Garrod | All I want for Christmas | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 416 Seiten

Garrod All I want for Christmas


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-641-29446-5
Verlag: cbt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 416 Seiten

ISBN: 978-3-641-29446-5
Verlag: cbt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die zauberhafteste romantische Weihnachtskomödie aller Zeiten!

Holly lebt in einem kleinen Dorf in England und LIEBT Weihnachten. Und dieses Weihnachten wird definitiv das ultimativ beste aller Zeiten werden! Doch als ihre Mum sich entschließt, ihr Haus zu verkaufen und ihr Freund unterm Mistelzweig eine andere küsst, zerbröseln Hollys Pläne wie verbrannte Weihnachtsplätzchen.
Elle lebt in den USA und ihre Eltern betreiben einen Weihnachtsdekorationsservice. Davon lässt Elle sich inspirieren, als sie sich auf eine Blog-Challenge einlässt. Denn was würde ihr wohl mehr neue Follower verschaffen, als die Aussicht, sie beim Familientausch mit einem Mädchen aus einem idyllisch verschneiten britischen Dörfchen zu begleiten? Also tauschen die beiden Mädchen kurzerhand die Leben und suchen in der Ferne das, was ganz oben auf ihrer Wunschliste steht: die Liebe!
Eine turbulente und herzerwärmende Weihnachtsromanze für alle Fans von »To All The Boys I’ve Loved Before« und »The Kissing Booth«.
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Kapitel
Eins


Elle


Moment, wer hätte geahnt, dass wir hier einen Profi am Werk haben? @OneElleOfATime  – wie viel verlangst du dafür, um mir meine auch so zu machen?!

Die Präsentation meiner Schneeflocken-Nägel war also gut gelaufen. Schon irre, was so ein bisschen gut platziertes Tipp-Ex bewirken kann. Ich werde Foto-Filtern und You-Tube-Tutorials stets dankbar sein.

Ich fläzte mich gegen den lebensgroßen Nikolaus, den ich als Rückenlehne verwendete, und antwortete.

Für dich?! Umsonst. Nächstes Mal, wenn du in New Jersey bist, schnei in meinen DM s vorbei .

Das war ernst gemeint. Ich liebte , obwohl wir uns nie getroffen hatten. Und nie treffen hatte durchaus seine Vorteile – hätte sie meine Nägel gesehen, hätte sie auch kapiert, wie verkorkst sie in echt sind. Ein bisschen so wie ich.

Es konnte nämlich gar nicht sein, das Wochenende auf der Ladefläche des elterlichen Kleintransporters zu verbringen, der im besten Viertel der Stadt parkt, mit seit zwei Tagen nicht gewaschenem Haar, und buchstäblich über den Mathehausaufgaben ins Schwitzen zu geraten.

Darüber hinaus hatten wir in dieser irren Luxusvillen-Straße unseren Auftrag – den ersten der Saison. Was nur logisch war. Es sind die mit den größten Häusern, die ihre Weihnachtsdeko und – beleuchtung als Erste hängen haben wollen. Mom meinte, dass diese Familien über die Feiertage meist nicht mal zu Hause wären – sie wollten nur sichergehen, dass niemand sonst in der Nachbarschaft die beste Deko abbekam. Das nennt sich wohl der wahre Geist von Weihnachten.

Die Villa, die meine Familie gerade förmlich mit Weihnachtsdekoration überflutete, war eine Kreuzung zwischen dem Weißen Haus und … einer noch größeren Ausgabe vom Weißen Haus.

Trotzdem war ich nicht hier, um zu schmücken. Ich war hier, um diesen Mathekram zu lösen.

Ob man es mir wohl als Fehler anrechnen würde, wenn ich einfach »Frag Google« hinschreibe?

Ich wandte mich wieder meinen Benachrichtigungen zu.

Meeeeega. Hab noch einen halben Kürbis und einen abblätternden Totenkopf auf meinen Nägeln kleben. Willst du tauschen?

Ich antwortete.

Halb runtergekaut ist auch ein Look!

