDRICK, SHARON
Lily möchte kein flüchtiges erotisches Abenteuer - egal wie reich oder sexy der italienische Hotelmagnat Ciro D'Angelo ist! Entschlossen ignoriert sie seine leidenschaftlichen Verführungsversuche. Bis Ciro überraschend um ihre Hand anhält. Kurz glaubt Lily sich am Ziel ihrer Träume ...
HEIßE KÜSSE ... KALTES HERZ von ARMSTRONG, LINDSAY
Kimberley ist auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle, seit sie Reith Richardson kennengelernt hat. Sie liebt den geheimnisvollen Milliardär von ganzem Herzen, er hingegen scheint nur mit ihr zu spielen. Oder warum küsst er sie erst heiß und lässt sie dann wieder eiskalt abblitzen?
SCHENK MIR NOCH EINE NACHT! von GRAHAM, LYNNE
'Ich will dich!' Der griechische Tycoon Christophe Donakis begehrt seine Exgeliebte Erin mehr denn je. Obwohl sie ihn einst betrog, löst sie wildes Verlangen in ihm aus. Doch jetzt will er sie endlich vergessen! Eine letzte Liebesnacht soll seine Lust ein für alle Mal stillen ...
LEIDENSCHAFT NICHT AUSGESCHLOSSEN von HART, JESSICA
'Ich bin nicht auf der Suche nach Liebe und Leidenschaft', erklärt Frith, als sie George Challoner trifft. Er soll sie nur als angeblicher Liebhaber zur Hochzeit ihrer Schwester begleiten! Aber zu einer Scheinbeziehung gehören auch Scheinküsse - und die sind ungeahnt erregend ...



Lynne Graham ist eine populäre Autorin aus Nord-Irland. Seit 1987 hat sie über 60 Romances geschrieben, die auf vielen Bestseller-Listen stehen. Bereits im Alter von 15 Jahren schrieb sie ihren ersten Liebesroman, leider wurde er abgelehnt. Nachdem sie wegen ihres Babys zu Hause blieb, begann sie erneut mit dem Schreiben. Dieses Buch wurde von einem Verlag, nachdem sie noch einige Änderungen vornahm, gekauft. Das Hochgefühl, als sie das erste Mal in einem Geschäft ein Buch mit ihrem Namen sah, wird sie nie vergessen. Seitdem gehört sie zu den bekannten Autoren von Romances. Zu ihren Hobbys zählt das Kochen sowie der Garten, ihre Lieblingsfarbe ist Grün. Begeistert ist die leidenschaftliche Sammlerin von altem Spielzeug sowie schönen Steinen. Besonders wichtig ist es für Lynne, Weihnachten im Kreise der Familie festlich zu feiern. Sie mag keine Liebesfilme mit einem unglücklichen Ausgang. Geboren wurde Lynne Graham am 30. Juli 1956 in Nord-Irland, ihre Vorfahren stammen aus Irland sowie aus Schottland. Mit ihrem Bruder wuchs sie in einem Haus auf, welches direkt am Meer stand. Im Alter von 14 Jahren lernte sie ihren späteren Ehemann kennen. Allerdings beendete sie vor der Heirat ihr Studium an der Edinburgh University. Die Autorin wollte immer eine große Familie haben, sie hat ein leibliches Kind, welches bereits an einer Universität studiert sowie vier adoptierte Kinder. Zwei Neunjährige kommen aus Sri Lanka und die beiden Kleinen im Alter von drei und fünf Jahren sind aus Guatemala. Mit ihrer Familie sowie zwei Haustieren lebt sie in einem wunderschönen Landhaus auf einem riesigen baumreichen Grundstück in Nord-Irland.

Graham / Kendrick / Hart Julia Extra Band 367 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Jemand beobachtete sie.

Lily verspürte ein unverkennbares Kribbeln im Nacken und irgendwie wusste sie es einfach. Langsam blickte sie von ihrem Kuchenteig auf, blinzelte gegen das helle Tageslicht draußen an und sah am anderen Ende des Gartens einen großen Mann.

Ganz still stand er da, wie eine Statue. Nur sein dichtes schwarzes Haar schien sich zu bewegen, zerzaust von derselben sanften Brise, die jetzt durch die offene Küchentür zu ihr hereinwehte. Eingerahmt von einem früh blühenden Rosenbogen, wirkte der Fremde wie ein dunkler, unauslöschlicher Fleck in der sonnenbeschienenen Landschaft, und Lily durchzuckte es seltsam, als er nun ohne Hast auf das Haus zukam.

Verwundert fragte sie sich, warum sie sich nicht fürchtete. Warum schrie sie nicht das Haus zusammen und griff sich das nächste Telefon, um die Polizei anzurufen, weil sich ein finsterer Fremder in ihrem Garten herumtrieb? Vielleicht, weil sein Anblick eine willkommene Ablenkung von den sorgenvollen Gedanken war, die sie unaufhörlich quälten? Oder vielleicht, weil dieser Fremde irgendetwas an sich hatte, das alle normalen Überlegungen außer Kraft setzte … Er sah einfach so aus, als hätte er jedes Recht, sich dort zu befinden. Als hätte dieser milde Sommertag nur auf ihn gewartet.

