Feehan | Dunkle Stunden der Begierde | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 30, 511 Seiten

Reihe: Die Karpatianer

Feehan Dunkle Stunden der Begierde


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8673-7
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 30, 511 Seiten

Reihe: Die Karpatianer

ISBN: 978-3-7517-8673-7
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie sind füreinander bestimmt. Doch die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit drohen, sie für immer auseinanderzureißen ...

Ein Blick auf Charlotte genügt, und der Karpatianer Tariq steht in Flammen: Plötzlich pocht das Blut in seinen Adern, Farben stürmen auf ihn ein, und er fühlt sich wieder lebendig. Doch Tariq weiß nicht, dass seine Seelengefährtin von den blutrünstigen Mördern ihres Bruders gejagt wird. Und während die beiden sich in einem Strudel aus Leidenschaft und Lust verlieren, kommt ihr Feind immer näher. Ein Feind, dem vielleicht nicht einmal ein uralter Karpatianer wie Tariq gewachsen ist ...

»Ein wahrhaft außergewöhnliches Leseerlebnis. Hier stimmt einfach alles.« RT BOOK REVIEWS

Dunkel, gefährlich und extrem heiß - Dunkle Stunden der Begierde ist der 30. Band der umfangreichen NEW YORK TIMES und SPIEGEL-Bestsellerserie Die Karpatianer.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Christine Feehan lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren elf Kindern in Kalifornien. Sie schreibt seit ihrer frühesten Kindheit. Ihre Romane stürmen regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten, und sie wurde in den USA bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Auch in Deutschland erfreut sich die Autorin einer riesigen Fangemeinde.

Auf Christine Feehans englischsprachiger Homepage www.christinefeehan.com erhalten Sie weitere Informationen über die Autorin.

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2


s gab viele Möglichkeiten, nach seiner Beute zu jagen. Tariq Asenguard starrte vom Balkon hinunter auf die Menschenmassen unter ihm. Er und sein Partner Maksim Volkov hatten vor langer Zeit das palastartige Theater in einen Club verwandelt, um die Massen hierher zu bringen. Er konnte über ihnen stehen und über vier Etagen hinunter auf die sich windenden Leiber unter ihm blicken.

Tariq hatte die Pläne für die Renovierungen selbst entworfen und dabei darauf geachtet, dass die Ebenen in der Mitte offen blieben, damit man jede Tanzfläche und jede Bar sehen konnte, wenn man über die Brüstung auf die Ebenen darunter schaute. Das Arrangement war einzigartig, und die Gäste liebten es und kamen so oft wie möglich wieder. Der einzige Ort, den er nicht sehen konnte, war das Untergeschoss, das er zu einem Underground Club für die Goths, Grunge- und Vampirliebhaber umgebaut hatte, die nachts herauskamen, um ihr Leben so zu leben, wie sie es wollten, akzeptiert von Gleichgesinnten.

Jede Ebene hatte eine andere Musikrichtung und zog eine bunte Mischung von Leuten an. Je vielfältiger, desto besser für ihn. Desto besser konnte er jagen. Er konnte ihre Herzen schlagen und das Blut verlockend durch ihre Adern rauschen hören. Es war leicht, innerhalb der Grenzen des Gebäudes zu jagen, in dem sich so viele Leiber drängten.

Er konnte die feierwütigen Männer oder Frauen benutzen, um sich von ihnen zu nähren, wenn es nötig war. Es war leicht, mit einer Frau an jedem Arm den hiesigen Playboy der Stadt zu spielen. Diesen Ruf hatte er sich allmählich aufgebaut. Ein reicher, begehrenswerter Junggeselle, Miteigentümer eines der heißesten Clubs der Stadt.

Frauen flogen ihm in Scharen zu. Genau das war es, was er bezweckt hatte, als er sich diese Idee mit dem Club hatte einfallen lassen. Er besaß noch vier weitere Clubs in verschiedenen Städten, jeden davon zusammen mit einem anderen Partner, der auf die Geschäfte achtete, während Tariq an seinem Hauptwohnsitz war.

Der Entwurf mit der Öffnung in der Mitte der Tanzflächen war nun sogar noch wichtiger, seit er wusste, dass seine größten Feinde in die Stadt eingefallen waren, in der er lebte. Vampire hatten sich im Untergrund zusammengerottet, und das waren nicht die Untoten aus alten Zeiten. Es waren denkende, technikaffine, einen Krieg planende Vampire. Weltgewandte und organisierte. Tariq konnte die Gedanken der Tanzenden nach Neuigkeiten über ungewöhnliche Morde absuchen, was signalisieren würde, dass möglicherweise ein Vampir in der Nähe war, der versuchte, die Menschen in der Gegend in seine Gewalt zu bringen, um eine Armee über der Erde aufzubauen.

