Florand | Ein süßes Stück vom Glück | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 367 Seiten

Florand Ein süßes Stück vom Glück

Roman
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98952-191-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, 367 Seiten

ISBN: 978-3-98952-191-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Unwiderstehlich gut: Der humorvolle Liebesroman »Ein süßes Stück vom Glück« von Laura Florand jetzt als eBook bei dotbooks. Wohl kaum ein Ort ist so romantisch wie Paris, die Stadt der Liebe. Doch Cade hält nicht viel von der ganzen Gefühlsduselei. Sie ist mit einem klaren Ziel im Koffer angereist: Den weltbesten Chocolatier für das Süßwaren-Imperium ihres Vaters zu gewinnen. Dass ihr Sylvain, der Geheimnishüter einer unwiderstehlichen Schokoladenrezeptur, nicht nur eine eiskalte Abfuhr gibt, sondern auch noch unverschämt gut aussieht - damit hat Cade nicht gerechnet! Doch nun ist ihr Ehrgeiz geweckt und sie ist fest entschlossen, nicht locker zu lassen, bis sie das bekommen hat, was sie will ...Und das ist einzig und allein das Rezept für die weltbeste Schokolade - oder? »Eine bezaubernde, typisch französische Liebeskomödie.' Münstersche Zeitung Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die herzerwärmende Liebeskomödie »Ein süßes Stück vom Glück« von Laura Florand wird Fans von Nora Roberts und Jenny Colgan begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Laura Florand ist eine amerikanische Bestsellerautorin, die neben dem Schreiben und guter Schokolade, auch das Reisen zu ihren Leidenschaften zählt. Sie lebt und arbeitet abwechselnd in Frankreich und den Vereinigten Staaten, wo sie Französisch an der renommierten Duke University in North Carolina unterrichtet. Die Autorin bei Facebook: LauraFlorandAuthor/ Die Autorin auf Instagram: instagram.com/lauraflorand/ Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin ihren Liebesroman »Ein süßes Stück vom Glück«.
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Kapitel 2


Sie ist gonflée, dachte Sylvain mit einer missbilligenden Bewegung seiner Lippen, während er die Schokolade zurück ins Wasserbad warf, um sie erneut zu schmelzen. Complètement gonflée. Wirklich, ihre Meinung über sich selbst war so aufgeblasen, dass er sich nach einer Stecknadel sehnte. Er hoffte, dass die Art, wie er sie angesehen hatte, einer Stecknadel gleichgekommen war. Sein ganzes Leben lang hatte er diesen Blick geübt, mit dem er die Luft aus dem Ego eines anderen lassen konnte. Diese Technik wurde in seinem Land seit Jahrhunderten verfeinert.

Er goss ein Drittel der Schokolade zurück auf den kalten Marmor, fuhr mit einem langen, biegsamen Spachtel darunter, um sie hochzuheben, umzuklappen und dann wieder zu verstreichen, um sie zu kühlen. Er ärgerte sich, dass er diesen Teil wiederholen musste. Es war sonst nicht seine Art, eine kleine Ablenkung wie eine arrogante Milliardärin so ernst zu nehmen, dass er deswegen seine Schokolade ruinierte. Während er über die Schokolade strich, stellte er sich plötzlich die Schulter seiner Besucherin ohne Mantel und Kaschmir vor, sah seine Hand, die darüber streichelte und sie geschickt wärmte.

Er errötete leicht. Früher war er blutrot geworden, damals Anfang zwanzig, wenn er in den unpassendsten Momenten anfing, sich Frauen nackt vorzustellen. Einige der Erinnerungen daran, wie ihm das im Gespräch mit Lehrerinnen oder hübschen Freundinnen passiert war, demütigten ihn immer noch. Aber inzwischen hatte er akzeptiert, dass sein Kopf so funktionierte. Auch deshalb, weil der Kopf der meisten Männer so zu funktionieren schien.

Komisch und wirklich schade, dass Frauen nicht so dachten – indirekt sexuell und gleichzeitig direkt, die ganze Zeit über.

Seine amerikanische Besucherin zum Beispiel stellte sich ihn vermutlich nicht nackt vor. Sie hatte nur geglaubt, dass sie sein Lebenswerk und seine Errungenschaften kaufen konnte, als wären sie ein hübsches Paar Schuhe in einem Schaufenster, das sie als Andenken an ihren Ausflug nach Paris mit nach Hause nahm.

Er biss in einem Anfall von Wut die Zähne zusammen.

Was brachte man den Menschen in diesem Land eigentlich bei?

