Frey | Autonomie und Aneignung in der Arbeit | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 281 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 210 mm

Frey Autonomie und Aneignung in der Arbeit

Eine soziologische Untersuchung zur Vermarktlichung und Subjektivierung von Arbeit
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86618-507-4
Verlag: Edition Rainer Hampp
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Eine soziologische Untersuchung zur Vermarktlichung und Subjektivierung von Arbeit

E-Book, Deutsch, 281 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 210 mm

ISBN: 978-3-86618-507-4
Verlag: Edition Rainer Hampp
Format: PDF
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Vor dem Hintergrund der breiten arbeitssoziologischen Debatte zur Vermarktlichung und Subjektivierung von Arbeit fragt die Studie nach den Chancen für Autonomie und Aneignung in der Arbeit. Empirische Grundlage sind Materialien aus einer Untersuchung des Instituts für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin bei der Deutschen Bahn AG. In einem ersten Schritt werden die Begriffe Autonomie und Aneignung theoretisch rekonstruiert und kritisch diskutiert. Dabei wird Autonomie in der Arbeit als Kontrolle der Beschäftigten über die wesentlichen betrieblichen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit gefasst. Aneignung wird als Vermittlungskategorie verstanden: als subjektive Äußerung eines Anspruchs nach Kontrolle. Dem folgt, als Kern des Buchs, eine empirische Umsetzung der Frage nach den Chancen von Autonomie und Aneignung in der Arbeit über die Differenzierung unterschiedlicher Autonomie- und Aneignungsebenen in den erfassten betrieblichen Bereichen. Entlang dieser Ebenen werden strukturelle und subjektive Autonomiechancen, Formen arbeitsbezogener Anerkennung sowie unterschiedliche individuelle Erwerbsorientierungen untersucht. Zentrales Ergebnis ist, dass es trotz betrieblicher Strategien zur Vermarktlichung und Subjektivierung zur eigensinnigen Aneignung des erwarteten ‚unternehmerischen‘ Handelns durch die Beschäftigten kommt. Basis dafür ist die Ausbildung einer 'erweiterten Subjektivitä'“ durch die Beschäftigten, die sich nicht auf eine Anpassung an betriebliche Vorgaben reduzieren lässt, sondern 'widerständig' darüber hinaus weist. Wichtiger Bezugspunkt dabei ist der aus Sicht der Beschäftigten integrale Zusammenhang von Arbeit und Leben.

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Weitere Infos & Material


1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Vorwort;10
3;I Ausgangspunkt und Fragestellung;12
3.1;1 Einschränkung oder Chancen für Autonomie und Aneignung in der Arbeit durch Vermarktlichung und Subjektivierung?;14
3.2;2 Subjekte als Bezugspunkt der Betrachtung;16
3.3;3 Aufbau der Arbeit;17
4;II Vermarktlichung, Subjektivierung, Autonomie, Aneignung – Eine kritische Diskussion von Begriffen und Positionen;20
4.1;1 Vermarktlichung und Subjektivierung von Arbeit;20
4.2;2 Autonomie in der Arbeit;25
4.3;3 Aneignung in der Arbeit;63
5;III Empirische Konzeptionalisierung;80
5.1;1 Strukturelle Autonomiepotenziale in der Arbeit: Handlungs- und Verhandlungsautonomie;81
5.2;2 Subjektive Aneignungsebenen in der Arbeit: Anerkennungsbedürfnisse, Erwerbsorientierungen und Autonomie;84
6;IV Untersuchungsfeld, Betriebsfälle, Interviewsample;98
6.1;1 Die Deutsche Bahn AG – ein Konzern in anhaltender betrieblicher Reorganisation;98
6.2;2 Die Betriebsfälle;102
6.3;3 Das Interviewsample;105
7;V Methodisches Vorgehen;108
7.1;1 Auswahl der Interviewpassagen;108
7.2;2 Vergleich von Interviewpassagen;110
7.3;3 Interpretative Rekonstruktion von Handlungslogiken und Deutungsmustern;110
8;VI Empirische Befunde;112
8.1;1 Anerkennung in der Arbeit bei operativ Beschäftigten;112
8.2;2 Individuelle Erwerbsorientierungen der operativ Beschäftigten;133
8.3;3 Die Handlungsautonomie der operativ Beschäftigten in der Arbeit;174
8.4;4 Die Verhandlungsautonomie der operativ Beschäftigten in der Arbeit;195
9;VII Voraussetzungen und Grenzen für Autonomie und Aneignung in der Arbeit;232
9.1;1 Formen subjektiver Aneignung in der Arbeit;234
9.2;2 Betriebliche Grenzen für Autonomie in der Arbeit;236
9.3;3 Kontrollchancen und Handlungsressourcen als Voraussetzungen für Autonomie und Aneignung in der Arbeit;238
9.4;4 Formale Rechte und individuelle Selbstkompetenz als Gegenmittel zur Einschränkung von Autonomie in der Arbeit;239
10;VIII Konsequenzen für eine konzeptionelle Weiterentwicklung des Autonomiebegriffs;244
10.1;1 Die Bedeutung normativer Arbeitsbezüge des Subjekts;244
10.2;2 Der Stellenwert von Anerkennung;245
10.3;3 Die Relevanz von dynamischer Entwicklung;245
10.4;4 Die Bedeutung personeller Kompetenzen des Individuums;246
11;IX Aneignung als subjektive Dimension von Autonomie? Kritische Anmerkungen zur analytischen Tragfähigkeit der Aneignungskategorie;250
12;Literatur;256
13;Anhang;272


Michael Frey war wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projekt 'Vermarktlichung und Subjektivierung der Arbeit? Neue Arbeitspolitik und betriebliche Geschlechterverhältnisse' am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und ist derzeit Projektkoordinator 'Familienfreundliche Hochschule' an der Technischen Fachhochschule Wildau.



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