E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Tiffany
Foster Willkommen bei "Sex-Appeal"
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-6762-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Tiffany
ISBN: 978-3-7337-6762-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Brent hat großen Ehrgeiz, zum Mann mit dem größten Sex-Appeal gewählt zu werden. Doch es geht ihm nicht um den Sieg beim Wettbewerb, sondern allein um Shadow - die erotischste Frau, die ihm je begegnet ist.
Bisher hat die US-amerikanische Bestseller-Autorin Lori Foster über siebzig Liebesromane geschrieben. Unter dem Namen L.L.Foster schreibt sie Fantasy-Romane. Mit dem Schreiben begann Lori Foster erst im Alter von 30 Jahren, vorher dachte sie nie daran, eine Geschichte zu schreiben. Als sie mit einer Lungenentzündung das Bett hüten musste, brachte ihre Schwester ihr zahlreiche Romances. Diese Lektüre gefiel ihr so gut, dass sie kurz darauf anfing, selbst ein Buch zu schreiben. Nach einem zweiten Manuskript besuchte sie einen Kursus für Schriftsteller. Dabei stellte sie fest, dass die anderen Kursteilnehmer kein Buch beendeten. Die Erkenntnis, dass sie tatsächlich Talent zum Schreiben hatte, gefiel ihr durchaus. Deshalb schrieb sie weiter, ihr zehntes Manuskript konnte sie schließlich an den Verleger Harlequin verkaufen. Seitdem hat sie zahlreiche Romances geschrieben, für ihre Liebesromane erhielt sie viele Auszeichnungen und stand auf den wichtigsten Bestsellerlisten der USA. Obwohl sie viel Freude am Schreiben hat, steht ihre Familie an erster Stelle in ihrem Leben.
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1. KAPITEL
„Du warst ein böser Junge. Komm sofort auf mein Zimmer.“
Unter dem Sweatshirt mit frechem Aufdruck zeichnete sich ein wohlgeformter weiblicher Oberkörper ab. Brent Bramwell schlenderte durch die neue Einkaufsstraße und begutachtete die bunte Ansammlung kleiner Boutiquen. Die Sache schien sich gut zu entwickeln, nun, da fast alle Geschäftsräume vermietet waren.
Aus den Augenwinkeln hatte er in einem der Schaufenster eine Bewegung wahrgenommen, war neugierig geworden und hatte trotz des eisigen Novemberwindes seinen Schritt verlangsamt. Von der Gestalt im Sweatshirt konnte er nicht mehr als die mittlere Körperpartie sehen. Die Frau war gerade dabei, neue Jalousien aufzuhängen. Offenbar stand sie auf einer Leiter. Ihr Kopf wurde von der halb herabhängenden Jalousie verdeckt, ihre Beine vom Fenstersims, zumindest von den Knien abwärts.
Doch der Teil von ihr, der sichtbar war, war gar nicht schlecht. Die Hüften waren rund und fest, die Schenkel schlank, die Brüste nicht zu klein und nicht zu groß.
Langsam trat Brent an das Schaufenster heran. Der eisige Wind blies ihm ins Gesicht und fuhr ihm durchs Haar. Noch einmal las er die Worte auf dem Sweatshirt und fragte sich, was für eine Frau das sein mochte, die mit einem solchen Spruch auf sich aufmerksam machte. Kurz vor dem Fenster blieb er stehen und betrachtete genüsslich den Streifen nackter Haut, der sich zeigte, als die Frau sich nun reckte. Er konnte sogar ihren Nabel sehen, eine kleine Vertiefung in einem festen flachen Bauch.
Sehr sexy.
In diesem Augenblick stieg sie von der Leiter. Ihre Blicke trafen sich. Ihre großen, glänzenden Augen waren braun mit einem dichten Kranz langer Wimpern. Schelmisch blitzten sie ihn an.
Brent verlor buchstäblich das Gleichgewicht.
Der Gehweg war eisbedeckt. Brent war ausgeglitten und fand sich plötzlich auf dem Rücken liegend wieder, über sich den grauen Novemberhimmel.
Die Tür der Boutique öffnete sich, und die Frau kam heraus. Sie geriet auf dem spiegelglatten Gehweg ebenfalls ins Schlittern, hielt sich jedoch im Gegensatz zu Brent auf den Beinen.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte sie besorgt und kniete sich neben ihn.