»Ich habe dir doch gesagt, dass es ein barbarisches Land ist«, sagte Cades Großvater James Corey, besser bekannt als Grandpa Jack, am Telefon. »Habe ich dir je von meinen Versuchen erzählt, eine Stelle bei Lindt zu bekommen, um zu lernen, wie man diese kleinen Kugeln herstellt? Sie wollten mich nicht nehmen. Da stand ich, der Besitzer der größten Schokoladenfabrik von Amerika – nicht, dass ich ihnen das verraten hätte, ich habe irgendeinen Einheimischen dafür bezahlt, dass er mir einen passenden Lebenslauf schreibt –, und die wollten mir nicht mal einen Job als Kakaobohnenröster geben. Diese Schweizer Snobs«, sagte er lustvoll, denn gegen die Schweiz zu sein war eines seiner Lieblingshobbys.

»Ich weiß«, sagte Cade. Vor zwei Jahren hatten sie den achtzigsten Geburtstag ihres Großvaters gefeiert, eine riesige vierwöchige Party in ihrer Stadt Corey, die zu einer Mischung aus einem Schokoladen-Festival und einer großen Kirmes mutiert war. Mit zweiundachtzig war er immer noch rüstig, aber er wiederholte Geschichten inzwischen häufig. Ihr Vater hatte außerdem eine Ecke in der Fabrik den merkwürdigen Geschmacksexperimenten gewidmet, mit denen Grandpa Jack sich in letzter Zeit beschäftigte. Kurz vor Cades Abreise hatte er versucht, Spinat mit Schokolade zu kombinieren. Ihre Fabrikarbeiter hatten einen merkwürdigen Humor, weshalb niemand Cade gewarnt hatte, als sie nach ihm suchte, und so hatte sie davon probieren müssen.

Ihr Mund verzog sich noch immer bei der Erinnerung daran.

»Ich musste schließlich einen ihrer Angestellten bestechen, damit er mir die Geheimnisse verrät«, lamentierte ihr Großvater. »Aber ...« Er seufzte. »Ich wäre gerne selbst dort gewesen. Nur, um einmal eine dieser Schweizer Fabriken zu betreten. Und zwar nicht während einer dieser dämlichen förmlichen Führungen, bei denen sie alle ihre Geheimnisse verstecken. Ich wollte wirklich drin sein. Wäre mir sogar fast mal gelungen, eine von den kleineren Fabriken aufzukaufen, aber Lindt bekam Wind davon und schnappte sie mir weg, nur um mir eins auszuwischen.«

»Ja, aber ...«

»Und mein Daddy erst – dein Urgroßvater –; was der alles unternommen hat, um hinter das Geheimnis dieser Milchschokolade zu kommen. Verkleidungen, Bestechung, Erpressung – aber das mit der Erpressung hast du nicht von mir, Cadey –, Infiltration. Das waren Zeiten, kann ich dir sagen.«

»Aber das hier ist etwas anderes, Grandpa. Ich arbeite mit kleinen Chocolatiers zusammen. Ich biete einem von ihnen ein millionenschweres Geschäft an.«

Sie konnte praktisch hören, wie ihr Großvater zusammenzuckte. »Wirf ja nicht mit den Millionen um dich, als wäre das Kleingeld, Cadey. Ihr Kinder. Es war nie leicht für mich, euch den Wert des Geldes beizubringen.«

»Grandpa! Du hast Daddy genötigt, uns nicht mehr als zehn Cent pro Tag für das Aufräumen unserer Zimmer zu zahlen. Damit sind wir in der Schule nicht weit gekommen, nur damit du es weißt.«

»Du bist verwöhnt«, sagte ihr Großvater liebevoll. »Es hat dir und deiner Schwester sehr gutgetan, nur damit du es weißt.«

»Wir konnten es uns nicht mal leisten, was Süßes zu kaufen, Grandpa!«

»Ihr hättet euch von zu Hause Corey-Riegel mitnehmen sollen«, erklärte er unnachgiebig. »Keine meiner Enkelinnen muss sich diesen Mars-Müll aus einem Snack-Automaten ziehen.«

Sie rollte mit den Augen. Irgendwann in ihrem Leben hatte sie alle Mars-Produkte probiert, allerdings nur zu Recherchezwecken. Noch immer überkam sie beim Anblick einer Tüte M & Ms in einem Snack-Automaten manchmal eine gewisse Wehmut, wenn ihr bewusst wurde, dass sie diese niemals kaufen konnte. (Das eine Mal, als sie auf einer Geschäftsreise schwach geworden war, blieb ihr Geheimnis.) Sie hatte während ihrer gesamten Kindheit höchstens ein Dutzend M & Ms gegessen. Selbst ihre Freunde hatten auf ihren Geburtstagsfeiern keine essen dürfen, weil deren Eltern Angst hatten, es sei ihr gegenüber unhöflich.

