George | Venezianische Verführung | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1819, 160 Seiten

Reihe: Julia

George Venezianische Verführung


1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-276-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1819, 160 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-86349-276-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Noch nie ist Laura einem so faszinierenden Mann wie Domenico Chiesa begegnet. Der charmante Venezianer zeigt ihr die Stadt der Liebe von ihren schönsten Seiten - und erobert dabei Lauras Herz im Sturm! Eine Nacht lang gibt sie sich in Domenicos Armen ganz der Leidenschaft hin, die nur er so wunderbar in ihr zu wecken versteht. Doch schon am nächsten Morgen folgt ein bitteres Erwachen: Domenico ist nicht der Mann, für den er sich ausgegeben hat. Und Lauras Traum von einem Leben an seiner Seite scheint mit einem Schlag zerstört ...



Die öffentliche Bibliothek in ihrem Heimatort nahe der walisischen Grenze war der Ort, an dem Catherine George als Kind in ihrer Freizeit meistens zu finden war. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Mutter, die Catherines Lesehunger förderte. Zu einem Teil ist es sicher ihrer Motivation zu verdanken, dass Catherine George heute eine erfolgreiche Autorin ist. Mit achtzehn Jahren lernte Catherine ihren zukünftigen Mann kennen. Nach der Hochzeit zogen sie nach Brasilien, wo Catherines Mann bei einer großen Minengesellschaft als Chefingenieur angestellt wurde. Die wildromantische Berglandschaft, die sie dort umgab, beeindruckte Catherine nachhaltig. Bis heute lässt sie ihre Romane oft dort spielen. Nach neun glücklichen Jahren in Brasilien entschloss sich die kleine Familie, nach England zurückzugehen, um dem Sohn dort eine gute Schulausbildung zu ermöglichen. Als in England Catherines Tochter geboren wurde, kümmerte sie sich hauptsächlich um ihre Kinder. Besonders, ihnen vorzulesen, liebte sie. Ihr Mann war aus Berufswegen sehr viel verreist - er musste nach West Afrika, Portugal und in den Nahen Osten - während Catherine mit den Kindern in England blieb. In dieser Zeit fühlte sie sich abends oft einsam, bis ihr Mann eines Tages meinte, sie könne doch mal versuchen, einen Roman zu verfassen, statt ständig die Romane zu lesen, die andere geschrieben hatten. Um sich zu diesem Thema fortzubilden, nahm Catherine an einem Kurs für kreatives Schreiben teil. Die positive Kritik der anderen Teilnehme ermutigte sie, und sie beschloss, es mit einer Romance zu versuchen. Sie war überglücklich, als ihr erstes Manuskript prompt von dem englischen Verlag Mills & Boon angenommen wurde und im selben Jahr die Auszeichnung als bester Liebesroman des Jahres erhielt. Seitdem hat sie 54 weitere Romances verfasst, die alle äußerst erfolgreich sind. Ihr Sohn und ihre Tochter sind mittlerweile längst erwachsen. Aber sie kommen ihre Eltern oft besuchen. Catherine, ihr Mann und der Labrador Prince wohnen in einem Haus inmitten eines großen Gartens, malerisch hoch oben auf den Klippen zwischen dem Wye Tal und dem Fluss Severn gelegen.

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1. KAPITEL

Wenigstens ist die Maschine aus London pünktlich, dachte Domenico Chiesa. Hätte ihn jemand anderes als Lorenzo Forli gebeten, die junge Engländerin am Flughafen Marco Polo in Empfang zu nehmen, hätte er den Auftrag abgelehnt.

Ungeduldig beobachtete er die Passagiere, die die Zollkontrolle verließen. Es waren viele junge Frauen mit langen blonden Haaren darunter, aber keine schien allein zu reisen. Endlich sah er eine einzelne Frau, die einen Koffer hinter sich herzog und in seine Richtung eilte. War sie es? Sie trug einen weißen Sonnenhut und eine große Sonnenbrille und war, wie beschrieben, zierlich, jung und blond.

„Miss Green?“, fragte er, während er auf sie zutrat.

„Ja?“ Argwöhnisch blickte sie ihn an.

„Willkommen in Venedig.“ Er deutete eine Verbeugung an. „Ich bin Domenico Chiesa von der Forli-Gruppe. Lorenzo Forli hat mich gebeten, Sie zu begrüßen.“

Laura lächelte überrascht. „Tatsächlich? Wie nett von ihm.“

Und noch netter von mir, dachte er gereizt. „Gehen wir. Sie brauchen ein Ticket für das vaporetto.“ Rasch dirigierte er sie zum Schalter nahe des Ausgangs. „Das Schiff der Linie 1 legt gleich ab.“ Er kaufte einen Fahrschein und reichte ihn ihr zusammen mit einer Zeichnung, die den Weg vom Markusplatz zu ihrem Hotel zeigte. „Die Skizze wird Ihnen helfen, das Hotel Locanda Verona zu finden, Miss Green.“

Höflich lächelte sie ihn an. „Vielen Dank. Goodbye.“

„Es tut mir leid, dass …“, begann er, aber sie hastete schon zum Kai. Missmutig sah er hinter ihr her. Er hatte ihr erklären wollen, dass er keine Zeit hatte, sie zu begleiten, doch offenbar legte sie auch keinen Wert darauf.

