Fischer / Dockweiler | ePublic Health | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 336 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 280 mm, Gewicht: 707 g

Fischer / Dockweiler ePublic Health

Einführung in ein neues Forschungs- und Anwendungsfeld
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-456-95846-0
Verlag: Hogrefe AG
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Einführung in ein neues Forschungs- und Anwendungsfeld

E-Book, Deutsch, 336 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 280 mm, Gewicht: 707 g

ISBN: 978-3-456-95846-0
Verlag: Hogrefe AG
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Die zunehmende Zahl an digitalisierten Anwendungen wirft viele Fragen auf: Wie lassen sich Anwendungen mit hohem Nutzenpotenzial identifizieren? Wie gelangen diese rasch in den Versorgungsalltag, um auch tatsächlich Nutzen zu stiften? Die interdisziplinäre Perspektive von Public Health kann im Diskurs zwischen technologischen, individualmedizinischen und bevölkerungsbezogenen Sichtweisen und Interessen gewinnbringend vermitteln. Gleichzeitig kann die Digitalisierung die Perspektive von Public Health und die Implementierung von Public-Health-Interventionen bereichern und neue Wege eröffnen, um Daten über den Status quo sowie den dynamischen Verlauf von Gesundheit und Krankheit in der Bevölkerung sowie spezifischer Subgruppen zu erheben. Das Werk stellt in vielen Facetten dar, welche Potenziale die Digitalisierung für die Prävention und Gesundheitsförderung hat. Übersichtlich werden Konzepte, Theorien und Methoden von ePublic Health (z.B. quantitative und qualitative Sozialforschung; Evaluation) dargestellt; zudem wird aufgezeigt wie die Organisation und Steuerung von ePublic Health (durch die Gesundheitspolitik sowie in Aus- und Fortbildung) bestmöglich funktionieren kann.

Fischer / Dockweiler ePublic Health jetzt bestellen!

Zielgruppe


Gesundheitswissenschaftler; alle Tätigen im Gesundheitswesen, die sich mit Digitalisierung und eHealth beschäftigen

