Fritz | Dolomiten Wanderführer Michael Müller Verlag | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Reihe: MM-Wandern

Fritz Dolomiten Wanderführer Michael Müller Verlag

35 Touren mit GPS-kartierten Routen und praktischen Reisetipps
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-95654-911-3
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

35 Touren mit GPS-kartierten Routen und praktischen Reisetipps

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Reihe: MM-Wandern

ISBN: 978-3-95654-911-3
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



E-Book zur 1. Auflage 2020 Klassisch auf der sonnigen Seite der Alpen: zu Fuß durch die Südtiroler Dolomiten. Seit unser Hausautor Florian Fritz im Alter von sechs Jahren die Rosengartenumwanderung absolvierte (zum guten Teil auf den Schultern des Vaters), haben ihn die Dolomiten nicht mehr losgelassen. Enrosadüra - ladinisch für 'Alpenglühen' - ist auch für Erwachsene magisch: schroffe Felszacken, die im letzten Abendlicht rotgolden in den Himmel ragen. Dabei haben die Dolomiten nicht nur Fels und gewaltige Wände für Bergsteiger zu bieten, sondern 35 Touren für Familien, ambitionierte oder eher genießerische Wanderer. Beispielsweise auf der Seiser Alm, der größten Hochalm Europas, im Gadertal (dem ladinischen Val Badia) und dem anschließenden Hochabteital sowie rund um Villnösser und Grödner Tal und schließlich im Süden im Eggental und dem Val di Fassa.

Florian Fritz Hauptberuflich ist der studierte Sozialpädagoge im Sozialreferat der Stadt München beschäftigt. Die große Leidenschaft des freien Fotografen und Journalisten ist - seit jeher - das Reisen. 2007 übernahm Fritz die ersten Recherchetrips für den Michael Müller Verlag. 2012 erschien ein Wanderführer zum Gardasee in Co-Autorschaft. 2018 brachte er den ersten eigenen Reiseführer zum Latium heraus. Dutzende Reisen hat Florian Fritz nach Italien unternommen. Neben dem Bekannten das Unbekannte zu entdecken, lockt ihn wie die immerwährende Aussicht auf neue Fotos. Und natürlich - so gehört sich das südlich des Brenners - unverfälschte Küche, qualitätvolle Weine und ab und an ein kräftiger Espresso.
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Wandern in den Dolomiten
Wandern in den Dolomiten - da denkt man an kahle Felszacken, steile Berggrate, das Alpenglühen und König Laurins Reich im Rosengarten. Tatsächlich haben sich die berühmten Dolomitensagen, die im ladinischen Sprachgebiet über Jahrhunderte überliefert wurden, bis in die Gegenwart als lebendiger Beweis dafür erhalten, dass die Dolomiten eine zutiefst geheimnisvolle, mystische Region sind. Das beschränkt sich aber nicht nur auf die felsigen Gipfelregionen, sondern setzt sich über finstere Kiefernwälder, flammende Lärchenhaine, blumenübersäte Almwiesen bis hinunter in steile Talschluchten fort, an deren Hängen uralte Bauernhäuser wie Adlernester kleben. Und in all diesen Höhenzonen lässt es sich wandern!
Die Touren dieses Wanderführers konzentrieren sich auf das Herz des UNESCO-Naturerbes Dolomiten mit Rosengarten, Langkofel und Sellastock. Vom einfachen Almen-Spaziergang über eine kulinarische Höfe-Tour bis zum hochalpinen Hütten-Hopping ist alles dabei.
Das Schönste daran ist: Sobald man sich etwas abseits der Hauptrouten bewegt, früh am Morgen aufbricht und nicht gerade den August als Wandermonat wählt, ist man oftmals alleine unterwegs. Und irgendwo findet sich dann bestimmt eine Hütte zur Einkehr. Bei einem deftigen Knödeltris, einem üppigen Kaiserschmarrn oder einer würzigen Schinkenplatte, dazu ein süffiger Rotwein, schweift der Blick gedankenverloren und heiter über steinerne Wände und Zacken - wohl dem, der in den Dolomiten wandert!

