Foxx | Flying 1: Right behind you | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 172 Seiten

Reihe: Flying

Foxx Flying 1: Right behind you


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-95869-442-2
Verlag: Amrun Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 1, 172 Seiten

Reihe: Flying

ISBN: 978-3-95869-442-2
Verlag: Amrun Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Schule, Freizeit und die erste große Liebe.
Eine schwierige Kombination.
Bastians Beziehung zu Sophie läuft nicht so wie erwartet.
Seine Noten werden immer schlechter und seine Mum
setzt ihm deswegen die Pistole auf die Brust.
Die Lösung: Noah Breitenbach
Ausgerechnet der soll ihm helfen.
Er ist intelligent, beliebt, gutaussehend und ... seltsam verschlossen.
Das genaue Gegenteil von Bastian.
Das Ergebnis: Überraschend heiße Küsse!

Foxx Flying 1: Right behind you jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Schlechte Nachrichten

»Aber Mum …«

»Nein, Bastian! Du hattest so viele Chancen und jetzt reicht’s!«

»Das ist unfair.«

»Du kanntest die Abmachung, jetzt leb auch mit den Konsequenzen!«

»Aber das ist doch nicht meine Schuld, was kann ich denn dafür, dass …«

»Bastian Faaber, du bringst eine Fünf nach der anderen nach Hause, bist versetzungsgefährdet und erlaubst es dir ernsthaft, jetzt noch mit mir zu diskutieren?«

»DU hast doch selbst gesagt, dass das an meinem ADHS liegt!«

»Es reicht, Bastian!«

»ABER ICH WILL KEINE NACHHILFE!«

»Und ich will keinen Sohn, der mit einem unterdurchschnittlichen Hauptschulabschluss bis Ende dreißig bei seiner Mutter wohnt und sich durchfüttern lässt!« Okay, wow, das hat gesessen!

Es folgt angespannte Stille. Die Zornesfalten meiner Mutter graben sich tief in ihre hohe Stirn, und ihr heftiges Schnauben unterscheidet sich nicht im Geringsten von meinem eigenen. Das ist alles so verdammt ungerecht. Wieso musste meine Mutter auch ausgerechnet heute früher von der Arbeit nach Hause kommen, bevor ich die Chance hatte, diesen dummen Brief von der Schule abzufangen? Verdammt! Ich bin so am Arsch, ey.

»Dein Vater kommt in einer Stunde nach Hause. Bis dahin will ich dich hier unten nicht mehr sehen«, spricht sie mit bebender Stimme und wendet sich von mir ab. Ihr langes rotes Haar streift mein Handgelenk, als sie an mir vorbeimarschiert und den unheilvollen Brief schwungvoll auf die Kommode wirft.

»Fein«, zische ich patzig, während ich zur Treppe laufe, um mich gleich oben in meinem Zimmer einzuschließen. Ich habe sowieso genug für heute! Am liebsten will ich sie gar nicht mehr sehen oder hören.

»Mach deine Hausaufgaben. Der Fernseher bleibt aus, haben wir uns verstanden?«, wirft sie mir noch aus der Küche hinterher, und ich unterdrücke ein wütendes Schnauben. »Jaahaa«, erwidere ich genervt, und dann sprinte ich eilig die Treppen nach oben, ehe mich die neuentflammte Wut meiner Mutter treffen kann. Ihr hochexplosives Temperament ist wirklich zum Kotzen. Ständig muss man aufpassen, was man sagt, wie man es sagt und welches Gesicht man dazu zieht. Richtig ätzend. Aber egal, für den Moment habe ich mich gerettet. Zumindest solange, bis mein Dad nach Hause kommt. Der wird bestimmt auch nicht sonderlich davon begeistert sein, dass ich so schlechte Noten habe und jetzt sogar versetzungsgefährdet bin.

