E-Book, Deutsch, Band 7, 310 Seiten
Franzheld Verdachtsarbeit im Kinderschutz
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-658-18047-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Eine berufsbezogene Vergleichsstudie
E-Book, Deutsch, Band 7, 310 Seiten
Reihe: Kasseler Edition Soziale Arbeit
ISBN: 978-3-658-18047-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Tobias Franzheld gibt einen Einblick in aktuelle Herausforderungen des bundesdeutschen Kinderschutzsystems. Auf der Basis einer Vergleichsstudie stellt er relevante Akteure sowie ihre besonderen Aufgabenschwerpunkte gegenüber. Der Verdacht bildet dabei ein Scharnier, um professionssoziologische Reflexionen, handlungsfeldspezifische Rahmenbedingungen und berufliche Besonderheiten in methodisch kontrollierter Form zu einem integrativen Konzept zu verbinden. Die Studie schließt die Forschungslücke beruflicher Quervergleiche und rekonstruiert interdisziplinäre Kooperationskontexte, die sich exemplarisch für Vertreter aus Medizin, Polizei und Sozialer Arbeit in der Bewältigung von Kindeswohlgefährdungen und ihrer neuen beruflichen Arbeitsanforderungen ergeben.
Tobias Franzheld ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich für Humanwissenschaft der Universität Kassel sowie Koordinator im DFG-Projekt 'Wissenstransfer im Kinderschutz' an den Universitäten Kassel und Jena.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;6
2;Einleitung;10
2.1;Vorbemerkung;10
2.2;Ausgangsüberlegung und Fragestellung;11
2.3;Aufbau der Arbeit;15
3;1 Die Beziehungsarbeit aus Sicht der Professionssoziologie;19
3.1;1.1 Professionen und Klientenbezug;20
3.2;1.2 Zwischenbetrachtung: Klientenbezug kontra Berufsbeziehung?;27
3.3;1.3 Professionen und Berufsbeziehungen;28
3.4;1.4 Feldbeziehungen und Berufsrahmen;36
3.5;1.5 Fazit: Eine Verhältnisbestimmung beruflicher Beziehungen;42
4;2 Kinderschutz als Handlungsfeld und berufliche Herausforderung;44
4.1;2.1 Kinderschutz: eine begriffliche Orientierung;45
4.1.1;2.1.1 Kinderschutz als Interventionsarbeit;47
4.1.2;2.1.2 Die Präventionsarbeit im Kinderschutz;52
4.2;2.2 Stand der Forschung im Kinderschutz;56
4.2.1;2.2.1 Exkurs: Verdachtshandeln und Abduktion;68
4.2.2;2.2.2 Zusammenfassung der Forschungsthemen und die Entwicklung einer Heuristik zur empirischen Analyse;73
5;3 Methodisches Vorgehen;78
5.1;3.1 Methodologische Fundierungen;78
5.2;3.2 Überlegungen zur »Fallauswahl«: Berufsvergleiche als Kontrastierungen;81
5.3;3.3 Feldbegrenzung: Kinderschutz als unübersichtliches Handlungsfeld;85
5.4;3.4 Erhebungs? und Analysemethoden: Semantische Feldanalysen;90
6;4 Die Verdachtsarbeit der Polizei;96
6.1;4.1 Verdachtsbildung: der Wohnraumzugang und die Gefährdungsspur;97
6.1.1;4.1.1 Rechtlich beschränkte Wohnungszutritte;99
6.1.2;4.1.2 Die Bearbeitung kindeswohlbezogener Zutrittskonflikte;100
6.1.3;4.1.3 Aufmerksamkeiten in privaten und öffentlichen Gefährdungsräumen;110
6.1.4;4.1.4 Zwischenfazit: Verdachtsbildungen der Polizei;118
6.2;4.2 Verdachtsartikulation: »Oberflächlichkeiten« der Polizeieinschätzung;119
6.2.1;4.2.1 (Alltags?)Normierung von Gefährdungssituationen;119
6.2.2;4.2.2 Die »offensichtliche« Gefährdungseinschätzung;122
6.2.3;4.2.3 Die Unsichtbarkeit polizeilicher Grenzsemantiken;126
6.2.4;4.2.4 Zwischenfazit: Verdachtsartikulationen als „Eindeutigkeitsnarration“;131
6.3;4.3 Verdachtsabklärungen als Verantwortungsdelegationen;132
6.3.1;4.3.1 Die eigenmächtige Regelung von An? und Abwesenheit;133
6.3.2;4.3.2 Die Hilfsarbeiten der Polizei im Kriseneinsatz;134
6.3.3;4.3.3 Die Polizei als zuarbeitender Ordnungsdienst;139