Blick auf Zallinger Schwaige und Seiser Alm (Tour 15)

Wanderregionen
Die Wanderungen in diesem Buch beziehen sich auf den zentralen, ausschließlich deutschsprachigen Teil der Dolomiten östlich der Etsch, vom Schlern bis zum Gadertal und umfassen damit den Kern der UNESCO-Welterberegion (? Kasten).

Sommerliche Hochfläche Col Raiser

Unterteilt sind sie in folgende Regionen, die sehr unterschiedlich sind: Villnößtal, Grödner Tal, Seiser Alm und Schlern, das Rosengartengebiet und das obere Gadertal. Letzteres lässt sich leicht über Villnößtal (Würzjoch) und Grödner Tal (Grödner Joch) erreichen und wird bei einem Urlaub daher oft kombiniert. Das Grödner Tal lässt sich wiederum gut über den Panider Sattel mit der Seiser Alm verbinden.
Villnößtal (Touren 1-6): Es ist das bei Weitem ruhigste und ursprünglichste Wandergebiet. Das mag auch daran liegen, dass es am Fuß der mächtigen Geislerspitzen keinerlei Liftanlagen gibt. Nicht alle Bewohner des Tales sind damit zufrieden. Immer wieder gab es Überlegungen, das Villnößtal mit der Seceda zu verbinden - glücklicherweise blieb es bislang bei vagen Ideen.
Grödner Tal (mit Sella und Puez, Touren 7-17): In diesem breiten Tal finden sich zahlreiche Liftanlagen und touristisch erschlossene Orte (St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein) mit zehntausenden Hotelbetten und viel Durchgangsverkehr. Eigentlicher Schwerpunkt ist hier der Wintersport. Am Talschluss erheben sich der Langkofel und der mächtige Sellastock und laden zu hochalpinen Touren ein.
Seiser Alm (Touren 18-25): Die Orte Kastelruth, Seis und Völs unterhalb der Alm sind dörflicher geblieben, wiewohl ebenfalls sehr touristisch. Hier gibt es Weinanbau und zahlreiche gut erhaltene mittelalterliche Höfe. Die Seiser Alm selbst, die größte Almfläche Europas, ist zum Glück weitestgehend autofrei. Zwar ist sie fast das ganze Jahr reichlich überlaufen, aber auf dem gewaltigen Plateau schafft man es dennoch immer wieder, ein stilles Plätzchen für sich zu finden. Mit dem Schlern und den Rosszähnen bietet sie auch hochalpine Wanderoptionen.
Rosengartengebiet (Touren 26-31): Das Rosengartenmassiv ist eine alpine Wundertüte, gefüllt mit Felsbrocken, Geröllkaren, Schuttkesseln, Zacken, Graten und gewaltigen Wänden. Es bietet aber auch Gemächliches wie das einsame Tschamintal und den Weg zur idyllisch gelegenen Haniger Schwaige.
Gadertal (Touren 32-35): Das Tal ist bekannt für seine spätmittelalterlichen Hofgruppen, genannt „Viles“. Besonders schön sind sie in Wengen (La Val), aber auch in der Nähe der Mühlen von Seres gibt es schöne Exemplare zu bestaunen. Am südlichen Ende des Tales erhebt sich die mächtige Fanesgruppe - ein Ort uralter Sagen und Mythen. Der alpine Stellungskrieg im Ersten Weltkrieg wird am Lagazuoi auf spektakuläre Art und Weise für den Wanderer erfahrbar - da tut es schon gut, sich in einer friedlicheren europäischen Epoche zu wissen.
Wetter und Wandersaison