Seufzend falle ich auf mein Bett, versinke in den weichen Kissen und atme den frischen Duft der neuen Bettwäsche ein. Super angenehm. Ein Glück für mich. Wäre meine Mum noch nicht mit dem Bettenbeziehen fertig gewesen, bevor der blöde Brief kam, dann hätte ich das jetzt mit ziemlicher Sicherheit selbst machen dürfen. Und das gehört nun wirklich nicht zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Ich bin sechzehn, Gott verdammt! Da hat man andere Dinge im Kopf. Schule und Hausarbeit gehören garantiert nicht dazu.

Ein letztes Mal atme ich tief ein, ehe ich mich wieder aufsetze und meinen Blick auf den sauberen Boden gleiten lasse, direkt hinüber zu meinem zerschlissenen Rucksack, den ich einfach in eine Ecke geworfen habe. Hausaufgaben … Pfff, wer braucht die schon. Selbst wenn ich wüsste, was genau wir aufhaben, würde ich sie nicht machen. Immerhin habe ich doch Sophie, die immer sehr vorbildlich ist und alles ganz ausführlich mitschreibt und hoffentlich auch mit mir teilt. Allerdings muss ich mich dafür hin und wieder bei ihr einschleimen.

Aus diesem Grund ziehe ich auch mein Handy aus der Hosentasche, um ihr gleich mal eine Nachricht zu schicken. Dass sie seit drei Monaten meine feste Freundin ist, scheint sie nämlich nicht davon abzuhalten, mir des Öfteren die kalte Schulter zu zeigen und mich gelegentlich hängen zu lassen. Aber ich liebe sie. Sie ist toll. Total hübsch, beliebt und das mit Abstand süßeste Mädchen an meiner Schule. Aber sie macht es mir eben auch nicht immer leicht. Deshalb muss jedes meiner Worte gut überlegt sein.

Bastian:

»Hey Babe <3 Magst du vorbeikommen? Ich könnte grade echt ein wenig Aufmunterung gebrauchen, außerdem vermisse ich dich total!«

Ich grinse mein Handy noch für zwei Sekunden an, stelle mir Sophies Lächeln vor, wenn sie meine Nachricht sieht, und grinse direkt noch dümmlicher vor mich hin. Anschließend lege ich mein Handy in meinen Schoß, weil ihre Antwort sicherlich noch etwas auf sich warten lässt, und starre an die Decke meines Zimmers. War die wirklich schon immer so schrecklich weiß? Irgendwie wirkt sie langweilig, nicht so wie der Rest meines Zimmers. Ich hab nämlich, zum Leidwesen meiner Mutter, meinen nicht vorhandenen künstlerischen Fähigkeiten freien Lauf gelassen und mich an jeder noch so winzigen Stelle für alle Zeit verewigt. Mit Farbklecksen, mehr oder weniger geistreichen Sprüchen und gekritzelten Comicfiguren. Hin und wieder findet man sogar eine verkrüppelte Version von Zorro aus One Piece, einer von vielen Lieblingscharakteren, die ich habe und die über die Jahre immer mehr wurden. Da wäre zum Beispiel noch- OH. In meinem Schritt vibriert es und ich schnappe mir erst mein Handy, als die Vibration aufgehört hat. Mit dem Gedanken, dass die Nachricht von Sophie ist, hat diese Kleinigkeit auch einen leicht erregenden Effekt … heh. Es kribbelt.

Sophie:

»Das geht nicht. Hast du vergessen? Wir schreiben morgen Mathe und ich denke, du solltest lieber dafür lernen.«

Und schon ist jeder Hauch von Erregung verschwunden. Mathe … ein schrecklicher Lustkiller. Sophie ist wirklich herzlos. Sie lässt nicht zu, dass ich mich in Fantasien mit ihr verlieren kann. Und obendrein erinnert sie mich auch noch an die Mathearbeit, die ich bis eben erfolgreich verdrängt hatte. Jetzt sind fehlende Hausaufgaben das kleinere Problem. Toll. Total doof, echt.