»Irgendetwas Neues?« Maksim trat neben ihn. Er umfasste die Brüstung und beugte sich vor, um die Massen aus tanzenden Leibern auf jeder Ebene unter ihnen zu mustern.

»Nein. Das beunruhigt mich mehr, als wenn ich jemanden entdeckt hätte, der von einem Vampir verdorben wurde.« Tariq sog scharf den Atem ein. Runzelte die Stirn. »Da ist ein Geruch …« Er verstummte.

»Schweiß«, meinte Maksim mit einem trockenen Lächeln.

Tariq hatte keinen Sinn für Humor. Für ihn gab es keinen Rausch von Farben, als er nach unten auf die tanzenden Männer und Frauen blickte. Er sah nur ein trübes Grau. Er fühlte … nichts. Er lebte, um zu jagen. Zu töten. Selbst wenn er das tat, fühlte er … nichts. Er atmete noch einmal ein, und wieder war er da. Dieser Geruch. Er rief nach ihm. Ließ sein Herz hämmern. Das Blut heiß durch seine Adern pumpen. Er beugte sich noch weiter über die Brüstung.

»Er ist schwer fassbar. Schwach. Kaum vorhanden.«

Das Lächeln wich von Maksims rauem Gesicht. »Was für eine Art von Geruch, Tariq? Ein Vampir? Es hat keine Spur von Aktivität gegeben, seit wir das unterirdische Versteck ausgehoben haben. Wir patrouillieren …«

Tariq schüttelte den Kopf. »Nein. Orangenblüten und Vanille und noch etwas anderes. Er ist schwach, aber er ist da. Kannst du es nicht riechen? Irgendwo …«

Wieder brach er ab und suchte jede einzelne Ebene nach der Quelle dieses außerordentlichen Dufts ab. Er atmete wieder ein und fing den flüchtigen Duft auf, sog ihn tief in seine Lunge. Sofort reagierte sein Körper aus eigenem Antrieb, etwas, das noch nie vorgekommen war. Eine Regung. Sein Blut wurde heiß. Zähflüssig. Es begann sich tief und sündig zu sammeln.

Tariq wurde so vollständig reglos, wie es nur ein Raubtier vermochte, und ließ das Wunder des Empfindens auf sich wirken. Den Schock. Er fühlte nicht. Das konnte er nicht. Er war uralt und hatte schon vor langer Zeit jede Fähigkeit, irgendetwas zu empfinden, verloren. Sein Körper reagierte nicht auf einen Geruch. Auf überhaupt nichts. Und doch …

Maksim atmete tief ein. Er nickte langsam. »Ich kann nicht sagen, auf welcher Ebene sie ist. Eine Frau.« Sein Blick wurde schmal und richtete sich scharf auf seinen Partner.

»Interessant, dass dieser Geruch dich fasziniert, wo es doch so viele sind. Warum konzentrierst du dich auf diesen einen?«

Tariq kannte die Antwort, hatte jedoch Angst davor, sie laut auszusprechen, nachdem er jahrhundertelang danach gesucht hatte. Nach seiner Seelengefährtin. Der Frau für ihn. Seinem persönlichen Wunder. Der Duft ließ ihn nicht in Ruhe. Tariq besaß außergewöhnliches Jagdgeschick, wohlerprobt im Lauf der Jahrhunderte, und doch gelang es der Frau, einem Menschen, ihm immer wieder zu entkommen. Mehr als einmal in den letzten paar Wochen hatte er ihre Nähe gespürt, ein Sich-Kräuseln im Universum, ein leichtes Beben der Erde unter seinen Füßen oder ein plötzliches elektrisches Knistern in der Luft, und doch hatte sie es geschafft, ihm zu entschlüpfen. Nicht dieses Mal, Weib. Jetzt habe ich dich.

Wieder atmete er ein … und wusste es mit Sicherheit. Dieser Geruch … nach Orangenblüten und Vanille überwand seine Schutzschilde, bis ihm das Blut in den Ohren dröhnte und heiß durch seine Adern rauschte. Bis er davon besessen war, seine Trägerin zu finden. Doch er empfand keine Gefühle wie Besessenheit. Das konnte er nicht. Es war unmöglich für einen alten Karpatianer, welche zu haben, bis er seine Seelengefährtin fand. Bis er ihre Stimme hörte.

»Sie ist hier. In diesem Club. In diesem Moment. Das weiß ich. Meine Seelengefährtin«, flüsterte er laut. Ehrfürchtig. Im Wissen, dass es die Wahrheit war. Sie war hier, irgendwo in diesem Gebäude. Es gab keine andere Erklärung. Er musste in diesem Augenblick ein Flüstern ihrer Stimme hören. Einen Gesprächsfaden unter all den anderen. Sie war da. So nah. Die eine Frau, nach der er jahrhundertelang gesucht hatte. Die eine Frau, die wieder Farbe zurück in sein Leben bringen, seiner grauen Welt den Garaus machen würde. Sie würde ihm seine verlorenen Gefühle zurückgeben, nachdem er jahrhundertelang nichts empfunden hatte. Er hatte all die langen, endlosen Jahre nach ihr gesucht, auf jedem Kontinent, aber sie hatte sich ihm entzogen. Endlich war er ihr nahe, spürte sie, seine Seele, seine Seelengefährtin, seine andere Hälfte.

Seine Finger umklammerten das dicke handgeschnitzte Geländer so fest, dass er Abdrücke in dem harten Holz hinterließ. Er beugte sich vor, um die Tänzer abzusuchen, die sich auf den verschiedenen Ebenen so dicht aneinanderdrängten. Seine Geduld ging langsam zu Ende. Sie widersetzte sich ihm. Er wusste, dass sie seinen Ruf spürte. Wie könnte sie das nicht? Er flüsterte ihr Nacht um Nacht zu, sanfte Worte, um sie zu sich zu locken. Er ließ den Takt der Musik durch die Luft pulsieren, sandte ein Netz aus Noten aus, um sie zu ihm zu führen, und dennoch schlüpfte sie ihm durch die Maschen.

»Sie muss in der Nähe sein, Tariq«, sagte Maksim, der neben ihn an die Brüstung trat.

Er umklammerte ebenfalls das Holz und beugte sich vor, um zu lauschen, als könne er sie in der Masse aus Leibern finden, während sie tanzten, tranken und unzählige Unterhaltungen führten.

Da war das Klirren von Gläsern. Der Klang von Gelächter. Von Streitereien. Von Flirts. Das Flüstern von Geliebten, die in der Dunkelheit zueinander kamen. Beide Männer versuchten, diese eine Stimme zu hören. Die Stimme, die Farbe und Gefühl wieder zurück in Tariqs Leben bringen würde. Er hatte Jahrhunderte auf sie gewartet, und immer noch entzog sie sich ihm.

Sie könnte sich auf jeder Ebene befinden, trotzdem würden sie dieses Flüstern hören. Sie könnte im unterirdischen Club sein. Auch von dort konnten sie die Unterhaltungen hören. Sie hatten den Club so entworfen, dass sich die Gäste sicher fühlten. Geborgen. Der Underground Club hatte separate Ein- und Ausgänge. Die Musik war laut, die kerkerähnliche Einrichtung dunkel und in tiefen, schattenhaften Blau- und Lilatönen gehalten.

Tariq würde nicht aufgeben, bis er sie in Händen hatte. Dessen war sie sich über ihn nicht bewusst. Er war so unnachgiebig und gnadenlos wie die wütende See. Es war unmöglich, ihn aufzuhalten, sobald er seine Beute im Visier hatte. Er war Karpatianer, Jäger von Vampiren, und er hatte überlebt, während die meisten seiner Spezies schon vor langer Zeit der Verlockung von Macht nachgegeben hatten. Er hatte seinem Prinzen und seinem Volk gegenüber seine Pflicht getan und die ihm zugewiesenen Regionen sicher und frei vom Gestank des Bösen gehalten.

Nach all den Jahrhunderten wusste er nun, dass sie nahe war, und dennoch blieb sie gerade außerhalb seiner Reichweite, obwohl er seine durch jahrhundertelanges strategisches Planen geschärften Jagdinstinkte darauf ausgerichtet hatte, sie zu finden. Er wandte sich von der dröhnenden Musik ab, und dem Geruch von so viel Blut, das heiß durch Adern strömte und nach ihm rief. Es war eine...


Feehan, Christine
Christine Feehan lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren elf Kindern in Kalifornien. Sie schreibt seit ihrer frühesten Kindheit. Ihre Romane stürmen regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten, und sie wurde in den USA bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Auch in Deutschland erfreut sich die Autorin einer riesigen Fangemeinde. 
Auf Christine Feehans englischsprachiger Homepage www.christinefeehan.com erhalten Sie weitere Informationen über die Autorin.

Christine Feehan lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren elf Kindern in Kalifornien. Sie schreibt seit ihrer frühesten Kindheit. Ihre Romane stürmen regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten, und sie wurde in den USA bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Auch in Deutschland erfreut sich die Autorin einer stetig wachsenden Fangemeinde.



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