E-Book, Deutsch, 380 Seiten
Ghaderi / Eppenstein Flüchtlinge
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-658-15741-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Multiperspektivische Zugänge
E-Book, Deutsch, 380 Seiten
ISBN: 978-3-658-15741-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Der Band erschließt den Themenkomplex 'Flucht und Asyl' durch eine Zusammenschau unterschiedlicher disziplinärer Perspektiven, die die Breite verschiedener wissenschaftlicher Zugänge aufnimmt. In ihren Beiträgen rekonstruieren die Autorinnen und Autoren zentrale Elemente zum aktuellen Wissenstand und zeigen Forschungsperspektiven und Handlungsoptionen auf, die aktuell in den Humanwissenschaften, Psychologie, Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Politik- und Sozialwissenschaften, Sozialarbeitswissenschaft, Kultur- und Medienwissenschaft sowie aus rechtlicher, ethischer oder medizinischer Perspektive diskutiert werden. Fluchtmigration wird als Ausdruck gewaltförmiger Verhältnisse thematisiert und der Begriff 'Flüchtlinge' wird als Bezeichnung einer diffusen Gruppenzugehörigkeit problematisiert und in verschiedenen Kontexten verortet und reflektiert.
Dr. Cinur Ghaderi ist Professorin für Psychologie am Fachbereich I der Evangelischen Hochschule RWL in Bochum.Dr. Thomas Eppenstein ist Professor für Erziehungswissenschaft und Theorien Sozialer Arbeit am Fachbereich I der Evangelischen Hochschule RWL in Bochum.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;1Perspektiven auf Flüchtlinge und Fluchtdynamiken – Eine Einführung;8
2.1;1 Führungslose Einführung;10
2.1.1;1.1 Begrifflichkeiten und Befindlichkeiten:„Penaber“;11
2.1.2;1.2 Historische Anmerkungen;14
2.1.3;1.3 Etwas fehlt …;16
2.2;2 Begrenzte Perspektive;17
2.2.1;2.1 Can the refugee speak ?;17
2.2.2;2.2 Raumperspektiven auf Flucht und Geflüchtete;20
2.2.3;2.3 Zeitperspektiven;22
2.3;3 Zum Aufbau und den Beiträgen des Bandes;24
2.4;Literatur;34
3;IDisziplinäre Zugänge, Theoretische Perspektiven;36
3.1;2Kriege, Flüchtlinge, Menschenrechte, Terror und die Gefahren von rechts als besondere politische Herausforderungen;37
3.1.1;1 Einleitung;37
3.1.2;2 Kriege, Flüchtlinge, Menschenrechte;38
3.1.2.1;2.1 Die flüchten…;38
3.1.2.2;2.2 Die töten … … und keinen Frieden schaffen: Das Ausgangsproblem. Die Kriege und Asyl;40
3.1.3;3 Abwehr. Regression. Rechtspopulismus. Rechtsradikalismus;41
3.1.3.1;3.1 AFD und Pegida: Gegen die Invasoren, die den Untergang Deutschlands wollen;44
3.1.3.2;3.2 Die AfD-Mobilisierung als Resonanzraum neonazistischer Gewalttäter;47
3.1.4;4 Demokratie verteidigen. Flüchtlingen Helfen. Die rechtsradikale AfD stellen und die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen;48
3.1.4.1;4.1 Demokratie verteidigen;48
3.1.4.2;4.2 Christliche Impulse;49
3.1.4.3;4.3 Verantwortungsethisches Krisenmanagement zum menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen;50
3.1.4.4;4.4 Statt Hass Freundlichkeit und beglückende Erfahrungen mit Flüchtlingen;51
3.1.4.5;4.5 Klare Kante. Der Rechtsstaat ist stärker herausgefordert als in frühen neunziger Jahren: vor allem Polizei, Staatsschutz und Justiz;52
3.1.5;5 Aktive internationale Politik des Realismus zur Kriseneindämmung;53