Weitere Infos & Material


1;Inhaltsverzeichnis;7
2;1 ePublic Health: Vorwort zur Erschließung eines neuen Forschungs- und Anwendungsfeldes;17
2.1;1.1 Zur Konvergenz zweier Perspektiven auf Gesundheit;18
2.2;1.2 Ausblick auf die Beiträge des Sammelbandes;19
3;2 Soziologische Perspektiven auf Digitalisierung und Gesundheit;23
3.1;2.1 Besonderheiten von Digitalisierung und Gesundheit;24
3.2;2.2 Soziale Differenzierung „digitaler“ Gesundheitschancen;26
4;3 Rechtliche Grundlagen von Digitalisierung und Gesundheit;33
4.1;3.1 Verfassungsrechtliche Grundlagen;33
4.2;3.2 Überblick u?ber das Gesetzesrecht;35
4.2.1;3.2.1 Deutsche Regelungen;35
4.2.2;3.2.2 Europäisches Recht;35
4.3;3.3 Standesrecht;36
4.4;3.4 Berufsgeheimnis;37
4.5;3.5 Datenschutzrecht;38
4.5.1;3.5.1 Rechtsgrundlagen;38
4.5.2;3.5.2 Angemessene Garantien;39
4.5.3;3.5.3 Betroffenenrechte und Rechtsschutz;40
4.6;3.6 Akteneinsicht und Transparenzpflichten;41
4.7;3.7 Medizinische Forschung;42
4.8;3.8 Sozialgesetzbuch V;42
4.9;3.9 Gesundheits-Apps;43
4.10;3.10 Das Recht der Informationssicherheit;43
5;4 Digitalisierte Gesundheit: Eine ethische Reflexion;45
5.1;4.1 Ethisch relevante Themen;46
5.1.1;4.1.1 Fragen der klassischen biomedizinischen Ethik und Technikethik;47
5.1.2;4.1.2 Ethische Fragen aus populationsbezogener Sicht;48
5.2;4.2 Die Rolle der Public-Health-Ethik;51
5.2.1;4.2.1 Was ist Public-Health-Ethik?;52
5.2.2;4.2.2 Möglichkeiten und Grenzen der Public-Health-Ethik;52
6;5 Big Data in Public Health;61
6.1;5.1 Big Data: Einordnung und Definitionsversuche;61
6.2;5.2 Big Data im Kontext von Public Health;63
6.3;5.3 Auswirkungen und Herausforderungen von Big Data in Forschung und Versorgung;65
6.3.1;5.3.1 Forschung;65
6.3.2;5.3.2 Versorgungspraxis und -qualität;67
7;6 Digitale raumbezogene Epidemiologie: Was kann Social Media zur Verbesserung der bedarfsgerechten Versorgung beitragen?;71
7.1;6.1 Social Media Daten im Spannungsfeld der digitalen und raumbezogenen Epidemiologie;72
7.1.1;6.1.1 Verfahren zur automatisierten Extraktion von Nutzerinformationen;72
7.1.2;6.1.2 Potenzial der digitalen Epidemiologief u?r die Versorgungsforschung;73
7.1.3;6.1.3 Potenzial der digital räumlichen Epidemiologie fu?r die Versorgungsforschung;75
7.1.4;6.1.4 Potenzial digitaler Informationen fu?r die Gesundheitserhaltung/Prävention;77
7.2;6.2 Gute wissenschaftliche Praxis, ethische Aspekte und Datenschutz;77
8;7 Digitalisierung in und als Gegenstand der qualitativen Sozialforschung;83
8.1;7.1 Forschungsverständnis;83
8.2;7.2 Gegenwärtige Praxis qualitativen Forschens in ePublic Health;85
8.2.1;7.2.1 Mikro-Ebene;85
8.2.2;7.2.2 Meso-Ebene;87
8.2.3;7.2.3 Makro-Ebene;87
8.3;7.3 Bedeutung qualitativer Methoden;89
8.4;7.4 Exkurs: Digitalisierung in der qualitativen Sozialforschung;90
9;8 Digitalisierung in und als Gegenstand der quantitativen Sozialforschung;95
9.1;8.1 Digitalisierung als Gegenstand quantitativer Sozialforschung;95
9.1.1;8.1.1 Evidenzbasierung digitaler Medienangebote;96
9.1.2;8.1.2 Konzeption, Wirkungsanalyse, Wirksamkeitspru?fungund Implementation digitaler Medienangebote;98
9.2;8.2 Digitalisierung in quantitativer Sozialforschung;100
9.2.1;8.2.1 Kognitions- und neurowissenschaftliche Forschung und digitale Datenerhebungsformate;100
9.2.2;8.2.2 Web-basierte Interventionsstudien;102
9.2.3;8.2.3 Übersichtsarbeiten und Big Data;103
9.2.4;8.2.4 Ethik und Datenschutz;104
10;9 Herausforderungen bei der Evaluation von ePublic-Health-Anwendungen;109
10.1;9.1 Notwendigkeit der gesundheitsökonomischen Evaluation;110
10.2;9.2 Besonderheiten von ePublic-Health-Anwendungen;111
10.2.1;9.2.1 Komplexität der Intervention;113
10.2.2;9.2.2 Komplexität des Systems;113
10.2.3;9.2.3 Dynamik der Entwicklung;113
10.3;9.3 Herausforderungen fu?r die Evaluation;114
10.3.1;9.3.1 Anforderungen an das Studiendesign;114
10.3.2;9.3.2 Erfassung von Kosten und Nutzen;115
10.3.3;9.3.3 Beru?cksichtigung von Synergieeffekten;116
10.3.4;9.3.4 Beru?cksichtigung der Kontextabhängigkeit;117
11;10 Prävention und Gesundheitsförderung in und mit digitalen Medien;123
11.1;10.1 Zielgruppenspezifische Aspekte digitaler Mediennutzung;124