Mit heimlicher Bewunderung beobachtete Lily, wie er das makellos gepflegte Grün des Rasens überquerte. Ein eleganter grauer Anzug, kombiniert mit einem blütenweißen Hemd, betonte seinen männlich schönen, athletischen Körper. Ein Gedicht von einem Mann, dachte Lily sehnsüchtig – sie hätte ihn noch ewig anschauen können.

Als er näher kam, fiel ihr als Erstes der atemberaubend sinnliche Ausdruck seines markanten Gesichts auf. Dunkle unergründliche Augen, umrahmt von dichten schwarzen Wimpern. Eine aristokratische Nase, ein energisches Kinn mit einem Schatten von Bartstoppeln und dazu ein Mund, bei dessen Anblick sich Lily sofort ausmalte, wie es wohl wäre, von ihm geküsst zu werden. In dem Moment blieb er auf der Schwelle zur Küche stehen. Heißes Verlangen durchzuckte sie so unvermittelt, dass ihr schwindlig wurde. Wie lange war es her, dass sie sich derart zu einem Mann hingezogen gefühlt hatte? Sie hatte ganz vergessen, wie mächtig dieses Gefühl war.

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte sie, bevor ihr klar wurde, wie brav und unterwürfig das klang. Trotzig suchte sie ihr Heil im Angriff. „Sie haben mich zu Tode erschreckt … sich so anzuschleichen!“

„Mir war nicht bewusst, dass ich mich angeschlichen habe.“ Sein spöttischer Blick verriet, dass ihm nicht entgangen war, wie sie ihn angesehen hatte. „Allerdings scheinen Sie mir durchaus fähig, sich gegen Eindringlinge zur Wehr zu setzen.“

Bei diesen Worten richtete er den Blick vielsagend auf ihre Hand, und Lily bemerkte, dass sie immer noch das Nudelholz umklammerte. „Ich … backe gerade einen Kuchen.“

„Was Sie nicht sagen!“

Belustigt begutachtete er den mit Mehl bestäubten Küchentisch hinter ihr, auf dem eine mit Obst ausgelegte Kuchenform und eine Zuckerdose bereitstanden. Und plötzlich war es nicht nur ihre sanfte Schönheit, die seine Sinne weckte. Der Duft von selbstgebackenem Kuchen rief Erinnerungen an eine Welt wach, auf die er kaum einen Blick hatte erhaschen dürfen. Eine Welt voll häuslicher Wärme und Gemütlichkeit. Gewohnt schonungslos schob er diese sentimentalen Vorstellungen beiseite, um sich stattdessen auf die Kuchenbäckerin zu konzentrieren.

In gewisser Weise war sie die altmodischste Frau, die er je gesehen hatte. Eine Frau, wie sie außerhalb alter Fernsehfilme eigentlich gar nicht mehr existierte. Ihre Figur war der Inbegriff von Weiblichkeit: Verlockende Rundungen und Kurven, betont durch eine mit Rüschen besetzte Schürze im Retrolook, deren Bänder die zierlichste Taille umschlossen, die man sich vorstellen konnte.

Gemeinhin galt es ja als unhöflich, andere Menschen anzustarren. Aber war es nicht sogar kränkend, wenn ein Mann es beim Anblick einer so schönen Frau nicht tat? Bewundernd schweifte sein Blick über ihr dichtes weizenblondes Haar, das sie sich mit allen möglichen Haarklammern lose hochgesteckt hatte. Feine helle Strähnen umschmeichelten ihren schlanken Nacken und die zart geröteten Wangen. Er fragte sich, ob sie sich bewusst war, was für ein Bild häuslicher Idylle sie darbot. Und was es über ihn besagte, dass er dieses Bild so unerwartet sexy fand.

„Sie wollen mich also nicht hereinbitten?“, fragte er herausfordernd.

Die Arroganz seiner Frage riss Lily aus ihrer Lethargie. Warum ließ sie es sich stumm und tatenlos gefallen, dass er sie so abschätzig begutachtete wie ein Auto bei einer Verkaufsauktion? Nahmen Männer sich nicht gerade deswegen solche Frechheiten heraus, weil die Frauen es zuließen? Hatte sie denn nichts aus der Vergangenheit gelernt?

„Nein, das will ich nicht“, erwiderte sie deshalb entschieden. „Womöglich sind Sie ein Axtmörder.“

„Ich darf Ihnen versichern, dass mir nichts so fern liegt wie Mord.“ Sein spöttischer Blick ließ ihr Herz schneller schlagen. „Und Sie sehen auch überhaupt nicht ängstlich aus“, fügte er vielsagend hinzu.

Lily schluckte. Tatsächlich hatte sie keine Angst, jedenfalls nicht im üblichen Sinn. Dennoch hatte dieser Fremde irgendetwas an sich, das ihr Herz zum Pochen brachte. „Ich bin es gewohnt, dass man sich vorstellt, wenn man unangemeldet in jemandes Küche platzt“, entgegnete sie deshalb pikiert.

