Gilmore / Wallace / Lee | Julia Extra Band 507 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 507, 450 Seiten

Reihe: Julia Extra

Gilmore / Wallace / Lee Julia Extra Band 507


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0067-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 507, 450 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7515-0067-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



SÜSSE LÜGEN AUF ITALIENISCH von JESSICA GILMORE
Schockiert erkennt Charlie: Matteo weiß nichts mehr von ihrer geplanten Scheidung, er hat durch seinen Unfall das Gedächtnis verloren! Gemeinsam fliegen sie nach Italien. In seiner Luxus-Villa will Matteo sich erholen und Charlie ihre Ehe retten - bevor Matteos Erinnerung zurückkehrt ...

DIESER MILLIARDÄR BRAUCHT LIEBE von BARBARA WALLACE
Als sie sich wiedersehen, knistert es zwischen ihnen sofort heiß. Aber die hübsche Autorin Jamie ist gewarnt: Milliardär Whit Martin glaubt heute sicher genauso wenig an die Liebe wie damals! Trotzdem sagt sie spontan Ja, als Whit ihr ein verführerisches Angebot macht ...

VERLIEB DICH NICHT IN DEINEN BOSS! von MIRANDA LEE
Der Job schien perfekt: Ruby wird Haushälterin bei dem Filmproduzenten Sebastian Marshall, der immer unterwegs ist. In seiner Villa fühlt sie sich sicher und geborgen - bis sie den sexy Traummann das erste Mal sieht! Wie soll sie sich da nicht in ihren Boss verlieben?

EIN FEST DER LIEBE IN PARIS von NINA SINGH
Sie hat mit Zayn zusammen ein Weingut geerbt? Dabei wollte Izzy ihn nie wiedersehen, weil er sie damals sitzengelassen hat. Doch jetzt muss sie mit ihm zu einer Weinmesse ins weihnachtliche Paris fahren. Ein Ort wie geschaffen fürs Verzeihen - und für eine neue Liebe ...



Jessica Gilmore hat in ihrem Leben schon die verschiedensten Jobs ausgeübt. Sie war zum Beispiel als Au Pair, Bücherverkäuferin und Marketing Managerin tätig und arbeitet inzwischen in einer Umweltorganisation in York, England. Hier lebt sie mit ihrem Ehemann, ihrer gemeinsamen Tochter und dem kuschligen Hund - Letzteren können die beiden Katzen, die auch noch zur Familie gehören, jedoch nicht ausstehen. Obwohl Jessica immer sehr eingespannt ist, schreibt sie so viel sie kann. Sie verkriecht sich auch gerne selbst hinter einem Buch, um zu entspannen. Wenn sie gerade mal nicht arbeitet, liest, schreibt oder vergeblich versucht, das Haar ihrer Tochter zu zähmen und zu einem perfekten Ballerina-Dutt hochzustecken, plant sie am liebsten Urlaube, die sie eines Tages machen möchte. Bis sie ihre Traumreiseziele selbst entdecken kann, nutzt sie diese Orte für ihre Romane. Ihre beliebten Sommerromanzen versprühen nicht nur Sonne im Herzen, sondern regen zu tiefen Emotionen und so manchem Lacher an.
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1. KAPITEL

„Wer war das, Charlie?“

„Nur der Briefträger.“ Charlotte Samuels sah auf den großen Umschlag in ihrer Hand, dessen Empfang sie gerade gegengezeichnet hatte, und hoffte, dass das Zittern ihrer Stimme nicht zu deutlich zu hören war.

„Oh, ist das mein neues Kleid? Ich hatte schon Angst, dass es nicht rechtzeitig kommen würde.“ Phoebe kam in den Flur geeilt und blieb stehen. Besorgt sah sie Charlie an. „Ist alles okay?“

„Ja, natürlich, alles in Ordnung.“ Charlie merkte, dass sie etwas schrill klang, und zwang sich zu einem Lächeln, als sie sich zu ihrer Cousine, ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin umdrehte. Phoebe war zwar zierlich, aber trotzdem kräftig. „Das sind nur die Papiere.“

„Die Papiere?“

„Ja, die Scheidungsunterlagen.“ Sie wollte möglichst nonchalant klingen, scheiterte jedoch kläglich.

Phoebe warf einen kurzen Blick auf den Umschlag. „Jetzt schon? Es ist doch erst ein paar Wochen her, dass du und Matteo …“ Sie brach ab, und Charlie ergriff gleich wieder das Wort, um das peinliche Schweigen zu durchbrechen. Denn wenn sie einfach weiterredete, konnte sie sich und ihre Freundin vielleicht davon überzeugen, dass alles gut war. Man durfte nie zurückschauen, das war ihr Motto, und es galt jetzt mehr denn je.

