E-Book, Deutsch, 274 Seiten
Fischer Die Hundeschnauzen
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7557-2173-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Das verrückte Leben einer Hundefamilie
E-Book, Deutsch, 274 Seiten
ISBN: 978-3-7557-2173-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Peter S. Fischer Hunde und Tier Liebhaber Verheiratet Besitzt einen Hund Chiko
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 2
Gerade als das Hundepärchen ihre angeregte Unterhaltung fortführt, kommt ihnen ein stolzer, großer Dobermann entgegen. Schnell haben die zwei den Hund entdeckt, es ist ein Rüde. Stolz hebt er sein Haupt und läuft gemütlich neben seinem Herrn her. Als der stolze Hund sich nähert, beachtet er die beiden kleineren Hunde überhaupt nicht.
Das bringt Struppi so in Rage, das er heftig den großen Hund anbellt und ihn richtig anschnauzt. Lucy kann es nicht lassen und gibt ihren Senf dazu. Der junge Rüde schimpft: „Meinst du, weil du ein wenig größer bist, brauchst du nicht zu grüßen.“ Der Dobermann schaut zu ihnen herunter und lächelt: „Was soll ich mit euch kleinen Grashüpfern schon reden, ihr könnt ja nicht einmal über die Grasspitzen schauen.“ Lucy findet das unverschämt, so herablassend über sie zu reden und mault zurück: „Das ist keine schöne Geste über Kleinere so zu reden, das weist auf einen riesigen Körper und ein kleines Hirn hin, ich wusste noch gar nicht, dass eine Luftblase auch denken kann und übrigens, zusammen sind wir auch groß.“ Die junge Hundedame schnuppert dabei seine großen Glocken ab und wird sofort von seinem Herrchen zurückgezogen.
Jetzt kommt der Dobermann in Rage und fängt richtig böse an zu maulen. Heftig will er auf die Beiden losgehen und sie zurechtweisen: „Was glaubt ihr, wer ihr seid, ich nehme euch zum Frühstück, so eine Frechheit, dass muss ich mir nicht gefallen lassen.“ Das Herrchen zieht dabei seinen Dobermann weiter. Der Dobermann schreit ihnen nach, ich bin reinrassig, ich habe einen „Von Namen.“
Lucy kommentiert sofort zurück: „Von Blöd.“ Beide schauen ihm hinterher und Struppi erläutert Lucy: „Diese Glocken hätten dich interessiert, aber dein Herrchen hat es auch nicht zugelassen, aber meine sind viel besser, klein aber fein.“ Lucy hebt stolz ihren Kopf und meint: „Du glaubst doch nicht, dass ich mich mit diesem großen Blödmann eingelassen hätte.“
Das hört noch der reinrassige Dobermann und schreit zurück: „Wenn ich meine riesigen Glocken auf deinen gebärfreudigen Hintern lege, dann brichst du zusammen.“ Lucy lächelt und ruft zurück: „Aber an meinem feinen Hintern kommst du nicht ran.“ Das ruft Struppi auf den Plan und er schreit frech hinterher: „Aber ich“ und streckt seine Nase an ihren Hintern. Lucy faucht ihn sofort an: „Lass das, habe ich das erlaubt!“ Der Rüde antwortet: „Ich wollte nur das hirnlose Riesenvieh ärgern.“ Lucy kontert: „Das kann jeder behaupten.“
Sofort bleibt der stolze Dobermann stehen und dreht sich zum Ärgernis des Herrchens um und schaut die Beiden ganz ernst an und überlegt sehr lange. Dann lässt das riesige Tier einen lauten Furz fahren, dass sich sein Herr zu ihm herumdreht und entsetzt zu seinem Tier faucht: „Pfui, das ist ja eklig.“ Lucy kann jetzt ihr Lachen nicht mehr verbergen und lästert: „Das passt zu ihm, benehmen kann er sich auch nicht.“ Struppi spottet daraufhin: „Das ist nur ein Ostwind, das ist nie etwas Gutes. Das hört man schon an seinem Dialekt heraus, der kommt vom Nahen Osten.“
Selbst das frisch verliebte Paar muss jetzt lachen, wie sie zu hören bekommen. Das selbst an der frischen Luft, sein Herrchen die Nase rümpft und zum weiter laufen ruft. Der Dobermann ruft ihnen noch nach: „Wenn ich euch noch einmal sehe, dann kommt ihr mir nicht mehr so billig davon.“ „Alles nur leeres Geschwätz, was da rüberkommt“, mault Struppi vor sich hin.
Endlich entfernt sich das große dumme Tier. Lucy sagt leise zu ihrem Freund: „Hoffentlich sehen wir den Blödmann nicht mehr.“ Struppi warnt: „Das könnte auf dem Rückweg unter Umständen passieren.“ „Bitte nicht, das ertrage ich nicht noch einmal“, jammert Lucy.
