Garbera | Nur eine leidenschaftliche Nacht? | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2161, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Garbera Nur eine leidenschaftliche Nacht?


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2646-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2161, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2646-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie braucht keinen Mann für eine Nacht - sondern für ein Wochenende! Verzweifelt sucht Iris nach einem Begleiter für die Hochzeit einer Freundin. Ihre Wahl fällt auf den attraktiven Segler Zac Bisset, und sie handelt einen Deal mit ihm aus. Was eigentlich nur ein Geschäft sein sollte, weckt bald sinnliche Gefühle in Iris. Während einer leidenschaftlichen Nacht mit Zac erlebt sie die pure Ekstase. Aber kann es eine gemeinsame Zukunft für sie beide geben? Zac verfolgt schließlich seine eigenen Pläne ...



USA-Today-Bestsellerautorin Katherine Garbera hat schon mehr als neunzig Romane geschrieben. Von Büchern bekommt sie einfach nicht genug: ihre zweitliebste Tätigkeit nach dem Schreiben ist das Lesen. Katherine lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem verwöhnten Dackel in England.

Garbera Nur eine leidenschaftliche Nacht? jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Der Familien-Lunch war für Iris Collins immer ein Highlight der Woche. Seit ihre Zwillingsschwester Thea und sie in ihrer Jugend aus dem Internat zurückgekehrt waren, war das gemeinsame Essen zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, die auch heute noch Bestand hatte. Der Lunch fand für gewöhnlich im Club des Wolkenkratzers statt, den ihr Vater im Bankenviertel von Boston hatte errichten lassen. Hal Collins war der Geschäftsinhaber von Collins Combined, einer Firma, die auf langfristige Investitionen in hochwertige Aktiengesellschaften spezialisiert war.

Als Iris die Lobby betrat, vibrierte ihr Smartphone und kündigte eine neue Nachricht an. Sie warf einen kurzen Blick darauf und sah, dass sie von ihrem Freund stammte. Ohne sie zu lesen, steckte sie das Handy ein, denn ihre Schwester lief ihr bereits entgegen.

Thea umarmte sie. „Ich wusste, dass du früh da sein würdest, also habe ich mich beeilt, damit wir ein bisschen quatschen können, ehe Mom und Dad hier sind. Seit deiner Reise mit Graham haben wir noch gar nicht miteinander gesprochen. Wie lief es denn?“

„Ganz okay“, erwiderte Iris.

„Nur ganz okay?“

Weniger als das, wenn sie ehrlich war. Während ihres Urlaubs auf den Bermudas hatte Graham versucht, sie dazu zu überreden, im Bett etwas abenteuerlustiger zu sein. Das war schiefgegangen, und er hatte sich anschließend die ganze Nacht an der Hotelbar betrunken. Iris hatte allein auf dem Balkon gesessen und den Wellen gelauscht. Bis zur Hochzeit ihrer besten Freundin und ehemaligen Mitbewohnerin aus Collegezeiten musste sie Graham allerdings ertragen, denn sie brauchte eine Begleitung. Sie war eine der Brautjungfern. Adler Osborn, die Braut, hatte sie als Paar eingeladen, und wenn Iris allein kommen würde, bedeutete das nur zusätzlichen Stress für ihre Freundin.

Schon wieder meldete sich ihr Smartphone. Sie nahm es aus der Handtasche und schaute aufs Display. „Wenn man vom Teufel spricht“, sagte sie. Thea spähte ihr über die Schulter und las mit.

Hör zu, das läuft nicht zwischen uns. Es ist aus. Ich hoffe, du hast dafür Verständnis.

„Spinnt der?“, platzte Thea entrüstet heraus. „Er macht per Nachricht Schluss?“

Iris war weniger überrascht als erleichtert. Rasch schrieb sie zurück.

Natürlich verstehe ich das.

Prima. Dachte mir, dass es dir klar ist.

„Was soll dir klar sein?“, wollte Thea wissen.

