Fraser | Ein Hollywood-Märchen für Dr. Morgan | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Fraser Ein Hollywood-Märchen für Dr. Morgan


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-4584-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-4584-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Oh nein! Ein Blick auf sexy Stuntman Kendrick, und Elizabeth Morgan, die neue Ärztin am Filmset, möchte am liebsten weglaufen. Schließlich wollte sie über den Job eine schmerzliche Liebe vergessen. Ein Herzensbrecher wie Kendrick hilft ihr sicher nicht dabei, oder?



Anne wurde in Schottland geboren, ist aber in Südafrika aufgewachsen. Nachdem sie die Schule beendet hatte, kehrte Sie sie wieder an die Geburtsstätte ihrer Eltern, nach Schottland, zurück. Sie schloss dort eine Ausbildung als Krankenschwester ab, bevor sie auf die Universität ging, um englische Literatur zu studieren. Nach der Geburt ihres ersten Kindes, reisten sie und ihr Mann, ein Arzt, um die Welt und lebten unter anderem im ländlichen Afrika, in Australien und im Norden Kanadas. Anne arbeitete bis vor kurzem im Gesundheitswesen, sodass Sie keinen Mangel an medizinischen Szenen für ihre Bücher hat. Darüber hinaus kann Sie auf das Wissen ihres Mannes zurückgreifen, um sicherzustellen, dass alle medizinischen Details korrekt sind. Anne Fraser liebt es immer noch zu reisen und packt jede Gelegenheit neue Orte zu entdecken, um diese dann in ihren Büchern zu verwenden. Um sich zu entspannen, spielt sie Tennis, macht Yoga, geht Wandern und liebt es natürlich zu lesen.
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1. KAPITEL

Dr. Elizabeth Morgan stieg aus dem Wagen und starrte auf das hektische Treiben vor ihr. Die Wüstenhitze Kaliforniens lag wie eine Decke auf ihrer Haut, die Bluse klebte ihr am Rücken. Schweiß rann in schmalen Rinnsalen zwischen ihren Brüsten entlang.

Was tue ich hier eigentlich? schoss es ihr durch den Kopf. Wehmütig warf sie einen Blick auf das Gepäck, das der Fahrer gerade aus dem Kofferraum hob. Einen Moment war sie versucht, ihm zu sagen, er solle sie zum Los Angeles International Airport zurückbringen. Damit sie den nächsten Flug nach London nehmen konnte.

Aber das ging nicht.

Müde wischte sie sich den Staub vom Gesicht und atmete einmal tief durch. Der Regisseur musste dort irgendwo in der Menge sein. Sie packte den Koffergriff und zerrte ihr Gepäck hinter sich her, so gut es auf den ungewohnten High Heels ging. Das hier hatte sie nicht erwartet. Wurden Filme nicht in Studios gedreht? Hier draußen offenbar nicht, in diesem heruntergekommenen Minenstädtchen in der Nähe von Palm Desert. Nicht ein Hauch von Glanz und Glamour.

Allerdings wäre sie in London irgendwann durchgedreht. Dann schon lieber als Bereitschaftsärztin am Set eines Hollywoodfilms arbeiten. Hier würden sie wenigstens nicht ständig die Erinnerungen quälen.

Sie kniff die Augen gegen die gleißende Mittagssonne zusammen. Die Dreharbeiten waren in vollem Gange. Kameramänner hockten hoch auf mobilen Kameras, überall standen Gruppen von Leuten zusammen, und um den Drehort zog sich eine lange Reihe von Wohnwagen aus blitzendem Aluminium.

Genau in diesem Augenblick bockte eins der Pferde und schlug heftig aus. Der Reiter klammerte sich an das widerspenstige Tier, verlor jedoch das Gleichgewicht und flog in hohem Bogen durch die Luft, ehe er mit einem dumpfen Geräusch auf dem harten, staubigen Boden landete.

Sofort griff Elizabeth nach ihrem Arztkoffer. Der Mann war so heftig aufgeprallt, dass er sich schlimm verletzt haben musste.

Aber noch ehe sie die wenigen Schritte zu ihm hin geschafft hatte, war er schon wieder auf den Beinen und klopfte sich mit seinem Cowboyhut lässig den Staub von der Hose.

