Freud | Bruchstück einer Hysterie-Analyse | Buch | 978-3-596-10447-5 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 144 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 190 mm, Gewicht: 167 g

Reihe: Sigmund Freud, Werke im Taschenbuch

Freud

Bruchstück einer Hysterie-Analyse


3. Auflage 1993
ISBN: 978-3-596-10447-5
Verlag: S. Fischer Verlag

Buch, Deutsch, 144 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 190 mm, Gewicht: 167 g

Reihe: Sigmund Freud, Werke im Taschenbuch

ISBN: 978-3-596-10447-5
Verlag: S. Fischer Verlag


Das ›Bruchstück einer Hysterie-Analyse‹ - der 1901 verfaßte Bericht über die Behandlung des achtzehnjährigen Mädchens mit dem Pseudonym »Dora« - wurde 1905 veröffentlicht. Es handelt sich um die erste der sechs großen Krankengeschichten Freuds. »Bruchstück« - weil die Patientin die Analyse vorzeitig abbrach. So gesehen, ist es die Geschichte eines Scheiterns.
In theoretischer Hinsicht bildet das Werk eine Brücke zwischen Freuds bei-den revolutionärsten Büchern, der ›Traumdeutung‹ und den ›Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie‹. Im Mittelpunkt der Analyse stehen zwei Träume, auf die Freud seine neu erworbene Deutungskunst virtuos anwendet; ande-rerseits entwickelt er Hypothesen über das sexuell-organische Fundament der Erkrankung, über erogene Körperzonen und das Phänomen der Bisexualität. Die selbstkritische Untersuchung der Gründe für den Behandlungsabbruch führte Freud zu der Einsicht, er habe die 'Übertragung' nicht hinreichend beachtet; so gelingt ihm als zusätzlicher theoretischer Gewinn die weitere Präzisierung dieses Kernbegriffs, der noch heute im Zentrum jeder psychoanalytischen Psychotherapie steht.
Das eigentlich Zeitlose an dieser Krankengeschichte ist aber, wie Stavros Mentzos in seinem gedankenreichen Nachwort zeigt, des Schriftstellers Freud meisterliche Schilderung jenes spezifisch »Hysterischen« an seiner Patientin - ihrer sprechenden Symptome, ihrer theatralischen unbewußten Inszenierungen, des flirrend Scheinhaften ihrer Gefühle. Der Leser wird gleichsam zum Zuschauer eines dramatischen erotisierten Bühnenspiels mit rasch wechselnden Zwei- und Drei-Personen-Konstellationen.
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Weitere Infos & Material


Mentzos, Stavros
Stavros Mentzos, Prof. Dr. med., 1930 in Athen geboren, Psychiater und Psychoanalytiker, 1957 – 1967 Psychiatrische Universitätsklinik Hamburg; 1960 Promotion, 1967 Habilitation. Stavros Mentzos leitete von 1971 – 1995 die Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik im Zentrum der Psychiatrie des Klinikums der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er starb im Mai 2015.

Freud, Sigmund
Sigmund Freud, geb. 1856 in Freiberg (Mähren); Studium an der Wiener medizinischen Fakultät; 1885/86 Studienaufenthalt in Paris, unter dem Einfluss von J.-M. Charcot Hinwendung zur Psychopathologie; danach in der Wiener Privatpraxis Beschäftigung mit Hysterie und anderen Neurosenformen; Begründung und Fortentwicklung der Psychoanalyse als eigener Behandlungs- und Forschungsmethode sowie als allgemeiner, auch die Phänomene des normalen Seelenlebens umfassender Psychologie. 1938 emigrierte Freud nach London, wo er 1939 starb.

Sigmund Freud, geb. 1856 in Freiberg (Mähren); Studium an der Wiener medizinischen Fakultät; 1885/86 Studienaufenthalt in Paris, unter dem Einfluss von J.-M. Charcot Hinwendung zur Psychopathologie; danach in der Wiener Privatpraxis Beschäftigung mit Hysterie und anderen Neurosenformen; Begründung und Fortentwicklung der Psychoanalyse als eigener Behandlungs- und Forschungsmethode sowie als allgemeiner, auch die Phänomene des normalen Seelenlebens umfassender Psychologie. 1938 emigrierte Freud nach London, wo er 1939 starb.

Stavros Mentzos, Prof. Dr. med., 1930 in Athen geboren, Psychiater und Psychoanalytiker, 1957 – 1967 Psychiatrische Universitätsklinik Hamburg; 1960 Promotion, 1967 Habilitation. Stavros Mentzos leitete von 1971 – 1995 die Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik im Zentrum der Psychiatrie des Klinikums der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er starb im Mai 2015.



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