Frazier | Bedlam Brotherhood - Er wird dich bestrafen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 207 Seiten

Reihe: Bedlam Brotherhood

Frazier Bedlam Brotherhood - Er wird dich bestrafen


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1183-1
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 207 Seiten

Reihe: Bedlam Brotherhood

ISBN: 978-3-7363-1183-1
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Weil in der Liebe und im Bandenkrieg alles erlaubt ist...

Als Grim Emma Jean kennen lernt ist da etwas ganz besonderes zwischen ihnen. Etwas, das er noch nie zuvor gespürt hat. Als ihre Briefe ausbleiben ist es wie ein tiefer dunkler Schmerz, der nicht gestillt werden kann. Und als sie sich nach all den Jahren wiedersehen, fühlt es sich an wie das große Glück. Doch das Leben hat Grim und Emma Jean auf die falschen Seiten eines erbitterten Krieges gestellt. Er ist Anführer des Bedlam Brotherhoods, sie gehört zu den Los Muertos, seinem größten Feind. Sie wissen, dass sie nicht zusammen sein können. Sie wissen, dass aus ihrer Liebe Schreckliches entstehen kann. Und doch versuchen sie, ihr Schicksal gegen sich zu wenden, ohne zu ahnen, dass sie damit nicht nur ihre Herzen in große Gefahr bringen ...

'Ein Hauch von Dunkelheit und eine wohldosierte Mischung aus Gefühlen und Leidenschaft macht diesen Roman zu einer epischen Liebesgeschichte. T. M. Frazier schreibt die besten Antiheroes und ich verliere mein Herz an jeden einzelnen von ihnen!' ELLE'S BOOK BLOG

Band 2 der Dark-Romane-Reihe BEDLAM BROTHERHOOD von USA-TODAY-Bestseller-Autorin T.M. Frazier



Als T. M. Frazier ihr erstes Buch veröffentlichte, hätte sie nie gedacht, dass es auch jemand lesen würde. Heute ist sie eine erfolgreiche USA-TODAY-Bestseller-Autorin, deren Bücher in mehrere Sprachen übersetzt wurden und überall auf der Welt verkauft werden. Sie lebt mit ihrer Familie in Florida

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1


Grim

Die Nachtluft ist feucht und stickig. Es weht kein Lüftchen und der schwefelige Geruch der Mangroven brennt mir in der Nase.

Ich stehe im Schatten einer Ecke des Gartens und warte auf Tricks. Sie muss jeden Moment den Pfad von der alten Halle heraufkommen. Der Plan lautete, getrennt zu gehen, damit wir nicht zusammen gesehen werden, aber ich zweifle immer mehr an diesem Plan, je mehr Sekunden vergehen.

Ich zünde mir eine Zigarette an.

Ich war noch nie besonders geduldig. Meine bisherigen Erfahrungen mit Warten endeten immer in Enttäuschung oder Tragödien. Zu lange damit zu warten, den Abzug zu drücken, hat dazu geführt, dass ich das erste Mal angeschossen wurde. Diesen Fehler habe ich nie wieder gemacht. Auf eine Lieferung zu warten, nur um festzustellen, dass sie gekapert worden ist. Auf Digger in BB’s Bar zu warten und eine Woche später zu seiner Beerdigung gehen zu müssen. Als einziges Kind nach der Schule an der Straße warten zu müssen endete damit, dass ich zu Fuß gegangen bin und dabei das Auto meiner Mutter fand, ihr lebloser Körper über das Lenkrad gebeugt.

Es gibt eine einzige Ausnahme, und ich habe fünfeinhalb Jahre gewartet, um sie zu finden. Jetzt endlich gehört sie mir.

Tricks. Ein Stück vom Himmel inmitten der Hölle.

Etwas inmitten des Nichts.

Sie zum ersten Mal um mich zu spüren … die Erinnerung allein lässt meinen Schwanz anschwellen. Ich bin über sie hergefallen wie ein wildes Tier, ihren Rücken gegen die kalte, harte Mauer der Halle gezwungen. Es war einfach perfekt.

Sie war einfach perfekt.

Es fühlte sich an, als ob wir nicht nur mit unseren Körpern verschmolzen wären, sondern auch mit unseren Seelen, wenn man an so einen Scheiß glaubt. Das ist die Sache mit Tricks. Sie lässt einen an Dinge glauben. Sie bringt mich dazu, an Dinge glauben zu wollen. An das Leben. An die Menschheit.

An uns.

Was wir miteinander erlebt haben, war schlicht der Wahnsinn. Noch nie hat es sich so gut angefühlt, in einer Frau zu sein. Andererseits war auch keine der Frauen, mit denen ich gevögelt habe, meine Frau.