11.2;10.2 Strategische Ansätze und Methoden digitaler Präventionsinterventionen;124
11.2.1;10.2.1 Strategische Ausrichtung digitaler Präventionsinterventionen;124
11.2.2;10.2.2 Verhaltens- und verhältnisbezogene Ansätze digitaler Präventionsinterventionen;126
11.2.3;10.2.3 Methoden der digitalen Prävention und Gesundheitsförderung;127
11.2.4;10.2.4 Multi-Channel-Maßnahmen digitaler Präventionsinterventionen;132
11.3;10.3 Ethische, qualitätsbezogene und rechtliche Aspekte;132
12;11 Mobile Anwendungen fu?r die Prävention und die Gesundheitsförderung;139
12.1;11.1 Potenziale fu?r die Gesundheit;139
12.2;11.2 Über die Bedeutung mobiler Angebote fu?r die Prävention und Gesundheitsförderung;140
12.3;11.3 Is there an App for that? – Eine Bestandsaufnahme im App-Universum;141
12.3.1;11.3.1 Lack of evidence;142
12.3.2;11.3.2 Wenn die App nicht tut, was sie soll;142
12.3.3;11.3.3 Und wenn die App mehr tut als sie soll;143
12.4;11.4 Qualitätsanforderungen und Marktdynamik;144
12.4.1;11.4.1 Warum Qualitätssiegel keine Lösungdarstellen;144
12.4.2;11.4.2 Qualität von Gesundheits-Appsbestimmen und erkennen;145
13;12 Digitalisierung in der Gesundheitskommunikation;149
13.1;12.1 Perspektiven der Gesundheitskommunikation;149
13.2;12.2 Chancen und Risiken der Digitalisierung;150
13.2.1;12.2.1 Zugang zu gesundheitsrelevanten Informationen;151
13.2.2;12.2.2 Digital Divide;152
13.2.3;12.2.3 Ressourcen und Kompetenzen;152
13.2.4;12.2.4 Qualität und Darstellung der Informationen;153
13.2.5;12.2.5 Kommunikation auf Augenhöhe;153
13.2.6;12.2.6 Stigmatisierung und Abbau von Stigmatisierungen;154
13.2.7;12.2.7 Sonstige digitalisierungsspezifische Besonderheiten;154
14;13 Digitalisierung im Politikfeld Gesundheit;159
14.1;13.1 Konturen des Politikfeldes „Gesundheit“ und Dimensionen der Digitalisierung;160
14.2;13.2 Digitalisierung als technologische und soziale Innovation;162
14.3;13.3 Digitalisierung als abhängige und unabhängige Variable;164
15;14 Digitalisierung in der Arbeitswelt und Anknu?pfungspunkte im betrieblichen Gesundheitsmanagement;173
15.1;14.1 Digitalisierung in der Arbeitswelt;173
15.2;14.2 Public Health und Digitalisierung in der Arbeitswelt;175
15.3;14.3 Digitalisierung der Arbeitswelt und Gesundheit;175
15.4;14.4 Gesetzliche und strukturelle Rahmenbedingungen fu?r Gesundheit in der Arbeitswelt;178
15.5;14.5 Betriebliches Gesundheitsmanagement und Digitalisierung;179
15.5.1;14.5.1 Ziele und Elemente von betrieblichem Gesundheitsmanagement;179
15.5.2;14.5.2 Digitale Interventionen in der betrieblichen Gesundheitsförderung;180
15.5.3;14.5.3 Qualität und Wirksamkeit digitaler Interventionen zur individuellen Verhaltensänderung in der betrieblichen Gesundheitsförderung;181
16;15 Digitale Transformation im Kontext von Umwelt, Stadtentwicklung und Gesundheit;187
16.1;15.1 Gebaute Umwelt;188
16.2;15.2 Gemeinde und Quartiersebene;190
16.3;15.3 Lebensstil;191
16.4;15.4 (Lokale) Wirtschaft;193
16.5;15.5 Mobilität und Gesundheit;194
16.6;15.6 Natu?rliche Umwelt;195
16.7;15.7 Globales Ökosystem;195
17;16 Assistive Technologien in der häuslichen Umgebung;201
17.1;16.1 Assistive Technologien: Abgrenzung und Einordnung;201
17.2;16.2 Assistive Technologien aus Public-Health-Perspektive;203
17.2.1;16.2.1 Förderung von Gesundheit und Teilhabe durch Assistive Technologien;203
17.2.2;16.2.2 Assistive Technologien zur Stabilisierung häuslicher Pflegearrangements;204
17.2.3;16.2.3 Akzeptanz von Assistiven Technologien;205
17.2.4;16.2.4 Assistive Technologien und soziale Ungleichheit;206
17.2.5;16.2.5 Einbettung von Assistiven Technologien in Versorgungsstrukturen;207
17.3;16.3 Teilhabefördernde Nutzung von Consumertechnik;208
17.3.1;16.3.1 Potenziale von Consumertechnik zur Förderung der Teilhabe;208
17.3.2;16.3.2 Barrieren fu?r die Aneignung von Consumertechnik in häuslichen Versorgungsarrangements;208
18;17 eGlobal Health: Möglichkeiten zur Gesundheitssystemstärkung in der Entwicklungszusammenarbeit;213
18.1;17.1 Referenzrahmen fu?r mehr Gesundheitskompetenz;214
18.2;17.2 eLearning als Angebot zumThema Globale Gesundheit;215
18.3;17.3 Der Weg von eLearning-Programmen zu eGlobal Health;216
