Gerard | Spiel der Leidenschaft | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Gerard Spiel der Leidenschaft


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-4583-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-4583-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Bei diesem sexy Rodeoreiter bleibt keine Frau ruhig sitzen: Jede Bewegung von ihm ist Erotik pur! Cutter Reno vermittelt den Eindruck, bei keinem Abenteuer Nein zu sagen, aber stimmt das wirklich? Auch Peggy, die mit ihm die schönste Nacht ihres Lebens verbrachte, weiß nicht, wie es in ihm tatsächlich aussieht. Genau das ist der Grund für ihr Zögern, seinem erneuten heißen Begehren nachzugeben, denn sie erinnert sich sehr deutlich an den tiefen Schmerz, der sie lange begleitete, nachdem Cutter sie verlassen hatte. Risiko oder Flucht?



Als Cindy Gerard anfing, ihr erstes Manuskript zu schreiben, wollte sie vor allem eins: es auch beenden. Der Gedanke, es zu verkaufen, kam ihr viel später. Und erst, als sie einen Verlag gefunden hatte, der es veröffentlichen wollte, wurde ihr klar, dass es nicht bei diesem einen Werk bleiben würde. Jetzt, 20 Bücher und etliche Auszeichnungen später, erklärt Cindy Gerard lachend, dass sie sich kaum noch an das Leben vor dem Schreiben erinnern kann. Doch trotz ihrer erstaunlichen Karriere als Autorin arbeitet sie weiterhin in ihrem alten Beruf als Sozialarbeiterin. Diese Arbeit hat sie viel über menschliche Verhaltensweisen und Verwundbarkeiten, aber auch über Stärken gelehrt. Das spürt man ganz deutlich, wenn man Cindy Gerards Bücher liest: Sie versteht es meisterhaft, Emotionen auszudrücken und ihre Leser mit der Schilderung von Hoffnung und Ärger, Zorn und Freunde und sinnlich geschilderter Lust ihrer Hauptfiguren in den Bann zu ziehen.

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1. KAPITEL

Cutter Reno hatte sich immer vorgestellt, dass er eines Tages nach Sundown in Montana zurückkehren würde, seit er es vor sechs Jahren verlassen hatte. Er hatte Erinnerungen, die ihn mit der Stadt verbanden, gute und weniger gute, und er hatte Freunde hier.

Was er sich jedoch keinesfalls vorgestellt hatte, war, dass der Grund für seine Rückkehr ausgerechnet die Parade zum Unabhängigkeitstag sein würde. Und noch weniger hätte er sich träumen lassen, dass er jemals diese Parade anführen würde.

Aber er hatte ja auch nicht damit gerechnet, die Meisterschaften des größten Rodeo-Cowboy-Verbandes mehrmals hintereinander zu gewinnen. Seine daraus resultierende Popularität hatte seinen alten Freund Sam Perkins veranlasst, ihn ausfindig zu machen und ihn zu bitten, während der Parade in Sundown als „Grand Marshall“ zu fungieren.

Cutter setzte sich im Sattel zurecht und lächelte den Menschen zu, die die Straße säumten. Er versuchte, nicht an die Wettbewerbe und die Preisgelder zu denken, die er wegen seiner Aufgabe hier verpasste.

„Der halbe Bezirk wird auf den Beinen sein, um dich bei der Parade zu sehen“, hatte Sam ihm prophezeit, als sie sich am Vorabend im „Dusk to Dawn“ getroffen hatten. „Sie wird aber auch riesig.“

Bei einer Einwohnerzahl von vierhundertdreiundsiebzig war die Parade für die kleine Stadt in Montana eine große Sache, vermutete Cutter. Wenn er sich nicht täuschte, war sie vier Häuserblocks lang – ein neuer Rekord, Sam zufolge. Die Beteiligten des Zuges bewegte sich mit unverdrossener Begeisterung die mit rot-weiß-blauen Fähnchen geschmückte Hauptstraße entlang. Eine der Attraktionen war der einundzwanzigköpfige Spielmannszug der Schule.

„Eigentlich wären wir zweiundzwanzig, wenn Billy Capper beim Softball-Turnier gestern nicht eins auf die Nase bekommen hätte“, hatte Snake Gibson, ein alter Cowboy, erklärt, als er sich in der Bar zu Cutter und Sam gesellte. Immerhin hatte Sundowns Mannschaft gegen die aus dem Nachbarort Shueyville gewonnen, und so war Billys Fehlen zu verschmerzen.