„Wie war es, Philip?“, rief er mit amerikanischem Akzent. „War es dir realistisch genug?“

Elizabeth ging langsamer. Der Mann war groß, ungefähr einsneunzig und muskelbepackt. Er trug eine eng sitzende ausgeblichene Jeans und Cowboystiefel mit Sporen. Mit seinem kurzen dunklen Haar und dem breiten Mund strahlte er eine totale maskuline Selbstsicherheit aus. Elizabeth wusste instinktiv, dass dieser Mann ein Herzensbrecher war. War er einer der Schauspieler? Dumme Frage, was denn sonst?

Er musterte sie ungeniert, während sie auf ihn zukam. Dann grinste er, zeigte dabei strahlend weiße Zähne. Wenn er weiter so reitet, hat er sie nicht mehr lange, dachte sie leicht gereizt.

„Hi, Ma’am. Ich glaube, wir kennen uns nicht. Ich bin Kendrick.“ Er streckte die Hand aus.

Kräftige, schlanke Finger umschlossen ihre. Unerwartet fing ihr Herz an zu rasen, als er ihr in die Augen schaute.

„Dr. Elizabeth Morgan. Ich bin die Ärztin hier bei den Dreharbeiten. Haben Sie Schmerzen? Vielleicht sollte ich Sie mir mal ansehen.“

Sein Grinsen wurde breiter. „Wenn ich es mir richtig überlege, Ma’am, tut mir die Schulter weh. Werfen Sie einen kurzen Blick drauf?“

Bevor sie antworten konnte, streifte er sich das staubige Hemd ab und stand mit nacktem Oberkörper da. Elizabeth sah bronzebraune Haut, starke Muskeln und ein paar Narben. Der Mann hatte einen Waschbrettbauch mit feinen dunklen Härchen, die unter dem Gürtel der Jeans verschwanden. Unwillkürlich musste sie schlucken.

Er weiß genau, wie er auf Frauen wirkt. Aber nicht mit mir, sagte sie sich bestimmt.

„Nach einem solchen Sturz sollten Sie sich lieber hinsetzen, Mr …?“, sagte sie. So verrückt wie ihr Puls schlug, könnte man meinen, sie wäre gerade vom Pferd gefallen und nicht er.

„Ich heiße Kendrick. Niemand hier spricht sich mit dem Nachnamen an. In England ist man wohl so förmlich.“ Er zog eine Augenbraue hoch. „Sie sind doch aus England, oder?“ Als sie nickte, fuhr er fort: „Aber hier nennen wir uns alle beim Vornamen, Lizzie.“

„Mein Name ist Elizabeth. Und ich möchte Sie bitten, mich Dr. Morgan zu nennen“, erwiderte sie steif. „Also, welche Schulter tut Ihnen weh?“

Er kam näher, so dicht, dass sie nur mit Mühe das Bedürfnis unterdrückte, zurückzuweichen. „Keine, war nur Spaß.“ Seine Augen blitzten.

„Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie meine Zeit nicht vergeudeten, Mr … Kendrick“, sagte sie und ärgerte sich, dass ihr Herz so hämmerte.

Wieder grinste er breit, ehe er sich einem Mann in mittleren Jahren mit langen Koteletten zuwandte, der mit einer jungen Frau auf sie zukam. Sie trug die kürzesten Jeansshorts, die Elizabeth je gesehen hatte, dazu extrem hohe Stilettos.

„Hi, Philip“, begrüßte ihn Kendrick. „Vielleicht solltest du ihr erklären, wer ich bin. Ich habe das Gefühl, diese kleine Lady glaubt mir kein Wort.“

So eine Frechheit – kleine Lady! Für wen hielt der Mann sich eigentlich?

„Okay, Sunny, das war’s erst einmal.“ Philip gab seiner Begleiterin die Unterlagen zurück, die er auf dem Weg unterschrieben hatte. „Wir sehen uns nach dem Essen.“

Sunny warf Kendrick einen Blick aus ihren stark geschminkten Augen zu. Er zwinkerte ihr zu, sie wurde knallrot und drehte sich hastig um, ehe sie davonstöckelte.

