Buch, Deutsch, 108 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 346 g
Die Geschichte einer Obsession von den Germanen bis zum Waldsterben
Buch, Deutsch, 108 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 346 g
ISBN: 978-3-565-21938-4
Verlag: epubli
Für andere Nationen ist der Wald eine Ressource, für die Deutschen ist er eine Religion. Der Kulturwissenschaftler Hannes Richter analysiert in „Der deutsche Wald“ die tiefe, fast mystische Verbindung zwischen einer Nation und ihren Bäumen. Richter spannt den Bogen von der Varusschlacht, wo der Wald als Verbündeter gegen Rom diente, über die Romantik, die den Wald als Gegenwelt zur Industrialisierung verklärte, bis hin zur hysterischen Angst vor dem „Waldsterben“ in den 80er Jahren.
Das Buch zeigt, wie der Wald politisch instrumentalisiert wurde – von den Nazis als Symbol der „Verwurzelung“ bis zu den Grünen als Mahnmal des Kapitalismus. Richter argumentiert, dass der Wald für die Deutschen nie nur Natur war, sondern immer ein Spiegel der nationalen Befindlichkeit.
Er beleuchtet auch die moderne Sehnsucht nach dem „Waldbaden“ und die Konflikte um den Borkenkäfer. Eine faszinierende Biografie einer Landschaft, die erklärt, warum wir unseren Müll im Wald mitnehmen und warum ein sterbender Baum in Deutschland Staatstrauer auslösen kann.