Dann spitzen beide ihre langen Ohren, als sie hören, wie sich die Beiden unterhalten. Ihre Köpfe richten sich auf Frauchen und Herrchen und sie unterhalten sich, über sie. Als ich letztes Mal beim Tierarzt war, erzählt Frauchen: „Mit Struppi, das war so peinlich, er hat am ganzen Körper gezittert, jeder Knochen hat geklappert und auch das noch, obwohl wir genügend vor dem Arzttermin gelaufen waren. Hat Struppi eine große Pfütze in die Praxis gepinkelt, gefurzt hat er auch noch, dass die ganze Praxis gestunken hat und die Schwester das Fenster öffnen musste. Ich wäre am liebsten im Boden versunken, so geschämt habe ich mich.“ Das Herrchen muss herzhaft laut lachen und meint: „Wenn man Tiere hat, gibt es immer etwas zu erzählen und zu lachen.“
Lucy lacht jetzt Struppi aus und witzelt: „Vielleicht hättest du vorher eine Windel anziehen sollen, du bist immer ein kleines Schweinchen.“ Er lamentiert: „Frauchen hat mir in der Früh etwas zu fressen gegeben, darauf bekam ich immense Blähungen und wie mir die Schwester das Thermometer in den Hintern steckte, passierte es. Der Arzt ging mit mir um, als wäre er ein Metzger. Ich hatte Todesangst, ich dachte mir, er will mich als Hartwurst verarbeiten.“ „Die wäre bestimmt ungenießbar gewesen“, lästert Lucy.
Struppi sieht sie jetzt mit großen Augen an und kontert: „Komm, du hättest mich mit Haut und Haaren gefressen und hinuntergeschlungen, du bist doch keine Kostverächterin.“ „Willst du, damit sagen, ich bin Fett“, schluchzt Lucy jetzt sehr verletzt. „Nein, so habe ich es nicht gemeint, du gefällst mir, du hast immer eine gute Figur“, versucht Struppi zu beschwichtigen. „Dass was du gesagt hast, das sagt alles“, meint sie sehr beleidigt: „Aber egal was du sagst, ich fühle mich so wohl.“
Aber die beiden frisch verliebten lästern immerzu über ihre Hunde und jetzt erzählt Herrchen über Lucy eine Geschichte. Diesmal hebt Struppi seinen langen Hundeschädel und grinst über das ganze Gesicht, denn es wird nicht über ihn gelästert!
Herrchen erzählt von Lucy: „Was glaubst du, dass sich Lucy besser verhält bei einem Tierarztbesuch, das kann man wirklich nicht behaupten. Letztes Mal, als wir dort waren, machte Sie schon im Wartezimmer ein großes Gezeter, dass alle anderen Tiere ganz verstört waren. Immer wieder wollte die Dame davonrennen, keine Minute saß sie ruhig. Fix und fertig kam ich mit der Nervensäge ins Sprechzimmer. Hier bellte und knurrte sie den Arzt an und fletschte die Zähne, dass sie Schaum vor ihrem Maul hatte. Der Tierarzt zeigte aber keinen Respekt vor meiner Zicke.“
Er schnauft tief durch und erzählt weiter: „Meine Lucy hatte schon einige Tage Husten und Schnupfen, ich wollte sie untersuchen lassen. Ich hob sie auf den Untersuchungstisch. Lucy wollte sofort wieder herunterspringen. Ich musste Sie ununterbrochen festhalten. Als der Mann mit dem Fieberthermometer kam. Entkam mir die Zicke, dann biss sie in das Thermometer, das es zerbrach und biss danach dem Tierarzt in den Finger, dass er blutete. Danach saß Lucy wie versteinert auf dem Tisch, sie war so steif, ich hätte sie im Wachsfigurenkabinett ausstellen können. Erst als sie am Boden war, bewegte sie sich wieder. Somit war die Untersuchung beendet und er gab für den Husten ein paar Tabletten mit. Da ich keine Hundehaftpflicht habe, wurde die Untersuchung sehr teuer, ich konnte somit dem leichtverletzten Tierarzt 200 Euro bezahlen, obwohl er Lucy nicht behandelt hatte.“
Struppi lacht sich über diese Geschichte kaputt, er kann sich nicht mehr beruhigen. Er legte sich auf den Rücken und strampelte mit allen Vieren und schrie vor Lachen. Lucy schaut ihn dabei verlegen mit großen Augen an. Sie wäre am liebsten einfach davongerannt, sie kann die Erzählung ihres Herrchens nicht mehr hören.
Aber er hört nicht auf und erzählt unverdrossen weiter: „Ich war wütend vom Tierarztbesuch, aber daheim ging es weiter. Ich wollte der Dame gleich eine der Tabletten geben. Sie drehte immer wieder den Kopf weg. Ich hielt ihr den Kopf fest, dann wollte ich ihr das Maul aufmachen und die Tablette in den Rachen stecken. Dabei biss sie mir in die Hand. Ein Verletzter reichte ja nicht. Das tat ganz schön weh. Dann kam mir eine andere Idee, ich zerkleinerte die Tablette und mischte sie in eine Leberwurst und gab sie ihr so zu fressen.“
Er grinst kurz und fuhr mit der Geschichte fort: „Aber was machte die Madame, sie trug das kleine Stück Leberwurst hinaus und verteilte sie im Garten. Der Rasen bekam keinen Husten mehr und war jetzt kerngesund. Was soll ich bloß mit diesem weiblichen Kampfhund machen, irgendwann muss ich mit ihr wieder zum Tierarzt?“ Seine Freundin meint daraufhin: „Vielleicht solltest du ihr vorher eine Beruhigungstablette geben.“ „Damit der Rasen ruhiggestellt wird“, lästert Herrchen.
Nach kurzer Zeit beruhigt sich Struppi wieder und die beiden sprechen mutig auf. Aber Lucy schämt sich erst mit ihrer Geschichte.
Struppi versucht sie zu beruhigen und spricht...




