Flachmann | Cool Camping Wohnmobil | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 356 Seiten

Reihe: Cool Camping

Flachmann Cool Camping Wohnmobil

Die Anleitung für deine Freiheit im Camper
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-942048-84-2
Verlag: Haffmans & Tolkemitt
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Die Anleitung für deine Freiheit im Camper

E-Book, Deutsch, 356 Seiten

Reihe: Cool Camping

ISBN: 978-3-942048-84-2
Verlag: Haffmans & Tolkemitt
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Hier kommt die Camper-Bibel für alle Neu-Wohnmobilisten! Alle Tipps für cooles Campen, Leben, Wohnen und Frei sein im Camper. Mit acht sensationellen Roadtripps in alle Himmelsrichtungen (Griechenland, Slowenien, Toskana, Kroatien, Frankreich, Baltikum, Schottland, Kaukasus). Aus dem Inhalt: Nachdenken: Urlaub im Wohnmobil - gefällt dir das? Entscheiden: Welches Wohnmobil passt zu dir? Wie kommst du an dein Wunschwohnmobil? Wohnmobil mieten; Wohnmobil kaufen Fahren: Easy fahren: Komm in deinen Flow; Eine Passstraße genie0end fahren; Ganz entspannt mit der Fähre reisen; 'Offroad'-Wege meistern Stehen: Alltag leben auf dem Campingplatz; Freies Stehen mit dem Camper Wohnen: Alltag leben; Frischwasser; Abwasser; Gas; Toilette; Strom Planen: Der Weg (in die richtige Richtung) ist das Ziel; Ideen für deine Packliste Frei sein: Und los geht's; Die acht schönsten Roadtrips zur Inspiration

Susanne Flachmann (?*?1969) ist im 'echten' Leben selbstständige Grafikdesignerin und Autorin, wohnt und arbeitet entweder irgendwo im geliebten Kastenwagen 'Franz' oder in München. Auf ihrem Blog schreibt sie über ihre Lieblings-Campingplätze in Europa, bietet immer neue Roadtrips zum Download an und teilt all ihr Wissen rund um Camping und Wohnmobil.
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Weitere Infos & Material


Frei stehen in der Stadt

Manchmal muss es einfach die Stadt sein: Vielleicht ist dein Zeitplan durcheinandergeraten, deine Fähre läuft erst nachts im Zielhafen ein, oder du hast dich einfach am Stadtstrand festgefeiert. Wenn du ein paar Punkte beachtest, wird dich niemand darauf ansprechen, dass du mittendrin stehst:

Stelle in der Stadt niemals Campingmöbel vor die Tür: Du wohnst nicht, sondern parkst nur. Wenn du noch ein Glas Wein trinken möchtest, geh in die nächste Bar, oder setz dich damit auf die vom Mobil etwas entfernte Parkbank.

Bleib, wenn möglich, am besten in Sichtweite von anderen Womos. Vielleicht machst du dich auch rasch mit deinen Nachbarn bekannt: Das steigert dein Wohlbefinden / Sicherheitsgefühl.

Auf bewachten, kostenpflichtigen Parkplätzen stehst du auf Privatgrund. Das hält die Polizei außen vor und gibt dir zudem ein gutes Gefühl.

Frei stehen auf privaten Parkplätzen

Auf den Parkplätzen von Tavernen, Restaurants und Strandbars steht es sich ganz hervorragend – wenn du dir vorher die Erlaubnis dafür geholt hast. Dafür erwartet der Gastronom (zu Recht), dass du dort einkehrst.

Auch Hotels, Kfz-Werkstätten, Geschäfte und Tankstellen lassen dich erfahrungsgemäß unkompliziert die Nacht auf ihrem Parkplatz verbringen.

In Hafenstädten gibt es meist kleinere Marinas, das sind sozusagen die Campingplätze der Yachten. Hier ist das Stehen mit Womos (zwischen den geparkten Autos der Yachtbesitzer) üblich. Es kostet meist ein wenig, aber dafür sind immer ganz gute Waschräume / Toiletten vorhanden.