Er starrte in ihre Augen – die schönsten Augen, die er je erblickt hatte, strahlend und ausdrucksvoll, und suchte nach Worten. Doch ihm fiel nichts ein. Also nickte er nur. Die Sache war ja so peinlich, und schmerzhaft dazu. Außerdem klapperten ihm wegen der Kälte die Zähne.
„Können Sie aufstehen?“
„Ich fürchte, nein“, log er und wartete ab, was sie tun würde.
Ohne Zögern legte sie ihm den Arm um den Oberkörper und versuchte, ihn aufzurichten. Als sie endlich beide standen, überragte er sie um ein beträchtliches Stück.
Gemeinsam schlitterten sie zur Ladentür. Er stützte sich nur ein kleines bisschen auf sie, gerade so viel, dass sie dicht an seiner Seite bleiben musste.
„Es tut mir wirklich leid“, sagte sie. „Heute Nachmittag ist gestreut worden, aber bei diesem Wetter überfriert es ständig wieder neu.“ Sie blickte zu ihm hoch. Diese Augen! „Ich hoffe, Sie haben sich nicht ernsthaft wehgetan.“
Sie war einfach hinreißend. Ihr dunkles Haar war eine dichte Mähne seidig glänzender Locken, die bei jeder Bewegung wippten. Ihr Teint war hell und makellos. Er nahm sich Zeit, seine Retterin ausgiebig zu betrachten, während sie ihn zu einem Stuhl hinter der Ladentheke führte.
Die abgewetzten Jeans, die sie trug, lagen ziemlich eng an, genau wie das verwaschene Sweatshirt. Man konnte sehen, dass sich wegen der Kälte ihre Brustknospen darunter abzeichneten.
„Machen Sie sich keine Sorgen“, sagte Brent, als er ihren fragenden Blick bemerkte. „Ich schätze, mehr als meinen Stolz habe ich mir nicht verletzt.“
Sie schenkte ihm ein atemberaubendes Lächeln. „Oh, ich fürchte, Sie werden schon noch ein paar verletzte Stellen ausfindig machen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, genauer hinzuschauen.“
Wie ungezwungen sie war. „Vielleicht haben Sie recht. Wer sind Sie eigentlich?“
Sie streckte ihm eine kleine, schmale Hand entgegen. „Shadow Callahan“, erwiderte sie. „Mir gehört dieses Geschäft.“
Brent nahm ihre Hand und hielt sie fest. Sie fühlte sich sehr zart an und war erstaunlich warm, trotz der Kälte. „Shadow? Das ist kein ganz normaler Name.“
„Nun, ich bin ja auch nicht ganz normal. Jedenfalls finden das die meisten Leute.“
„Wieso?“
Shadow blickte auf ihre miteinander verschränkten Hände. Ihr Lächeln wurde eine Spur breiter. „Ist das nicht ein ziemlich langes Händeschütteln? Neulich habe ich in einem Artikel gelesen, dass ein Mann, der einer Frau länger als drei Sekunden die Hand schüttelt, sich ernsthaft für sie interessiert.“ Wieder blitzten ihre Augen ihn schelmisch an. „Sie wollen nicht zufällig ein ernsthaftes Interesse an mir zum Ausdruck bringen?“
Brent war sprachlos. Langsam ließ er ihre Hand los. „Ich glaube, ich habe gerade darüber nachgedacht, wie böse ich genau sein müsste, um in Ihr Zimmer geschickt zu werden.“
Wieder verblüffte sie ihn, indem sie unbekümmert auflachte. „Ich habe nicht damit gerechnet, heute jemandem zu begegnen. Mein Geschäft ist geschlossen. Solche Sachen trage ich nur ganz privat, in Gegenwart von Freunden.“
„Männlichen Freunden?“
Sie zuckte die Schultern, was seine Aufmerksamkeit erneut auf ihre Brüste lenkte. „Freund ist Freund, das hat mit dem Geschlecht nichts zu tun.“
„Oh, das stimmt aber nicht. Männer suchen nur aus einem Grund Kontakt zu attraktiven Frauen. Sie wollen etwas ganz Bestimmtes von ihnen.“
Shadow verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich an die Wand. Sie wirkte völlig gelassen. „Ist das die Erfahrung, die Sie gemacht haben?“