6.3.4;4.3.4 Die Logik konsekutiver Verdachtsabklärungen als Behördenbeteiligung;142
6.3.5;4.3.5 Zwischenfazit: Verdachtsabklärungen als Vermeidungshandeln;146
7;5 Die ärztliche Verdachtsarbeit;148
7.1;5.1 Die Verdachtsbildung: der Zugang zur Körperspur;148
7.1.1;5.1.1 Der Körperzugang als Pflicht Gefährdungen zu erkennen;149
7.1.2;5.1.2 Ärztliche Aufmerksamkeiten: das Oszillieren zwischen Verletzung und Gefährdung;151
7.1.3;5.1.3 Intuitionen und Distanzierungen der Gefährdungswahrnehmung;154
7.1.4;5.1.4 Die Darstellung ärztlicher Expertenkompetenz: Geständnisse im Kinderschutz;157
7.1.5;5.1.5 Zwischenbetrachtung: die ärztliche Verdachtsbildung;160
7.2;5.2 Die Verdachtsartikulation: Erfahrung, Diagnosen, kognitive Prozeduren;161
7.2.1;5.2.1 Die Bedeutung klinischer Erfahrungsbildung;162
7.2.2;5.2.2 Medizinisch indizierte Gefährdungseinschätzungen;164
7.2.3;5.2.3 Sozial indizierte Gefährdungseinschätzungen;167
7.2.4;5.2.4 Zwischenfazit: Verdachtsartikulationen auf der Basis medizinischer Diagnosekategorien;171
7.3;5.3 Verdachtsabklärungen als Möglichkeit beruflicher Einflussnahmen;172
7.3.1;5.3.1 Abklärungen von Verletzungsspuren in Überweisungsnetzwerken;173
7.3.2;5.3.2 Verdachtsabklärungen innerhalb des medizinischen Systems;176
7.3.3;5.3.3 Das Kindeswohl unter stationärer Beobachtung;180
7.3.4;5.3.4 Arbeitsteilung in paraprofessionellen Behandlungsarenen;186
7.3.5;5.3.5 Zwischenbetrachtung: die ärztliche Verdachtsabklärung als Chance fallbezogener Einflussnahmen;196
8;6 Die Verdachtsarbeit der Sozialen Arbeit;198
8.1;6.1 Die Verdachtsbildung im Spannungsfeld von Meldung und Abklärung;198
8.1.1;6.1.1 Das Perspektivenproblem von Gefährdungsgeschichten;201
8.1.2;6.1.2 Die Aufmerksamkeitsstruktur: die Vorgeschichte der Gefährdungsmeldung;205
8.1.3;6.1.3 Das Sicherheitsbedürfnis der Fachkräfte: »große« und »kleine« Sachen;220
8.1.4;6.1.4 Zwischenbetrachtung: die organisierte Verdachtsbildung der Sozialen Arbeit;224
8.2;6.2 Die Verdachtsartikulation: Berufserfahrung und Eingriffsnormierung;225
8.2.1;6.2.1 Die berufliche Regulierung von Eingriffsimpulsen;225
8.2.2;6.2.2 Die Sprachlosigkeit bei der Verdachtsarbeit;229
8.2.3;6.2.3 Zwischenbetrachtung: Verdachtsartikulationen der Sozialen Arbeit;232
8.3;6.3 Grenzwertzuschreibungen in Prozessen der Verdachtsabklärung;233
8.3.1;6.3.1 Mitwirkung herstellen und Gespräche organisieren;234
8.3.2;6.3.2 Abklärungsbeziehungen als »Gesprächsöffner«;245
8.3.3;6.3.3 Gefährdungsgrenzen und Verantwortungsgrenzen jugendamtlicher Abklärungen;249
8.3.4;6.3.4 Zwischenbetrachtung: die Verdachtsabklärung der Sozialen Arbeit;252
9;7 »Fallkontrastierung«: die Verdachtsarbeit im Berufsvergleich;253
9.1;7.1 Zugänge, Wahrnehmungen und persönliche Intuition;253
9.2;7.2 Kognitionen, Reflexionen und Normierungen;257
9.3;7.3 Zuständigkeiten, Verantwortungszuschreibung und Arbeitsleistung;259
9.4;7.4 Die »kulturellen Themen« beruflicher Verdachtsarbeit;262
10;8 Ergebnissicherung und professionssoziologische Reflexionen;264
10.1;8.1 Kinderschutz zwischen beruflicher Geschlossenheit und Sonderzuständigkeit;265
10.2;8.2 Die Wissensordnung im Kinderschutz;268
10.3;8.3 Kinderschutz im Spannungsfeld von Generalisierung und Spezialisierung;271
10.4;8.4 Kinderschutzbeteiligung: Distanzierung und Mitwirkung in Arbeitsbeziehungen;274
11;Schlussbetrachtung: theoretische und empirische Texturen der Verdachtsarbeit;278
11.1;Komponenten der Verdachtsarbeit;279
11.2;Ein idealtypisches Handlungsmuster der Verdachtsarbeit;283
11.3;Ein integratives Konzept der Profession;284
12;Literatur? und Quellenverzeichnis;290
12.1;Literatur;290
12.2;Quellen;310