Frei stehen auf Privatgrundstücken

Feldränder, Wiesen oder Brachflächen gehören oft zu einem nahe gelegenen Bauernhof. Wenn du freundlich fragst, werden die wenigsten gegen deine Übernachtung Einwände erheben. Wenn du dich, ohne zu fragen, hinstellst, brauchst du dich nicht wundern, wenn du verärgert vertrieben wirst …

Frei stehen auf öffentlichen Parkplätzen

Im ADAC-Faltblatt »Freies Campen und Übernachten in Europa« heißt es bezüglich der offiziellen Regelung in Deutschland:

»Das Parken von Wohnmobilen ist im öffentlichen Straßenverkehr dort erlaubt, wo es nach der Straßenverkehrsordnung oder deren Zeichen nicht ausdrücklich verboten ist. Sind Parkplätze mit dem Schild ›Parkplatz‹ beschildert, so dürfen dort Wohnmobile parken, wenn dies nicht durch Zusatzzeichen verboten ist. Beim Parken darf die Campingausstattung im Fahrzeug genutzt werden. Campingähnliches Leben, wie das Herausstellen von Tischen und Stühlen, gilt als verkehrsfremd und darf beim Parken und Übernachten nicht stattfinden.

Selbst längere Ruhepausen unterbrechen die vorwiegende Nutzung eines Wohnmobils zu Verkehrszwecken nicht. Eine einmalige Zwischenübernachtung zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ist demnach zulässig. In der Regel geht man dabei von einem Zeitraum bis zu zehn Stunden aus. Natürlich darf beim Zwischenübernachten die Campingausstattung im Fahrzeug genutzt werden. Nicht zulässig ist dagegen mehrmaliges Übernachten am selben Ort – die Straße wird dann nicht mehr vorwiegend zu Verkehrszwecken genutzt.«

Check

Parkplatz-Reglement

Selbstverständlich wird du auf Stadt-Parkplätzen deine Campingausstattung außerhalb des Fahrzeugs nicht benutzen. Auch auf abgelegenen Großparkplätzen bin ich sparsam damit, einen Stuhl aufzustellen. Aber an manchen Plätzen stehen mehrere Camperkollegen, und du hast das Gefühl, dass es dort schon okay ist, neben dem Auto zu sitzen / zu essen. Trotzdem ist natürlich kein langer Aufenthalt gestattet!

»Steht nur das klassische Parkschild ohne Zusatzschild, dürfen hier Kfz aller Art parken, also auch Womos.

»Parkflächen, die zusätzlich mit einem Schild mit Womo-Signet gekennzeichnet sind, dürfen gemäß Straßenverkehrsordnung nur von Wohnmobilen benutzt werden.

»Wenn das Zusatzschild einen Pkw darstellt, dürfen ausschließlich diese dort geparkt werden. Ist dein Fahrzeug als »Sonderfahrzeug Wohnmobil« zugelassen, spielt es keine Rolle, welches zulässige Gesamtgewicht dein Camper hat: Für dich ist dieser Parkplatz nicht erlaubt.

Frei stehen in der Natur, an Strand & Ufern

Steuere deinen potenziellen Schlafplatz unbedingt bei Helligkeit an: Fühlst du dich auf Anhieb geborgen, dann wirst du dich auch in der Nacht wohlfühlen.

Suche dir (zum Üben) erst einmal nur Plätze, an denen du in der Nähe von anderen (meist erfahreneren) Campern bist. Denn sie wissen, was sie tun.

Nimm dich selbst ernst: Wenn dir irgendetwas an diesem Platz nicht behagt, mach dich lieber weiter auf die Suche nach einem anderen Schlafplatz.

Auch wenn es dich reizt: Stell dich nicht direkt ans Meer, sondern mit gutem Abstand (in den hinteren Teil der Bucht), denn du kannst nicht sicher sein, ob die nächste Flut oder ein starker Regenschauer den lockeren Boden wegspült und du damit fast aussichtslos eingegraben wirst.