Die Wahrheit war, dass ich meine Nägel erst gestern Nacht fertig lackiert hatte, und halb runtergekaut war schon mein neuer Look. Aber um Wahrheit geht es im Internet ja nicht unbedingt. Trotzdem hatte der Post seinen Zweck erfüllt: 23 132 Follower. Genial. Endlich bekam ich meine Zahlen wieder auf das Level meines alten Accounts.

Und, was noch viel genialer war, ich hatte gerade erst ein und ein von bekommen. Er hatte 125k Follower und war das, was in dieser Stadt einem Promi am nächsten kam. Obwohl ich zur Abwechslung gerne mal gesehen hätte, wie er T-Shirt aussieht. Den Kommentar behielt ich aber für mich und folgte ihm auch. Ich fragte mich, woher er überhaupt von meiner Existenz wusste? Ich selbst kannte ihn, weil er mit meinem Bruder im örtlichen Alpine-Peaks-Basketballteam war. Oh, und ein Mädchen aus meiner Klasse hatte in ihrem Schließfach ein Poster von ihm hängen, zu dem ich gleich einen Fragen hatte. Vor allem anderen: Hat er die Dinger etwa selbst drucken lassen?

Nick streckte den Kopf durch die Tür des Vans. »Willst du auch helfen … oder hockst du nur da rum?«

»Ich bleib hocken. Nun ja …« Ich kramte nach einem Buch und hielt es hoch. »Das nennt sich Hausaufgaben.«

»Oh, ach so …« Er legte sich einen Finger auf die Lippen. »Ich könnte , ich hätte dich gerade was unter posten sehen?«

Dabei folgte er mir nicht mal, er schaute nur gelegentlich rein, damit er mich damit aufziehen konnte.

Ich schenkte ihm ein zuckersüßes Lächeln. »Gern geschehen.« Falls er glaubte, sich wie ein zusätzliches Elternteil aufzuführen, würde mich davon abhalten, hatte er sich geschnitten. »Vergiss nicht, es zu liken, okay?«

Er verdrehte die Augen, schwang sich ein riesiges Styropor-Rentier über die Schulter und spazierte von dannen. Normalerweise hätte ich ja gelacht beim Anblick eines Ein-Meter-achtzig-Typen, der versucht, beleidigt davonzustapfen, während die Hufe eines grinsenden Rentiers gegen seine Rippen schlagen, aber irgendwie lief es mit meinem Bruder in letzter Zeit etwas schräg. Schräger noch, als selbst inmitten einer künstlichen Rentierherde zu hocken, wie ich es grade tat. Richtig krass schräg.

Irgendwas war bei ihm im Busch. Das wusste ich einfach. Eigentlich ging das schon los, kurz bevor wir Nashton verließen. Wir waren mal richtig eng miteinander, aber irgendwann fing er an, ständig zu verschwinden. Und immer wenn ich ihn fragte, was los war oder wohin er ging, ließ er mich auflaufen. Was auch der Grund war, warum ich ihm nicht erzählt hatte, was wirklich mit meinem alten Account und mit Clara passiert war … nicht, dass ich es überhaupt erzählt hätte. Wen hatte ich denn überhaupt noch, um was zu erzählen? Den Plastik-Nikolaus?

Für Nick war das Leben so einfach – abgesehen von den geprellten Rippen vielleicht. Als wir herzogen, war er direkt wieder in seine Rolle als Perfect Nick verfallen: Er fand Freunde, schrieb sich bei diversen Sportteams ein, gründete sogar eine neue Band. Während ich … nichts hatte. Nur Mum und Dad, die ständig besorgt waren, weil ich die ganze Zeit in meinem Zimmer herumhockte, und sich Vorwürfe machten, weil es vielleicht eine schlechte Entscheidung gewesen war herzuziehen. Was wiederum das hohe Risiko barg, dass sie beschlossen, umzuziehen. Nick wich ihren permanenten Fragen aus, indem er immer schnell zum Basketballtraining oder einer dringenden Bandprobe im »Playground« verschwand, dem schäbigen Musikstudio von Blake. Er war eben ein Genie. Womit nur ich übrig blieb als Ziel elterlicher Fürsorgebestrebungen. Und das war der Punkt gewesen, an dem ich den Entschluss fasste: Obwohl mein letzter Account in einem Desaster endete, würde ich dieses Mal dafür sorgen, dass mein neuer funktionierte. Um allen zu zeigen, dass ich klarkam.

