Fleming | James Bond 02 - Leben und sterben lassen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 272 Seiten

Reihe: James Bond

Fleming James Bond 02 - Leben und sterben lassen


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86425-073-6
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 272 Seiten

Reihe: James Bond

ISBN: 978-3-86425-073-6
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



007 nimmt es mit einem Gangsterboss und seiner schönen Sklavin auf ... Die wunderschöne, hellseherisch begabte Solitaire ist die Gefangene (und Handlangerin) von Mr. Big - Meister der Angst, Verbrechenskünstler und Voodoobaron des Todes. James Bond hat keine Zeit für solchen Aberglauben - er weiß, dass Mr. Big außerdem ein hochrangiger feindlicher Agent und eine echte Bedrohung ist. Mehr als das: Nachdem er ihn durch die Jazzkneipen von Harlem, die Everglades und schließlich bis in die Karibik verfolgen konnte, wird 007 klar, dass es sich bei Mr. Big um einen der gefährlichsten Männer handelt, denen er jemals begegnet ist. Und niemand, nicht einmal die rätselhafte Solitaire, kann sich sicher sein, wie ihr Wettkampf ausgehen wird ... Jeder kennt sie: die teils stark von den Vorlagen abweichenden Verfilmungen der James-Bond-Romane. Pünktlich zum 50-jährigen Jubliäum der Filmreihe gilt es die Ian-Fleming-Originale erstmals im 'Director's Cut' zu entdecken! Eine der größten Filmikonen überhaupt wird 50 Jahre alt! Passend dazu kommt Ende 2012 der 23. Teil der Saga mit dem Titel 'Skyfall' in die Kinos! Cross Cult schließt sich den Jubilaren des Mythos mit einer Wiederentdeckung der meisterhaft erzählten Agenten- und Spionageromane aus der Feder Ian Flemings an und beginnt die schrittweise Veröffentlichung aller James-Bond-Originalromane. Endlich wird es möglich sein, Titel wie 'Goldfinger', 'Thunderball' oder 'You Only Live Twice' komplett in ungekürzten Übersetzungen und mit den ursprünglichen Kapitelabschnitten und -überschriften zu lesen. Es verspricht eine einzigartige James-Bond-Bibliothek zu werden, die dazu einlädt, dem Kult um den britischen Gentleman-Geheimdienstler mit der 'Lizenz zum Töten' auf den Grund zu gehen.

Der Schöpfer von James Bond, geboren 1908 in London, wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs selbst zum Geheimdienstler der britischen Krone. Wenn also auch vieles von dem, was man in der James-Bond-Romanreihe - die 1953 mit Casino Royale begann und bereits vor dem ersten Film 'James Bond jagt Dr. No' (1962) begeistert rezipiert wurde - liest, eindeutig in den Bereich der Fiktion gehört, kann das doch nicht über den wahren Kern mancher Episoden und Verweise hinwegtäuschen. Überhaupt lassen sich nicht nur zahlreiche Anspielungen auf das weltpolitische Konfliktpanorama der ersten Nachkriegsjahrzehnte, sondern auch deutliche Parallelen zwischen dem Schriftsteller und seiner Figur feststellen: So flog Fleming schon in jungen Jahren zweimal aufgrund von 'Mädchengeschichten' von der Schule, und auch Flemings Reisen durch ganz Europa als Korrespondent für diverse Zeitungen spiegeln sich in der kosmopolitischen Ader des stets mit neuester Spionagetechnik und ebenso schlagfertigen Sprüchen ausgestatteten Globetrotters wider, der seinen Lieblingsdrink geschüttelt und nicht gerührt wünscht. Bevor Fleming 1964 verstarb, veröffentlichte er neben diversen anderen Büchern zwölf Romane und zwei Kurzgeschichten-Sammlungen mit dem Titelhelden James Bond und konnte noch die Premieren und den Erfolg der beiden ersten Filme genießen, in denen Sean Connery als erste Personifikation des Kultagenten seinen ultimativen Karrieredurchbruch erlebte.
Fleming James Bond 02 - Leben und sterben lassen jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


DER ROTE TEPPICH


Im Leben eines Geheimagenten gibt es Momente voller Luxus. Bei manchen Aufträgen muss er die Rolle eines sehr reichen Mannes spielen. Und bei diesen Gelegenheiten sucht er Zuflucht in diesem Luxusleben, um die Erinnerung an die Gefahr und den Schatten des Todes zu verdrängen, und ist manchmal, so wie es jetzt der Fall war, im Territorium eines verbündeten Geheimdienstes zu Gast.