Er musterte sie unverhohlen. „Allerdings.“
„Wissen Sie …“, sie lächelte noch immer, „… auf mich wirken Sie wie einer von der schlimmen Sorte. Lassen Sie mich raten, welchen Vornamen Sie wohl haben. Johnny? Oder Sascha? Sie sehen aus wie ein Johnny, der immer nur an das eine denkt und es auch bekommt.“
„Wenn das so ist“, erwiderte er, „warum haben Sie mich dann mit hereingenommen? Finden Sie es nicht gefährlich, einen großen Mann von der schlimmen Sorte hier hereinzulassen, wenn Sie ganz allein mit ihm sind?“
Sie deutete auf den Fußgängerstrom vor dem Schaufenster. „Ich denke, man würde es bemerken, falls mir hier etwas passieren würde.“
Er rieb sich das Kinn. „Eins zu null für Sie.“
„Seien Sie nicht so enttäuscht, Johnny. Ich habe im Moment sowieso keine Zeit für Männer.“
„Werden Sie mich weiterhin Johnny nennen, wenn ich mich nicht vorstelle?“
„Natürlich. Wenigstens für die nächsten zwei Minuten. Dann werde ich Sie bitten müssen, mich zu entschuldigen, weil ich arbeiten muss.“
Er stand auf und reichte ihr formvollendet die Hand. „Tut mir leid, dass ich Sie enttäuschen muss, aber ich heiße weder Johnny noch Sascha, sondern Brent Bramwell.“
Shadow musterte ihn von Kopf bis Fuß. Ein kleines Lächeln spielte um ihre Lippen. „Der Name passt zu Ihnen. Und Sie irren sich, Sie enttäuschen mich überhaupt nicht, Brent – im Gegenteil. Sie sind genau das, was ich suche.“
Wieder hielt er ihre Hand viel zu lange fest. „Ich glaube, ich bin doch härter gestürzt, als ich dachte. Was haben Sie gerade gesagt?“
„Sie haben schon richtig verstanden.“ Belustigt entzog sie ihm ihre Hand. „Schauen Sie sich doch an. Sie sind groß und gut aussehend. Ihr Mantel verdeckt zwar einiges, aber ich würde sagen, Sie sind sogar richtig gut gebaut, und nicht zu alt. Mitte dreißig?“
„Vierunddreißig“, antwortete er automatisch. „Moment mal, worum geht es hier überhaupt?“
Lachend zog Shadow einen Stuhl für sich heran und bedeutete Brent, sich ebenfalls zu setzen. Er war wirklich sehr attraktiv. Das war ihr sofort aufgefallen. Er hatte grüne Augen unter dichten dunklen Brauen, die jetzt missbilligend zusammengezogen waren. Sein Blick war offen und direkt. Das Gesicht war ziemlich markant, mit einer schmalen, geraden Nase, hohen Wangenknochen und ausgeprägtem Kinn. Sein Mund war sehr sexy, und dann war da noch das Grübchen in seiner linken Wange. Sie seufzte.
Doch am besten fand sie seinen trockenen Humor. Was sie über alles liebte war Humor, war Fröhlichkeit, Lachen. Sie hatte in ihrem Leben einen Punkt erreicht, an dem es für sie vor allem darum ging, das große Glück zu genießen, das es bedeutete, überhaupt zu leben. Wegen ihres unerschütterlichen Optimismus hielt man sie häufig für etwas seltsam. Aber auch das war für sie belustigend.
Brent wirkte auf einmal sehr ungehalten, als sie ihn so unverhohlen musterte. Sie war ihm wohl eine Erklärung schuldig. „Die Boutiquen in dieser Einkaufsstraße haben sich zu einer gemeinsamen Aktion zusammengeschlossen, deren Motto ‚Lust und Liebe‘ lautet. Jeder Geschäftsbesitzer muss zehn Männer ausfindig machen, die dem Wunschbild junger weiblicher Singles entsprechen. Sie sollten also eine natürliche Attraktivität ausstrahlen, aber auch Sinn für Humor haben und eine romantische Ader besitzen. In unseren Schaufenstern werden wir die Fotos der Bewerber ausstellen, und jede Kundin kann ihre Stimme abgeben, wenn sie den Laden betritt. Natürlich hoffen wir, damit das Geschäft anzukurbeln.“
Offenbar...