Also war ich mit an den Start gegangen, und die Bemühungen der letzten Monate zahlten sich bereits aus. Ich hatte allen meinen alten Followern, die zurückgekehrt waren, mitgeteilt, dass ich eine »kreative Pause« eingelegt hatte. Was um einiges besser klang als: »Oh, wisst ihr, mein Leben war nur noch eine einzige Vollkatastrophe, und zu allem Überfluss sind wir in das ödeste Kaff der USA gezogen.«

Aber ich musste meinen treuen Fans irgendwie versichern, dass Kanal dauerhaft bleiben würde – also hatte ich vor einiger Zeit einen Post abgesetzt, um zu verkünden, dass ich bis Ende des Jahres die 30k-Follower-Marke knacken würde. Selbst Mom und Dad schienen beeindruckt und hatten aufgehört, mich zu löchern, ob mit mir alles okay sei.

»Elly?«

 – ich warf mein Handy beiseite und versuchte auszusehen, als würde ich über kniffligen mathematischen Problemen grübeln. Mom warf ein paar leere Kartons über meinen Kopf. »Nick meinte, du seist fertig mit den Hausaufgaben. Willst du uns zur Hand gehen?«

Tja, das war jetzt auch knifflig. Wenn ich sagte, dass ich immer noch null vorangekommen war, würde Mom wegen der Hausaufgabe stressen – wenn sie also Hilfe benötigte, sollte ich vielleicht so tun, als wäre ich damit fertig, und sie heute Abend heimlich im Bett erledigen.

»Beinhaltet das auch, überdimensionierte Säugetiere durch die Gegend zu tragen?« Ich grinste und klappte mein Buch zu. »Ich habe mir nämlich einen schlimmen Hexenschuss zugezogen und gesagt bekommen, ich soll nichts mit Hufen tragen.«

Mom schmunzelte und hob eine riesige Kiste hoch, als würde sie nicht eine Tonne wiegen und als würde sie nicht 7-cm-Absätze tragen sowie eine Jeans, die nicht zum Bücken gemacht worden war.

Kein Wunder, dass die Leute manchmal fragten, ob wir Schwestern seien; es war, als hätte der Alterungsprozess bei ihr einfach mit fünfundzwanzig aufgehört. Dad hat echt Riesenschwein gehabt – auch wenn Mom immer sagt, dass sie einem Kerl sowieso nicht widerstehen könnte, der so leckere Waffeln backt wie er.

»Du hast Glück, es geht nämlich nur darum, ein paar Zuckerstangen ans Treppengeländer zu binden. Meinst du, das kriegst du hin?«

Moms Definition von »ein paar« konnte sich in die Hunderte belaufen, aber das hieß wohl, dass sie wirklich meine Hilfe brauchten. Ich quetschte mich an einem Schneemann vorbei, der größer war als Nick, und schlängelte mich aus dem Transporter.

»Euch ist aber schon klar, dass ihr keinen normalen Job habt, oder?«

Mom reichte mir eine Schachtel mit Zuckerstangen. von Zuckerstangen. Ich kannte meine Mutter eben zu gut. »Und wann bitte ist diese Familie je normal gewesen?«

Da...


Garrod, Beth
Beth Garrod hat in London, New York und Toronto gearbeitet und dort von Mental-Health-Kampagnen über Fernseh-Musiksendungen bis hin zu den Radio 1 Teen Awards an diversen Projekten mitgearbeitet. Sie konzentriert sich bei dieser Arbeit auf Charity-Organisationen oder Medienunternehmen deren Kampagnen der Unterstützung junger Menschen dienen. Momentan lebt sie im Osten von London, wo sie sich dem Schreiben ihrer Jugendbücher widmet.



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