Seine Stimmung war miserabel, als sie in ein Wassertaxi stieg. Um die junge Frau hier zu erwarten, hatte er eine problematische Situation im Hotel nicht klären können. Dennoch hatte er sich persönlich herbemüht. Er hatte pflichtschuldigst dafür gesorgt, dass sie das richtige vaporetto nahm und zu ihrer Unterkunft fand, die er selbst für sie gesucht hatte. Trotzdem hatte ihre Dankbarkeit einzig und allein Lorenzo gegolten, der lediglich die Anweisungen aus der Zentrale in Florenz gegeben hatte. Ihn, Domenico, hatte sie praktisch ignoriert.

Laura war sich nicht bewusst, dass sie den freundlichen Angestellten gekränkt hatte. Wie aufmerksam von Lorenzo, nicht nur ihre Reise nach Venedig zu arrangieren, sondern auch jemanden zu schicken, der sie willkommen hieß! Sie genoss die Fahrt durch die Lagune und bewunderte auf dem Canal Grande die alten Bauten, die sich teils gegenseitig zu stützen schienen.

Als sie den berühmten Campanile auf dem Markusplatz in der Ferne erblickte, wurde sie noch aufgeregter. Sie gehörte zu den Ersten, die das Schiff verließen und auf der Piazetta die Granitsäule mit dem Löwen passierten. Voller Ehrfurcht betrachtete sie die Markuskirche und konnte es kaum erwarten, die Stadt zu erkunden. Aber zunächst musste sie die Locanda Verona finden.

Sie hatte in der Schule zwar ein bisschen Italienisch gelernt, jedoch ihre Sprachkenntnisse nie wirklich in der Praxis erprobt. Selbst wenn es ihr gelänge, sich nach dem Weg zu erkundigen, würde sie die Antwort mit Sicherheit nicht verstehen. Also holte sie die Skizze hervor, die ihr der kurz angebundene Mr. Chiesa gegeben hatte, studierte sie und überquerte dann den Markusplatz.

Sie ging unter dem Torbogen des Torre dell’Orologio hindurch, von dessen Dach über der großen Uhr zwei Mohren die Stunde schlagen, und betrat die Merceria, Venedigs bekannte Einkaufsstraße. Der Beschreibung zufolge sollte das Hotel irgendwo hier in einer der vielen Gassen liegen, von denen aus immer wieder unzählige Brücken über die Kanäle führten. Nachdem sie nur zweimal falsch abgebogen war, zog sie ihren Koffer schließlich über die richtige Brücke und landete unmittelbar vor der Tür der Locanda Verona.

Es war ein kleines Gästehaus, in dessen Foyer sie nach der spätnachmittäglichen Hitze draußen eine angenehme Kühle empfing. Lächelnd eilte ihr eine hübsche Frau entgegen, die sich ihr auf Englisch als Maddalena Rossi, Ehefrau des Besitzers, vorstellte. Und nachdem die Formalitäten erledigt waren, geleitete die Italienerin sie zu ihrem Zimmer in der obersten Etage.

„Es ist nicht groß, hat dafür aber ein eigenes Bad“, erklärte sie, während sie die Tür aufschloss. „Ich hoffe, Sie fühlen sich hier wohl.“

Laura ließ den Blick durch den Raum mit der gewölbten Holzdecke schweifen. „Das werde ich ganz bestimmt.“

Schwungvoll öffnete die Signora zwei schmale, in der oberen Hälfte verglaste Türen, die auf eine kleine Dachterrasse hinausgingen. „Und dies ist Ihre Aussicht.“

Laura atmete tief ein, als sie nach unten auf die malerischen Häuser entlang des Kanals sah. „Wie traumhaft schön.“

Maddalena schaute zufrieden. „Wie ich bereits erwähnte, servieren wir keine Mahlzeiten. Doch gibt es viele Lokale und Bars in der Nähe. Fragen Sie einfach an der Rezeption.“

Nachdem Laura ihre Mutter angerufen hatte, um ihr zu sagen, dass sie gut angekommen war, packte sie ihre Sachen aus. Anschließend duschte sie, brachte die Haare mit Föhn und Bürste in Form, schminkte sich und schlüpfte in ein schlichtes schwarzes Kleid.

Beschwingt trat sie wenig später hinaus in den warmen Sommerabend und schlenderte zurück zum Markusplatz. Ihr Ziel war das berühmte Café Florian. Dort spielte eine Hauskapelle, der man bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein lauschen konnte. Zur Feier ihrer Ankunft würde sie sich heute auch einen kleinen Imbiss gönnen, egal, wie viel sie dafür bezahlen musste.

Ein Kellner führte sie zu einem Tisch, der genau in der richtigen Entfernung zu der berankten Laube lag, in der die Musiker saßen. Nachdem sie in ihrem besten Schulitalienisch ein Mineralwasser sowie ein Käse-Schinken-Sandwich bestellt hatte, genoss sie die Atmosphäre und lauschte auf das Gemurmel der vielen Stimmen und Sprachen. Versonnen beobachtete sie das Geschehen um sie herum, während sie sich alle Zeit der Welt ließ, ihr tramezzino zu verspeisen.

Buona sera, Miss Green.“

Die dunkel klingende Stimme riss sie aus ihrer Versunkenheit. Laura wandte den Kopf und sah Domenico neben sich stehen. „Guten Abend.“ Überrascht lächelte sie ihn an, und er lächelte charmant zurück, ohne auch nur eine Spur jener Ungeduld zu zeigen, die er am Flughafen ausgestrahlt hatte.

„Signora Rossi hat mir erzählt, Sie seien hier. Ist das Gästehaus zu Ihrer Zufriedenheit?“

„Ja, sehr.“ Jetzt hatte sie die Muße, ihn genau zu betrachten. Er war ein Bild von einem Mann, hatte breite Schultern, schmale Hüften und wellige schwarze Haare, die so perfekt geschnitten waren wie sein eleganter Anzug. Die Augen, die nun nicht mehr hinter einer Sonnenbrille verborgen waren, leuchteten aquamarinblau. Er blickte sie auf eine Weise an, die ihr verriet, dass er sich seiner Wirkung voll bewusst war. „Ich war so beschäftigt, das Treiben auf der Piazza zu verfolgen, dass ich Ihr Kommen nicht bemerkt habe.“

„Ich habe Sie aus Ihrer Ruhe aufgeschreckt. Darf ich Sie zur Wiedergutmachung zu einem Kaffee oder Wein einladen?“

Warum nicht, dachte sie nach einem Moment des Zögerns. „Vielen Dank. Ich hätte gern einen caffè macchiato.“

„Sie haben einen bezaubernden Akzent.“ Er winkte einen Kellner herbei, bestellte und deutete auf den freien Stuhl neben ihr. „Permesso?“

„Natürlich.“

„Wie ist Ihr erster Eindruck von meiner Stadt?“

„Ich habe schon viele Bilder von Venedig in Büchern und im Fernsehen gesehen, aber tatsächlich hier zu sein, ist atemberaubend.“ Sie trank einen Schluck von dem Kaffee, den der Ober ihnen gerade serviert hatte.

„Das freut mich zu hören.“

„Eine Freundin hat mir geraten, ich solle als Erstes ins Café Florian gehen, Signor Chiesa.“

„Ein guter Ratschlag.“ Er lächelte sie an. „Nennen Sie mich doch bitte Domenico.“

„Und ich heiße Laura.“

„Und, Laura, was haben Sie für morgen geplant?“

„Ich will einfach nur durch Ihre herrliche Stadt bummeln.“ Sie stellte die leere Tasse zurück.

„Möchten Sie noch einen Kaffee?“

„Er war köstlich. Aber nein, danke.“

„Dann lassen Sie uns ein Glas Prosecco trinken.“

Auch diese freundliche Einladung konnte sie unmöglich ablehnen. Außerdem handelte er wahrscheinlich auf Anweisung. Ihre Freundin Fen hatte ihr erzählt, dass Lorenzo einen kleinen Angestellten beauftragen würde, eine Unterkunft für sie zu suchen. Allerdings wirkte dieser Domenico keineswegs wie ein kleiner Angestellter.

„Salute!“ Er prostete ihr zu, sobald der Kellner den Prosecco serviert hatte. „Kennen Sie Signor Forli gut?“

„Ich bin ihm nur ein paar Mal bei meiner Freundin Fenella Dysart begegnet. Er ist mit ihrer Schwester verheiratet.“ Laura nippte an ihrem Glas. „Wohnen Sie hier in Venedig?“

„Schon mein ganzes Leben lang. Und woher kommen Sie?“

„Mein Zuhause liegt in Gloucestershire, doch ich arbeite und wohne in London.“

„Und was machen Sie beruflich?“, fragte er und hörte ihr aufmerksam zu, während sie ihm kurz ihren Job als Bankanalystin beschrieb. „Ich bin beeindruckt“, meinte er schließlich, trank aus und erhob sich mit einem...



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