18.4;17.4 Modell einer Klinikpartnerschaft im Rahmen des ESTHER-Programms;218
18.5;17.5 Umsetzung und Lernerfahrungen der ESTHER-Liberia-Kooperation;219
19;18 Telemedizin: Digitalisierung in Medizin und öffentlichem Gesundheitsdienst;225
19.1;18.1 Telemedizin und Telematik – Chancen, Hu?rden und Herausforderungen;226
19.2;18.2 Stellenwert bereits laufender und abgeschlossener Projekte;227
19.3;18.3 Digitale Vernetzung in Medizin und öffentlichem Gesundheitswesen;229
19.3.1;18.3.1 Vorteile durch Entscheidungs unterstu?tzung und Smart Alarming;229
19.3.2;18.3.2 Anforderungen an die digitale Vernetzung;231
19.3.3;18.3.3 Einschränkungen und Risiken;232
20;19 Telecare: Digitalisierung in der Pflege;237
20.1;19.1 Versorgungsstrukturelle Herausforderungen in der Pflege;237
20.2;19.2 Anwendungsbereiche von Telecare im Rahmen von ePublic Health;239
20.2.1;19.2.1 Monitoring mit Telecare;239
20.2.2;19.2.2 Technische Applikationen durch Sensoren, AAL und Smart-Home-Technologien;240
20.2.3;19.2.3 Robotik in der Pflege – „Pflege 4.0“;241
20.3;19.3 Möglichkeiten und Risiken von Digitalisierung;242
21;20 eMental Health: Digital produziertes Wissen im Kontext gesundheitlicher Selbsthilfe;247
21.1;20.1 Psychische Gesundheit im digitalen Wandel;247
21.2;20.2 Neue Formen der Wissensproduktion in der Wissensgesellschaft;248
21.3;20.3 Begriffsbestimmung: Selbsthilfe(n);250
21.4;20.4 Genealogische Wellenbewegung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in Deutschland;251
21.5;20.5 Die fu?nfte Welle;253
21.6;20.6 Digitale Laien-Produktionsgemeinschaften gesundheitsbezogenen Wissens;254
22;21 eHealth-Anwendungen in den Therapieberufen;259
22.1;21.1 Was bedeutet eHealth im Rahmen der Therapie?;259
22.2;21.2 eHealth in der Therapiepraxis;261
22.2.1;21.2.1 Beispiel: Digitaler Guide fu?r physiotherapeutische Untersuchungen und Behandlungen;261
22.2.2;21.2.2 Beispiel: Technikgestu?tzte Kommunikationstools;262
22.2.3;21.2.3 Beispiel: Förderung der Transferleistungen durch Unterstu?tzung häuslicher Übungen;263
22.3;21.3 Evidenzlage;264
23;22 Digital Health Divide: Gesundheitliche Ungleichheiten und Digitalisierung;271
23.1;22.1 Definitionen;272
23.1.1;22.1.1 Soziale und gesundheitliche Ungleichheit;272
23.1.2;22.1.2 Digital Health Divide;272
23.1.3;22.1.3 Beschreibung und Entwicklung des Digital Health Divide;273
23.2;22.2 Erklärungsansätze zum Digital Health Divide;273
23.2.1;22.2.1 Sozioökonomischer Status;273
23.2.2;22.2.2 Alter;274
23.2.3;22.2.3 Geschlecht;274
23.2.4;22.2.4 Ethnischer Hintergrund: Hautfarbe und Migration;275
23.2.5;22.2.5 Wohnort: Stadt versus Land;275
24;23 eHealth Literacy: Aktuelle Befunde und Herausforderungen;281
24.1;23.1 Health Literacy;282
24.2;23.2 eHealth Literacy;283
24.3;23.3 Übersicht u?ber die aktuelle Befundlage zu eHealth Literacy;285
24.3.1;23.3.1 eHealth Literacy, Soziodemografie und Mediennutzung;285
24.3.2;23.3.2 eHealth Literacy und Gesundheitsendpunkte;286
24.4;23.4 Förderung von eHealth Literacy;287
24.5;23.5 Kritische Diskussion zu eHealth Litaracy;288
24.5.1;23.5.1 eHealth Literacy zwischen Individuum und System;288
24.5.2;23.5.2 Lebensweltliche Relevanz von eHealth-Anwendungen;289
24.5.3;23.5.3 Eine Frage des Zugangs;290
25;24 Nutzerorientierung als Leitgedanke von digitaler Prävention und Versorgung;295
25.1;24.1 Apps in der Prävention und Versorgung;295
25.2;24.2 Definition von Nutzerorientierung;296
25.3;24.3 Vorteile der Nutzerorientierung;298
25.4;24.4 Nutzerorientierung am Beispiels von Apps: Zentrale Diskussionspunkte;299
26;25 Nutzerpartizipation in Forschung und Entwicklung von innovativen Gesundheitstechnologien;305
26.1;25.1 Begriffsbestimmungen und Bedeutung von Nutzerorientierung im Kontext von ePublic Health;306
26.1.1;25.1.1 Relevante normative und ethische Standards in Public Health;306
26.1.2;25.1.2 Partizipative Gesundheitsforschung;307
26.1.3;25.1.3 Nutzerorientierung;307
26.1.4;25.1.4 eHealth;308
26.1.5;25.1.5 eGovernment;309
26.2;25.2 Umsetzung von Partizipation im Entwicklungszyklus;310
26.3;25.3 Über Partizipation von eHealth zu ePublic Health?;311
27;Autoren- und Sachwortverzeichnis;317


