E-Book, Deutsch, Band 435, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
Evans / Sands / Gonzalez Baccara Collection Band 435
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0103-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 435, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
ISBN: 978-3-7515-0103-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
DAS PERFEKTE DATE von LINDSAY EVANS
'Das perfekte Date' bietet Elle ihren Kunden an - doch nun sitzt sie selbst mit dem attraktiven Ahmed bei Kerzenschein zusammen. Obwohl die Funken zwischen ihnen fliegen, ist der Radiomoderator überzeugt, dass Liebe nicht existiert. Kann Elle ihn vom Gegenteil überzeugen?
SINNLICHE NÄCHTE MIT DEM FILMSTAR von NADINE GONZALES
Spaziergänge am Strand, zärtliche Küsse im Pool - schöner könnte es zwischen Nina und Filmstar Julian Knight nicht beginnen. Doch bald ziehen dunkle Wolken auf, die den Schatten von Verrat auf ihr Glück werfen. Gelingt Nina es, Julian von ihrer Unschuld zu überzeugen, bevor es zu spät ist?
VERLIEBT, VERFÜHRT, VERRATEN? von CHARLENE SANDS
Das Angebot, als Privatköchin für den atemberaubenden Cade Tremaine zu arbeiten, kommt für Harper wie gerufen. So kann sie für eine Weile den Paparazzi entfliehen In der einsamen Ferienhütte kommen Cade und sie sich bald nah. Zu nah - denn Cade entdeckt ihr Geheimnis.
Alles begann damit, dass der Vater von Charlene Sands ihr als Kind die schönsten, brillantesten und fantastischsten Geschichten erzählte. Er erfand Geschichten von plündernden Piraten, mächtigen Königen und Sagen von Helden und Rittern. In diesen Erzählungen war Charlene immer die Prinzessin, Königin oder Heldin um die gekämpft oder die gerettet wurde. Mit diesem Bild wuchs sie auf und inspirierte sie immer in diesen fantastischen Welten zu träumen. Die Romantik kam später, als Romane von verschiedenen anderen Autoren sie fesselten. 25 Jahre lang hat sie in Teilzeit als Lehrerin für Geburtshilfe in einem Krankenhaus gearbeitet. Momentan schreibt sie zeitgenössische romantische Literatur und auch historische Western. Mittlerweile hat sie 28 Bücher verfasst und hat mit dem Schreiben 'ihr Bild gefunden', wie sie es selbst bezeichnet. Sie ist mit dem Readers Choice Award 2006, dem Cataromance Reviewer's Choice Award 2007 und 2008 und dem Booksellers Best Award 2009 ausgezeichnet worden. Sie ist ein aktives Mitglied der 'Romance Writers of America', gehört zu dem 'Orange County Chapter', den 'Los Angeles Chapter of RWA' und verbringt dort auch ehrenamtlich viel Zeit, indem sie Verbindungen zu veröffentlichten Autoren hält. Sie ist mit ihrer Jugendliebe Don verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder und zwei Katzen. Wenn sie nicht gerade schreibt, findet man sie an sonnigen kalifornischen Stränden oder beim Bowling mit ihrem Team. Gerne verbringt sie auch ruhige Abende und Candlelight Dinner mit ihrem Ehemann. Selbst bezeichnet sie sich als hoffnungslose Romantikerin.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
„Halt einfach die Klappe! Niemand will sich von einem Basketballspieler etwas über Politik anhören.“
Hinter dem breiten Rücken seines Bodyguards schlängelte Ahmed sich rasch durch die etwa zwanzig lautstarken Menschen zu den Türen des Radiosenders. Einige gafften einfach nur seinetwegen – er war reich, mit dreißig im Ruhestand und ständig in der Clubszene von Atlanta oder auf den Klatschseiten im Internet zugegen. Andere waren da, weil sie einen Skandal oder etwas Ähnlich witterten. Und manche, so wie der Typ, von dem Ahmed gerade angeschrien worden war, hatten an einem Mittwochmorgen um zehn Uhr offenbar einfach nichts Besseres zu tun.
„Streng genommen bist du ein Ex-Basketballspieler, von daher kannst du zu verdammt noch mal allem eine Meinung haben“, knurrte Sam, Ahmeds Bodyguard und Cousin, als sie an den Sicherheitsleuten des Radiosenders vorbeigingen, gerade leise genug, dass Ahmed es hören konnte. Obwohl niemand reagiert hätte, wenn er es laut ausgesprochen hätte. Typen, die über einen Meter neunzig groß und mit einem Stapel Muskeln bepackt waren, durften so ziemlich alles zu so ziemlich jedem sagen.
Ahmed war zurückhaltender, aber – so glaubte er gerne – nicht weniger beeindruckend gebaut mit seinen knapp zwei Metern voller schlanker und doch definierter Muskeln, einem kantigen Kinn und markanten Wangenknochen, die bereits das ein oder andere Mal als „gemeißelt“ beschrieben worden waren. Und das waren nur die netten Dinge, die seine Schwestern über ihn sagten.