»Ich sage ja nur, dass er wegen der Millionen schon ein bisschen höflicher zu mir hätte sein können.«

»Oh nein.« Ihr Großvater klang alarmiert. »Du möchtest nicht, dass ein Franzose anfängt, höflich zu dir zu sein, Schatz. Es wird deine Seele erschüttern. Davon erholst du dich vielleicht nie. Die Schweizer sind da ein bisschen ungeschickt – sie sind oft höflich, und du merkst es nicht mal. Aber die Franzosen – die sind richtig gut darin. Wenn du mit einem Franzosen fertig bist, der ›höflich‹ zu dir war, dann bist du bereit, von diesem Turm zu springen, den die da haben.«

Cade rieb sich frustriert die Stirn. »Ich ... ich will doch nur hier sein, Grandpa. Verstehst du? Ich will lernen, wie sie machen, was sie machen. Ich möchte nach Paris gehören. Ich will ihre Pralinen haben.«

»Oh, ich weiß.« Ihr Großvater seufzte. »Ich schätze, das ist unser größter Fehler. Und ich wünschte wirklich, ich könnte dir ausreden, deine Energie auf diese Snobs zu verschwenden. Sie werden dir nur wehtun und dir das Gefühl geben, dass du nichts wert bist.«

»Ich werde nicht zulassen, dass sie mir wehtun«, log Cade.

»Hmm. Denk immer daran, Schatz: Sie können so arrogant sein, wie sie wollen, aber damals, 1945, waren es unsere Schokoriegel, die unsere Soldaten ihnen geschenkt haben, und sie waren sehr dankbar dafür.«

Cade musste grinsen. Sie hatten für die D-Day-Jubiläumsfeier einen ganzen Haufen dieser alten Schokoladen-Rationsriegel hergestellt, was nicht gerade das Köstlichste gewesen war, das jemals von ihrem Fließband gelaufen war – das Militär hatte auf zu vielen gesunden Zutaten bestanden. »Vielleicht ist das der Grund für ihre Arroganz?« Abgesehen von dem Grund für die Besessenheit ihres Großvaters, Spinat-Schokoriegel herzustellen.

Ihr Großvater schnaubte. »Damals waren sie sich nicht zu schade dafür.«

Cade versuchte, diese alte Zweite-Weltkrieg-Haltung auf sich wirken zu lassen: Damals waren sie nicht so überlegen, oder? Aber sie sah immer wieder diese unglaubliche Ablehnung in Sylvain Marquis’ Gesicht, und sie ließ schon wieder unwillkürlich ihre Schultern sinken. Irgendwie glaubte sie nicht, dass sie etwas, das vor fast siebzig Jahren passiert war, als Argument benutzen konnte, um seine Ablehnung in die enthusiastische Einwilligung zu verwandeln, von der sie geträumt hatte.

Bastard. Egozentrischer, arroganter Idiot.

Himmel, andererseits machte er wirklich tolle Pralinen. Nachdem sie einmal mit dem Probieren angefangen hatte, konnte sie nicht mehr aufhören. Sie hatte sogar in der Nacht davon geträumt; die seidige Konsistenz dieser perfekten Schokolade hatte ihre Gedanken berauscht, das feine Aroma hatte sie umtanzt wie ein erregender Striptease, hatte sie immer weiter zu der Gefahr hingezogen, die hinter den Vorhängen in einer geheimnisvollen Opiumhöhle lauerte ...

Sie schreckte aus dem Schlaf und eilte aus dem Bett, um sich mit einer Dusche zu erfrischen.

Leider verwandelte sich die »erfrischende Dusche« in einen Kampf mit der Handbrause in einer Badewanne mit Klauenfüßen. Wer hatte dieses Badezimmer entworfen? Ohne Halterung für den Duschkopf und ohne Vorhang stand schließlich der gesamte Raum unter Wasser, ebenso wie die frischen Sachen, die sie bereitgelegt hatte. Sie starrte auf die bespritzten alten Blumentapeten und fragte sich, ob das hier eine Art Falle war, um sie zu zwingen, die Wohnung in einer etwas ... schlichteren Farbe zu streichen. Schlicht. Stilvoll. Vielleicht hatte es ja ursprünglich einen Duschvorhang gegeben, bis jemand ihren Namen...



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