Figge / Hanitzsch / Teuber | Scham und Schuld | Buch | 978-3-8376-1245-5 | sack.de

Buch, Deutsch, Band 11, 328 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 525 g

Reihe: GenderCodes - Transkriptionen zwischen Wissen und Geschlecht

Figge / Hanitzsch / Teuber

Scham und Schuld

Geschlechter(sub)texte der Shoah

Buch, Deutsch, Band 11, 328 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 525 g

Reihe: GenderCodes - Transkriptionen zwischen Wissen und Geschlecht

ISBN: 978-3-8376-1245-5
Verlag: transcript


. mit Maja Figge, Konstanze Hanitzsch und Dipl.-Psych. Nadine Teuber

1. 'Bücher, die die Welt nicht braucht.' Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Vor dem Hintergrund, dass Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in naher Zukunft nicht mehr befragt werden können, sind Untersuchungen zur (unbewussten) Weitergabe der Geschichte der Shoah und nationalsozialistischer Täterschaft wichtig.

Unser Buch fokussiert die bisher vernachlässigten geschlechtlich codierten Subtexte des Fortwirkens der Shoah.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Scham und Schuld sind in der Auseinandersetzung mit der Shoah implizit oder explizit als wirkmächtige Emotionen präsent. Die geschlechtliche Codierung dieser Emotionen im Fortwirken der Shoah zum Untersuchungsgegenstand zu machen, ist bisher in der wissenschaftlichen Forschung nur vereinzelt geschehen. Die Interdisziplinarität des Bandes verschafft dem Leser/der Leserin einen Überblick über das breite Forschungsfeld ›Shoah und Gender‹.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die geschlechtsspezifischen Codierungen der Emotionen Scham und Schuld zu berücksichtigen, eröffnet die Möglichkeit einer Analyse unbewusster Normen und Bilder, die in vergangenheitspolitischen Diskursen eine Rolle spielen. Deutlich werden so u.a. Entlastungsstrategien, Schuldabwehr und unbewusste Tradierungen in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Raphael Gross und Jonathan Littell. Anhand von Gross' Studie zur nationalsozialistischen Moral ›Anständig geblieben‹ wäre gemeinsam zu überlegen, welche Überschneidungen zwischen Emotionen, Gender und Moral bestehen.

Littell hat in ›Die Wohlgesinnten‹ mit dem SS-Mann Max Aue eine fiktive Täterfigur geschaffen, die er schamlos ausleuchtet. Vor dem Hintergrund seiner literarischen Verarbeitung der Shoah und der zahlreichen diskursiven Bezüge wären die genderspezifischen Deutungen von Täterschaft zu diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

'Scham und Schuld. Geschlechter(sub)texte der Shoah' versammelt interdisziplinäre Forschungsansätze und schärft den Blick für die politische Bedeutung unbewusster Setzungen und deren Verbindung mit der Kategorie Geschlecht im deutschen Erinnerungsdiskurs.
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Weitere Infos & Material


Hanitzsch, Konstanze
Konstanze Hanitzsch (M.A.) ist Gender- und Literaturwissenschaftlerin.

Teuber, Nadine
Nadine Teuber (Dr. phil.) ist Psychologin und Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Frankfurt am Main (DPV / IPA). Sie hat im DFG-Graduiertenkolleg 'Geschlecht als Wissenskategorie' an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Psychoanalyse und Geschlecht, Depression und Schmerz sowie Trauma- und Antisemitismusforschung.

Figge, Maja
Maja Figge, Dr., ist Kultur- und Medienwissenschaftlerin und lebt in Berlin.

Maja Figge (Dr. phil.) vertritt die Professur für Medienkulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Gender, Race und Medien, Critical Whiteness Studies, Postkoloniale (Medien-)Theorie, politische Gefühle, Film, Erinnerung, Geschichte sowie deutsches und transnationales Kino.
Konstanze Hanitzsch (M.A.) ist Gender- und Literaturwissenschaftlerin.
Nadine Teuber (Dr. phil.) ist Psychologin und Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Frankfurt am Main (DPV / IPA). Sie hat im DFG-Graduiertenkolleg 'Geschlecht als Wissenskategorie' an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Psychoanalyse und Geschlecht, Depression und Schmerz sowie Trauma- und Antisemitismusforschung.


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