3.1.6;6 Stärkung der demokratischen Kräfte. Mehr Sicherheit und bessere Integration;54
3.1.7;Literatur;55
3.2;3„Geflüchtete als Drama“ – eine ethische Beurteilung der aktuellen deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik;56
3.2.1;1 Aktuelle „Flüchtlingskrise“;58
3.2.2;2 Gibt es ein moralisches Recht auf Ausschluss ?;60
3.2.3;3 Gibt es ein moralisches Recht auf Einwanderung ?;61
3.2.4;4 Gibt es ein Recht, Rechte zu haben ?;63
3.2.5;5 Welche moralischen Verpflichtungen bestehen gegenüber Geflüchteten ?;64
3.2.6;6 Es geht um mehr als die „Flüchtlingskrise“;67
3.2.7;Literatur;68
3.3;4Flüchtlinge als deutsches Narrativ;71
3.3.1;1 Willkommenskultur und Geschichte der Vertreibung;71
3.3.2;2 Rückkehrrechte;77
3.3.3;3 Vertreibung und Opferdiskurs;79
3.3.4;Literatur;82
3.4;5Die Flüchtling – der Flüchtling als Frau. Genderreflexiver Zugang;83
3.4.1;1 Einleitung;83
3.4.2;2 (Un-)Sichtbarkeit von Flüchtlingsfrauen ?;85
3.4.3;3 Flüchtlingsschutz für Frauen: Chancen oder Gefahren ?;86
3.4.4;4 Genderreflexiver Ausblick: Frauen… aber auch Männer und andere Personen;92
3.4.5;Literatur;94
3.5;6Flüchtlinge als Rechtssubjekte oder als Objekte gesonderter Rechte;98
3.5.1;1 Einleitung;98
3.5.2;2 Flüchtlingsschutz: Vom Instrument staatlicher Souveränität zum individuellen Menschenrechtsschutz;99
3.5.2.1;2.1 Anfänge einer Flüchtlingsperspektive;99
3.5.2.2;2.2 Das Individualrecht auf Schutz vor Abschiebung in den Verfolgerstaat;101
3.5.2.3;2.3 Das nationale Asylrecht;102
3.5.2.4;2.4 Menschenrechtlicher Abschiebeschutz;102
3.5.2.5;2.5 Einheitlicher menschenrechtsgeprägter Flüchtlingsbegriff im Europäischen Recht;103
3.5.2.6;2.6 Anwendungsbereich der Menschenrechte;105
3.5.2.7;2.7 Anerkennung eines grundlegenden Existenzrechts;106
3.5.3;3 Die Rechtstellung Asylsuchender in und während des Feststellungsverfahrens;107
3.5.3.1;3.1 Das Regime der Flüchtlingsaufnahme;109
3.5.3.2;3.2 Die europäische Verteilung;111
3.5.4;4 Fazit;112
3.5.5;Literatur;113
3.6;7Die Flüchtlinge und ihr Status. Praktische Implikationen einer defizitären Rechtsstellung;115
3.6.1;1 Einleitung;115
3.6.2;2 Die Flüchtlingsschutzkrise;116
3.6.3;3 Der Flüchtlingsstatus als institutionelle Tatsache;118
3.6.4;4 Die antagonistische Konzeption der institutionellen Tatsache Flüchtlingsstatus;120
3.6.5;5 Geringe Kooperation und Beteiligung der Nationalstaaten;121
3.6.6;6 Die Handlungsfähigkeiten und -gelegenheiten von Flüchtlingen;123
3.6.7;7 Schluss;126
3.6.8;Literatur;127
3.7;8Flüchtlinge als gesellschaftliche Kategorien und als Konfliktfeld. Ein soziologischer Zugang;130
3.7.1;1 Einleitung;131
3.7.2;2 Globalisierung als Kontext;133
3.7.3;3 Flüchtlinge: eine Grenz-Kategorie;136
3.7.4;4 Soziologie erzwungener Migration;138
3.7.5;5 Reflexive Flüchtlingsforschung;142
3.7.6;Literatur;145
3.8;9„Geflüchtete“ als Bildungsaspiranten und Flucht als Gegenstand für eine Bildung in der Weltgesellschaft;148
3.8.1;1 Einleitung;148
3.8.2;2 Bildungsperspektiven;151
3.8.3;3 Bildungsbarrieren;157
3.8.4;4 Grenzüberschreitungen und pädagogische Aufgaben;161
3.8.5;Literatur;167
3.9;10Geflüchtete und wir – sozialpsychologische Perspektiven;170
3.9.1;1 Einleitung;170
3.9.2;2 Psychologische Ursachen für Akzeptanz und Ablehnung;171
3.9.2.1;2.1 Informationssuche und -verarbeitung;171
3.9.2.2;2.2 Emotionen;175
