Gates | Wenn ein Märchenprinz heiraten will ... | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1570, 160 Seiten

Reihe: Baccara

Gates Wenn ein Märchenprinz heiraten will ...


1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-533-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1570, 160 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86295-533-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Für sein Land nimmt Prinz Shehab vieles in Kauf, sogar die Ehe mit der Königstochter Farah Beaumont ... auch wenn er sie noch nie gesehen hat. Auf einem Kostümball will er die angebliche Femme fatale kennenlernen. Doch ein Glas fällt klirrend zu Boden, Shehab dreht sich um - und gerät völlig aus dem Konzept! Heißes Verlangen rauscht durch seinen Körper. Diese Traumfrau soll mit Männern nur spielen? Sie wirkt so unschuldig und doch so verführerisch ... Als er sie auf seine Insel entführt, gibt Shehab seine wahre Identität vorsichtshalber nicht preis. Und er bereut es bitter!



Olivia Gates war Sängerin, Malerin, Modedesignerin, Ehefrau, Mutter - oh und auch Ärztin. Sie ist immer noch all das, auch wenn das Singen, Designen und Malen etwas in den Hintergrund getreten ist, während ihre Fähigkeiten als Ehefrau, Mutter und Ärztin in den Vordergrund gerückt sind. Sie fragen sich jetzt bestimmt - uhh, was ist mit dem Schreiben? Ja, sie hat auch immer geschrieben, zugegebenermaßen weniger als sie mit der Rennerei der oben genannten Dinge beschäftigt war. Irgendwie dachte sie nie daran, dass Schreiben eine Karriereoption sei. Dann mit dem Erwerb ihres ersten Computers 2001 (Ja ein bisschen der Zeit hinterher, aber sie zieht es vor, dies ein 'Millenium Update!' zu nennen) und ihrer Einführung in den Cyberspace, fand sie eHarlequin.com und entdeckte, dass die Verleger der Bücher mit denen sie aufgewachsen war und die sie verschlungen hatte auf der Suche nach Manuskripten von Autorenneulingen waren. Eine unbeirrte Schaffensorgie mit unzähligen Einreichungen (95% von denen waren naiv und ahnungslos, bis sie das wirklich harte Geschäft des Schreibens kennenlernte!) und zwei Jahre später, verkaufte sie ihr erstes Buch Doctors on the Frontline an Harlequin Liebesarztromane. Der Tag, an dem Sie einen persönlichen Anruf von ihrem Redakteur während ihrer ersten Autoren Konferenz mit ihren Schriftstellerfreunden und Idolen, die einzigen die wirklich nachvollziehen konnten, was dieser Erfolg für sie bedeutete erhielt, nimmt noch immer einen Ehrenplatz als ihr aufregendster Tag in ihrem Leben ein! Seit Juli 2003, war es eine Achterbahnfahrt aus Geschäftigkeit und Schaffensdrang, da sie jetzt eine Vollzeit Ärztin und Autorin ist. (Fragt nicht wie sie das meistert!) Das lustige (und eigenartige) daran ist, dass seitdem Olivia das Buch verkauft hat, sie nie mehr daran dachte einen Arztroman zu schreiben. Jetzt haben all ihre Bücher einen waghalsigen, sich für Schwache engagierenden Held oder Heldin, welche in einer unnachgiebigen Art und Weise mit dem Feuer spielen und in ausweglosen Situationen Menschen in Not helfen, während sie selbst noch mit dem Tumult in ihrem eigenen Leben voll von überschäumender Leidenschaft zu kämpfen haben. Olivia lebt mit ihrem Ehemann, einer liebenswerten Tochter und ihrer weißen Angora Katze zusammen. Ihr Ehemann ist ihr Berater und ihr treuester Fan zugleich. Ihre Tochter sprüht nur so vor verrückten Ideen, wie dieser, dass ein Arzt barfuss über einen warmen Regenbogen zu seinen Patienten läuft. Wegen einer ...

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1. KAPITEL

Heiß wie die Hölle, kalt wie das Grab.

Diese Redensart seines Heimatlandes ging Shehab nicht aus dem Kopf. Er sah sich im Festsaal um, wo sich die Gäste während des Kostümballs amüsierten.

Immer noch keine Spur von der Frau, auf die er wartete.

Das Orchester spielte Mozart, aber ihm ging immer nur dieser Spruch durch den Kopf: Heiß wie die Hölle, kalt wie das Grab.

Irgendjemand hatte irgendwann noch hinzugefügt: „Unersättlich wie der Tod.“

All das sollte auf die Frau zutreffen, die er immer noch nicht persönlich kannte.

Beschreibungen, die sich fast wie Adelstitel anhörten. Wie die Adelstitel, die er von Geburt an trug. Scheich Al Masud. Königliche Hoheit. Und jetzt sogar: Ihre Hoheit, der Kronprinz.

Ihre Attribute, so hieß es, hatte die Frau sich allerdings redlich verdient.

Und von Shehab wurde erwartet, dass er sie heiratete.