In den Dolomiten ist es grundsätzlich wärmer und milder als nördlich der Alpen und häufig auch trockener, da der Alpenhauptkamm vor allzu kalten Winden und starken Stürmen schützt. Nicht umsonst wirbt die Südtiroler Tourismusindustrie seit jeher mit dem Slogan von den „300 garantierten Sonnentagen im Jahr“. Staut sich das schlechte Wetter im Süden, führt das nördlich der Alpen im Inntal und Bayern manchmal zum berühmt-berüchtigten „Föhn“. Weniger bekannt ist der sogenannte Nordföhn. Er kann durch schlechtes Wetter auf der Alpennordseite oder den Durchzug einer Kaltfront von Westen verursacht werden. Im ersten Fall sorgt er für sonniges, mildes Wetter in den Tälern, im zweiten Fall ist das Wetter zwar schön, es weht aber ein eisiger, stürmischer Wind.
Die fünf Klimazonen Südtirols und damit auch der Dolomiten kann man auf einer Fahrt vom Etschtal in die Berge erleben. Man startet im insubrischen Klima, das von der Salurner Klause etwa bis Bozen reicht und das durch eine mittlere Jahrestemperatur von über 10 °C gekennzeichnet ist. Die Winter sind mild, es gibt selten Frost, die Niederschläge liegen bei 700 bis 900 mm, es gibt keine längeren Trockenperioden. Typischerweise sind im Winter die Südhänge schneefrei. Schon wenig höher beginnt die Zone des submontanen mitteleuropäischen Klimas, die Niederschlagsmengen sind unterschiedlich, im Eisacktal ist es trocken, anderswo erreichen sie 1400 mm. Flaumeiche, Hopfenbuche und die vom Menschen eingeführte Esskastanie charakterisieren diese Klimazone. Das Jahresmittel der Temperatur liegt zwischen 9 und 10 °C, Winterfröste treten immer wieder auf. Im Bereich des montanen mitteleuropäischen Klimas sinkt das Jahresmittel der Temperatur unter 7 °C, die Niederschläge erreichen 900 bis 1400 mm. Im Bergland bis ca. 2200 m herrscht das subalpine Klima. Das Jahresmittel liegt hier nur noch bei 4 °C, und die Niederschläge fallen überwiegend im Winter und bleiben als Schnee lange liegen. Das alpine Klima umfasst nur die hochalpine Gipfelzone. Bei einem Jahresmittel um die 0 °C bleibt der Unterboden ganzjährig gefroren und der Schnee liegt mindestens ein halbes Jahr, meist etwa acht Monate lang.
Grundsätzlich lässt sich abhängig von der Höhe, in die man sich begibt, in den Dolomiten ganzjährig wandern. Ein Trend der letzten Jahre ist zweifellos das Winterwandern. Viele Wege sind im Winter geräumt, die Hütten in der Regel von Dezember bis März geöffnet. Alternativ ist auch das Schneeschuhwandern schwer in Mode gekommen, das in allen Höhen und bei allen Schneelagen möglich ist, aber bezüglich Lawinen und Wetterstürzen ähnlichen Gefahren ausgesetzt ist wie das Skitourengehen. Winterwandern ist z. B. auf der Seiser Alm (Tour 18-22), im Grödner Tal (Tour 9, 13) oder im Villnößtal (Tour 2 und 5) möglich, ebenso im Tschamintal (Tour 27).
Klassische Wanderzeiten bleiben jedoch der Frühsommer (in tieferen Lagen ab Mai, in höheren Lagen und an nordseitigen Hängen ab Mitte/Ende Juni) mit seinen endlosen Blütenteppichen, der Hochsommer (Juli/August) mit seinen garantiert immer und überall geöffneten Liften und Hütten (Nachteile: Hitze und Gewitterneigung am Nachmittag) und der Herbst (September/Oktober) mit dem oftmals stabilsten Wetter, der fantastischen Gelbfärbung der Lärchen und der klaren Luft. In manchen Jahren sind Herbsttouren sogar bis Mitte November möglich. Allerdings haben dann Liftanlagen und Hütten komplett geschlossen, um sich auf den Winteransturm vorzubereiten ...
Stein- und Felskunde für Wanderer
Die kristallinen Gesteine des Alpenhauptkamms wie Granit und Glimmerschiefer, aber auch Marmor, die Sedimentgesteine wie die Kalke und...



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