Denke außerdem daran, dass auch die einsam wirkenden Buchten zu allen Tageszeiten von Fischern und Wassersportlern angefahren werden. Stell dich also nicht auf die Zufahrtsstraße bzw. den einzig befahrbaren Weg zum Wasser, wenn du nicht verscheucht werden möchtest.

Check

Freistehplätze

Auch die anderen Camper möchten eine schöne Aussicht haben: Verbaue ihren Blick bitte nicht. Die Kollegen stehen deswegen dort, weil sie Ruhe suchen. Parke also bitte in maximalem Abstand ? wenig nervt mehr, als »Kuschler«!

Auch wenn du einen Schattenplatz suchst: Stell dich nicht direkt in die Zweige eines Baumes oder Busches, denn Käfer und Ameisen haben sonst Komfortzugang.

Checke den Boden vor dem Parken: Stehst du in einer Ameisenstraße, ist er stabil (kein Einsinken in Sand) bzw. rausfahrsicher (kein tiefer Schotter). Vermeide außerdem auch Senken: Schon bei wenig Regen können sich tiefer liegende Stellen in tückische schlammige Fallen verwandeln.

Und das Wichtigste: Verhalte dich bitte so, als wärst du ein Gast in der wunderbaren Natur, die dich aufnimmt. Verursache keinen Lärm und damit Stress für die Tiere (und Einheimischen), und verlasse diesen Platz, als wärst du nie dort gewesen! Nimm all deinen Müll (und am besten noch den deines Vorgängers mit ? sieh es als dein Geschenk an deine Freiheit). Ein Lagerfeuer ist meist eher tabu: Du weißt nicht um die Brandgefahr und ob es hier verboten ist / jemanden stört.

Tipp

Enspanntes Freistehen auch allein

Habe ich Bedenken, wirklich ganz allein auf weiter Flur zu stehen, stelle ich mich einfach in Sichtweite von vertrauenswürdig wirkenden Camperkollegen. Die anderen Freisteher werden bemerken, dass ich alleine bin - oder ich stelle mich kurz vor. So bin ich mir ihrer Aufmerksamkeit sicher und habe ein beschützteres Gefühl.

Ist eine abgelegene Stelle so schön, dass ich bleiben möchte, entscheide ich mich gern recht früh für diesen Platz, denn dann fühle ich mich bis zur Nacht richtig heimisch. Wenn sich das gute Gefühl an diesem Ort auch nach einer Weile einfach nicht einstellt und Zweifel bleiben, fahre ich weiter! Bleibe konsequent, denn dein Bauchgefühl ist dein allerbester Berater - hör auf dich!

Wenn ich auf einem Platz übernachten möchte, an dem tagsüber rechter Rummel herrscht (in Städten, bei Tavernen / Strandbars), verbringe ich den Tag nicht direkt an meinem Auto oder parke tagsüber etwas weiter entfernt, um erst später den richtigen Übernachtungsplatz einzunehmen. Damit möchte ich möglichst wenige Tagesgäste auf mein Alleinsein aufmerksam machen - und ruhiger schlafen gehen.

Und natürlich lasse ich mich nie auf Gespräche mit (mir unangenehmen) Typen ein, erwähne einen wartenden Ehemann, trage in manchen Gegenden sogar einen Fake-Ehering. Ob sie Hintergedanken haben oder nicht: Nur weil ich mir nicht sicher wäre, ob sie mein Alleinsein interessant (oder als Einladung) empfinden, würde ich die folgende Nacht unentspannt hellhörig bleiben – da habe ich einfach keine Lust drauf!

Aber meine wichtigster »Selbstfürsorge-Reflex« ist ganz einfach: Um mich noch sicherer zu fühlen, parke ich stets »fluchtbereit« in Fahrtrichtung....


Susanne Flachmann (?*?1969) ist im "echten" Leben selbstständige Grafikdesignerin und Autorin, wohnt und arbeitet entweder irgendwo im geliebten Kastenwagen "Franz" oder in München. Auf ihrem Blog schreibt sie über ihre Lieblings-Campingplätze in Europa, bietet immer neue Roadtrips zum Download an und teilt all ihr Wissen rund um Camping und Wohnmobil.



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