„Nichts“, antwortete Iris schnell. Sie hatte nicht die geringste Lust, hier in der Lobby der Familienfirma über Sex zu reden. Allerdings fragte sie sich langsam, ob Graham recht hatte und sie tatsächlich prüde und langweilig im Bett war. Aber spielte das überhaupt eine Rolle?

Thea nahm ihr das Smartphone weg, und ehe Iris sie davon abhalten konnte, schrieb sie:

Mir macht es nichts aus. Ich will mehr vom Leben, als du mir zu bieten hast.

„Thea! Gib mir mein Handy zurück.“ Iris sah auf dem Display, dass Graham dabei war zu antworten, und ihr Magen krampfte sich zusammen.

Wie du meinst. Ich jedenfalls will eine Frau, die nicht so farblos, langweilig und einfach gestrickt ist wie du. Mach’s gut, Miststück.

Iris wollte Thea das Telefon wegnehmen, doch die war schneller, tippte auf das Daumen-hoch-Emoji und drückte auf Senden.

„Warum hast du das getan?“, fragte Iris ihre Schwester. „Er war fest als mein Begleiter eingeplant. Jetzt kann ich zusehen, wie ich das wieder hinbiege.“

„Was musst du hinbiegen?“, fragte ihre Mutter, die soeben die Lobby betreten hatte und nun ihre beiden Töchter umarmte. Corinne Collins, genannt Coco, trug stets stilvolle Designerkleidung.

„Die Sache mit Graham“, erklärte Iris. „Der Typ, mit dem ich zusammen war.“

„Er hat ihr gerade eine Nachricht geschrieben und mit ihr Schluss gemacht“, ergänzte Thea. „Widerlich.“

„So könnte man es nennen“, erwiderte Coco. „Aber heutzutage hält sich nicht mehr jeder an die Etikette.“

„Stimmt“, sagte Iris. „Wo ist Dad?“

„Er verspätet sich“, antwortete ihre Mom. „Dabei habe ich ihn gewarnt: Wenn er zu spät kommt, gehe ich mit euch shoppen.“

Sie lachten, weil es ein Scherz war, der in ihrer Familie schon lange kursierte.

Iris folgte Coco und Thea in den ersten Stock, wo sich das firmeneigene Restaurant befand. Sie kochte vor Wut. Wie kam dieser Typ dazu, sie so mies zu behandeln? Sicher, sie wusste, dass er sie langweilig fand. Aber einfach gestrickt? Das war sie definitiv nicht. Sie war Iris Collins, Lifestyle-Influencerin mit eigener TV-Show, Trendsetterin mit Millionen Followern, ein Star in den sozialen Medien.

Als Graham vorgeschlagen hatte, es doch mal mit einem Dreier zu versuchen, wusste sie, dass er definitiv nicht zu ihr passte. Aber seine Beleidigungen übertrafen alles.

An der Bar entdeckte ihre Mutter eine Freundin aus dem Bridgeclub und ging hinüber, um sie zu begrüßen. Da Thea und Iris nun wieder allein waren, konnten sie offen miteinander reden.

„Du brauchst jemanden als Begleiter für die Hochzeit, der so heiß ist, dass allen die Luft wegbleibt. Einfach gestrickt … Hat der sie noch alle? Was glaubt er, wer er ist?“

„Aber woher soll ich so ein scharfes Exemplar nehmen? Ich kenne niemanden, der infrage käme. Und es sind nur noch ein paar Tage bis zur Hochzeit.“

„Lass mich nachdenken“, sagte Thea.

„Außerdem dürfte es niemand aus meinem Umfeld sein“, fügte Iris hinzu, denn Graham kannte die meisten ihrer Kollegen.

„Das ist wahr. Dann solltest du jemanden anheuern. Wie in einem Film mit Julia Roberts. Das kriegst du hin.“

„Nein“, antwortete Iris.