Und man erwartete es nicht nur von ihm, er würde es auch tun. Er musste es tun.

Alles in ihm zog sich zusammen. Er biss die Zähne zusammen.

Ya Ullah. Mittlerweile hätte er sich mit seiner Lage abfinden müssen. Immerhin war es inzwischen über einen Monat her, dass sein Schicksal besiegelt worden war, um Judars Thron zu sichern.

Manchmal hasste er Carmen geradezu, die Frau, die sein Bruder über alles liebte und der zuliebe Faruq seinen Anspruch auf den Thron aufgegeben hatte. Nun lag die Last auf seinen, Shehabs, Schultern.

Eigentlich hatte er das immer als das Schlimmste empfunden: eine arrangierte Ehe, eine Zwangsheirat aus Gründen der Staatsräson. Trotzdem hätte er sich noch damit abfinden können, wenn die ihm zugedachte Braut wenigstens akzeptabel erschienen wäre.

Aber Farah Beaumont, die uneheliche Tochter von König Atef Al Shalaan, war alles andere als das. Nicht weil sie unehelich geboren war. Und auch nicht, weil sie sich geweigert hatte, ihr Erbe anzuerkennen und den Frieden zu bewahren. Für Ersteres konnte sie nichts, und über das Zweite hätte sie ihre Meinung ja noch ändern können. Vielleicht war ihr Nein nur eine Kurzschlussreaktion gewesen, weil sie so überraschend ihre wahre Herkunft erfahren hatte und nicht sofort mit den damit verbundenen Verpflichtungen zurechtkam.

Nein, das waren nicht die Gründe, die Farah Beaumont inakzeptabel machten. Übrigens ein schlauer Schachzug ihrer Mutter, sie Farah zu nennen – ein arabischer Name, der aber auch im Westen in Mode war. Was Farah in Shehabs Augen so widerwärtig, so abstoßend machte, war etwas anderes: ihr Lebenswandel.

Sie war schon reich geboren worden; der französische Multimillionär, den ihre Mutter geheiratet hatte, hatte sie adoptiert. Doch nach seinem Tod war sein Vermögen verloren gegangen. Und seitdem hatte Farah alles getan, um wieder nach oben zu kommen. Sie erreichte ihr Ziel, indem sie die rechte Hand und Geliebte des mächtigen Geschäftsmannes Bill Hanson wurde – eines verheirateten Mannes, der fast alt genug war, um ihr Großvater zu sein.

Nach ihren Handlungen zu urteilen – und nach allem, was die Leute über sie sagten –, war Farah Beaumont eine kalte, männerverschlingende, verdorbene Person.

Aber das änderte nichts daran, dass man sie brauchte, um dem Land Judar und der gesamten Region den Frieden zu sichern. Doch sie hatte es abgelehnt, ihre Pflicht zu tun. Einfach so. Knallhart.

Nun musste er seine Pflicht tun. Und die bestand darin, sie umzustimmen.

Er erwiderte, so freundlich es eben ging, die Blicke eines Paares, das als Marie Antoinette und Louis XVI verkleidet war.

Er selbst war wie ein Tuareg-Krieger angezogen. Shehab hatte gehofft, in dieser Verkleidung möglichst unauffällig zu wirken, doch das Gegenteil schien der Fall zu sein. Wenigstens konnte er unter dem Gesichtsschleier nicht erkannt werden, was ein Risiko dargestellt hätte. Deshalb war die Feier auch als Maskenball geplant worden.

Er atmete tief durch, um die innere Anspannung abzubauen. Sein Atem schlug ihm durch den Schleier entgegen, der sein Gesicht von der Nase abwärts bedeckte. Dann wandte er sich um, bevor ihm das Paar ein Gespräch aufzwingen konnte. Dabei stieß Shehab mit einer großen Frau zusammen, die als Irma la Douce verkleidet war, das Freudenmädchen aus dem berühmten Musical und dem gleichnamigen Hollywoodfilm. Die Unbekannte klimperte verführerisch mit den Wimpern, eine Anmache, die ihm nicht fremd war. Bevor sie ihre Charme-Attacke fortsetzen konnte, murmelte er ein paar Worte, mit denen er ihr klarmachte, dass er lieber allein sein wollte.

Als die Prostituierte mit dem Herzen aus Gold sich sichtlich enttäuscht davonmachte, seufzte er. Die Leute sollten ihn einfach nur in Ruhe lassen. Obwohl er die gesamte Feier finanziert hatte, hatte er niemanden aus seinem näheren Bekanntenkreis eingeladen, niemanden, den er wirklich mochte und respektierte. Stattdessen waren die Einladungen an Leute gegangen, die er entweder kaum kannte oder die ihm nichts bedeuteten. Es sollte eine Kulisse von Personen sein, die strikt im Hintergrund blieb. Denn er war nur aus einem einzigen Grund hier: um die Aufmerksamkeit von Farah Beaumont zu erlangen.

Wenn sie denn endlich erscheinen würde.

Plötzlich hörte er hinter sich aufgeregtes Gemurmel.