„Na ja, du kennst doch Matteo. Es gibt nichts, was er nicht erreichen kann, wenn er es sich in den Kopf gesetzt hat.“ Einschließlich der Tatsache, ihr dabei zu helfen, eine schnelle Scheidung zu bewirken. Fast so schnell wie ihre Heirat.

„Aber das ist doch gut, oder? Jetzt kannst du dich als freie Frau auf Reisen begeben.“ Phoebe lächelte sie an, doch es wirkte nicht sehr überzeugend, denn ihre grauen Augen waren überschattet.

„J…ja.“ Natürlich konnte sie ab jetzt reisen, und das würde sie auch tun. Möglicherweise überzeugten diese offiziellen Unterlagen ihr dummes Herz ja auch davon, ihrem Kopf zu folgen und zu akzeptieren, dass ihre ebenso kurze wie alberne Ehe endgültig vorbei war. „Jedenfalls bin ich auf dem Weg dorthin. Anscheinend ist der Richter bereit, uns zu scheiden. Matteo ist damit einverstanden, zuzugeben, dass sein Verhalten inakzeptabel war, wie mein Anwalt und ich ihm vorgeschlagen haben. Wenn alles nach Plan läuft, wird es nach meiner Rückkehr dann so sein, als hätte meine Ehe gar nicht existiert.“

Dann konnte sie tatsächlich nach vorn schauen. Denn selbst für ihre Verhältnisse war die Tatsache, eine Ehe nach weniger als einem Jahr zu beenden, ganz schön heftig. Doch entgegen der landläufigen Meinung ihrer Freunde war die Scheidung von Matteo kein verrückter Impuls, sondern das Beste, was sie tun konnte.

Phoebe warf noch einen raschen Blick auf den Umschlag. „Ich habe eine gute Idee. Lass uns aus deiner Abschiedsparty eine Scheidungsparty machen!“

„Eine Scheidungsparty?“ Charlie rümpfte die Nase. „Ist das nicht ein bisschen kitschig?“

Ausnahmsweise wollte sie einmal nicht feiern, sondern sich so schnell wie möglich außer Landes begeben. Sie hoffte nur, dass nach ihrer Rückkehr niemand im Ort mehr über ihre gescheiterte Ehe sprechen würde und dass sie den örtlichen Laden betreten konnte, ohne von allen angestarrt zu werden.

„Keineswegs“, erwiderte Phoebe streng. „Schließlich musst du ja irgendetwas von dieser Ehe haben, auch wenn es nur eine Party ist. Ich finde übrigens immer noch, dass du die Abfindung hättest akzeptieren sollen.“

Charlie seufzte. Sie wusste, dass Phoebe nicht die Einzige war, die dachte, dass es idiotisch von ihr war, mit nichts als dem, was sie in die Ehe eingebracht hatte, auch wieder hinauszugehen. Denn schließlich hatte Matteo mehr als genug Geld, um mehrere Exfrauen zu unterhalten. Aber sie hatte ihn ja auch nicht wegen seines Geldes, sondern der Liebe wegen geheiratet.

Seufzend schüttelte sie den Kopf. „Das konnte ich nicht, Phoebe. Dann hätte ich das Gefühl gehabt, mich zu verkaufen.“

„Ich kann nur hoffen, dass deine Prinzipien dich auch des Nachts wärmen“, erwiderte ihre Cousine missbilligend, und Phoebe lachte.

„Keine Angst, ich werde schon nicht verhungern. Denn dank Gran habe ich schließlich ein Dach über dem Kopf.“ Selbst wenn es ein bisschen peinlich war, dass sie mit achtundzwanzig immer noch bei ihrer Großmutter wohnte. „Und bestimmt kann ich auch noch zusätzliche Unterrichtsstunden bekommen. Ich brauche keine Millionen, und wahrscheinlich war das von Anfang an auch Teil des ganzen Problems.“

Vor allem aber war es ein Problem gewesen, dass Matteo praktisch nie da gewesen war. Er war eindeutig ein Workaholic, und seine Tendenz, das Geld mit vollen Händen zum Fenster rauszuwerfen, war für sie irgendwann nicht mehr auszuhalten gewesen.

„Nur eine kleine Party“, griff Phoebe das Thema wieder auf. „Ein paar Freunde, Drinks und Snacks, um deinen Start in ein neues Leben zu feiern.“

„Mal sehen, ich werde darüber nachdenken“, erwiderte sie und ging dann zurück in die helle, einladende Küche im hinteren Teil des Cottages. Sie hatte diesen Raum mit den gelb gestrichenen Wänden, den Schränken aus Holz und den Vorhängen in derselben Farbe immer geliebt. Einen größeren Kontrast zu der ultramodernen Küche in ihrer Wohnung in Kensington hätte man sich kaum vorstellen können.