Nur die Erinnerung an das gemütliche Frühstück mit seiner Familie – seinen Schwestern Aisha und Devyn, seiner Mutter und Sam – ließ seine Verärgerung über den Zwischenrufer zu einem leisen Plätschern verhallen. Außerdem war die Feindseligkeit von Fremden nichts Neues für ihn, vor allem nicht nach zwölf Jahren als Profisportler. Jetzt war er im Ruhestand und hatte Spaß daran, nebenbei eine Radiosendung zu moderieren. Selbst wenn er kein Wort über Politik verlieren würde, fänden die Leute noch einen Weg, ihn zu beleidigen. Viele seiner ehemaligen Teamkollegen waren dafür ein Paradebeispiel. Die Leute lieben dich, wenn du gut spielst, ihnen Geld einbringst, sie unterhältst. Aber sobald du versagst, war’s das.
„Verdammt, die sind heute ganz schön ungehobelt.“ Mit einem Schulterzucken zog Sam sich das dunkle Jackett fester um die Schultern. Der maßgeschneiderte Anzug verbarg mühelos seine Pistole und ließ seinen großen Körper irgendwie kleiner, wenngleich nicht weniger bedrohlich wirken. Ahmed hatte keine Ahnung, wie er es bei diesem irrsinnig heißen Januarwetter, das Atlanta derzeit plagte, darin aushielt. „Was zum Teufel hast du angestellt, während ich geschlafen habe?“ Das tiefe Grollen in seiner Stimme machte Ahmed klar, dass es nur zum Teil scherzhaft gemeint war. Bevor sie getrennte Wege gegangen waren – Sam als Soldat und Ahmed als Profi-Basketballer – hatte Sam Ahmed immer wieder aus den Schwierigkeiten herausgeholt, in die seine große Klappe ihn gebracht hatte. Er hatte gelernt, seine Schnoddrigkeit zu zügeln, doch nachdem man Sam ehrenhaft aus der Armee entlassen hatte, war er in seine Rolle als Bodyguard zurückgekehrt, allerdings in offizieller Funktion.
„Du weißt, dass es an dem Tweet liegt, den ich gestern Abend gepostet habe“, sagte Ahmed.
„Als ob nicht die ganze Stadt schon wüsste, wie du über die Schließung der Highschool in Downtown denkst.“ Sam nahm den breiten, sterilen Flur und das halbe Dutzend Menschen, die ihn durchquerten, mit geschultem Blick in Augenschein, wobei er Details bemerkte, die für Ahmed selbstverständlich schienen.
„Wollte nur sicherstellen, dass ihnen meine Meinung nicht entgangen ist“, sagte er und zuckte verächtlich mit den Mundwinkeln.
Die Marcus Garvey High war eine Schule, in deren Unterstützung Ahmed viel Zeit und Geld gesteckt hatte. Ihr MINT-Programm zielte darauf ab, Kindern aus der Stadt nach ihrem Abschluss die gleichen Chancen auf naturwissenschaftliche und technische Berufe zu ermöglichen. Obwohl Ahmed in eine Familie der Mittelklasse hineingeboren worden war und sich nicht den Herausforderungen hatte stellen müssen, denen viele der Kinder dieser Highschool sich gegenübersahen, wollte er nicht, dass eine Sportlerkarriere oder das Militär die einzigen Zukunftsoptionen für sie waren.
Ahmed hatte es satt, dass die Bildung der Kinder in der Stadt eine so niedrige Priorität hatte. Man musste etwas tun, um ihre Zukunft zu sichern. Er war vielleicht kein Politiker oder gar ein „echter Aktivist“, aber er tat, was er konnte, solange er die Plattform dafür hatte.
Auf dem Weg zum Studio, in dem Ahmed die nächsten drei Stunden verbringen würde, ging Sam direkt rechts hinter Ahmed und hielt Ausschau nach möglichen Gefahren in der Nähe. Nicht, dass Ahmed irgendwie in Gefahr geraten wäre, seit er nun schon fast zwei Monate für seinen neuen Gelegenheitsjob beim Sender war. Die wöchentliche Vormittagssendung machte ihm immer noch Spaß. Es gab ihm die Möglichkeit, mit Fans – und Kritikern – auf eine persönliche Art und Weise zu interagieren, wie er es noch nie zuvor getan hatte. Und es war etwas, das er nach seinem Karriereende tun konnte, das weder etwas mit Groupies zu tun hatte noch mit dem erfolgreichen Restaurant-Franchise, das er gekauft hatte, noch mit den verschiedenen „Investment-Leuten“, die er hatte anheuern müssen, nachdem sein Geld noch schneller als geplant angefangen hatte, sich zu vermehren.
