Feitsch / Phoenix | Die Stundenwelt - Lileyna | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 248 Seiten

Reihe: Die Stundenwelt

Feitsch / Phoenix Die Stundenwelt - Lileyna

(Band 3)
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7438-5124-5
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

(Band 3)

E-Book, Deutsch, Band 3, 248 Seiten

Reihe: Die Stundenwelt

ISBN: 978-3-7438-5124-5
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Science Fantasy zum Träumen -  Die Stundenwelt-Reihe (Band 3)   ***Die Gegenwart hat nur eine Zukunft, solange sich die Vergangenheit ändert.***   Lileyna lebt seit Jahren wohlbehütet hinter den Klostermauern des Novizenordens. Ein Tag ist wie der andere: Beten, Gartenarbeit und wieder beten. Doch plötzlich entführt sie ein Fremder aus dem sicheren Kloster und stößt sie in eine ihr unbekannte Welt. Er zwingt sie, ihm bei seinen unerklärlichen Vorhaben zu helfen. Doch was er eigentlich genau von ihr erwartet, kann Lileyna nur ahnen. Ein Abenteuer voller Magie und riskanten Gratwanderungen beginnt.   Auf ihrer turbulenten Reise durch die Stundenwelt erfährt Lileyna mehr über ihren Glauben und die Novizen, entdeckt die Macht der Liebe und erkennt ihre wahre Bestimmung. Doch wird sie es auch tatsächlich schaffen, sich selbst vor dem Schlimmsten zu bewahren?     Was ist die Stundenwelt? 'Die Stundenwelt - Lileyna' ist der dritte Band der siebenteiligen Stundenwelt-Reihe. (Genre: Fantasy / Soft Science Fiction).  Jeder Band erzählt die Geschichte eines Bewohners der Stundenwelt, die durch sieben Epochen (Eine Epoche entspricht einer Erdenstunde) hindurch versuchen, ihre Welt vor dem sicheren Ende zu bewahren:  Denn das Handeln jedes einzelnen Individuums der Stundenwelt beeinflusst ihre Entwicklung und den Fortbestand ihrer Welt.      Band 1: Die Stundenwelt - Cheyenne Band 2: Die Stundenwelt - Brynadette Band 3: Die Stundenwelt - Lileyna