3 Rechtliche Grundlagen von Digitalisierung und Gesundheit

Einleitung Für das digitalisierte Gesundheitswesen gibt es in unserer Rechtsordnung keinen klaren Regelungsort. Die Rechtsgrundlagen sind auf viele Gesetze verteilt, in denen das Medizinrecht (mit)geregelt ist. Digitalisierung als informationstechnische Praxis führt zumeist nur zeitverzögert zur Normsetzung. Das Recht hinkt regelmäßig den Rahmenbedingungen und Notwendigkeiten der Datenverarbeitung und des Rechtsschutzes hinterher. Dies macht sowohl den Überblick über das Recht als auch dessen konkrete Anwendung nicht einfach. Angehörige von Gesundheitsberufen haben zumeist keine juristische Ausbildung erfahren. Deshalb und wegen einer sehr begrenzten administrativen und gerichtlichen Durchsetzung des Rechts sind hier die Vollzugsdefizite groß. Dessen ungeachtet ist Rechtskonformität als Compliance- Anforderung eine wesentliche Grundlage für das Funktionieren des (digitalen) Gesundheitswesens und für das Vertrauen der Menschen gegenüber medizinischen Leistungserbringern.

3.1 Verfassungsrechtliche Grundlagen

Die wichtigsten Prinzipien unseres Rechtssystems sind in der Verfassung zu finden, also insbesondere im aus dem Jahr 1949 stammenden Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG). Digitalisierung hat für die Väter und Mütter des Grundgesetzes noch keine Rolle gespielt, doch sind die darin enthaltenen Wertentscheidungen auch hier verbindlich. Sie setzen den Rahmen, der durch Auslegung auch für die neuen technischen Herausforderungen Antworten geben kann. Eine Konkretisierung und zugleich Modernisierung erfolgte durch das erheblich jüngere europäische Recht, dem – auch wenn man bei der Europäischen Union (EU) noch nicht von einer staatlichen Ordnung sprechen kann – ebenso Verfassungsrang zukommt. An vorderster Stelle ist die Europäische Grundrechte- Charta (GRCh) von 2009 zu nennen, die bei der Auslegung und Umsetzung von EU-Recht sowie von darauf beruhendem nationalen Recht zur Anwendung kommt (Art. 51 GRCh).

Verfassungsrecht legt organisatorische und prozedurale Regeln unserer gesellschaftlichen Ordnung fest. Auch diese dienen letztlich dem Ziel, die in den Grundrechten zum Ausdruck kommenden Wertentscheidungen zu verwirklichen. Der Wesensgehalt dieser Grundrechte



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.