Goetz | La Gomera | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Goetz La Gomera

Baden und Wandern auf der wildesten Kanaren-Insel
7. aktualisierte Auflage 2008
ISBN: 978-3-89859-090-7
Verlag: pmv Peter Meyer Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Baden und Wandern auf der wildesten Kanaren-Insel

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

ISBN: 978-3-89859-090-7
Verlag: pmv Peter Meyer Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Die uralte Vulkanlandschaft La Gomeras, überwuchert von üppiger subtropischer Vegetation, faszinierend schön und abwechslungsreich, ist ein Paradies für Wanderer. Das milde Klima erlaubt an kleinen ruhigen Buchten Badefreuden rund ums Jahr. Malerische Orte, wie weiße Perlen in grünen Samt gebettet, und geheimnisvoller Urwald aus Lorbeerbäumen laden zu Entdeckungen ein. Der Kanaren-Kenner Rolf Goetz versteht es, all dies fundiert recherchiert aufzubereiten. Hier findet man alles Wissenswerte über Natur, Land und Leute, Unterkunft, Essen und Trinken, sportliche Aktivitäten und Badestellen übersichtlich und ansprechend zusammengefasst. Orte und Routen, die per Rad oder Leihwagen zu erkunden sind, werden ausführlich beschrieben. Ein Kapitel widmet sich ganz und gar der Lieblingsbeschäftigung der meisten Gomera-Besucher: Die 200 schönsten Wanderkilometer sind in 16 Wanderungen von leicht bis schwer in einem Extra-Wanderkapitel beschrieben und mit tollen Fotos und fantastisch genauen Karten illustriert.

Rolf Goetz weiß, wovon er schreibt. Denn seit vielen Jahren verbringt er stets mehrere Monate im Jahr auf den Kanaren und ist mit den Inseleigenheiten bestens vertraut. Die praktischen Informationen sind dank Vor-Ort-Recherche besonders gründlich - zum Vorteil der Reisenden und Gomera-Fans, die gute Tipps und naturverträgliche Wanderungen zu schätzen wissen.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


JENSEITS VON AFRIKA


Geografisch Afrika, politisch Europa zugehörig, erstreckt sich der kanarische Archipel zwischen dem 27. und 29. Breitengrad, mit nur 100 km gerade mal einen Steinwurf von der nordwestafrikanischen Küste entfernt. In der Weite des Atlantiks nimmt sich das kreisrunde La Gomera winzig wie ein Stecknadelkopf aus – von den sieben Hauptinseln ist das Eiland mit 373 km2 die zweitkleinste Kanareninsel. Die größte West-Ost-Ausdehnung beträgt 25 km, von Norden nach Süden gar nur 22 km.

GEOLOGIE & GEOGRAFIE


La Gomera ist weitaus älter als die in Sichtweite gelegenen Nachbarinseln La Palma und El Hierro. Die älteste Gesteinsprobe aus dem Basalkomplex wird auf etwa 19 Millionen Jahre datiert

Hierbei handelt es sich um submarine Gesteine, die nachträglich durch Auffaltung über den Meeresspiegel gedrückt wurden. Mit Tiefenerstarrungsgestein durchsetzte Reste dieser Gesteinsformation finden sich vor allem im Norden nahe Vallehermoso.

Vulkane & Schluchten

Landschaftsprägend für La Gomera sind freigewitterte Vulkanschlote, so genannte . Die teils zuckerhutförmigen schroffen Gebilde überragen ihre Umgebung um oft mehr als 100 m und bilden so markante Fixpunkte in der Landschaft. Die bekannteste Gruppe bilden die relativ nah beieinander stehenden und im Osten des zentralen Hochlandes. Nicht minder auffällig sind der im Süden, der oder die oberhalb von Hermigua.