Sam ging voraus und öffnete die Tür zum Studio. Ahmed wollte gerade hindurchgehen, als ihm etwas Rosafarbenes ins Auge fiel, das nicht zu seiner gewohnten Routine am Mittwochmorgen gehörte. Er blieb stehen, und es verschlug ihm beinahe den Atem bei dem Anblick, der ihm durch den Flur entgegenschwebte.
High Heels, ein rosa Blumenkleid, das sich um schlanke Beine und Hüften schlängelte, eine schmale Taille, die er leicht mit beiden Händen umfassen konnte. Die Brüste der Frau waren klein, kaum eine Handvoll, aber wie die meisten schwarzen Männer in Ahmeds Umfeld hatte er sich nie für die Größe interessiert. Groß, klein, kaum vorhanden – für ihn spielte das keine Rolle. Die Ansicht von hinten war es, nach der er entschied, ob eine Frau einen zweiten Blick oder sogar ein zweites Date wert war oder nicht.
Die Lady in Rosa schlenderte auf ihn zu, ihre Hüften schwangen, und ihre High Heels küssten beim Näherkommen laut den Fußboden, wodurch ihm das Herz immer höher schlug. Ihr Haar trug sie glatt und zu einer Art Knoten hochgesteckt, lockige Strähnen umspielten ihr Gesicht.
„Verschluck dich nicht an deiner Zunge.“ Sam, der noch immer die Tür offenhielt, bemühte sich sichtlich, nicht mit den Augen zu rollen.
Ahmed war es egal. Er verlor sich bereits in einem Tagtraum, in dem es um dicke Schenkel und einen prallen Hintern ging, der einen Klaps vertrug. Er hatte keine Ahnung, was genau sich unter ihrem Kleid verbarg, aber er würde verdammt noch mal wetten, dass es gut war. Seine Finger zuckten bei der Vorstellung, in ihrem süßen Fleisch zu versinken.
Sam hüstelte sich in die Faust. „Okay, jetzt verhältst du dich einfach nur widerlich.“
Und er hatte recht. Ahmed konnte nicht aufhören, sie … einfach nur anzustarren. Er wollte nicht aufhören. Abgesehen von der Hüfte, der Taille und den zierlichen Brüsten war das Gesicht der Frau hübsch. Wie ein Gänseblümchen im Sonnenschein oder ein Regenbogen nach einem Sturm betäubte sie ihn mit ihrer natürlichen und lockeren Ausstrahlung. Wie von selbst erschien vor ihm das Bild, wie er zum Klang ihres Lachens mit ihr in sein Bett purzelte, umklammert von ihren weichen Schenkeln, während ihr dichtes Haar sich über sein Kopfkissen fächerte.
Verdammt! Sie brachte ihn dazu, seine Regel bezüglich Flirts auf der Arbeit über den Haufen werfen zu wollen.
Aber er war kein kleiner Junge mehr. Er konnte sich keine Nachlässigkeiten dabei leisten, wen er mit in sein Bett nahm. Nicht noch mal.
Seine – nein – die Lady in Rosa kam noch immer auf Ahmed zu, und er zwang sich, den Blick von ihr abzuwenden.
„Lass uns reingehen und loslegen.“ Er klatsche einmal in die Hände, um mit dem lauten Knall einen klaren Kopf zu bekommen.
„Ich bin wohl nicht derjenige von uns, der eine Ansage braucht, um bei der Sache zu bleiben.“ Trotz seines saloppen Spruchs suchte Sam das große Vorzimmer des Studios mit gewohnt gründlichem Blick ab und entspannte sich erst, nachdem er sich vergewissert hatte, dass in dem weitläufigen Raum nichts lauerte, was Ahmed in seinem Beisein schaden konnte.
„Ahmed, mein Bester!“ Der Geschäftsführer des Senders, Clive Ramirez, war ein Energiebündel. Wahrscheinlich wegen der mehr als vier Espresso, die er normalerweise vor dem Mittagessen trank.
Er trat hinter dem Schreibtisch der Rezeptionistin hervor, wo er über die Schulter der jungen Frau etwas auf dem Computer betrachtet hatte. Mit einem breiten Grinsen schüttelte er Ahmed die Hand. Fest und enthusiastisch.
„Was geht ab, Clive?“
„Das Leben, einfach das Leben.“ Klein, aber muskulös und mit einem Bauch, der durch sein mittleres Alter und den Mangel an Bewegung gerade zu wachsen begann, erweckte Clive Ramirez den Eindruck eines stets glücklichen Mannes. Er genoss, was er zum Broterwerb tat, behandelte seine Mitarbeiter fair und liebte das Drama wie eine Teenagerin. Aber schließlich brauchte jeder ein Hobby.
Clive folgte Ahmed und Sam vom Vorzimmer in die Tonkabine.
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