Im Haus ist Bellys Trauerfeier immer noch in vollem Gange. »Welcome to the Jungle« von Guns N’ Roses dröhnt aus den Lautsprechern, die Gäste lachen. Ich werfe einen Blick durchs Fenster und sehe ein Meer aus Köpfen zur Musik wippen. Zigaretten an den Lippen. Alkohol fließt in Strömen. Lächeln. Freude.

Belly hätte das hier geliebt. Ich wette, wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, ist er jetzt richtig sauer, nicht dabei sein zu können.

Ich blicke in den wolkenlosen Nachthimmel und ziehe an meiner Zigarette. »Ich hoffe, du kannst sie da drinnen hören, Pops. Sie sind alle nur wegen dir da.«

Ich drücke meine Zigarette aus. Immer noch keine Spur von Tricks. Der Pfad ist dunkel und voller Löcher und Steine. Vielleicht hat sie sich verirrt oder ist umgeknickt. Ich schaue besser nach ihr.

Ich bin noch nicht mal am Rand des Gartens angekommen, als zwischen den Bäumen eine Silhouette erscheint. Tricks. Na endlich. Die Gestalt tritt ins Mondlicht. Glänzende braune Haare, große dunkle Augen. Das ist nicht Tricks.

Das Mädchen ist außer Atem. Sie streicht sich die Haare aus dem Gesicht und ich sehe ein Muttermal unter ihrem rechten Auge. Sie kommt mir irgendwie bekannt vor, aber ich kann sie nicht einordnen.

Sie entdeckt mich. »Grim?«

»Kenne ich dich?«

Sie schüttelt den Kopf. »Nein, aber ich kenne dich. Ich meine, ich habe von dir gehört. Von EJ. Ich bin Gabby.«

Gabby. Deshalb kommt sie mir so bekannt vor. Durch die Sicherheitskameraaufnahmen des Casinos und Tricks Beschreibungen kommt es mir vor, als hätte ich sie schon mal gesehen.

»Marcos Schwester«, sage ich, ohne die Abscheu aus meiner Stimme zu halten.

Sie nickt. »Aber viel wichtiger, EJs beste Freundin.«

»Warum bist du hier?« Ich werfe einen Blick über ihre Schulter. »Wo ist Tricks?«

»Marco hat mich geschickt. Die Männer, die EJ hergebracht haben, mussten sich um etwas anderes kümmern. Er hat mich geschickt, um sie zurückzubringen.«

»Wo ist sie?«, wiederhole ich.

Sie deutet mit ihrem Daumen in die Richtung des Pfads. »Sie wartet auf der anderen Seite des Amphitheaters auf mich.«

Unbehagen erfüllt mich. Ich treffe eine Entscheidung. Gleich hier. Gleich jetzt. Eine, die ich schon beim ersten Mal hätte treffen sollen.

Tricks bleibt bei mir.

»Ich werde sie holen«, knurre ich und laufe um Gabby herum.

Sie zieht an meinem Shirt. Ich wirbele herum und werfe ihr einen warnenden Blick zu, doch sie wirkt unbeeindruckt. Entweder lasse ich nach oder dieses Mädchen hat schon so viel Schlimmeres durchgestanden, dass ein drohender Blick das geringste ihrer Probleme darstellt.

»Das kannst du nicht«, flüstert sie. »Sie wartet mit Raydo auf mich. Marco hat darauf bestanden, dass einer seiner Männer mich begleitet.«

Natürlich hat er das.

»Fuck!«, fluche ich und ramme meine Faust gegen den nächstgelegenen Baum. Rindenstücke fallen zu Boden, kleinere Stückchen bleiben zwischen meinen Fingern stecken. Und wieder endet das Warten in einer Enttäuschung. Ich habe mein Zeitfenster verpasst.

Und es ist alles meine Schuld.

Gabby spricht weiter. »Ich habe nicht viel Zeit, aber EJ wollte dir sagen, dass sie geht. Sie will nicht riskieren, mit dir gesehen zu werden, also habe ich ihr gesagt, ich würde dir Bescheid sagen. Raydo habe ich erzählt, dass ich ganz dringend pinkeln muss, damit ich gehen kann.«

»Und das hat er dir abgekauft?«

Sie lächelt. »Erst als ich ihm gesagt habe, dass ich meine Tage habe und angedroht habe, ihm alles in lebhaftem Detail zu beschreiben.«

Gabby und Tricks sind beste Freundinnen, aber jetzt weiß ich, dass sie das gleiche Geschick für Täuschungen haben.

Wieder sieht sich Gabby um, und ich frage mich, ob es aus Gewohnheit ist, ob sie so wie Tricks ihr ganzes Leben über ihre Schulter schauen musste.