Von dem Moment an, als die BOAC Stratocruiser auf das internationale Flughafengebäude von Idlewild zurollte, wurde James Bond wie ein König behandelt.

Als er das Flugzeug zusammen mit den anderen Passagieren verließ, hatte er sich innerlich bereits mit dem berüchtigten Fegefeuer der US-Behörde für Gesundheit, Immigration und Zoll abgefunden. Er wusste, dass er mindestens eine Stunde in überhitzten, schmutzig grünen Räumen verbringen würde, die nach abgestandener Luft, altem Schweiß, Schuld und der Angst rochen, die alle Grenzgebiete umgibt: die Angst vor den geschlossenen Türen mit der Aufschrift PRIVAT, hinter denen sich die sorgfältigen Männer, die Akten und die ratternden Fernschreiber verbargen, die eilig Nachrichten nach Washington schickten, an die Betäubungsmittelbehörde, die Abteilung für Gegenspionage, das Finanzministerium oder das FBI.

Während er durch den bitterkalten Januarwind über die Rollbahn marschierte, stellte er sich vor, wie sein eigener Name durch das Netzwerk lief: BOND, JAMES, BRITISCHER DIPLOMATENPASS 0094567. Kurz darauf würden die Antworten über andere Maschinen zurückkommen: NEGATIV, NEGATIV, NEGATIV. Und dann die Antwort des FBI: POSITIV, ÜBERPRÜFUNG ABWARTEN. Es würden ein paar hektische Botschaften über die Verbindungsleitung zwischen dem FBI und der CIA ausgetauscht werden und dann: FBI AN IDLEWILD: BOND OKAY OKAY, und der uninteressierte Beamte am Schalter würde ihm mit einem »Ich hoffe, Sie genießen Ihren Aufenthalt, Mr Bond.« seinen Pass zurückgeben.

Bond zuckte mit den Schultern und folgte den anderen Passagieren durch eine Drahtzaunabsperrung zu einer Tür mit der Aufschrift US-GESUNDHEITSDIENST.

In seinem Fall handelte es sich natürlich lediglich um eine langweilige Routine, aber ihm missfiel die Vorstellung, dass seine Personalakte irgendeiner ausländischen Macht in die Hände fallen könnte. Anonymität war in seinem Geschäft das wichtigste Werkzeug. Jeder noch so winzige Schnipsel seiner wahren Identität, der in irgendeine Akte gelangte, verringerte seinen Wert und stellte letztendlich eine Bedrohung für sein Leben dar. Hier in Amerika, wo man alles über ihn wusste, fühlte er sich wie ein Neger, dessen Schatten von einem Voodoo-Priester gestohlen worden war. Ein wesentlicher Teil von ihm war verpfändet und befand sich in den Händen anderer. In diesem Fall handelte es sich zwar um Freunde, aber dennoch …

»Mr Bond?«

Ein freundlich wirkender, unscheinbarer Mann in Zivil war aus den Schatten des Gesundheitsdienstgebäudes getreten.

»Mein Name ist Halloran. Freut mich, Sie kennenzulernen!«

Sie schüttelten sich die Hände.

»Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Reise. Würden Sie mir bitte folgen?«

Er wandte sich an den Beamten der Flughafenpolizei, der vor der Tür Wache hielt.

»Okay, Sergeant.«

»Okay, Mr Halloran. Wir sehen uns.«

Die anderen Passagiere waren mittlerweile durch die Tür gegangen. Halloran wandte sich nach links, weg vom Gebäude. Ein weiterer Polizist hielt ein kleines Tor im hohen Grenzzaun auf.