„Warum nicht?“

„Weil es mir peinlich wäre.“

„Es ist überhaupt nicht peinlich. Du hättest einen fantastischen Typen als Begleiter, und da du ihn bezahlst, muss er tun, was du willst“, meinte Thea überzeugt. „Ich kenne ein paar heiße Jungs, die bestimmt Interesse hätten.“

„Woher denn?“, konterte Iris. „Du arbeitest im Homeoffice mit zwei Katzen.“ Ihre Schwester hatte einen erfolgreichen Blog zum Thema Etikette und gutes Benehmen. Das traf den Nerv der Leser, denn viele wollten so leben, wie sie es online in der glänzenden Instagram-Welt sahen. Und vor allem, wenn es um große Events ging, waren Theas Ratschläge sehr gefragt.

„Ich habe Freunde“, erklärte Thea.

„Danke“, antwortete Iris, „aber das kriege ich schon alleine hin. Lass uns nicht mehr über Graham reden. Das ist reine Zeitverschwendung.“

Da erschien auch endlich ihr Vater, und sie setzten sich zum gemeinsamen Lunch, aßen und plauderten. Doch als Iris bemerkte, wie ihre Eltern beim Dessert unter dem Tisch Händchen hielten, überkam sie wieder dieses seltsame Gefühl. Diese unendliche Sehnsucht. War es denn so aussichtslos für sie, den Mann ihrer Träume zu finden? Die große Liebe, wie ihre Eltern? Stattdessen geriet sie ständig an Typen wie Graham.

Aber vielleicht hatte Thea recht, und sie sollte wirklich einen Begleiter für die Hochzeit engagieren. Einen richtigen Hingucker. Es wäre ja nur für vier Tage und drei Nächte …

Zac Bisset gefiel es keineswegs, in Boston zu sein, aber es gab Zeiten, da durchkreuzte das Leben seinen Trainingsplan und zwang ihn, seine Segeljacht zu verlassen und sich der Realität zu stellen. Schade um den wunderschönen Julitag. Anstatt die Sonne barfuß und in Badehose auf seiner Jacht zu genießen, trug Zac heute einen Anzug und Schnürschuhe. Seine Familie war wohlhabend und angesehen, aber das Leben in solchen Kreisen unterlag für Zacs Geschmack zu vielen Regeln. Daher hatte er sich seit seiner Collegezeit in den Segelsport geflüchtet. In den vergangenen Jahren hatte er für ein britisches Team am America’s Cup teilgenommen, doch vor Kurzem war er ausgestiegen, um eine eigene Crew für die Regatta aufzustellen.

Das allerdings kostete viel Geld. Natürlich hätte er sich beim Familienunternehmen Bisset Industries bedienen können. Aber dann hätte sein Vater mit gutem Recht von ihm verlangt, sich stärker in der Firma zu engagieren. Genau das jedoch wollte Zac verhindern. Weder August Bisset noch Zacs älterer Bruder Logan sollten ihm Vorschriften machen können. Seine Freiheit war ihm das Wichtigste.

Doch die Aussicht auf Sponsoren war wenig erfolgversprechend. Nachdem sein von Oracle unterstütztes Team den America’s Cup gewonnen hatte, war Zac begierig gewesen, mit einer eigenen Crew zu siegen. Also brauchte er ein großes Unternehmen, das in seine Pläne investierte. Die andere Option war sein Erbe. Mittlerweile lief ihm die Zeit davon, das Training hätte eigentlich schon beginnen müssen.

Er verließ das Vorstandsbüro des großen Mobilfunkunternehmens, mit dessen Geschäftsführern er über ein mögliches Sponsoring verhandelt hatte, und fuhr mit dem Fahrstuhl nach unten in die Lobby. Dort bestellte er ein Mineralwasser an der Bar. Während er sich einen Tisch suchte und auf sein Getränk wartete, vibrierte sein Handy, und eine Nachricht nach der anderen trudelte ein. Die erste war von seinem ältesten Bruder Darian, einem Politiker, der nicht in das Familienunternehmen eingestiegen war. Er wollte sich mit Zac vor der Hochzeit ihrer Cousine auf ein paar Drinks treffen. Die zweite Nachricht stammte von seinen Crewmitgliedern, die wissen wollten, wie sein Meeting gelaufen war. Die letzte kam von seiner Mutter, die ihm mitteilte, dass sie gerade Großmutter auf Nantucket besuchte und hoffte, er...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.