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1. Kapitel
    Die Luft schlug Wellen, verband sich mit dem trockenen Erdreich und wirbelte einen Hauch von Zeit auf.  Bryns Füße berührten den sandigen Untergrund. »Wann sind wir?«, fragte sie Dagget, der direkt neben ihr aus dem Portal geklettert kam. Der Zeitstrudel hatte sich noch nicht ganz geschlossen und Bryn sah Sam, der ihr durch das materielose Loch zuwinkte. Seine gesamte Erscheinung wirkte so matt, als wäre er nur eine Abbildung des Mannes, den sie liebte. Sam lächelte und rief ihr etwas zu, doch der Wind, der von dem materielosen Ungetüm ausging, fraß seine Worte. Bryn lächelte zurück und winkte.  Der Strudel zog sich weiter zusammen. Für einen kurzen Moment sah sie noch Sams Gesicht, das sie anlächelte. Der Tunnel schloss sich nun völlig und hinterließ nur einen Gedanken an den Mann, der in einer anderen Zeitzone auf ihre Rückkehr wartete. Sam wusste, dass ihre Aufgabe von größter Wichtigkeit war. Dagget sagte immer, wenn sie nicht alle Zahnradsplitter finden sollten, dann hätte die Siebenwelt bald so ein schwerwiegendes Problem, das nicht mal mehr der Novize selbst es lösen könnte.  Dies war ihre letzte Reise, die Bryn und Dagget gemeinsam unternehmen würden. Bis jetzt hatten sie zwölf von insgesamt dreizehn Splittern ausfindig machen und erfolgreich einsammeln können. Bryn konnte sie dank ihrer Fähigkeit in den unterschiedlichsten Zeitzonen aufspüren. Bei jeder einzelnen Suche sagte sie Dagget, wohin die Reise ging und er brachte sie in die richtige Zeit. Er öffnete einen dieser abstrusen Zeitstrudel, und Schwups, befanden sie sich am richtigen Ort um den Splitter zu bergen. Bryn besaß die Gabe einer Lichtbrecherin, die es ihr ermöglichte, die Splitter durch die Zeit hindurch zu sehen, zu erkennen wo sie sich befanden und sie durch die Manipulation des Lichtes sichtbar zu machen.  Die Gabe das Licht zu brechen zeigte sich zum ersten Mal vor ungefähr Sieben Jahren, als sie dem Widerstand dabei half, die Welt zu retten. Doch kaum hatten sie es geschafft, erläuterte Dagget ihr die nächste Aufgabe, bei der nur sie ihm helfen konnte. Alleine seien ihm die Hände gebunden, erklärte er ihr. Wenn er nicht auf die Unterstützung einer Lichtbrecherin hoffen konnte, dann würde er die Zahnradsplitter niemals finden.  Natürlich stimmte sie zu, ihm zu helfen. Klar gab es in ihrer Zeitzone genug zu tun, und Sam, der auf sie wartete. Aber natürlich, wenn die Welt gerettet werden musste, dann musste sie gerettet werden. Also stimmte Bryn zu, mit Dagget durch die Epochen zu reisen und diese dreizehn ominösen Zahnradsplitter aufzuspüren. »Wir sind zurück, zurück in der Zukunft«, sagte Dagget. Bryn hob den Blick und sah hinauf zur Sonne. Die Zahnräder am Himmel rieben aneinander und trieben den großen Hitzeball an. Noch funktionierte der Mechanismus, auch ohne das fehlende Zahnrädchen. »Scherzkeks, das ist mir schon klar. Aber wann genau?« Als Dagget das Wörtchen Keks hörte, zuckte er zusammen. Er hatte schon seit Stunden nichts mehr gegessen, was für ihn eine richtige Qual bedeuten musste. Bryn fühlte mit ihm.  Dagget vollführte eine Dreihundertsechziggraddrehung. Der sandige Untergrund knirschte leise.  »Wir sind in der Zukunft. Also in deiner Zukunft. In meiner Vergangenheit«, sagte Dagget, während er sich den Staub von seinem verschlissenen Ledermantel klopfte. Richtig, sie waren in Daggets Vergangenheit gelandet, das wusste sie genau, denn laut dem Zeitagenten waren nur Sprünge in die Vergangenheit möglich. Also in seine Vergangenheit. Er selbst stammte vom Ende der Zeit. Jedenfalls nannte er es so, wenn sie ihn danach fragte. Wenn sie religiös gewesen wäre, dann hätte er es ihr auch mit den Worten des Novizen erklärt. Doch Bryn legte darauf keinen allzugroßen Wert.  Sie wollte Dagget nochmals fragen, in welcher Epoche sie sich befanden, ließ es aber dann doch lieber bleiben. Dieses Wissen änderte ja sowieso nichts an ihrer Aufgabe.  Und sobald sie die Sonne repariert hätten und sie sich wieder von ganz alleine in Bewegung halten konnte, würde diese Zukunft in der sie sich gerade befanden, wahrscheinlich genauso sowieso nie existieren.  »Ich werde jetzt das Licht brechen, damit ich den Splitter aufspüren kann. Bist du bereit?«, fragte Byn den Zeitagenten.  Dagget salutierte. »Alles Roger! Walte deines Amtes, meine höchstpersönliche allertollste Lichtbrecherin.« Bryn drückte ihre Lider zusammen und konzentrierte ihre Gedanken auf den letzten Splitter. Kaum dachte sie daran, bauschte sich das Licht und zerbrach in Abertausend Millionen Teile. Ein spektakulärer Anblick.  