Graf | Adolf Hitler begegnet Karl May | Buch | 978-3-8340-1031-5 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 134 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 210 g

Graf

Adolf Hitler begegnet Karl May

Zur Lektürebiografie des "Führers"
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-8340-1031-5
Verlag: Schneider Verlag

Zur Lektürebiografie des "Führers"

Buch, Deutsch, 134 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 210 g

ISBN: 978-3-8340-1031-5
Verlag: Schneider Verlag


Diese Fallstudie widmet sich einem extremen Fall literarischer und politischer Sozialisation. Hitler als Vielleser stellt unser positives Leitbild des Lesens auf den Prüfstand. Die kontrovers diskutierte Frage, ob Lesen/Literatur in diesem Fall eine verhängnisvolle Wirkung hatten, wird kritisch aufgearbeitet, indem kursorisch die gesamte Lesebiografie thematisiert wird: der Fokus liegt auf dem im NS umstrittenen ‚Lieblingsschriftsteller’ des ‚Führers’ Karl May. Einflussdimensionen wie Waffenbegeisterung, Kampfideologie, Gewaltorientierung, Eigenschaften von Figuren und Mentalitäten, nicht zuletzt Sieg-Fantasien und die Traumwelten insgesamt werden untersucht und bewertet, aber auch die Massenwirksamkeit und die Erzähl- bzw. die Rezeptionsweisen.
Indem die Studie klärt, was Hitler gelesen hat, und noch wichtiger, wie er gelesen hat, weist sie nach, dass er den Modus seiner obsessiven Unterhaltungslektüre auch auf seine Sachtextrezeption übertrug. Als erhellend erweist sich außer inhaltlichen Berührungspunkten und ideologischen Differenzen insbesondere eine Gemeinsamkeit, nämlich die ausschweifende Fantasieproduktion, der beide, Hitler und May, verfallen sind, durch deren Ergebnis sie sich freilich grundlegend unterscheiden. Mit dem Ansatz der Leseforschung gelingt es, die Kenntnisse von der Genese des Gewaltherrschers zu präzisieren.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Prof. Dr. Werner Graf lehrt Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Universität Paderborn, seine Forschungsschwerpunkte sind literarische Sozialisation und Literatur der Moderne. Vom Autor liegen vor eine Einführung in die literarische Sozialisation ‚Lesegenese in Kindheit und Jugend‘, eine Theorie der Lesemodi ‚Der Sinn des Lesens‘ und eine Untersuchung zur Lektüre der Hitlerjugend ‚Lesen und Biografie‘.



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