Erikson | Der junge Mann Luther | Buch | 978-3-88074-004-4 | sack.de

Buch, Deutsch, 307 Seiten, KART, Format (B × H): 146 mm x 208 mm, Gewicht: 407 g

Erikson

Der junge Mann Luther

Eine psychoanalytische und historische Studie
7. unveränderte Auflage 2016
ISBN: 978-3-88074-004-4
Verlag: Klotz Verlag GmbH

Eine psychoanalytische und historische Studie

Buch, Deutsch, 307 Seiten, KART, Format (B × H): 146 mm x 208 mm, Gewicht: 407 g

ISBN: 978-3-88074-004-4
Verlag: Klotz Verlag GmbH


Erik H. Erikson behandelt in verschiedenen Büchern das Ineinandergreifen von individuellen Lebensstufen und grundlegenden menschlichen Institutionen. In diesem Buch schildert er den inneren Zusammenhang einer dieser Stufen - der Identitätskrise - mit dem Prozess ideologischer Erneuerung in einer Geschichtsperiode, in der organisierte Religion die ideologische Vorherrschaft ausübte.

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Weitere Infos & Material


Vorwort
Erstes Kapitel: Einzelfall und historisches Ereignis
Zweites Kapitel: Der Anfall im Chor
Drittes Kapitel: Gehorsam – wem?
Viertel Kapitel: Alles oder nichts
Fünftes Kapitel: Erste Messe und Sackgasse
Sechstes Kapitel: Die Bedeutung von „es ernst meinen“
Siebtes Kapitel: Glaube und Zorn
Achtes Kapitel: Nachwort
Literaturverzeichnis
Register


Auszüge Vorwort

Diese Studie über den jungen Luther war ursprünglich als Kapitel eines Buches über Gefühlskrisen im ausgehenden Jugend- und frühen Erwachsenenalter gedacht. Aber für eine so begrenzte Darstellung erwies Luther sich als zu groß. Seine junge Männlichkeit gehört zu den radikalsten, die wir kennen: woran er teilhatte, was auch immer Teil seiner selbst wurde – es wurde schließlich zerstört oder erneuert. Das klinische Kapitel erweiterte sich zum historischen Buch. Da aber klinische Arbeit wesentlich dazu beigetragen hat, seine Richtung zu bestimmen, möchte ich mich kurz über meine Kollegen und Patienten sowie über den gemeinsamen Brennpunkt unserer Überlegungen äußern. Durch ein Stipendium der Field-Stiftung war ich in die Lage versetzt, mich während der letzten fünf Jahre auf das Studium emotionaler Störungen bei Jugendlichen im die Zwanzig zu konzentrieren. Die klinische Arbeit mit akut gestörten jungen Menschen fand in der Hauptsache im Austen Riggs Center in Stockbridge, Massachusetts, statt, gelegentlich auch im Western Psychiatric Institute in der School of Medicine der Universität Pittsburgh. Austen Riggs ist ein kleines, offenes (d.h. ohne geschlossene Abteilungen), forschungsfreundliches Privatkrankenhaus in einer neuenglischen Kleinstadt. Der Wolkenkratzer des Western Psychiatric Institute befindet sich im Herzen des Stahlzentrums Pittsburgh auf dem Gelände einer der am schnellsten wachsenden medizinischen Universitäten der Welt. Dieses Haus hat geschlossene Abteilungen. Hier konnte ich unter der großzügigen Leistung von Dr. Henry W. Brosin und Dr. Frederik Weniger meine Hypothesen an Kranken zu prüfen, deren Herkunft vollkommen verschieden war von der der Patienten im Austen Riggs Center. Dank Dr. Robert P. Knight gestattete dort die begrenzte Auswahl von Fällen ein zusammenhängendes und systematisches Erkennen der therapeutischen Faktoren in allen Lebensbereichen der Patienten. Innerhalb des gesicherten Rahmens der diagnostischen Möglichkeiten und therapeutischen Verfahren beider Krankenhäuser ließen sich die Schwierigkeiten junger Patienten als Variationen eines einzigen Themas, der Lebenskrise, studieren, die sich zwar bei Patienten besonders schwer auswirkt, in gewissem Maße aber für die Jugend überhaupt normal ist. Es war mir möglich, die akuten Lebensprobleme festzustellen, in deren Spannungsfeld manche junge Menschen seelisch krank werden. [.]


Erik H. Erikson (1902-1994) war ein deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker und Vertreter der psychoanalytischen Ich-Psychologie. Er war Professor für Entwicklungspsychologie an den amerikanischen Eliteuniversitäten Berkeley und Harvard und gilt als Neofreudianer. Bekannt wurde er insbesondere durch das von ihm entwickelte Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung.



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