Surreale Glühwürmchen tanzten in alle Richtungen und verstreuten ihre Lichtsamen bis der Grundton der Welt aus einem einheitlichen Schimmer zu bestehen schien. Die Räder der Sonne ächzten unter dem enormen Druck, den der Lichtertanz verursachte. Die Atmosphäre veränderte sich, füllte sich mit grellem Schein, der Bryn in den Augen schmerzte. Sie kniff die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen und sah erneut zum Himmel empor. Die Zahnräder verharrten im Stillstand.  Die Zeit stand still.  Bryn hatte durch ihre Gabe das Tor zur Zwischenwelt aufgebrochen, in der Leben und Tod keinen Unterschied kannten. Die Zeit auf dieser Ebene war eingefroren und machte die ganze Existenz von Gegensätzen obsolet.  Bryn atmete schwer.  Man sollte meinen, sie wäre diesen Zustand mittlerweile gewöhnt, doch die Luft stockte in der Lunge und verhärtete ihre Atemwege zu Baumstämmen. Wie immer wenn sie ihre Gabe einsetzte.  Dagget sah sich nervös um, hüpfte von einem Bein auf das andere. Er mochte diesen Zustand nicht. Bryn erinnerte sich noch genau an seine Reaktion, nachdem klar war, dass er eine Lichtbrecherin für die Erledigung seines neuen Auftrags brauchte: Er sollte das kleine Zahnrad der Sonne, das vom Himmel gefallen, und in dreizehn Teile zerschellt war, wieder zusammensetzen. So stand es zumindest in seinen aktuellen Arbeitspapieren. Die hatte er Bryn spontan beim Frühstück unter die Nase gehalten und gemeint, »du kannst so gruselige Sachen, hilf mir.«  Und was antwortete sie in ihrer Naivität, noch gepusht vom Tatendrang die Welt zu retten? »Okay.« Sie fragte ihn natürlich, warum es so enorm wichtig wäre, die Teile zu finden. Vor allem so wichtig, dass sich die Leute aus der Zukunft dafür interessierten. Dagget erklärte ihr, dass die Menschen die Aufgabe des kleinen Rädchens zwar übernommen, und die Sonne alljährlich immer wieder aufgezogen hatten, doch Dagget meinte (nein, er wusste) auch, dass es eines Tages nicht mehr auf diese Art funktionieren würde. Die restlichen Zahnräder würden irgendwann blockieren und sich nicht mehr von Menschenhand in Bewegung setzen lassen. Durch das Fehlen dieses winzigen Rädchens würde irgendwann die Sonne stillstehen und nur der Novize allein wusste, welche Kettenreaktion das auslösen mochte. Zuerst würde wahrscheinlich die Sonne aufhören zu glühen. Dann würde sie sich mit der Zeit ganz verdunkeln. Und dann würden schreckliche Dinge passieren, von denen er Bryn aber nichts erzählen wollte.  Natürlich wusste er genau, wie sich der Stillstand der Sonne auf die Siebenwelt auswirken würde. Immerhin stammte er angeblich vom Ende der Zeit. Aber bis jetzt lief die Sonne einwandfrei, sie wurde von den Menschen einmal im Jahr gewartet und ihre Zahnräder instand gehalten. Bryn dachte sofort an das Stundenfest, bei dem die Sonne jedes Jahr neu aufgezogen, sozusagen auf Null gestellt, wurde. Eigentlich mochte sie das jährlich wiederkehrende Fest. Die Menschen verstanden es doch gut, das Innere des großen Feuerballs wieder in voller Pracht zum Glühen zu bringen, und das Fest war immer wieder ein richtiges Highlight für Jung und Alt. Irgendwie war es schade, dass sie in Zukunft auf das Stundenfest verzichten mussten.  Wahrscheinlich würde es dann einfach ein anderes Fest geben. Zum Beispiel eines, zu Ehren des Tages, an dem das kleine Rädchen wieder seinen Platz am Himmel gefunden hatte. Es würde ein schönes Kindermärchen werden, das auch Bryn eines Tages ihren Kindern vor dem Einschlafen erzählen könnte.  Das Licht zu brechen war ganz schön gefährlich, das wusste Bryn mittlerweile. Diese Ebene war fremdes Terrain, unbekanntes Land, in dem es noch viele unerforschte Dinge gab. Nicht nur die Geister der Verstorbenen hielten sich hier auf, sondern auch andere, dunkle Wesen, die ihnen nicht gerade wohlgesinnt waren. Sie hatten es schon ein paar Mal mit ihnen zu tun gehabt. Nicht jeder Splitter war einfach zu finden gewesen, aber bis jetzt waren sie immer heil davon gekommen und den dunklen Wesen entwischt. Davon gekommen, das traf es nicht so ganz, sie waren gelaufen, als wäre der Zorn des Novizen persönlich hinter ihnen her.  Immerhin befanden sie sich jetzt auf ihrer letzten Mission und das Rad wäre danach endlich wieder komplett. Ein morbides Gefühl begleitete ihre Gedanken. Nein, es würde Bryn wirklich nicht wundern, wenn dieses Mal tatsächlich etwas schief ging. Irgendwie lag der...



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