Çelik, Aysegül
1968 in Ankara geboren, schloss ein Studium der Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften mit einer sozialanthropologischen Arbeit ab und absolvierte ein weiteres der Theaterwissenschaften ebenfalls in Ankara.Früh erschienen ihre Erzählungen, Artikel, Interviews wie auch Lyrik in renommierten Literaturzeitschriften.Ihre erste Buchpublikation war der Lyrikband Sensizkaradenizdüsleri (1997, Schwarzmeerträumeohnedich), es folgten vier Erzählbände, zuletzt Kagit Gemiler (dt. Papierschiffchen in der Wüste) und zahlreiche Beiträge in Anthologien.Sie schrieb für Film und Fernsehen, ihre Hörspiele wurden mehrfach von der öffentlichen Rundfunkanstalt TRT ausgezeichnet. Ihre Adaption eines türkischen Klassikers von Hüseyin Rahmi Gürpinar wurde landesweit aufgeführt, für die Oper Arda Boylari schrieb sie das Libretto. Am Staatlichen Konservatorium der Universität Ankara lehrte sie Mythologie und Weltliteratur.2013 gab sie die Anthologie Alis Harikalar Diyar’indan Tüymüs (dt. Alice floh aus dem Wunderland) mit humorvollen Geschichten über sich emanzipierende Frauen heraus.Im selben Jahr erschien ihre Romanbiographie des bedeutenden türkischen Theater- und Filmkünstlers Muhsin Ertugrul, Ölmeyi Bilen Adam Muhsin Ertugrul (2013, dt. Der Mann, der sich aufs Sterben verstand).Nach langen Jahren als Beamtin in Ankara nutzte sie die Gelegenheit der Frühverrentung und zog auf die Halbinsel Datça, wo Mittelmeer und Ägäis zusammenfließen. Dort ist sie als Kunsthandwerkerin im eigenen Atelier mit Glas-, Bronze- und Kupferarbeiten beschäftigt und befasst sich auch weiterhin mit Literatur und Theatergeschichte.Ihre große Leidenschaft gilt dem Einsatz für Entrechtete und Unterdrückte. So engagiert sie sich für Tierrechte und kümmert sich im Rahmen einer kleinen Aktivist:innengruppe um leidende Tiere vor Ort.Aus demselben empathischen Impetus heraus hat sie im vorliegenden Erzählband die Unterdrückung der Jesiden thematisiert: »Ihr Leid war es, das sprach, als ich den Stift zur Hand nahm. Ich fühle mich unmittelbar mit ihrem Leid verbunden. Von Menschenhand zugefügtes Leid ist so furchtbar, ich spüre oft, wie stark es ist. Jesidische Kelims bringen heute Millionen, aber wo sind die Jesiden?«Auszeichnungen:2008 Literaturförderpreis Notre Dame de Sion2010 Yunus-Nadi-Erzählpreis
Adatepe, Sabine
Sabine Adatepe studierte Turkologie, Iranistik und Germanistik in Hamburg, wo sie (nach einigen Jahren in Istanbul) als Autorin und Literaturübersetzerin lebt. Sie hat zahlreiche Bücher aus dem Türkischen übersetzt, schreibt Essays, Erzählungen und Romane und führt ein literarisches Blog. Für ihr übersetzerisches Werk wurde sie 2020 mit dem Barthold-Heinrich-Brockes-Stipendium und 2022 (gemeinsam mit Hakan Günday) mit dem Internationalen Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet.
1968 in Ankara geboren, schloss ein Studium der Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften mit einer sozialanthropologischen Arbeit ab und absolvierte ein weiteres der Theaterwissenschaften ebenfalls in Ankara.
Früh erschienen ihre Erzählungen, Artikel, Interviews wie auch Lyrik in renommierten Literaturzeitschriften.
Ihre erste Buchpublikation war der Lyrikband
(1997,
), es folgten vier Erzählbände, zuletzt
(dt.
) und zahlreiche Beiträge in Anthologien.
Sie schrieb für Film und Fernsehen, ihre Hörspiele wurden mehrfach von der öffentlichen Rundfunkanstalt TRT ausgezeichnet. Ihre Adaption eines türkischen Klassikers von Hüseyin Rahmi Gürpinar wurde landesweit aufgeführt, für die Oper
schrieb sie das Libretto. Am Staatlichen Konservatorium der Universität Ankara lehrte sie Mythologie und Weltliteratur.
2013 gab sie die Anthologie
(dt.
) mit humorvollen Geschichten über sich emanzipierende Frauen heraus.
Im selben Jahr erschien ihre Romanbiographie des bedeutenden türkischen Theater- und Filmkünstlers Muhsin Ertugrul,
(2013
).
Nach langen Jahren als Beamtin in Ankara nutzte sie die Gelegenheit der Frühverrentung und zog auf die Halbinsel Datça, wo Mittelmeer und Ägäis zusammenfließen. Dort ist sie als Kunsthandwerkerin im eigenen Atelier mit Glas-, Bronze- und Kupferarbeiten beschäftigt und befasst sich auch weiterhin mit Literatur und Theatergeschichte.
Ihre große Leidenschaft gilt dem Einsatz für Entrechtete und Unterdrückte. So engagiert sie sich für Tierrechte und kümmert sich im Rahmen einer kleinen Aktivist:innengruppe um leidende Tiere vor Ort.
Aus demselben empathischen Impetus heraus hat sie im vorliegenden Erzählband die Unterdrückung der Jesiden thematisiert: »Ihr Leid war es, das sprach, als ich den Stift zur Hand nahm. Ich fühle mich unmittelbar mit ihrem Leid verbunden. Von Menschenhand zugefügtes Leid ist so furchtbar, ich spüre oft, wie stark es ist. Jesidische Kelims bringen heute Millionen, aber wo sind die Jesiden?«
Auszeichnungen:
2008 Literaturförderpreis Notre Dame de Sion
2010 Yunus-Nadi-Erzählpreis
Sabine Adatepe
studierte Turkologie, Iranistik und Germanistik in Hamburg, wo sie (nach einigen Jahren in Istanbul) als Autorin und Literaturübersetzerin lebt. Sie hat zahlreiche Bücher aus dem Türkischen übersetzt, schreibt Essays, Erzählungen und Romane und führt ein literarisches Blog. Für ihr übersetzerisches Werk wurde sie 2020 mit dem Barthold-Heinrich-Brockes-Stipendium und 2022 (gemeinsam mit Hakan Günday) mit dem Internationalen Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet.