Buch, Deutsch, 72 Seiten, Format (B × H): 225 mm x 295 mm, Gewicht: 750 g
Herbst 2026
Buch, Deutsch, 72 Seiten, Format (B × H): 225 mm x 295 mm, Gewicht: 750 g
ISBN: 978-3-903434-30-1
Verlag: Kovacek & Zetter
Wir freuen uns sehr, Sie zu einer interessanten und vielseitigen fine art Ausstellung mit einem Schwerpunkt auf der österreichischen Moderne und dem Stimmungsimpressionismus einladen zu dürfen.
War in Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts der Impressionismus der Vorbote für die Moderne, war es in Österreich der Stimmungsimpressionismus, der sich in der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Abbild der Natur auf eine gänzlich neue und wegweisende Form beschäftigte. Besonders vier Malerinnen gelang es damals in einer männerdominierten Domäne, in der sie nicht einmal im herkömmlichen Kunst- und Lehrbetrieb zugelassen waren, zu reüssieren. Heute sind ihre Werke in vielen Ausstellungen und Museen zu sehen und werden als wegweisend und bahnbrechend für den damaligen Aufbruch in die Moderne erkannt. Olga Wisinger- Florian, Marie Egner, Tina Blau und Leontine von Littrow sind hier sicher die wichtigsten Protagonistinnen, von denen wir vier ausgesuchte Gemälde in der Ausstellung zeigen. Der frühe und äußerst fein gemalte Wiesenblumenstrauß von Olga Wisinger-Florian und die lebendige, malerische Studie von Dürnstein aus dem Jahr 1897 von Tina Blau sind sicher Highlights der heurigen Präsentation.
Einige Jahre später, um 1900, war Wien in Europa eine der führenden künstlerischen Metropolen. Die pulsierende Stadt, die Ringstraße mit ihren Prachtbauten und imperialen Palais, Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellt, mit ihrem großzügigen Mäzenatentum brachte eine Vielzahl an renommierten Künstlern hervor. Gustav Klimt und der um 28 Jahre jüngere Egon Schiele, deren Strahlkraft heute weltweit ungeahnte Dimensionen erreicht hat, sind hier neben Oskar Kokoschka und Max Oppenheimer die prominentesten Protagonisten der Wiener Moderne.
Von Gustav Klimt zeigen wir eine virtuose, besonders schöne Studie, vor 1904 entstanden, zu dem berühmten Bildnis der Hermine Gallia, das sich heute in der National Gallery in London befindet.
Egon Schiele, das „enfant terrible“ der damaligen Wiener Kunstszene und Avantgarde, ist mit einer charakteristischen, expressiven Arbeit, „Porträt eines stehenden Knaben“ aus dem Jahr 1910, vertreten. Werke dieser Qualität von Gustav Klimt und Egon Schiele zählen heute zu gesuchten Sammlerstücken und fungieren als gesicherte Wertanlagen am internationalen Kunstmarkt.
Ein weiterer bedeutender Maler, dem heute weit über unsere Landesgrenzen Beachtung und Anerkennung zuteilwird, ist Alfons Walde. War er in seinen Anfängen – als er mit Egon Schiele befreundet war – noch von dessen expressivem Stil und jenem der Secessionisten beeinflusst, entwickelte er bald seine unverkennbare Bildsprache. Es gelang ihm auf unvergleichliche Weise, die schroffe Tiroler Bergwelt und den Schnee mit all seinen faszinierenden Licht- und Schattenspielen zu modellieren und darzustellen. In der Ausstellung sind diesmal frühe Arbeiten auf Papier zu bewundern, wie die Andreaskirche in Kitzbühel im Winter oder eine Fassung der berühmten Kirchstiege. Auch das Originalplakat mit dem ikonischen Motiv des Skispringers aus dem Jahr 1930 zeigt in seiner stilisierten Form- und Farbgebung einmal mehr Waldes originäre künstlerische Meisterschaft.
Es erwartet Sie aber noch einiges mehr und wir freuen uns schon sehr, Ihnen die Ausstellung persönlich zeigen zu dürfen.
Wie gewohnt, beginnt der Verkauf ab Versand des Kataloges, und wir bitten Sie, sich bei Interesse gleich zu melden.
Herzlichst Ihre,
Claudia Kovacek-Longin Sophie Zetter-Schwaiger




