Fritzsche Der Betrachter im Stillleben
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-95899-365-5
Verlag: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Raumerfahrung und Erzählstrukturen in der niederländischen Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts
E-Book, Deutsch, 326 Seiten
ISBN: 978-3-95899-365-5
Verlag: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
In der Kunstgeschichte gilt die Stilllebenmalerei als Gattung, in der in menschenleeren Räumen unbewegliche Gegenstände vor einem flachen, nicht näher definierten Hintergrund präsentiert werden und damit Bilder entstehen, in der die Zeit geradezu angehalten scheint. Die vorliegende Arbeit stellt diese überlieferte Auffassung in Frage. So haben einerseits die Stillleben mit illusionistisch gemalten Gegenständen, die über die Tischkante und damit aus dem Bild heraus und in den Betrachterraum hinein ragen und mit Spiegelungen, die im Bild den Raum des Betrachters reflektieren, Strategien entwickelt, um den Raum jenseits des Bildes zu erobern und zu besetzen. Andererseits deuten die Abbildung berührter Speisen und benutzten Geschirrs darauf, dass die dargestellte Szenerie einen Zeitraum umfasst, der über den kurzen Darstellungsmoment weit hinausgeht. Ausgehend von diesen Beobachtungen untersucht die Arbeit jene Raumgebilde, die im Zusammenspiel von Bildraum und Betrachterraum entstehen sowie die Frage, wie Stillleben Erzählungen aufbauen. Dabei greift sie unter anderem auf zeitgenössische Diskussionen um Raumvorstellungen zurück, setzt sich mit den toneelwetten mit den damals gültigen Regeln für den Aufbau von Dramen auseinander und wertet umfangreiches Quellenmaterial zur Wohnkultur aus.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Cover;1
2;Titel;5
3;Impressum;6
4;Inhalt;7
5;EINLEITUNG;13
6;IDERBILDRAUM;31
6.1;1DIE EROBERUNG DES BETRACHTERRAUMS;31
6.1.1;1.1Der Raum im Bild;32
6.1.2;1.2 Die Betonung der ästhetischen Grenze;38
6.1.2.1;1.2.1Illusionistische Effekte;38
6.1.2.2;1.2.2Der gemalte Vorhang;43
6.1.3;1.3 Die Überwindung der ästhetischen Grenze;49
6.1.3.1;1.3.1Gemalte als quasi-reale Gegenstände;49
6.1.3.2;1.3.2Spiegelbilder;56
6.2;2DAS ZUSAMMENSPIEL VON BILDRAUM UND BETRACHTERRAUM;66
6.2.1;2.1 Raumvorstellungen im 17. Jahrhundert;67
6.2.2;2.2Die Räume der Stillleben;77
6.2.2.1;2.2.1Verschachtelte Räume;77
6.2.2.2;2.2.2Erfüllte Räume;89
6.2.2.3;2.2.3Dynamisierte Räume;95
6.2.3;2.3 Die innere und die äußere Einheit des Bildes;101
7;IIDER REALE RAUM;109
7.1;1DIE URSPRÜNGLICHE REZEPTIONSSITUATION;109
7.1.1;1.1Quellenlage;112
7.1.1.1;1.1.1Bildliche und schriftliche Darstellungen;113
7.1.1.2;1.1.2Nachlassinventare;118
7.1.2;1.2Das niederländische Wohnhaus;123
7.1.2.1;1.2.1Aufteilung und Einrichtung des Hauses;124
7.1.2.2;1.2.2Öffentliche und nicht-öffentliche Räume;129
7.1.3;1.3Der Kontext der Gemälde;136
7.1.3.1;1.3.1Die Präsentation der Gemälde;138
7.1.3.2;1.3.2Die Konstitution von Räumen;151
7.2;2DER ORT DER STILLLEBEN;164
7.2.1;2.1Repräsentation;165
7.2.2;2.2Verdoppelung;170
7.2.3;2.3Entgrenzung;175
8;IIIDER ERZÄHLRAUM;181
8.1;1 AKTUELLE ERZÄHLTHEORIEN;181
8.1.1;1.1 Erzählen als Kommunikationsmodell;184
8.1.1.1;1.1.1Die Geschichte;184
8.1.1.2;1.1.2Der Erzähler;185
8.1.1.3;1.1.3Der Leser;187
8.1.2;1.2Erzählmodelle;188
8.2;2VISUELLES ERZÄHLEN;192
8.2.1;2.1Bühnenstücke im 17. Jahrhundert;192
8.2.2;2.2 Erzählung auf monoszenischen Einzelbildern;201
8.2.2.1;2.2.1Der ‚fruchtbare Augenblick‘;201
8.2.2.2;2.2.2Das Ausfüllen der Leerstellen;204
8.3;3 ERZÄHLUNG AUF STILLLEBEN;207
8.3.1;3.1Die Fabel Mahlzeiteneinnahme;209
8.3.1.1;3.1.1Das Geschehen;209
8.3.1.2;3.1.2Der ‚fruchtbare Augenblick‘ ;215
8.3.1.3;3.1.3Die Erzählperspektive ;218
8.3.2;3.2Die Fabel Handelswege;223
8.3.2.1;3.2.1Das Geschehen;223
8.3.2.2;3.2.2Die Darstellung der Grenze;227
8.3.2.3;3.2.3Der Aufbau der Erzählung;231
8.3.3;3.3Die biografische Erzählung;236
8.3.3.1;3.3.1 Die autobiografischen Stillleben Samuel van Hoogstratens;238
8.3.3.2;3.3.2Zwei biografische Stillleben;247
8.3.4;3.4 Große Geschichte und kleine Geschichten;255
9; SCHLUSSBETRACHTUNG;259
10;Anhang;267
11; ABBILDUNGSVERZEICHNIS;273
12; LITERATURVERZEICHNIS;301