Die rot uniformierte Band schlug sich auch ohne ihn tapfer und gab ihr Bestes, deshalb war es Cutter ein wenig peinlich, als er merkte, dass alle Augen auf ihn gerichtet waren.

Fast alle Augen, berichtigte er sich im Stillen, als er sich einer sechs Jahre alten Erinnerung gegenübersah, die eigentlich längst verblasst sein sollte. In dem Moment, als er Peggy Lathrop entdeckte, vergaß Cutter, dass die Sonne vom Himmel brannte und er in seinem grau-schwarz-karierten Hemd schwitzte.

Die Musik der Band, das Gelächter und die Zurufe der Zuschauer wurden für ihn zu Hintergrundgeräuschen, und er reagierte vollkommen automatisch, als sein brauner Wallach wegen eines Luftballons, der sich selbstständig gemacht hatte, scheute. Er nahm nur noch die Frau mit dem kastanienbraunen Haar wahr, die der Parade folgte, seinem Blick jedoch beharrlich auswich.

„Sieht er nicht aus wie ein schnurrender Kater?“

Peggy Lathrop verschränkte ihre Arme vor der Brust und bedachte ihre Freundin Krystal Perkins mit einem flüchtigen Lächeln. „Der Vergleich ist gar nicht so schlecht, aber ‚streunender Kater‘ trifft es eher – das war er schon immer.“

Und er scheint sich kein bisschen verändert zu haben, ergänzte sie im Stillen. Sie beobachtete, wie Cutter Reno der jubelnden Menge von seinem Wallach aus, den ihm die Organisatoren für die Parade zur Verfügung gestellt hatten, zuwinkte. Mit Mühe riss sie ihren Blick von seiner schlanken Gestalt und seinem trägen, verführerischen Lächeln los.

Nein, es schmerzte nicht, ihn wieder zu sehen. Und sie war auch nicht mehr wütend auf ihn. Es wäre für sie jedoch leichter, ihm zu verzeihen, wenn er nicht so genau wüsste, welche Wirkung er auf Frauen hatte. Ebenso genau wusste er, worauf er aus war: mit ihnen schlafen und dann verschwinden.

„Sieh ihn dir bloß mal an“, fuhr Krystal voller Bewunderung fort. „Himmel, was ist er attraktiv.“

Peggy hatte sich bisher bemüht, genau das nicht zu tun. Sie straffte ihre Schultern und warf Krystal einen missbilligenden Blick zu. Deren letzte Bemerkung mochte die Freundin flatterhaft erscheinen lassen, doch sie war die am glücklichsten verheiratete Frau, die Peggy kannte.

„Wenn Sam dich derart von Reno schwärmen hört, wirst du womöglich selbst zur streunenden Katze, die sich einen neuen Platz zum Schlafen suchen muss.“

Lachend schob Krystal ihren zweijährigen Sohn, der ein Eis schleckte, auf ihrer Hüfte höher. „Es ist doch kein Verbrechen, sich die Verpackung anzusehen“, erwiderte sie, während Grant sich mit Eis bekleckerte. „Solange es keinen anderen Mann für mich gibt als den Daddy meines kleinen Lieblings hier.“

Als Grant hörte, dass von seinem Vater die Rede war, probierte er gleich seinen derzeitigen Lieblingssatz aus: „Wo ist Daddy? Wo ist Daddy?“ Seine braunen Augen strahlten.

„Daddy ist auf dem Feuerwehrauto, mein Süßer. Pass auf. Er kommt jetzt bald vorbei. Und bis dahin hat Mom ein Auge auf den ollen streunenden Kater, okay?“

Peggy schnaubte ungehalten. „Sieh zu, dass du eines Tages so wirst wie dein Daddy, Grant.“ Liebevoll tätschelte sie dem Kleinen den Rücken. „Gute Männer wie er sind schwer zu finden.“

Und noch schwerer zu halten, dachte sie, während ihr Blick unbeabsichtigt an Cutter Renos hinreißendem Lächeln hängen blieb.

Peggy erstarrte, als ihre Blicke sich trafen. Das erfreute Aufleuchten in Cutters himmelblauen Augen ging ihr durch und durch – und ihr Herz begann heftig zu klopfen.

Sie riss sich von seinem Anblick los und nahm ihre fünfjährige Tochter fest an die Hand. Dabei sagte sie sich, dass sie keineswegs davonlief. „Komm, Shell. Dort drüben ist Grandpa Jack. Wir wollen ihn mal fragen, ob er einen guten Platz für das Feuerwerk heute Abend gefunden hat.“

„Aber ich will noch die Parade zu Ende sehen“, protestierte Shelby und bewegte sich in ihren abgetragenen roten Cowboystiefelchen keinen Zentimeter von der Stelle.

