Feehily | Ein Leben im goldenen Käfig | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Reihe: Junge Liebe

Feehily Ein Leben im goldenen Käfig


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-86361-654-0
Verlag: Himmelstürmer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Reihe: Junge Liebe

ISBN: 978-3-86361-654-0
Verlag: Himmelstürmer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ben ist der Kronprinz und hat ein echtes Problem. Egal wohin er geht, er wird regelrecht belagert, ob vom Volk oder der Regenbogenpresse, keine Minute kann der Prinz ungestört sein. Am nervigsten ist für den Prinzen jedoch seine Mutter, die von einem Ausbruch aus dem Hofprotokoll so gar nichts hält. Nur sein Vater und die Dienerschaft gewähren dem Prinzen ein paar Augenblicke für sich. Damit das ein Ende hat, flieht er nach Kanada und entdeckt, dass er überhaupt nicht auf das wirkliche, reale Leben vorbereitet ist.
Als er dann in Kanada Heath trifft, einen kanadischen Eishockeyspieler, weiß Ben nicht, was er tun soll. Heath ist durch und durch Kanadier, der den ganzen royalen Dingen skeptisch gegenübersteht. Und mit einem Prinzen nach Großbritannien zu ziehen, steht nicht auf seinem Lebensplan. Doch die Liebe mischt die Karten, auch im Spiel des Lebens.
Wie wird sich Ben entscheiden und welche Entscheidung trifft Heath? Ist ihre Liebe stark genug, einen gemeinsamen Entschluss zu treffen? Oder wird Bens Mutter, die Königin, das Spiel gewinnen und Ben wird der neue König?

