E-Book, Deutsch, 270 Seiten
Feldmann Gottes sanfter Rebell
verbesserte Auflage
ISBN: 978-3-87620-402-4
Verlag: Patris Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Joseph Kentenich und seine Vision von einer neuen Welt
E-Book, Deutsch, 270 Seiten
ISBN: 978-3-87620-402-4
Verlag: Patris Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Christian Feldmann ist anerkannter Biograph großer Christen und frommer Querköpfe, mittlerweile in fünfzehn Sprachen übersetzt.
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I DIE KRISE:
Eine Idee von Gott kann man nicht lieben
"Von jetzt ab vergiss mich!"
Das Leben des Priesters Kentenich, der vielen als Paradebeispiel eines modernen Heiligen gilt, begann mit einem ganz alltäglichen Skandal: Sein Vater ließ die Mut-ter sitzen, als sie schwanger geworden war. Nach den spärlichen Überlieferungen ist er kein übler Zeitgenosse gewesen, Kleinbauer, Bienenzüchter, Gemeinderat und von solidem Lebenswandel: Im Wirtshaus trank er jedes Mal nur ein Gläschen Schnaps, und pünktlich um neun Uhr abends machte er sich auf den Heimweg.
Doch heiraten wollte Matthias Joseph Koep (44) die ebenfalls aus dem Kleineleutemilieu stammende Kathari-na Kentenich (22) nicht; vielleicht fühlte er sich - für da-malige Begriffe - auch schon zu alt für eine Ehe. Kathari-na gab dem am 18. November 1885 im rheinischen Gymnich geborenen Söhnchen zwar in einer zärtlichen Anwandlung den zweiten Vornamen des feigen Herrn Papa, schlug sich aber tapfer alleine durch, als Haus-haltshilfe in der Kölner Gegend und in Straßburg. Um den kleinen Peter Joseph kümmerten sich derweil ihre Eltern: herzensgute Leute, die zu ihren sechs eigenen Kindern ein bettelarmes Mädchen adoptiert hatten. Der Großvater starb allerdings, als Joseph erst drei Jahre alt war.
Breschnew und die Himmelfahrtsprozession
Gymnich, zwanzig Kilometer von Köln an der Erft gele-gen und heute in der Großgemeinde Erftstadt aufgegan-gen, war damals ein kleines Dorf mit großer Geschichte: gegründet in der Römerzeit, benannt nach der dort stati-onierten Legio Gemina, ausgestattet mit einer hübschen Zwiebelturmkirche und einem Renaissanceschloss, in dem die Bonner Regierung ihre Staatsgäste einquartier-te. Ganz in der Nähe, in Zülpich, besiegte der Merowin-ger Chlodwig 496 die Alemannen, worauf er sich zum Dank für himmlische Hilfe taufen ließ und das christliche Frankenreich gründete.




