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Buch, Deutsch, 262 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 442 g
Joshua
Buch, Deutsch, 262 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 442 g
ISBN: 978-3-86975-207-5
Verlag: Praxiswissen Service
Die fortschreitende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft führt zu einem drastischen Anstieg der verfügbaren Mengen an Daten. Gleichzeitig sind die ständig besser werdenden Datenanalysetechniken die Werkzeuge, die für die Nutzung dieser Datenmengen erforderlich sind und das Potenzial für interne Optimierungen, die Anpassung bestehender Produktangebote sowie die Schaffung völlig neuer Geschäftsmodelle eröffnen. Insbesondere für Industrieunternehmen besteht jedoch die Herausforderung, dass die für fortgeschrittene Analysen (z. B. maschinelles Lernen) notwendigen Daten oft außerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen entstehen. Vor diesem Hintergrund ist eine Ausweitung datengetriebener Innovation und wirtschaftlicher Wertschöpfung über organisatorische Grenzen einzelner Unternehmen hinweg zu beobachten. In der digitalen Geschäftswelt werden zunehmend verschiedene Datenquellen aus unterschiedlichen Organisationen erschlossen und in branchenübergreifenden, sozio-technischen Netzwerken, sogenannten Datenökosystemen, geteilt und gemeinsam genutzt.
Trotz dieses wachsenden Interesses und der zunehmenden Bedeutung in Praxis und Forschung zögern viele Unternehmen noch immer, ihre Daten mit anderen Unternehmen in Datenökosystemen zu teilen. Ein Grund dafür ist, dass Datenökosysteme im Allgemeinen noch nicht gut erforscht und verstanden sind, was zu einem Mangel an akzeptierten Definitionen und Theorien führt, z. B. für den Aufbau neuer Datenökosysteme oder die Entwicklung von Geschäftsmodellen in bestehenden. Insbesondere das fehlende Wissen über konkrete Vorteile und Anreizmechanismen des organisationsübergreifenden Datenaustauschs wird von Forschern und Praktikern als eines der Haupthindernisse genannt, warum Organisationen derzeit nicht motiviert sind, sich an Datenökosystemen zu beteiligen.
Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel dieser Dissertation darin, das Phänomen der Datenökosysteme im Allgemeinen näher zu erforschen und insbesondere ihre Rolle im industriellen Umfeld zu ergründen. Darauf aufbauend wird untersucht, wie Anreizmechanismen gestaltet werden können, um Unternehmen zu motivieren, ihre Daten anderen Akteuren in industriellen Datenökosystemen zur Verfügung zu stellen.
Die Zielgruppe dieser Arbeit sind Wissenschaftler und Praktiker, die sich mit Datenökosystemen und Anreizmechanismen für das Teilen von Daten beschäftigen. Zum einen erhalten sie einen Forschungsbeitrag für das noch wenig erforschte Gebiet der Datenökosysteme aus der Perspektive der Wirtschaftsinformatik. Zum anderen werden Praktikern Wege aufgezeigt, wie sie und ihr Unternehmen Daten in Datenökosystemen teilen und gemeinsam nutzen können, um Mehrwerte und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.