Er verkniff sich ein Lächeln, denn normalerweise fühlten sich Frauen fast immer ein wenig von ihm eingeschüchtert, selbst wenn sie nicht wussten, wer er war. Diese offenbar nicht. Was ihn allein schon faszinierte.

Bereitwillig neigte er den Kopf wie bei einer förmlichen Vorstellung. „Ciro D’Angelo.“

Sie hielt dem Blick seiner dunklen Augen stand. „Ein ungewöhnlicher Name.“

„Ich bin ein ungewöhnlicher Mann.“

Sie hielt es für klüger, diese unverschämt arrogante Behauptung zu ignorieren. „Und Sie sind Italiener?“

„Genau genommen Neapolitaner.“ Er zuckte die breiten Schultern, als er ihren fragenden Blick bemerkte. „Das ist … etwas anderes.“

„Inwieweit?“

„Das zu erklären, könnte sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, dolcezza.“

Allein die melodiöse Art, wie er dieses dolcezza aussprach – was immer es auch bedeuten mochte – weckte in ihr den Wunsch, seine lange Erklärung über das Besondere der Neapolitaner zu hören. Aber sie argwöhnte, dass sie sich damit auf ein noch gefährlicheres Terrain begeben würde. Deshalb schaute sie ganz bewusst auf die Wanduhr neben der altmodischen Küchenzeile und sagte schroff: „Zeit, die ich leider nicht habe. Was tun Sie hier, Mr D’Angelo? Sie befinden sich nämlich auf Privatbesitz.“

Ciro nickte zufrieden, denn ihre Frage bedeutete, dass der Kauf noch nicht öffentlich gemacht worden war. Er hasste es, wenn seine Geschäfte schon durch die Presse gezerrt wurden, bevor die Tinte auf den Verträgen getrocknet war.

Allerdings fragte er sich nun auch, wer ihm da gegenüberstand. Die Frau, die ihm das Haus verkauft hatte, war mittleren Alters gewesen. Eine Suzy Scott, viel zu jugendlich gekleidet, viel zu stark geschminkt und viel zu aufdringlich. Konnte die bezaubernde Küchenfee ihre Tochter sein? Wie alt mochte sie sein? Einundzwanzig? Zweiundzwanzig? Ein so zarter makelloser Teint machte es schwer, das zu beurteilen. Aber wenn sie die Tochter des Hauses gewesen wäre, hätte sie doch sicher gewusst, dass das Haus an ihn verkauft worden war.

Sie sah ihn immer noch fragend an. Zerstreut bemerkte er die blonde Locke, die ihre Pfirsichwange streichelte. Vielleicht sollte er ja einfach gehen und zu einem passenderen Zeitpunkt zurückkommen. Doch plötzlich wollte Ciro gar nicht fort. Durch Zufall schien er in eine nostalgische Idylle hineingestolpert zu sein, die sich so sehr von seiner Welt unterschied, dass er neugierig geworden war. Er wollte die unvermeidlichen Makel dieser heilen Welt entdecken, und sich dann, in seinem Zynismus bestätigt, wieder in seine eigene Welt zurückziehen.

Also erwiderte er betont beiläufig: „Ich hatte nicht erwartet, jemanden anzutreffen.“

„Mit anderen Worten, Sie sind davon ausgegangen, dass niemand zu Hause sein würde?“ Lily rollte den ausgewalzten Teig um das Nudelholz, um ihn dann geschickt auf dem vorbereiteten Obstkuchen in der Form auszubreiten. „Sind Sie etwa ein Einbrecher?“

„Sehe ich so aus?“

Sie hielt damit inne, die Teigränder mit geübten Fingerspitzen festzudrücken, und blickte auf. Nein, ein gewöhnlicher Einbrecher wäre wohl kaum so gelassen geblieben, wenn man ihn aufgescheucht hätte. Andererseits wirkte er zweifellos fit genug für einen gewandten Fassadenkletterer, und es war aufregend, sich diesen Luxuskörper in einem hautengen schwarzen Outfit vorzustellen.

„Sie sind nicht gerade passend angezogen. Ihr teurer Maßanzug würde wahrscheinlich ruiniert, wenn Sie versuchen würden, an einer Fassade hochzuklettern“, entgegnete sie spitz. „Und falls Sie tatsächlich mit dem Gedanken gespielt haben, es an der Fassade dieses Hauses zu probieren, kann ich Ihnen die Mühe ersparen. Sie werden hier keine Reichtümer finden.“

Ärgerlich begann sie, den Teigdeckel mit verquirltem Ei einzupinseln. Wie überempfindlich musste sie sein, um so etwas einem völlig Fremden zu erzählen? Aber sie hatte sich in letzter Zeit wirklich sehr verletzlich gefühlt, und das launische Verhalten ihrer Stiefmutter hatte es nicht gerade leichter für sie gemacht. War es sowieso noch nie einfach...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.