Ferkau Maddrax - Folge 252
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0551-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die Schrecken der Medusa
E-Book, Deutsch, Band 252, 64 Seiten
Reihe: Maddrax
ISBN: 978-3-8387-0551-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Schon die Überfahrt nach Guernsey gestaltet sich schwierig: An der Südküste Britanas ist man der Meinung, es handele sich um eine 'verfluchte Insel, von der noch nie jemand lebend zurückgekehrt ist'. Matt lässt sich von dem Aberglauben nicht abhalten... und ist schockiert, als sich dieser als höchst real erweist! Aruula und er stoßen auf versteinerte Tiere und Menschen! Als wäre auf der Kanalinsel die Legende von der Medusa lebendig geworden. Und es scheint, als ginge die Gefahr vom Dorf der Technos aus...!
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" (S. 3-4)
„Da ist die Insel, den Göttern sei Dank!“, brüllte der Fischer gegen den Sturm an. Matthew Drax, der Mann aus der Vergangenheit, und seine Gefährtin Aruula hielten sich an der Reling des Bootes fest. Aruulas Haare peitschten im Wind. Der Bug hob und senkte sich, bäumte sich erneut auf und klatschte zurück in die aufgewühlte Gischt. Vor einer halben Stunde erst hatten sich schwarze Wolken über dem Golf von Saint Malo aufgetürmt, und dann war das Unwetter mit brachialer Gewalt über sie hergefallen. „Die Götter zürnen!“, schrie der Fischer, ein hagerer, von Wind und Wetter gegerbter Seemann, der sich bereit erklärt hatte, das Paar über den Golf zur „verfluchten Insel“ zu bringen, nach Guernsey. Er wischte sich Wasser aus dem Gesicht.
Matt und Aruula waren, seit sie von London aufgebrochen waren, anderthalb Wochen unterwegs; eine davon hatte es allein gebraucht, um an der Küste endlich jemanden zu finden, der mutig genug war, sie zu der Kanalinsel zu bringen. Erst das Angebot, ihm die wertvollen X-Quads zu überlassen, hatte den Fischer schließlich überzeugt. Geflissentlich hatte Matt ihm verschwiegen, dass die Energiezellen der schwebenden Transportmittel nur noch für knapp zweihundertfünfzig Kilometer reichen würden – und eine Trilithium-Ladestation war Mangelware im postapokalyptischen Süden Englands.
Auch Chira, Rulfans Wölfin, hatten sie zurücklassen müssen. Meikel, der Fischer, war der Meinung, „Tiere an Bord brächten Unglück“. Oder wollte er nur sein Boot sauber halten? Nun, wenigstens würde Chira eine gute Zeit haben, bis Matt und Aruula sie wieder abholten; Enna, die Fischersfrau, war von der zahmen Lupa begeistert gewesen und hatte sich binnen kürzester Zeit mit ihr angefreundet. Außerdem würde Chira ein Auge auf das einsam stehende Haus an der Küste haben.
Der Fischer stieß einen Fluch aus, und Matt sah, warum: Eine Welle, höher als ein Haus, rollte auf sie zu. Matt erinnerte sich daran, dass diese Region damals, bevor die Welt aus dem Gleichgewicht geraten war, von Windsurfern genutzt worden war. In zahlreichen geschützten Buchten besonders vor den großen Golfinseln hatten sich die Menschen mit ihren Surfbrettern ausgetobt – damals, vor mehr als fünfhundert Jahren. Zu einer Zeit, als man den Golf noch gefahrlos überqueren konnte. Jetzt war alles anders geworden."