Bastian:

»Ach komm schon, nur für ’ne Stunde, oder so?«

Schadet ja nicht, wenn ich mein Glück erneut versuche, oder? Außerdem bin ich niemand, der schnell aufgibt. In dieser Hinsicht zumindest. Manchmal muss man hartnäckig sein, um zu bekommen, was man will. Und mit Sophie hier auf meinem Bett zu liegen, sie in meinem Arm zu halten, über ihren Rücken zu streicheln und vielleicht endlich mal ein wenig zu knutschen, sind bei weitem die besseren Aussichten, als für Mathe zu büffeln. In meiner Vorstellung hängen unsere Lippen ständig aneinander. Pausenlos. Doch in der Realität …

Sophie:

»Sorry, aber die Arbeit morgen ist wichtig. Die zählt angeblich zu 20 % in die Endjahresnote mit rein! Aber musst du wissen, ist ja deine Note …«

Na super. Genau das musste sie ja jetzt sagen. Als ob meine Mutter mir nicht schon genug Druck macht. Nope, meine eigene Freundin schlägt sich auch noch auf ihre Seite.

Na schön, wenn es denn unbedingt sein muss, stehe ich halt auf und suche nach den letzten Aufzeichnungen aus dem Matheunterricht. Ein loses Blatt nach dem anderen gleitet durch meine Finger, ehe es unbeachtet auf einem Stapel auf der Seite landet. Das ist alles nutzlos! So ’ne verfickte Scheiße, das wird eine Katastrophe, wenn mir nicht bald etwas einfällt, was mir morgen den Arsch rettet. Ich meine, ich kann für Mathe ja nicht einmal versuchen, einen vernünftigen Spicker zu schreiben, weil ich den Stoff ohnehin nicht verstehe. Ich bin hoffnungslos verloren, ohne Witz, ey.

Stöhnend und leider auch ziemlich entmutigt lasse ich mich zurück auf mein Bett fallen. Die Vibration einer neu eingehenden Nachricht kommt mir da ganz gelegen. Ablenkung von dem bevorstehenden Horror ist genau das, was ich jetzt brauche. Zum Glück habe ich Freunde wie Florian aka Flo, der immer da ist, wenn ich ihn brauche. Schon seit der Grundschule. Er hatte damals die rote Power-Ranger-Actionfigur, ich die gelbe, und zusammen waren wir damit ein unschlagbares Team. Quasi der Beginn einer echten Freundschaft.

Flo:

»Hast du ihn?«

Ich seufze niedergeschlagen, bevor ich anfange zu antworten. Flo war es, der mich auf die Idee gebracht hat, die Briefe vor meinen Eltern zu verstecken. Hat die letzten zwei Male auch super funktioniert. Nur heute nicht.

Bastian:

»Nein … Meine Mum war schneller.«

Flo:

»Scheiße!«

Bastian:

»Das kannst du laut sagen. Sie hat eben eine Riesenszene gemacht!«

In allen Einzelheiten berichte ich Florian von dem Ausbruch meiner Mutter, während er mich zwischenzeitlich mit einem ganzen Haufen Mitleid überschüttet. Bester Freund eben!

Bastian:

»Ehrlich, ich glaub, ich kann froh sein, dass sie mir nicht auch noch mein Handy weggenommen hat!«

Flo:

»Stimmt … oh Mann, das ist echt dumm gelaufen heute. Wie geht’s denn jetzt weiter? Wirst du dir jemanden suchen?«

Unwillig verziehe ich das Gesicht. Darüber habe ich nämlich noch gar nicht nachgedacht. Will ich auch jetzt noch nicht. Weil, fuck Mann, Nachhilfe ist scheiße! Das wird so unfassbar viel Zeit fressen. Es gibt immerhin tausend Dinge, die ich lieber tun würde. Vor allem mit Sophie und natürlich auch mit Flo, die dann beide definitiv darunter leiden würden.

Bastian:

»Keine Ahnung, Mann. Ich hab keine Lust, meine wertvolle Zeit mit ätzender Nachhilfe zu verschwenden. Aber so wie Mum heute ausgetickt ist, bleibt mir nichts anderes übrig. Wie wär’s … kannst du dich nicht opfern und so tun, als würdest du mir Nachhilfe geben?«...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.