Fielding | Zu spät: Ich liebe dich! | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1496, 144 Seiten

Reihe: Julia

Fielding Zu spät: Ich liebe dich!


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-726-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1496, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-86494-726-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Es ist nur eine Nacht, die Amy und Jake miteinander verbringen, nachdem sie sich bei einer Taufe zufällig kennen gelernt haben. Aber was für eine! Zärtliche Umarmungen, Begehren, das Erfüllung verlangt, und ihre Herzen im völligen Gleichklang - so kommt es ihnen jedenfalls vor. Und Amy weiß auch, wie man dieses Gefühl nennt, nämlich Liebe. Aber instinktiv spürt sie, dass Jake davon nichts hören will, und deshalb macht sie das einzig Richtige: Am nächsten Morgen ist die Sache vorbei. Und an ihrem Entschluss, Jake zu vergessen, ändert sich auch nichts, als sie bemerkt, dass sie schwanger ist. Denn lieber gar keinen Mann, als einen, der sich zu einer Beziehung gezwungen sieht! Doch dann erfährt Jake über gemeinsame Freunde zufällig von Amys kleinem Geheimnis. Und er, der nie heiraten, nie eine Familie haben wollte, muss jetzt eine Entscheidung fällen...



In einer absolut malerischen Gegend voller Burgen und Schlösser, die von Geschichten durchdrungen sind, lebt Liz Fielding in Wales. Sie ist seit fast 30 Jahren glücklich mit ihrem Mann John verheiratet. Kennengelernt hatten die beiden sich in Afrika, wo sie beide eine Zeitlang arbeiteten. Sie bekamen zwei Kinder, die inzwischen längst erwachsen und von zu Hause ausgezogen sind. Bei Liz Fielding und John geblieben ist jedoch ihre große schwarz-weiße Katze Rocky (ein Bild von ihr gibt es auf Liz Fieldings Website www.lizfielding.com. Liz lebt eigentlich sehr zurückgezogen, in einem Dorf, das sie selten verlässt. Kontakt zu ihren Leserinnen ist ihr aber sehr wichtig, und den hält sie über das Internet. 2001 und 2006 gewann Liz aber den Rita Award der Romance Writers of America und flog nach Washington D.C., um den begehrten Preis entgegenzunehmen; eine große Ausnahme und ein großartiger Trip, auf dem sie viele alte Freundinnen wiedersah. Liz Fielding freut sich immer, wenn sie eine E-Mail von ihren Leserinnen erhält. Ihre Adresse lautet: liz@lizfielding.com

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1. KAPITEL

Amy brauchte keinen Test, dafür kannte sie ihren Körper zu gut. Sie war noch nicht einmal überrascht. Bereits in dem Augenblick, als die Sonne an dem Morgen vor zwei Wochen die Welt in ein goldenes, magisches Licht getaucht hatte, hatte sie es gewusst.

Eigentlich sogar schon vorher – in dem Moment, als sie in die Kirche gekommen und Jake das erste Mal erblickt hatte. Er war der Mann ihrer Träume. Auf ihn hatte sie gewartet. Sie war sich ganz sicher gewesen.

Später hatte er sie im Arm gehalten, und obwohl er schwieg, spürte sie doch, dass es für ihn mehr war als nur eine leidenschaftliche Nacht mit gutem Sex. Sie sah es in seinen dunklen Augen. Allerdings entdeckte sie dort auch etwas anderes – Furcht. Er hatte Angst davor, sich zu binden. Das hatte er ihr ja auch deutlich genug zu verstehen gegeben. ‘Liebe’ schien für ihn ein Fremdwort zu sein. Trotzdem hatte er ihr so viel gegeben, mehr als er je vorgehabt hatte. Zwei Menschen, die sich zufällig getroffen und etwas Wundervolles erschaffen hatten. Amy lächelte versonnen. Sie konnte es gar nicht erwarten, endlich Gewissheit zu haben.

Ungeduldig blickte sie auf die Uhr. Sie hatte ihre Assistentin gebeten, länger zu bleiben und den Laden zu schließen, und war schnell nach Hause gefahren. Obwohl sie sich ihrer Sache sicher war, wollte sie doch den offiziellen Beweis für ihre Schwangerschaft. Nicht dass die Fantasie ihr einen Streich spielte!

Gespannt blickte sie auf das Kunststoffröhrchen, drückte fest die Daumen und beschwor förmlich den blauen Strich herauf, an dem all ihre Hoffnungen hingen.

Vor genau zwei Wochen war Jake nach London zurückgekehrt. Er hatte nicht versprochen, sie anzurufen oder sie wiederzusehen. Sie hatte auch nichts anderes erwartet. Nicht von Jake. Seine Warnung war deutlich genug gewesen. Sie hatte genau gewusst, worauf sie sich einließ.