Diese senkrecht aufragenden, meist hellen Monolithe sind ein Ergebnis der Erosion. Es handelt sich um harte Schlotkerne, die einstmals von einem weicheren Kraterkegel umgeben waren, der im Lauf der Jahrmillionen abgetragen wurde. Die harten Schlotfüllungen resultieren aus einer abklingenden Phase, als saure zäh fließende Magma im Schlot praktisch stecken blieb und erstarrte.

Ganz ähnlich entstanden Los Órganos an der Nordküste, die zu den faszinierendsten Naturwundern der Insel zählen. Die wegen ihren gleichförmig aufstrebenden Säulen als bezeichneten Steinformationen sind in ihrer Art einmalig. Von der Brandung freigelegt, formen die Säulen eine 175 m breite Wand, die am höchsten Punkt fast 80 m misst. Die Orgelpfeifen selbst können einen Durchmesser von bis zu einem Meter haben.

Erodierte Cañons

Die letzte, sprich jüngste vulkanische Aktivität ereignete sich auf La Gomera vor etwa 2,8 Millionen Jahren. Praktisch der ganze Südosten der Insel ist von teils schlackigen überzogen.

Seither gab es auf La Gomera keine Vulkanausbrüche mehr. Auf den Nachbarinseln dagegen sind die Feuer speienden Berge bis in die Neuzeit aktiv – auf Teneriffa brodelte 1909 der Chinyero und an der Südspitze La Palmas liegt der letzte Vulkanausbruch knapp 40 Jahre zurück. Die erdgeschichtliche Entstehung des Archipels scheint also keineswegs beendet.

Auf La Gomera hatte die Erosion jedoch ungestört Zeit, ihr zersetzendes Werk in Form von tief eingekerbten Schluchten fortzuführen. Keine andere Kanareninsel ist so zerklüftet und unzugänglich wie La Gomera. Vom zentralen Hochland stürzen sich an die 50 große Barrancos meerwärts. Mehrere Kilometer lang und bis zu 800 m tief entstanden so gewaltige . Zwischen ihnen blieben breite Bergrücken, genannt, zurück, wodurch die typische Inseltopografie entstand.

Die eng gekrümmten und für Wanderer teilweise von unüberwindlichen Geländestufen unterbrochenen Schluchten verlieren zum Meer hin an Gefälle, werden sanfter und breiter, lassen an den Ausgängen jedoch oftmals nur beschränkten Raum für kleine Siedlungen und landwirtschaftliche Nutzung. Manchmal fehlt selbst eine Mündung, wenn, wie bei , die Schlucht in einem Steilabsturz zum Meer endet und so ein imposantes Hängetal geschaffen hat.

Inseleinwärts sind die Barrancos noch weitgehend unberührte Naturreservate und ökologische Nischen, in denen sich unbehelligt die typisch kanarische Flora entfalten kann und von eingeführten und eingeschleppten Pflanzen noch nicht überfremdet ist oder verdrängt wurde.

Markant sind auch die freigewitterten Gesteinsgänge, von denen die ganze Insel durchzogen ist. Wie gemauert ziehen sie sich oftmals kilometerweit durch die felsige Landschaft, besonders beeindruckend zu beobachten im . Die von den Einheimischen als bezeichneten magmatischen Erstarrungsformen sind in der Regel 50 bis 100 cm dick, können jedoch auch mehrere Meter mächtig sein.

Playa del Medio: Steilküste mit vorgelagertem Kieselstrand

Ansonsten nimmt sich das vulkanische Erbe der Insel bescheiden aus. Lavaströme oder weit gestreute Ascheflächen sucht man vergebens, auch die Vulkankegel selbst fielen dem Zahn der Zeit zum Opfer.

Küsten und Strände

Die jahrmillionenlange Kraft des Meeres nagt beständig an den Rändern der Insel. Steilküsten und bis zu 700 m hohe Kliffs prägen die Küstenzone. Geologen vermuten, dass sich das Meer bereits die Hälfte der ursprünglichen Inselfläche einverleibt hat. Ein Indiz dafür ist ein in geringer Meerestiefe gelegener, sich um die Insel ziehender breiter Sockel.