So beiläufig wie möglich drehte Shehab sich um. Das Getuschel galt einer Gestalt, die soeben den Ballsaal betreten hatte.

Dann sah er sie und verlor fast die Fassung. Er nahm nichts mehr wahr außer dieser Frau im grünen Kleid, die einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht entstiegen schien.

Das war … sie?

Er blinzelte, als ob er aus einer Trance erwachte.

Was für eine Frage! Natürlich war sie es. Er hatte sich ja extra jede Menge Fotos von ihr an die Wand geheftet, um sich auf seine Aktion vorzubereiten. Auf mehreren dieser Bilder umarmte sie ihren steinalten „Gönner“, und das in einer Weise, die keinen Zweifel über die Art dieser Beziehung aufkommen ließ. Oh ja, er wusste genau, wie sie aussah.

Das hatte er zumindest gedacht. Doch jetzt, da er sie in Fleisch und Blut sah, wirkte sie doch ganz anders. Sie war … viel mehr, als die Fotos wiedergeben konnten.

Nein, die Fotos hatten die hundert bronzenen Farbschattierungen ihres seidigen Haars nicht zeigen können, weder ihre cremefarbene Haut, noch die Tiefe und Ausdrucksstärke ihrer Augen. Ihre Augen waren grün, das war auf den Bildern zu sehen gewesen, aber selbst auf diese Entfernung erkannte Shehab jetzt, wie unglaublich grün die Augen tatsächlich waren, so grün wie duftige Sommerwiesen. Ihr Gesicht war unvergleichlich, und eine magische, ihr wohl angeborene Aura des Geheimnisvollen umgab sie.

Auf den Fotos hatte sie gut ausgesehen. Doch in natura war sie … einfach atemberaubend.

Er blinzelte wieder. Lass dich bloß nicht beeindrucken, dache er. Sie mag aussehen wie eine Göttin, aber in Wahrheit ist sie eine selbstsüchtige, geldgierige, skrupellose Person. Sie stellt ihren Luxuskörper dem höchsten Bieter zur Verfügung. Ja, so eine ist sie!

Sie stolzierte durch den Ballsaal. Alle Blicke waren auf sie gerichtet, aber das schien ihr völlig gleichgültig zu sein. Sie stellte ihre Eiseskälte zur Schau, von der er schon so viel gehört hatte.

Oder war es doch etwas anderes?

Bei näherem Hinsehen war es doch keine Arroganz, keine Geringschätzung. Es war etwas, das er nur zu gut kannte – von sich selbst. Der Wunsch nach Einsamkeit, das Bestreben, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten. Shehab wusste ja, wie es war, stets im Mittelpunkt zu stehen, auch wenn man es gar nicht wollte – und zu wissen, dass man dieser Falle niemals entrinnen könnte.

Jetzt fange ich schon wieder damit an, dachte er. Ich suche nach menschlichen Zügen bei einer Frau, die tatenlos zusieht, wie ein wohlhabendes Königreich im Chaos versinkt, obwohl sie es verhindern könnte. Und nicht nur das, ich entdecke sogar eine gewisse Seelenverwandtschaft zwischen uns!

Genug davon, sagte er sich. Es ist an der Zeit loszulegen. Das wird alles sehr unschön, und wenn ich keinen Ausweg finde, wird es auf Dauer auch so bleiben. Warum das Unvermeidliche noch länger hinauszögen?

Er gab den Kellnern ein Zeichen.

Mit langen Schritten ging er los, er wollte Farah auf ihrem Weg zur Terrasse abfangen.

Doch kurz bevor er sie erreicht hatte, blieb er stehen. Er sah sie an, archaische Urbedürfnisse erwachten in ihm, und er vergaß alles, was er hatte sagen wollen.

E’lal jaheem. Verdammt, warum wich er plötzlich von seinem ursprünglichen Plan ab?

Ihre Blicke trafen sich. Und dann sah er es in der unergründlichen Tiefe ihrer Augen. Sie hatte ihn wahrgenommen und war von ihm offenbar ebenso beeindruckt wie er von ihr.

Ein wohliges Gefühl breitete sich in ihm aus. Die Eiskönigin war für seine Präsenz also durchaus empfänglich!

Bei ihrem Ruf hatte er befürchtet, sie wäre vielleicht die Ausnahme, würde ihn im Gegensatz zu allen anderen Frauen nicht sofort anziehend finden, sodass er sich richtig Mühe geben müsste. Aber ihr Ruf als Eiskönigin rührte vielleicht daher, dass sie vorher noch keinem Mann begegnet war, der das Zeug dazu hatte, sie auf den ersten Blick zu beeindrucken.

Nun war sie ihm begegnet.

Vielleicht hatte er damit schon gewonnen. Vielleicht würde sie bereitwillig einlenken, wenn sie erfuhr, dass er der ihr zugedachte Ehemann war. Sie würde ja nur einen milliardenschweren Geschäftsmann gegen den anderen eintauschen. Und als Dreingabe würde sie seine unbestreitbaren Fähigkeiten im Bett bekommen, etwas,...



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