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Als am 17. September der lang erwartete Kronprinz geboren wurde, jubelte das ganze Volk dem König und der Königin zu. Unzählige Paparazzi und Schaulustige hatten sich vor dem Krankenhaus versammelt, um einen Blick auf den neuen Erdenbürger zu erhaschen. Hector und Florence lächelten professionell in die Kameras. Für die Königin war es anstrengend, so früh nach der Geburt schon wieder auf den Beinen zu sein, aber was tat man nicht alles, um das Volk glücklich zu machen. Acht Jahre lang hatte man vergeblich auf die Nachricht gewartet, dass es endlich Nachwuchs für die Krone geben würde.   Ben Friedrich Edward, Kronprinz von England, schlief friedlich auf den Armen seiner Mutter, während ihn hunderte Journalisten filmten und fotografierten. Er wusste noch nicht, wie sein Leben einmal aussehen würde. Eine Nanny erwartete ihn schon, als Ben aus dem Krankenhaus in sein zukünftiges Zuhause, dem Palast, entlassen wurde. Sophia, sein Kindermädchen und Norland-Absolventin, war besser als Mary Poppins, wenn es sich um Kinder handelte. Sie fütterte und wickelte Ben, badete ihn, spielte mit ihm, schob ihn im Kinderwagen und später der Karre durch das königliche Anwesen, ging mit ihm zum Kinderarzt und stand nachts auf, wenn er weinte. Außerdem bekam Ben einen persönlichen Butler, welcher nur für seine Wünsche da war. Anthony war zweiunddreißig und schon seit acht Jahren im Dienste der Royals. Hector wusste, wie sehr der junge Mann an dem Kronprinzen hing und hatte ihm deshalb diese wichtige Aufgabe mit Freuden übertragen. Anthony bekochte Ben, räumte seine Gemächer auf und besorgte ihm heimlich Schokolade. Eigentlich war diese für das Kind verboten, da die Königin nicht wollte, dass ihr Kind so viel Zucker aß. Anthony spielte mit Ben, kümmerte sich rührend um den Prinzen und fuhr ihn überall hin.   Bens Cousine Amalia wurde seine einzige Freundin und Spielkameradin, die ihn häufig besuchte. Als er laufen konnte, wurde nur für ihn im Schlosspark ein Spielplatz errichtet, mit Schaukeln, Sandkasten, einem Klettergerüst mit Rutsche und einer Wippe. Ben kannte bisher nichts anderes als diesen Park. Außerhalb des Schlosses war der Prinz bisher nur gewesen, wenn er zum Arzt musste. Er begann seine Cousine Amalia zu beneiden. Deren Mutter, seine Tante, brachte ihre Tochter immer persönlich vorbei und sie herzte und küsste ihre Tochter immer. Von seiner eigenen Mutter kannte Ben ein solches Verhalten gar nicht. Meistens küsste sie ihn nur auf die Stirn und umarmt hatte sie ihn nie. Nur sein Vater kümmerte sich ausgiebig um ihn, spielte mit ihm Fußball, ging mit ihm schwimmen, las ihm sogar gute Nachtgeschichten vor, wobei seine Frau meinte, dass er das doch der Nanny überlassen sollte. Schließlich würde diese dafür bezahlt werden. Doch da blieb Hector eisern. Wann immer er es einrichten konnte, frühstückte er zusammen mit seinem Sohn und aß gemeinsam mit ihm zu Abend. Meistens in der Schlossküche, wo es sehr viel entspannter war als im feudalen Speisesaal. Ben liebte seinen Dad und jedes Mal, wenn Hector im Auftrag der Krone verreisen musste, gab es Tränen. Ben vermisste seinen Vater immer ganz schrecklich. Er klammerte sich jedes Mal an Papas Beinen fest und schluchzte herzzerreißend, so dass Hector in die Knie ging und Ben fest in die Arme schloss. „Ich bin doch bald wieder da, mein Schatz“, versprach ihm sein Vater, doch Ben war das egal. „Sei lieb zu Sophia und benimm dich gut, hörst du? Ich hab dich lieb.“   Als Ben drei Jahre alt war, kam seine Schwester, Prinzessin Theresa Isabella Florence, zur Welt. Der kleine Prinz freute sich unfassbar auf sein Geschwisterchen und war gleich am ersten Tag mit seinem Vater im Krankenhaus, um die neue Erdenbürgerin zu sehen. Ganz vorsichtig strich er seiner Schwester über das Köpfchen und küsste ihre Stirn. „Sie ist süß“, fand er, während sein Vater seine Schwester in den Armen hielt. Endlich fühlte sich Ben nicht mehr alleine, auch wenn mit seiner Schwester noch nicht viel anzufangen war. Tess war ein lautes Kind. Bei Hector, Ben oder der Nanny benahm sie sich gut, aber wehe ihre Mutter Florence nahm das Kind auf den Arm. Dann gab es Geschrei. Und zwar richtig. Da wackelte sogar das Gemäuer des Schlosses. Für Florence waren die Kinder ein lästiges Übel, welches Verpflichtungen mit sich brachte, für Hector jedoch waren seine Kinder ein Geschenk. Das merkten auch seine Kinder immer wieder, dass Daddy mehr Zeit für sie hatte als Mummy. Als Ben einmal krank war, an Sophias freiem Tag, und aus seinem Zimmer lief, um zu seinen Eltern in deren Schlafzimmer zu kommen, wurde er dort von Florence in Empfang genommen und angebrüllt, was er denn hier zu suchen hätte. „Verdammt, Ben. Du bist drei Jahre alt, du sollst alleine schlafen“, giftete die Königin ihren Sohn an. „Mummy, Bett?