3.9.2.3;2.3 Verhalten;175
3.9.2.4;2.4 Der Kontext;176
3.9.3;3 Was tun – Möglichkeiten der Intervention;178
3.9.4;4 Verantwortung;180
3.9.5;Literatur;180
4;Mediale Zugänge II;183
4.1;11Flüchtlinge in den Printmedien;184
4.1.1;1 Einleitung;184
4.1.2;2 Forschungsfragen und Forschungsleerstellen;185
4.1.3;3 Hegemoniale Diskursstränge;186
4.1.3.1;3.1 Flüchtlinge als massenwirksame Kulisse: „Großer Bahnhof. Die Welt blickt auf München“;186
4.1.3.2;3.2 Ausblendungen;189
4.1.3.3;3.3 Flüchtlinge in der Nahaufnahme: Die Symbolträchtigkeit des toten Kindes;189
4.1.3.4;3.4 Flüchtlinge als marktwirtschaftliche „Bereicherung“ ?! Eine medial inszenierte Kosten-Nutzen-Abwägung;194
4.1.4;4 Forschungsperspektiven;198
4.1.5;Literatur;199
4.2;12 Bilder auf der Flucht. Wenn Filme zu Fluchthelfern werden …;201
4.2.1;1 Einleitung;201
4.2.2;2 ‚Flucht‘ als Gegenstand filmischer Erzählungen;202
4.2.2.1;2.1 „In this World“;205
4.2.2.2;2.2 „Wie der Krieg nach Europa kam“;206
4.2.2.3;2.3 „Die Piroge“;208
4.2.3;3 Vom Perspektiv- zum Einstellungswechsel;209
4.2.4;Filmdaten und Literatur;210
4.3;13 Das Bild des Flüchtlings. Displacement als Thema der zeitgenössischen Kunst;211
4.3.1;1 Einleitung;211
4.3.1.1;1.1 Stand der Forschung;213
4.3.2;2 Ikonografische Vorgeschichte: „displacement“ als kunsthistorisches Motiv;215
4.3.3;3 „Displacement“ in der zeitgenössischen Kunst;217
4.3.4;4 Resumé;226
4.3.5;5 Forschungsperspektive;227
4.3.6;Literatur;228
5;IIIVulnerabilität und Handlungszugänge;230
5.1;14Flüchtlinge als Kinder – Kinderflüchtlinge;231
5.1.1;1 Einleitung;231
5.1.2;2 Perspektiven auf (geflüchtete) Kinder;233
5.1.3;3 Zahlen, Herkunftsländer, Fluchtwege;235
5.1.4;4 Besondere Belastungen – Trauma und Resilienz;237
5.1.4.1;4.1 Familie und Bezugspersonen;240
5.1.4.2;4.2 Unterbringung;242
5.1.4.3;4.3 Zugang zum Bildungswesen, zu Freizeitaktivitäten und sozialen Netzwerken;243
5.1.5;5 Handlungslinien;245
5.1.6;Literatur;246
5.2;15Geflüchtete in der Psychotherapie – Heilung in einem politisierten Raum;253
5.2.1;1 Einleitung;253
5.2.2;2 Mehr als ein „Fall“: Einblicke in die professionelle Praxis;256
5.2.2.1;2.1 Kasuistiken aus der psychotherapeutischen Arbeit im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ);256
5.2.2.2;2.2 Kontextualisierung statt Pathologisierung;258
5.2.3;3 Perspektiven auf Psychotherapie mit Geflüchteten zwischen Pathologisierung und Politisierung;261
5.2.3.1;3.1 Die Perspektive der Psychotherapeuten, ihrer Institutionen und Verbände;261
5.2.3.2;3.2 Perspektive der Geflüchteten;264
5.2.3.3;3.3 Perspektive auf den Kern des ‚Geschäfts‘: die therapeutische Beziehung;265
5.2.3.3.1;3.3.1 Politisiertes Umfeld;266
5.2.3.3.2;3.3.2 Kulturgebundenheit und psychotherapeutische Beziehung;268
5.2.3.3.3;3.3.3 Arbeitsbeziehung gestalten – Gemeinsamkeiten und Unterschiededer Interaktionspartner_innen anhand der Diversity Merkmale;270
5.2.4;4 Beispiele politischer Vulnerabilität: Begutachtungswesen und Umgang mit Folteropfern;274
5.2.4.1;4.1 Schlaglicht Atteste und Begutachtung;274
5.2.4.2;4.2 Schlaglicht Folter;276
5.2.4.3;4.3 Internalisierte Grenzregime: Von politischer zu psychologischer Borderline ?;281
5.2.5;Literatur;284
5.3;16Flüchtlinge als Patienten. Über die Notwendigkeit einer ganzheitlichen medizinischen Versorgung;287