Warum fürchtete er sich vor einer festen Bindung? Ihre gemeinsame Nacht war eine Offenbarung gewesen, und sie war sicher, er wäre gern noch geblieben. Was hatte ihn dazu gebracht, die Flucht zu ergreifen? Schlechte Erfahrungen mit Frauen? Irgendetwas belastete ihn, und sie hätte nur zu gern gewusst, was.

Warum stehe ich hier eigentlich herum, dachte sie böse und wandte sich ab. Der blaue Strich tauchte nicht schneller auf, wenn sie die ganze Zeit starr auf das Röhrchen blickte. Sie hatte bessere Dinge zu tun. Außerdem wusste sie ja sowieso schon, wie das Ergebnis lautete. Unwillkürlich legte sie sich die Hand auf den Bauch und schloss kurz die Augen. Es war keine Einbildung, da war sie sich sicher.

Sie verließ das Badezimmer und ging in den kleinen Raum, den sie als Büro nutzte. Prüfend blickte sie sich um. In Zukunft musste sie mehr von zu Hause aus arbeiten, aber das war kein Problem.

Nebenan stapelten sich Schachteln mit handgefertigter Seife, Duftkerzen und ätherischen Ölen. Mike vermietete ihr sicher noch einen zusätzlichen Raum, wo sie die Sachen unterbringen konnte. Auch für den Laden musste sie eine Lösung finden. Sie hatte schon lange vorgehabt, Vicki mehr Verantwortung zu übertragen und sie zur Geschäftsführerin zu machen. Außerdem würde sie eine Halbtagskraft einstellen. Sie brauchte Hilfe, je eher sie es einsah, desto besser. Plötzlich kamen ihr Zweifel. Was wäre, wenn sie das alles nicht bewältigen konnte?

Wieder berührte sie ihren Bauch. Ich muss mich zusammenreißen, dachte sie. Sie war nicht allein. Von jetzt an hatte sie für zwei Personen zu sorgen. Ihr Baby war vielleicht nicht größer als ein Streichholzkopf, aber schon jetzt war es für sie das Wichtigste auf der Welt. Etwas Wundervolles geschah, ein neues Leben wuchs heran.

Die Nachmittagssonne schien durch das Fenster, von dem aus man einen schönen Blick in den Garten hatte. Ja, das war das perfekte Kinderzimmer! Sie konnte es schon direkt sehen … das Bettchen … die Tapeten … die Spielsachen …

Das gab den Ausschlag. Sie wirbelte herum und lief ins Badezimmer zurück. Ja! Mit bebenden Fingern nahm sie das Röhrchen hoch. Ein blauer Strich! Hieß das, es wurde ein Junge? Unsinn! Natürlich wurde es ein Mädchen. Das war doch sonnenklar! Plötzlich versagten ihr die Beine den Dienst, und Amy musste sich auf den Badewannenrand setzen.

Es war keine Vermutung mehr, sondern eine Tatsache. Etwas, das sie nicht mehr leugnen konnte und das ihr Leben für immer verändern würde. Sie bekam ein Baby. Gezeugt in einer Nacht der Liebe und Leidenschaft ohne Grenzen. Jake und sie hatten ein neues Leben erschaffen. Es war wirklich wahr: Sie war schwanger! Amy lachte und schüttelte ungläubig den Kopf.

Die Sache hatte nur einen Haken: Es war dumm gewesen, sich Hals über Kopf in Jake Hallam zu verlieben. Für ihn war es nur ein One-Night-Stand gewesen. Aber sie konnte es nicht ändern, ihr Herz hatte seine eigenen Gesetze. Schon als sie Jake in der Kirche erblickt und ihm die Hand gegeben hatte, war es um sie geschehen gewesen. Es fiel ihr schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Ihre Gedanken kreisten nur um ihn. Ihre beiden Schicksale waren untrennbar miteinander verknüpft, das war ihr klar, auch wenn sie es zuerst nicht hatte wahrhaben wollen.

Wenigstens ahnte er nicht, dass sie sich in ihn verliebt hatte. Das war der einzige Trost. Männer reagierten in dieser Beziehung sowieso anders als Frauen. Sie ließen sich nicht von ihren Gefühlen leiten. Schon die Erwähnung des Wortes mit ‘L’ hätte ihn panikartig in die Flucht geschlagen. Nachher dachte er noch, sie wäre nur schwanger geworden, um ihn in die Falle zu locken! Nein, das durfte sie nicht zulassen. Wenn er zu ihr zurückkam, dann nur freiwillig. Weil er es wirklich wollte und ihn nichts davon abbringen konnte.