“, bat Ben sie leise. „Nein, du gehst zurück in dein Zimmer.“ „Will bei Mummy und Daddy schlafen“, erwiderte Ben und fing an zu weinen. „Du hörst sofort auf zu heulen“, fauchte seine Mutter ihn an. Hector erhob sich jetzt und nahm Ben in den Arm, dabei merkte er, wie warm der kleine Körper war. „Florence, er ist krank“, erklärte er seiner Frau und nahm seinen Sohn auf den Arm. „Ist mir egal, ich brauche meinen Schlaf.“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und Hector verließ mit Ben das elterliche Schlafzimmer. In Bens Zimmer angekommen, maß Hector die Körpertemperatur seines Sohnes und gab ihm etwas gegen das Fieber, reichte ihm Wasser und zog ihm einen frischen Pyjama an. „Daddy bleiben?“, fragte Ben leise. „Ja, Krümel, ich bleibe bei dir.“ Hector deckte seinen Sohn gut zu und legte sich dann zum Schlafen neben das Kind. Ein Arzt kam am nächsten Tag und untersuchte Ben, konnte aber nichts Ernstes feststellen. Die beiden kommenden Tage nahm sich Hector frei, um sich um Ben und Tess zu kümmern, der es zum Glück jedoch gut ging. Er las ihnen vor, ging mit Tess im Kinderwagen spazieren, den Ben sogar mal schieben durfte. Hector spielte mit seinem Sohn Memory und genoss die Ruhe mit den Kindern.   Ben verlebte eine recht glückliche Kindheit, auch wenn er seine Eltern nicht oft sah und ständig von zwei Nannys und Bodyguards umgeben war. Diese begleiteten den Kronprinzen sogar in den Kindergarten und später zur Privatschule, was Ben, je älter er wurde, immer lästiger fand. Er konnte nicht mal einfach so zum Sport gehen, ohne dass daraus ein Staatsakt gemacht wurde. Viele Dinge, die normale Kinder konnten, waren für ihn undenkbar. In den Zoo gehen, an einem normalen Tag, wenn dort viele Besucher waren? Unmöglich! Kino? Ein Sicherheitsrisiko! Lebensmittel einkaufen? Dafür hatten sie Personal! Ein öffentliches Schwimmbad besuchen? Keine Chance! Dafür hatten sie einen eigenen Pool im Palast, wo er und auch seine Schwester Schwimmunterricht bekamen. Kleidung wurde beim Schneider bestellt oder online. Doch manchmal ging Anthony, der Butler, mit den Geschwistern nach Ladenschluss bei Harrods einkaufen. Dort kauften sie dann Schuhe, Reitsachen, Spiele und Bücher. Ben liebte es, durch die Bücherregale zu stöbern und ganze Stapel mitzunehmen. Anthony musste in den kommenden Jahren drei Bücherregale für den Prinzen aufbauen, damit er seine Schätze verstauen konnte.   Als Ben sechs Jahre alt war, bekam er seine erste Brille. Der Lehrerin in der Grundschule war aufgefallen, dass der Prinz manche Dinge, die an der Tafel standen, nicht richtig erkannte. Auch zum Augenarzt und Optiker mussten sie in die Stadt, natürlich nach Schulschluss und mit Leibwächtern. Zum Optiker ging Ben gerne. Er probierte verschiedene Brillenmodelle aus und entschied sich schließlich für Ray Ban, Boss und Armani. Klar sagten dem Kind solche Marken noch nichts. Er ging ohnehin lieber danach, was gut aussah und Hector beriet seinen Sohn gut. Tess war auch dabei und stöberte ein bisschen. Sie brauchte zwar keine Brille, schwatzte ihrem Vater jedoch eine „Hello Kitty“-Sonnenbrille ab.   „Liebling, sitz gerade“, mahnte die Königin ihren Sohn, als sie in einem Restaurant saßen und ihren Urlaub genossen. Ein paar Tage in der Karibik, wo sie ein paar Tage ungestört verbringen konnten. Ben war inzwischen acht Jahre alt. Tess, seine Schwester, saß neben ihm am Tisch. Sie hatte ein Kleid an, das mit einer besonders auffälligen Schleife versehen war. Ben wusste genau, dass von dieser Schleife am Abend nicht mehr viel übrig sein würde, wenn seine Schwester eine Schere in die Hände bekam. Notfalls würde er ihr persönlich eine besorgen. Ben richtete sich auf und steckte sich ein Stück Fleisch in den Mund. Er schluckte und nicht einmal eine Minute später bekam er plötzlich keine Luft mehr. Ben griff sich an den Hals und rang nach Luft. „Ben!“, Hector war voller Panik aufgesprungen, als sein Sohn angefangen hatte, nach Luft zu schnappen. „Ruft sofort den Notarzt.“ Ben klammerte sich mit angstvoll aufgerissenen Augen an seinem Vater fest, denn in diesem Augenblick glaubte der Junge sterben zu...



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