„Sie müssen Dr. Morgan sein“, sagte Philip. „Freut mich, dass Sie so schnell kommen konnten. Ich bin der Regisseur.“ Er deutete auf Kendrick. „Wie ich sehe, haben Sie bereits unseren Stuntman und Stunt-Koordinator kennengelernt. Kendrick, Dr. Morgan ist die Nachfolgerin von Dr. Marshall. Du solltest darauf achten, dass sie immer in deiner Nähe ist.“

Kendrick schwang sich das Hemd über die Schulter. „Du weißt, dass ich mich selten verletze“, meinte er unbekümmert. „Deshalb hast du mich ja auch engagiert, Philip.“ Er nickte Elizabeth kurz zu. „Schön, Sie kennengelernt zu haben, aber bitte entschuldigen Sie mich, ich muss jetzt unter die Dusche.“ Dann hob er lässig die Hand und schlenderte davon.

Schweigend blickten Elizabeth und Philip ihm nach.

„Er hat recht – er verletzt sich kaum einmal. Zumindest nicht ernsthaft. Aber wir wollen kein Risiko eingehen und haben darum ständig einen Arzt am Set“, erklärte Philip. „Tut mir leid, dass ich nicht hier war, als Sie angekommen sind, aber solange das Licht mitspielt, geht das Drehen vor. Freut mich, dass Sie so kurzfristig für Dr. Marshall einspringen konnten.“

Gern hätte Elizabeth gewusst, warum Dr. Marshall aufgehört hatte, hielt sich aber zurück. Sie würde es früh genug erfahren.

„Wenn Sie möchten, machen wir einen kleinen Rundgang, bevor Sie sich häuslich einrichten“, schlug er vor. „Unterwegs erkläre ich Ihnen, wobei wir Ihre Unterstützung brauchen.“

„Gern.“

„Wir drehen hier einen Actionfilm, aber das werden Sie bestimmt schon vermutet haben. Autorennen, Explosionen, wilde Pferde, alles dabei. Kendrick ist nicht unser einziger Stuntman, doch er übernimmt die meisten Stunts. Wir haben auch eine Stuntfrau, Sie werden sie später kennenlernen. Soweit ich verstanden habe, besitzen Sie Erfahrung in der Notfallmedizin?“

„Das stimmt.“ Er musste ja nicht wissen, dass es schon einige Zeit her war, dass sie als Ärztin gearbeitet hatte. Aber das stand schließlich alles in ihrem Lebenslauf. Abgesehen von einigen Dingen, die sie nie mehr vergessen würde.

„Gut. Meistens werden Sie es hier nicht mit Verletzungen, sondern mit Halsentzündungen, Magenbeschwerden und Ähnlichem zu tun haben, und ich verlasse mich darauf, dass Sie unsere Leute gesund und fit halten. Jeder ausgefallene Tag kostet die Produktionsfirma ein Vermögen.“

Über offenes Gelände erreichten sie eine staubige Straße, die von hölzernen Gebäuden gesäumt war. Ob es nur Fassaden waren, konnte Elizabeth nicht ausmachen. Auf jeden Fall wirkten sie unglaublich echt.

Der Wüstenwind trieb eine Steppenhexe an ihnen vorbei. Es war brütendheiß.

„Neben unseren Stars Jack und Tara arbeiten ungefähr zwanzig weitere Schauspieler hier. Rechnen Sie die Kameraleute, das Aufnahmepersonal und alle Hilfskräfte hinzu, kommen wir auf gut hundert Leute. Sie werden sehen, dass wir Sie auf Trab halten.“

„Das macht mir nichts aus“, erwiderte Elizabeth aufrichtig. Je mehr Arbeit, umso besser.

Philip blieb vor einem großen Zelt stehen. „Die meisten von uns essen hier, aber Sie haben in Ihrem Wohnwagen auch eine kleine Küche. Es bleibt also Ihnen überlassen.“

Elizabeth nickte. Ab und zu würde sie mit den anderen essen, solange ihr niemand zu viele Fragen stellte. Sie wollte ihren Job erledigen, ansonsten aber in Ruhe gelassen werden.

„Okay, das war’s mehr oder weniger“, meinte Philip. „Abgesehen von dem Wohnwagen, in dem Sie die Patienten versorgen. Er steht auf der anderen Seite des Camps und enthält alles, was Sie brauchen. Schwere Fälle schicken wir per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Los Angeles. Einer ist immer startklar.“

„Ich würde mir gern noch die medizinische Einrichtung ansehen. Nur um sicherzugehen, dass wirklich alles vorhanden ist.“

„Kein Problem. Überzeugen Sie sich gern, dass wir bestens ausgestattet sind. Wenn Sie sich umgesehen haben, bitte ich Sunny, Sie zu Ihrem...



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