»Wiedersehen, Mr Halloran.«

»Wiedersehen, Officer. Danke.«

Unmittelbar vor dem Zaun wartete ein schwarzer Buick auf sie, dessen Motor leise brummte. Sie stiegen ein. Bonds zwei leichte Koffer standen vorne neben dem Fahrer. Bond konnte sich nicht vorstellen, wie sie so schnell aus dem Gepäckberg herausgeholt worden waren, den er erst vor ein paar Minuten gesehen hatte, als er zum Zoll gekarrt worden war.

»Okay, Grady. Fahren wir los.«

Als die große Limousine kraftvoll anfuhr und dank des Dynaflow-Getriebes schnell auf Hochtouren kam, sank Bond genüsslich nach hinten.

Er wandte sich an Halloran.

»Tja, das ist definitiv einer der rötesten Teppiche, den ich je gesehen habe. Ich hatte erwartet, dass es mindestens eine Stunde dauern würde, durch die Einreise zu kommen. Wer hat das organisiert? Ich bin nicht an so eine VIP-Behandlung gewöhnt. Jedenfalls vielen Dank für Ihre Bemühungen.«

»Sehr gern geschehen, Mr Bond.« Halloran lächelte und bot ihm eine Zigarette aus einer neuen Packung Lucky Strikes an. »Wir wollen Ihnen Ihren Aufenthalt hier so angenehm wie möglich machen. Wenn Sie irgendetwas benötigen, sagen Sie es einfach und Sie bekommen es. Sie haben ein paar gute Freunde in Washington. Ich selbst weiß nicht, warum Sie hier sind, aber es scheint, dass die Obrigkeit sehr darauf erpicht ist, Sie als privilegierten Gast der Regierung zu behandeln. Meine Aufgabe ist es, Sie so schnell und bequem wie möglich in Ihr Hotel zu bringen. Dort werde ich Sie dann abliefern und meiner Wege gehen. Dürfte ich bitte für einen Augenblick Ihren Pass haben?«

Bond reichte ihm das Dokument. Halloran öffnete eine Aktentasche auf dem Sitz neben sich und nahm einen schweren Metallstempel heraus. Er blätterte die Seiten in Bonds Pass um, bis er das US-Visum fand, stempelte es ab, kritzelte seine Unterschrift über den dunkelblauen Kreis, der das Siegel des Justizministeriums enthielt, und reichte ihn zurück. Dann zückte er seine Brieftasche, zog einen dicken weißen Umschlag heraus und gab diesen ebenfalls Bond.

»Darin befinden sich eintausend Dollar, Mr Bond.« Als Bond zu einer Erwiderung ansetzte, hob er seine Hand. »Und es ist Kommunistengeld, das wir beim Schmidt-Kinaski-Fischzug eingesackt haben. Jetzt benutzen wir es gegen sie und möchten Sie bitten, uns zu helfen, indem Sie dieses Geld während Ihres aktuellen Auftrags auf jede Weise ausgeben, die Ihnen beliebt. Ich wurde informiert, dass eine Ablehnung Ihrerseits als äußerst unhöflich angesehen werden würde. Lassen Sie uns bitte nicht weiter davon reden, und«, fügte er hinzu, während Bond den Umschlag immer noch zweifelnd in der Hand hielt, »ich soll Ihnen außerdem ausrichten, dass Ihr eigener Vorgesetzter Kenntnis über dieses Geld hat und sein Einverständnis erklärt hat, Sie frei darüber verfügen zu lassen.«

Bond sah ihn skeptisch an und grinste dann. Er verstaute den Umschlag in seiner Brieftasche.