Mir fällt etwas ein. Ich verschränke die Arme über der Brust. »Moment mal, woher weißt du, wo sie ist?«

Gabby zieht ihr Handy aus der Tasche. »Hiermit kann ich nur zwei Leute anrufen: Marco und EJ. Aber als sie nicht drangegangen ist, habe ich das hier benutzt.« Sie dreht es herum, sodass ich das Display sehen kann. Es zeigt einen blinkenden Punkt auf der anderen Seite des Amphitheaters. Darüber steht »EJ«. »Die Tracking-App war EJs Idee. Eine sehr gute.«

So langsam lässt mein Misstrauen nach, denn ich weiß, dass Tricks und Gabby all die Jahre aufeinander aufpassen mussten. Gabbys Sicherheit war einer der Hauptgründe, warum Tricks überhaupt zu Los Muertos hatte zurückkehren wollen. Mir hat ihre Entscheidung nicht gefallen, nicht damals und nicht jetzt. Aber ich verstehe und respektiere sie. Außerdem macht es mich stolz, dass Tricks ihrer Freundin gegenüber so loyal ist. Loyalität ist alles. Ohne Loyalität ist man nichts.

»Oh, und sie wollte, dass ich dir das hier gebe.« Gabby reicht mir eine zerknitterte Serviette. Stumm lese ich ein hastig hingekritzeltes Zitat.

»Was ist der Schmerz der Trennung gegen die Freude des Wiedersehens?« – Charles Dickens

Ich stecke die Serviette ein. »Behalte sie im Auge.« Es ist sowohl eine Anweisung als auch eine Warnung. »Falls sie nicht in Sicherheit ist, du das Gefühl hast, dass sich irgendwas anbahnt oder sonst irgendwas ist, komm zu mir.« Ich nehme Gabbys Handy und gebe die Nummer meines Wegwerfhandys in ihre Tracking-App ein. »Du kannst mich zwar nicht anrufen oder mir eine Nachricht schicken, aber damit kannst du mich finden.« Ich speichere es unter Emma Jean.

Gabby nimmt ihr Handy zurück und sieht mich fragend an.

»Du hast schon eine EJ, und mir kam Grim, der Scharfrichter von Bedlam, ein bisschen zu unauffällig vor«, erkläre ich.

Sie steckt das Handy wieder in ihre Tasche. »Wir beide dürfen nirgendwo zusammen allein sein. Nicht mehr. Aber ich versuche, die Nachrichten weiterzugeben.« Sie sieht zu Boden. »Ich muss gehen. Er wird sich fragen, warum das so lange dauert.«

»Gabriella«, ruft eine männliche Stimme aus dem Wäldchen. »Wo zum Teufel bist du hin, chica?«, gefolgt von einer Reihe von Flüchen auf Spanisch.

»Scheiße.« Sie verschwendet keine Zeit mit Abschiedsworten, sondern läuft den Pfad zurück in die Nacht. In der Ferne höre ich ihre Stimme. »Ich bin doch direkt hier, du Idiot. Frauensachen brauchen ihre Zeit, weißt du? Ich könnte dir mehr darüber erzählen, wenn du willst …« Ihre Stimme verliert sich.

Die Musik und das Gelächter werden lauter, während ich zum Haus zurückgehe und sich das ungute Gefühl in meinem Bauch verstärkt. Heute mag zwar Bellys Trauerfeier sein, aber jetzt gerade tut es mehr weh, zu wissen, dass Tricks auf dem Weg zurück in die Hölle ist. Wenn ihr irgendetwas zustößt, wird niemand Marco vor meinem Zorn retten können.

Ich betrete das Haus und bleibe stehen, um einen Blick auf den Rahmen an der Wand zu werfen. Es war eines von Marcis Handarbeitsprojekten. Aber der Schreibstil lässt die Worte nicht weniger bedrohlich wirken.

Oder real.

Ich bade im Blut meiner Feinde.

Und wenn meine Zeit gekommen ist und ich in der Hölle ankomme, werden sich selbst die Dämonen vor mir verbeugen.

Denn der Teufel ist nach Hause...


Frazier, T. M.
Als T. M. Frazier ihr erstes Buch veröffentlichte, hätte sie nie gedacht, dass es auch jemand lesen würde. Heute ist sie eine erfolgreiche USA-TODAY-Bestseller-Autorin, deren Bücher in mehrere Sprachen übersetzt wurden und überall auf der Welt verkauft werden. Sie lebt mit ihrer Familie in Florida

Als T. M. Frazier ihr erstes Buch veröffentlichte, hätte sie nie gedacht, dass es auch jemand lesen würde. Heute ist sie eine erfolgreiche USA-TODAY-Bestseller-Autorin, deren Bücher in mehrere Sprachen übersetzt wurden und überall auf der Welt verkauft werden. Sie lebt mit ihrer Familie in Florida



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