La Gomera wird von 98 Küstenkilometern umschlossen, wovon mehr als 80 % Steilküste sind. Nicht allzu wörtlich nehmen sollte man hier das spanische Wort , das sich auf fast alles bezieht, was am Meer liegt. Es sei denn, man ist nicht wählerisch und breitet das Badetuch überall aus, egal ob auf grobem Geröll, Kies oder Stein. Ausgesprochene Sandstrände sind knapp und machen nur wenige hundert Meter aus.

Manche Strände existieren zudem nur im Sommer. Im Winter kann es passieren, dass die aus dem Sommerurlaub bekannte und geschätzte Badebucht sich in eine geröllige Steinwüste verwandelt hat und das Meer sich den Sand zurückholte.

WIND & WETTER


»Allein das Klima der Inseln ist ein Luxus!« Wo César Manrique, berühmtester Architekt der Kanaren, Recht hat, hat er Recht.

Wenn im Hochsommer in Madrid, Málaga und auf Mallorca die Quecksilbersäule auf Temperaturen von 35 bis 40 °C klettert, bleibt das Wetter auf den Kanaren mit selten mehr als 28 °C relativ erträglich. Viele Spanier von der Península nutzen folglich ihre atlantischen »Niederlassungen«, um in den Sommerferien dem heißen Kontinentalklima zu entfliehen und bei mehr gemäßigten Temperaturen Erholung zu finden. Das kanarische Klima scheint umso erstaunlicher, wenn man berücksichtigt, dass die Sahara mit ihrer lebensfeindlichen trockenen Hitze nur wenige hundert Kilometer entfernt auf demselben Breitengrad liegt ( Saharawetter).

Auch in den Wintermonaten kann mildes und größtenteils sonniges Wetter erwartet werden. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen bewegen sich zwischen 20 und 22 °C. Nicht von ungefähr wird das angenehme und gleichmäßige kanarische Inselklima vielfach als das beste der Welt gepriesen. Im Unterschied zu tropisch-schwülen Reisezielen kühlt es selbst im Hochsommer nachts auf unter 20 °C ab. Das absolute Temperaturminimum fällt dagegen selten auf unter 15 °C.

Die viel zitierte Floskel vom »ewigen Frühling« soll jedoch nicht heißen, dass das Wetter auf den Kanaren das ganze Jahr über gleich wäre. Es gibt sehr wohl Jahreszeiten, wenn auch nicht so deutlich ausgeprägt und mit geringeren Unterschieden als in Mitteleuropa. Auf La Gomera sind an der Südküste die Monate Juli bis September mit mittleren Temperaturen von 27 bis 29 °C die heißesten. In den Tälern im Norden liegen die sommerlichen Durchschnittswerte um 2 bis 3 Grad niedriger. Während der »kalten« Jahreszeit im Januar und Februar ist es mit durchschnittlich 20 °C immer noch angenehm warm.

Die Temperaturen auf La Gomera sind von der jeweiligen Höhenlage abhängig, je höher man steigt, umso kühler wird es. Pro 100 m Höhendifferenz nimmt die Temperatur etwa um ein Grad ab. Wer beispielsweise von nach (1050 m) aufsteigt, muss vor allem in den Wintermonaten mit erheblich kühlerem Wetter rechnen.

Die Wassertemperaturen liegen im Jahresmittel bei 20 °C, im September bei 23 °C und im Februar, dem kältesten Monat, nicht unter 17 °C.

Tipp: Das aktuelle Wetter in Valle Gran Rey inklusive...


Rolf Goetz weiß, wovon er schreibt. Denn seit vielen Jahren verbringt er stets mehrere Monate im Jahr auf den Kanaren und ist mit den Inseleigenheiten bestens vertraut. Die praktischen Informationen sind dank Vor-Ort-Recherche besonders gründlich – zum Vorteil der Reisenden und Gomera-Fans, die gute Tipps und naturverträgliche Wanderungen zu schätzen wissen.



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