Seufzend ließ Charlie sich in den gemütlichen Lehnstuhl fallen, und sofort sprang die Katze ihrer Großmutter auf ihren Schoß. Bedrückt streichelte sie sie und dachte erneut an die bevorstehende Scheidung. Gran hatte sie gewarnt, Matteo so überstürzt zu heiraten, doch sie hatte nicht auf sie gehört.

In diesem Moment klingelte ihr Handy, und sie nahm den Anruf entgegen. „Ja?“

„Spreche ich mit Charlotte Samuels?“

„Ich … ja. Was ist los?“

„Ich fürchte, es gab einen Unfall und …“

„Matteo Harrington?“, fragte Charlie die Frau hinter dem Empfangstresen, und die zeigte auf eine Ärztin, die in diesem Moment hinter ihr erschien.

„Frau Doktor? Können Sie mir sagen, wie es Matteo Harrington geht?“

„Sind Sie Charlotte Samuels? Hallo, ich bin Dr. Lewis. Mr. Harrington hatte sehr viel Glück. Er hat eine schwere Gehirnerschütterung, und ein paar Rippen sind auch gebrochen. Aber es hätte schlimmer kommen können.“

Besorgt sah sie Charlie an, der plötzlich schwindelig wurde. Sie führte sie zu einem Stuhl, auf den sie sich mit weichen Knien niederließ. Dann schaute sie die Ärztin verwirrt an.

„Was ich nicht verstehe … warum ist Matteo denn überhaupt hier? Ich dachte, er wäre in London. Was ist passiert?“

„Bestimmt wird Ihnen die Polizei Genaueres sagen können. Soweit ich weiß, ist er mit seinem Wagen aus der Kurve geschleudert worden, vielleicht weil er einem Hindernis ausweichen wollte.“

Sie schüttelte den Kopf. „Er ist ein sehr versierter Autofahrer, er würde nie die Geschwindigkeit überschreiten. Kann ich ihn sehen?“

„Ja, natürlich. Keine Angst, es sieht schlimmer aus, als es ist, aber er braucht jetzt absolute Ruhe und darf sich nicht aufregen. Allerdings wird er sich bestimmt freuen, Sie zu sehen, denn er hat extra nach Ihnen gefragt.“

Ach ja? Doch sie stellte die Frage nicht, auch wenn sie gedacht hätte, dass sie die letzte Person wäre, die er sehen wollte. „Vielen Dank.“

Dann führte sie eine Krankenschwester durch die langen Flure, bis sie vor einer Tür standen. „Dort drin“, sagte die Schwester und ging weg.

Charlie sammelte sich einen Moment, bevor sie die Hand auf die Klinke legte und eintrat. Das Zimmer war in gedämpftes Licht getaucht, doch ihr Blick fiel gleich auf das Bett und auf die Person darin, die an Schläuche angeschlossen war. Sie trat näher heran und unterdrückte nur mit Mühe ein Schluchzen, als sie Matteo erblickte. Er hatte die Augen geschlossen und sah sehr blass aus. Doch obwohl er einen Kopfverband trug, sah er verrückterweise noch attraktiver aus als sonst. Seine markanten Gesichtszüge und das lockige dunkle Haar betonten seine Männlichkeit. Sie schluckte und spürte das aufgeregte Pochen ihres Herzens.

Nervös ging sie zum Bett. Matteo wirkte so friedlich, als wäre aller Stress aus seinem Leben verschwunden. Vorsichtig griff sie nach einem Stuhl und ließ sich darauf nieder, ohne den Blick von ihm zu wenden.

„Hey“, erklang plötzlich seine Stimme, und er sah sie an. Ein leises Lächeln umspielte seine Lippen, und ihr Herz machte einen Satz.

„Selber hey“, erwiderte sie, nachdem sie sich wieder gefangen hatte. „Ich habe gerade mit einer Ärztin gesprochen. Sie meinte, dir würde es bald wieder besser gehen.“ Charlie machte eine kleine Pause und setzte hinzu: „Aber du hast uns allen einen ganz schönen Schrecken eingejagt.“

„Tut mir leid.“ Er streckte die Hand aus und griff nach ihrer. Ein Schauer ging durch ihren ganzen Körper, denn seine Berührung war ebenso vertraut wie verboten. „Ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte. Vielleicht bin ich einem Kaninchen ausgewichen.“ Matteo runzelte die Stirn. „Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mehr erinnern.“

„Was hattest du denn vor?“ Sie wusste nichts mehr über ihn, hatte keine Ahnung mehr von seinem Leben, denn sie gehörte ja nicht mehr dazu. Sie war Teil seiner Vergangenheit, und doch hatte er den Ärzten ihre Nummer gegeben. Sein Griff um ihre Hand wurde fester.

„Ich habe dich vermisst, Charlotte. Natürlich weiß ich, dass es Pech bringt, die Braut vor der Hochzeit zu sehen, aber …“

Was? Moment mal...



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