Peggy sah auf ihre Tochter hinunter. Unter ihrem lavendelfarbenen Cowboyhut lösten sich ein paar blonde Löckchen aus ihren kurzen Zöpfen. Ihr gelber Sommeranzug war genauso mit Eis bekleckert wie Grants Hemd. Von der Hitze und der Aufregung glühte ihr Engelsgesichtchen ganz rosig, und ihre auffallend blauen Augen funkelten, weil sie unbedingt ihren Kopf durchsetzen wollte.

„Ich wette, von Grandpas Schultern aus kannst du viel besser sehen.“

Peggy wusste, dass der Punkt an sie ging, als Shelby schnurstracks zu Jack Lathrop hinüberlief, der mit ein paar Bekannten an einer Hausecke stand.

„Sag Krystal und Grant Auf Wiedersehen“, ermahnte Peggy ihre Tochter.

Ohne sich aufhalten zu lassen, kam Shelby der Aufforderung nach.

Peggy verdrehte die Augen und lächelte ihre Freundin entschuldigend an, doch weil Krystal die Stirn runzelte, verging ihr das Lächeln. „Was ist?“

„Hast du schon entschieden, ob du ihn treffen wirst?“

Peggy starrte auf ihre nackten Füße in den Sandaletten und begutachtete ihre rot lackierten Nägel. Es war zwecklos, verschämt zu tun. Seit Sam, Krystals Mann, der Vorsitzender des Festausschusses war, überglücklich berichtet hatte, dass sein alter Kumpel Cutter Reno die diesjährige Parade anführen werde, hatte Krystal ihr mit dieser Frage in den Ohren gelegen. „Nicht, wenn ich es vermeiden kann.“

Krystals Miene wurde vorwurfsvoll.

„Ich muss los“, sagte Peggy, bevor Krystal ihr ihre Argumente dafür aufzählen konnte, weshalb Peggy mit Cutter reden sollte.

„Okay. Keine weiteren Fragen, zumindest was Cutter betrifft. Aber bleibt es bei deiner Zusage zum Picknick vor dem Feuerwerk heute Abend?“

Peggy kniff ihre Augen zu schmalen Schlitzen zusammen. „Kommt Cutter auch?“

Krystal nickte.

„Dann lasse ich diesen Teil der Party lieber ausfallen, danke.“

„Peggy …“

„Sag es nicht“, fiel Peggy ihr ungehalten ins Wort, doch sofort tat es ihr leid. „Entschuldige. Aber misch dich bitte nicht ein, okay? Ich muss so mit der Sache umgehen, wie ich es für richtig halte.“

Ehe das Gespräch noch weiter aus dem Ruder lief, umarmte sie Krystal kurz und gab Grant ein Küsschen. „Vielleicht sehen wir uns beim Feuerwerk. Danke, dass du heute Morgen auf Shell aufgepasst hast.“

Sorgsam darauf bedacht, den Cowboy hoch zu Ross mit dem schwarzen Hut und den engen Jeans nicht zu beachten, bahnte Peggy sich ihren Weg durch die Menge zu dem Mann hinüber, der Shelby an der Hand hielt, und den sie selbst Daddy und ihre Tochter Grandpa nannte. Dabei sagte sie sich, dass Cutter morgen weg sein und ihr Leben wieder seinen normalen Gang gehen würde, genau wie ihr Herz wieder ganz normal schlagen würde.

Oh Mann, die hübsche Peggy Lathrop, dachte Cutter, als er sie am Straßenrand entlanggehen sah. Sie war immer eine Augenweide gewesen, aber in den letzten sechs Jahren hatte ihre Figur sich noch vervollkommnet. Knallenge abgeschnittene Jeans betonten ihre schlanken Hüften und ihre langen gebräunten Beine. Ein winziges weißes Top mit Spaghetti-Trägern lenkte den Blick automatisch auf ihre unglaublich schönen Brüste. Und zwischen dem Top und dem Bund ihrer Jeansshorts war ab und zu ein wenig nackte Haut zu sehen.

Während sein Pferd im Tempo der anderen dahintrottete, tat Cutter sein Bestes, Peggy nicht aus den Augen zu verlieren. Unter dem geflochtenen Stetson, der ihr Gesicht teilweise beschattete, fiel ihr das seidige...



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