Das allerdings würde ein schweres Stück Arbeit werden. Er war an dem Morgen vor zwei Wochen davongefahren, als säßen ihm tausend Teufel im Nacken. Wahrscheinlich hatte er gespürt, dass diese Nacht mehr bedeutete als nur einen One-Night-Stand, und wollte es nicht zugeben.

Das brauchte er auch nicht. Sie konnte damit leben. Es war seine Entscheidung. Sie durfte ihm natürlich nicht verschweigen, dass sie ein Baby erwartete. Er sollte es von ihr und nicht von jemand anders hören. Sie hatte ja noch drei oder vier Monate Zeit, bis sie ihn informieren musste. Danach würde sie ihre Schwangerschaft nicht mehr verbergen können. Was aber war mit Mike und Willow? Die beiden waren so leicht nicht zu täuschen. Vor allem Mike zog bestimmt sofort die richtigen Schlüsse …

Was hatte er noch zum Abschied gesagt? “Passt auf euch auf.” Es war, als hätte er versucht, sie zu warnen. Ihm war also nicht entgangen, was zwischen ihr und Jake passiert war. Wenn er von dem Baby hörte, würde er eins und eins zusammenzählen und bestimmt nicht auf drei kommen.

Das Telefon klingelte, und Amy stand auf. Es war sinnlos, sich jetzt schon Gedanken darüber zu machen, wie Jake wohl reagierte, wenn er erfuhr, dass er Vater wurde. Er war nach Amerika geflogen und hatte dort – das hatte er ganz besonders betont – wochenlang geschäftlich zu tun. Als ob sie nicht auch so verstanden hätte, was in ihm vorging.

Im Augenblick war die Schwangerschaft ihr Geheimnis, und das sollte auch so bleiben. Als sie zur Tür ging, stellte sie fest, dass sie immer noch das Röhrchen in der Hand hielt. Sie wollte es in den Mülleimer werfen, hielt aber inne. Immerhin war es der erste offizielle Beweis für das Wunder, das sie in sich trug. Stattdessen legte sie es in ein auf dem Fenstersims stehendes Glas und ging dann hinaus, um den Anruf entgegenzunehmen.

“Jake? Was halten Sie davon?”

Die Aufmerksamkeit aller richtete sich auf den Mann, der am anderen Ende des Konferenztisches saß. Erstaunt blickte dieser auf. Er war ganz woanders gewesen. Sein Körper befand sich zwar hier in Chicago in einem Sitzungssaal, aber sein Geist war Tausende von Meilen entfernt auf der anderen Seite des Atlantiks. Amaryllis Jones. Wieso musste er plötzlich wieder an sie denken?

In den letzten vier Wochen war es ihm gelungen, sich mit Arbeit abzulenken und diese eine Nacht aus der Erinnerung zu verbannen – na ja, wenigstens beinahe. Er war nach Amerika geflogen, um mit einer großen Computerfirma eine Partnerschaft einzugehen. Die Verhandlungen mit dem Aufsichtsrat waren lang und anstrengend gewesen, hatten aber schließlich zum Erfolg geführt. Jetzt saß er zahlreichen Anwälten gegenüber, die die letzten Einzelheiten abklären wollten. Wieso fiel ihm gerade jetzt Amy Jones wieder ein? Hatte er sich nicht geschworen, diese Frau ein für alle Mal zu vergessen? Entnervt schloss er kurz die Augen. Warum schien der Raum nach Glockenblumen und regennasser englischer Erde zu duften?

Was hatte er sich eigentlich dabei gedacht? Sie waren zu einer Taufe eingeladen gewesen, verdammt noch mal, und er war sogar Pate gewesen! Lag es vielleicht daran? Sehnte er sich nach einem eigenen Kind? Blödsinn! Ein schreiendes Baby, dem man andauernd die Windeln wechseln musste – wer konnte so etwas schon gut finden! Ich bestimmt nicht, dachte er entnervt. Pate ja, Vater nein.

Deshalb wählte er seine Freundinnen auch sehr genau aus. Er war nicht bereit, sich zu binden oder Verpflichtungen einzugehen. Sobald eine Beziehung zu eng wurde, ergriff er sofort die Flucht. Keine Komplikationen, das war sein Motto. Viele hielten ihn deswegen für kalt und rücksichtslos, aber er hatte seine Gründe. Das Wort ‘Liebe’ existierte für ihn nicht. Es war ein Lippenbekenntnis, mehr nicht. Alles Schall und Rauch. Er hatte diese Lektion auf harte Art und Weise lernen müssen.

Seine Pflegemutter Lucy war die Einzige, die immer für ihn da gewesen war. Sie hatte...



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