5.3.1;1 Einleitung;287
5.3.2;2 Warum umfasst die frühe medizinische Versorgung nicht auch die seelischen Belastungen der Flüchtlinge ?;289
5.3.3;3 Flüchtlinge als Fremde auch im medizinischen Regelversorgungssystem. Wie finden sie hinein und was finden sie vor ?;290
5.3.4;4 Abbau der Sprach- und Kulturbarriere: ein erster Schritt zur ganzheitlichen Versorgung von Flüchtlingen;292
5.3.5;5 Ganzheitliche Behandlung von Flüchtlingspatienten am Beispiel des „Düsseldorfer Modells“ der klinischen psychosomatischen Versorgung;294
5.3.6;6 Fazit;296
5.3.7;Literatur;297
5.4;17Flüchtlinge als Adressat_innen Sozialer Arbeit ? Sozialarbeitswissenschaftlicher Zugang;301
5.4.1;1 Einleitung;301
5.4.2;2 Tätigkeitsfelder und Aufgaben;302
5.4.2.1;2.1 Flüchtlingssozialarbeit;303
5.4.2.2;2.2 Asylverfahrensberatung;305
5.4.2.3;2.3 Psychosoziale Zentren;306
5.4.2.4;2.4 Koordination von Ehrenamtlichen;307
5.4.3;3 Rahmenbedingungen für Geflüchtete;308
5.4.3.1;3.1 Wohnen;308
5.4.3.2;3.2 Gesundheit;308
5.4.3.3;3.3 Bildung und Arbeit;309
5.4.3.4;3.4 Jugendsozialarbeit;310
5.4.4;4 Der besondere Fall: unbegleitete minderjährige Flüchtlinge;312
5.4.5;5 Ausblick;315
5.4.6;Literatur;316
5.5;18Vorsicht zerbrechlich ! Das Flüchtlingsberatungsgespräch als fragiler Kooperationsprozess;319
5.5.1;1 Deutschland verändert sich;319
5.5.1.1;1.1 Was heißt hier „fremd“ ?;320
5.5.1.2;1.2 Die interkulturelle Soziale Arbeit und das Flüchtlingsberatungsgespräch;321
5.5.2;2 Zur Geschichte der Interkulturellen Sozialen Arbeit in Deutschland;322
5.5.3;3 Interkulturelle Kompetenz;325
5.5.4;4 Die Flüchtlingsberatung;326
5.5.5;5 Fallanalysen von Flüchtlingsberatungsgesprächen;327
5.5.5.1;5.1 Die Beratungssituation;328
5.5.5.2;5.2 Das Gespräch;329
5.5.5.3;5.3 Die Balance zwischen professioneller Nähe und professioneller Distanz;335
5.5.5.4;5.4 Gemeinsam lachen;336
5.5.5.5;5.5 Das Beratungsgespräch als Sozialisationsprozess;337
5.5.6;6 Das Flüchtlingsberatungsgespräch als fragiler Kooperationsprozess;339
5.5.7;Literatur;340
5.6;19Als Flüchtling gescheitert und raus? Abschiebungen als Mittel der Migrationskontrolle;343
5.6.1;1 Einleitendes zu Abschiebungen als Mittel der Migrationskontrolle;343
5.6.2;2 Die Zahlen und das Vollzugsdefizit im Abschiebediskurs;345
5.6.3;3 Vollzugshindernisse und ihre Beseitigung aus den Perspektiven des Abschiebevollzugs und der Beratung;347
5.6.3.1;3.1 Einflussnahme aus Politik, Gesellschaft und Medien;348
5.6.3.2;3.2 Unzureichend vollzugswillige Ausländerbehörden und Bundesländer;349
5.6.3.3;3.3 Überforderte und unterbesetzte Ausländerbehörden – komplexes Recht und fehlende Sprachmittlung;351
5.6.3.4;3.4 Nicht rücknahmewillige Herkunftsländer oder Drittstaaten;353
5.6.3.5;3.5 „Vollzugsvereitelung“ durch Ausreisepflichtige;354
5.6.4;4 Handlungsbedarfe angesichts beschleunigter Verfahren und Abschiebungen;360
5.6.5;Literatur;361
5.7;20Der Flüchtling woanders. Verletzliche Orte des Ungewissen: ein Leben in Lagern;363
5.7.1;1 Einleitung;363
5.7.2;2 Flüchtlingslager;364
5.7.2.1;2.1 Strukturen;366
5.7.2.2;2.2 Sahrauis;368
5.7.2.3;2.3 Dadaab;370
5.7.3;3 Verletzliche Orte des Ungewissen;372
5.7.4;4 Das große Schweigen;375
5.7.5;Literatur;376
6;Verzeichnis der Autorinnen und Autoren;377




