Emsbach | Arbeitslose Eltern | Buch | 978-3-8440-1511-9 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 252 Seiten, PB, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 375 g

Reihe: Berichte aus der Psychologie

Emsbach

Arbeitslose Eltern

Elternschaft und elterliche Aufgaben während eigener Arbeitslosigkeit
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-8440-1511-9
Verlag: Shaker

Elternschaft und elterliche Aufgaben während eigener Arbeitslosigkeit

Buch, Deutsch, 252 Seiten, PB, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 375 g

Reihe: Berichte aus der Psychologie

ISBN: 978-3-8440-1511-9
Verlag: Shaker


Die Beiträge in diesem Band fokussieren auf die Wechselwirkungen zwischen Arbeitslosigkeit und Familie, insbesondere zwischen arbeitslosen Eltern und ihren Kindern. Die Beiträge beleuchten aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln die familiäre Situation Arbeitsloser und die Sozialisationsbedingungen von Kindern von Arbeitslosen. Eine schwierige Einkommenssituation während der Arbeitslosigkeit und die bedrückende Ungewissheit können das Familienleben niederdrücken. Kinder spüren, dass ihre Eltern nicht mehr denselben Halt in sicheren Verhältnissen empfinden. Einerseits steht nicht immer Geld zur Verfügung für solche Anliegen der Kinder, die bisher immer auf Verständnis und Unterstützung gestoßen sind. Andererseits verlieren die Eltern mitunter etwas von ihrem erzieherischen Optimismus. Eltern können die Überzeugung verlieren, dass Investitionen in die Bildung ihrer Kinder diese zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Überhaupt sind Eltern während einer Phase der Arbeitslosigkeit besonders in der Gefahr, den eigenen Berufsweg als ein mentales Modell für den Ausbildungs- und Berufsweg der Kinder zu verwenden, und mehr als nur geringfügige Abweichungen zum Besseren hin können als Träumerei abgetan werden. Eine extreme, aber nicht ganz seltene Situation liegt vor, wenn Kinder ihre langzeitarbeitslosen Eltern wegen deren wahrgenommener Hoffnungslosigkeit oder Untätigkeit oder wegen ihres Alkoholkonsums kritisiert haben und diese Kinder hernach selber Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz erfahren: die zuvor kritisierten Eltern können eine gewisse Genugtuung erleben, wenn ihre Kinder "nun mal selber sehen können, wie schwer es ist". Bildungsweg, Ausbildung und Berufsperspektiven der Kinder können allgemein unter der Dämpfung des Optimismus während elterlicher Arbeitslosigkeit leiden. Die Kinder können aber auch selbst eine Ressource für die Eltern sein: Kinder können mit spontanen, oder naiven, oder unbekümmerten Fragen Wahrheiten kund tun. Kinder können trösten. In der Kommunikation gegenüber ihren Kindern können Arbeitslose aber auch verdeutlichen, wie wichtig der Glaube an sich selbst und an eigene Stärken ist, wenn man angesichts ungünstiger Umgebungsbedingungen nicht aufgeben will. Geschichten aus der eigenen Familientradition, religiöse Orientierungen, unternehmerische Einstellungen können eine starre Bindung an einen depressiven Habitus der weiteren Bezugsgruppe relativieren. Die Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie der Eltern mögen ebenfalls Zeiten der Erwerbslosigkeit enthalten haben, Erfahrungen aus dem Leben der Großeltern, die eine positive oder eine negative Familientradition nahelegen. Und welche Botschaft geben arbeitslose Eltern an ihre Kinder weiter? Die wiederkehrende Zyklizität der Familiengeschichte kann auch die Qualität der Bedrohung annehmen. Wenn von Armut geprägte Muster von Großeltern an Eltern an Kinder weitergegeben werden, werden neben Bewältigungskompetenzen auch manche beschränkte Haltungen tradiert, die die Phantasie einschränken und den Willen schwächen können. Die Familie kann auch eine zementierte Struktur darstellen, die ein sehr experimentelles Arbeiten eines Ernährers der Familie an seiner Selbstdefinition mit Irritation, Skepsis oder Ablehnung beäugen kann. Die Interaktionen mit der Familie wollen von einem Arbeitslosen sorgfältig gepflegt werden; denn vor allem nach der Wiederaufnahme der Arbeit können Anpassungen im Verhalten der Familienmitglieder erforderlich sein. Besonders alleinerziehende Arbeitslose sind häufig nach längerer Arbeitslosigkeit in der Verlegenheit, Haushalt, Versorgung der Kinder, Schulweg der Kinder und die Nutzung von Verkehrsmitteln sehr schnell bei Arbeitsaufnahme neu organisieren zu müssen. Während längerer Arbeitslosigkeit können sich familiäre Arbeitsteilungen eingespielt haben, die nach der Wiederaufnahme der Arbeit unmöglich aufrecht erhalten werden können. Coaching kann hier bereits während der Arbeitslosigkeit helfen, neue familiäre Aufgabenverteilungen zu entwerfen und auszutesten.

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