»Also gut«, sagte er. »Und danke. Ich werde versuchen, es dort auszugeben, wo es den größten Schaden anrichtet. Ich bin froh, ein wenig Arbeitskapital zu haben. Und es tut gut, zu wissen, dass es von der gegnerischen Seite bereitgestellt wurde.«

»Schön«, sagte Halloran. »Wenn Sie mich nun entschuldigen würden, werde ich mir schnell ein paar Notizen für den Bericht machen, den ich einreichen muss. Ich darf nicht vergessen, der Einwanderungs- und der Zollbehörde ein Dankesschreiben für ihre Kooperation zukommen zu lassen. Routine.«

»Nur zu«, sagte Bond. Er war froh, ein wenig schweigen und aus dem Fenster schauen zu können, um seinen ersten Blick auf Amerika seit dem Krieg zu werfen. Es war keine Zeitverschwendung, damit anzufangen, sich wieder an die amerikanischen Gepflogenheiten zu gewöhnen: die Werbetafeln, die neuen Automodelle und die Preise der Gebrauchtwagen bei den zahlreichen Händlern; die exotische Schärfe der Straßenschilder: SCHARFE KURVEN – RUTSCHIG, WENN FEUCHT; den Fahrstil; die Anzahl der Frauen am Steuer, während ihre Männer brav neben ihnen saßen; die Kleidung der Männer; die Frisuren der Frauen; die Warnungen des Zivilschutzes: IM FALL EINES FEINDLICHEN ANGRIFFS – IN BEWEGUNG BLEIBEN – DIE BRÜCKE VERLASSEN; das dichte Gewirr aus Fernsehantennen und der Einfluss des Fernsehens auf Reklametafeln und Schaufenster; die Hubschrauber, die gelegentlich vorbeiflogen; die öffentlichen Spendenaufrufe für Krebs- und Poliostiftungen: DER MARSCH DER ZEHNCENTSTÜCKE – all diese kleinen, flüchtigen Eindrücke, die für seine Arbeit genauso wichtig waren wie abgeschürfte Rinde und zerbrochene Zweige für einen Trapper im Dschungel.

Der Fahrer wählte die Triborough Bridge, und sie rasten über das atemberaubende Gebilde ins Herz von Uptown Manhattan, während die wunderschöne Sicht auf New York immer näher kam, bis sie sich schließlich zwischen den hupenden, wimmelnden, nach Benzin riechenden Wurzeln des geschäftigen Betondschungels befanden.

Bond wandte sich an seinen Begleiter.

»Ich sage das nur ungern«, meinte er, »aber diese Stadt muss das größte Atombombenziel auf dem gesamten Planeten sein.«

»Da kann ich...


Der Schöpfer von James Bond, geboren 1908 in London, wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs selbst zum Geheimdienstler der britischen Krone. Wenn also auch vieles von dem, was man in der James-Bond-Romanreihe - die 1953 mit Casino Royale begann und bereits vor dem ersten Film "James Bond jagt Dr. No" (1962) begeistert rezipiert wurde - liest, eindeutig in den Bereich der Fiktion gehört, kann das doch nicht über den wahren Kern mancher Episoden und Verweise hinwegtäuschen. Überhaupt lassen sich nicht nur zahlreiche Anspielungen auf das weltpolitische Konfliktpanorama der ersten Nachkriegsjahrzehnte, sondern auch deutliche Parallelen zwischen dem Schriftsteller und seiner Figur feststellen: So flog Fleming schon in jungen Jahren zweimal aufgrund von "Mädchengeschichten" von der Schule, und auch Flemings Reisen durch ganz Europa als Korrespondent für diverse Zeitungen spiegeln sich in der kosmopolitischen Ader des stets mit neuester Spionagetechnik und ebenso schlagfertigen Sprüchen ausgestatteten Globetrotters wider, der seinen Lieblingsdrink geschüttelt und nicht gerührt wünscht.

Bevor Fleming 1964 verstarb, veröffentlichte er neben diversen anderen Büchern zwölf Romane und zwei Kurzgeschichten-Sammlungen mit dem Titelhelden James Bond und konnte noch die Premieren und den Erfolg der beiden ersten Filme genießen, in denen Sean Connery als erste Personifikation des Kultagenten seinen ultimativen Karrieredurchbruch erlebte.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.