E-Book, Deutsch, 393 Seiten
Eis Revenge - Das Erbe wiéna Daunt
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7565-2825-7
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Das Erbe wiéna Daunt
E-Book, Deutsch, 393 Seiten
ISBN: 978-3-7565-2825-7
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Wer ist Sari Eis? ... eine junge Frau aus Mitteldeutschland. Beheimatet im Genre Fantasy, wollte sie eine andere Richtung gehen und alles etwas 'erwachsener' gestalten. Sari Eis möchte euch mit leideschaftlichen Texten in Romanformat beglücken. Was schreibt Sari Eis genau? Fantasy mit der gewissen Note Sex und Erotik. Es sind keine pornografischen Geschichten, sondern Fantasy Romane bei denen das Licht nicht ausgemacht wird, sobald die Charaktere die Schlafzimmertür hinter sich schließen. Was können wir von Sari Eis' Geschichten erwarten? Fantasy. Urban, Contemporary, High und Low. Drachen, Magie, Elfen, Feen, andere Welten. Aber auch Vampire, Werwölfe, Magier und andere magische und mystische Kreaturen und Welten warten auf dich. Und immer wird es heiß hergehen.
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1
Kayleigh
„Ich will ihn“, sagte Kayleigh leise, ohne Jenson dabei anzusehen. Ihre Augen waren auf den Mann gerichtet, der lachte und mit seinen Freunden trank.
„Ernsthaft?“, hakte ihr Mann nach. „So einen Strauch?“
Missbilligend schüttelte sie den Kopf. „Deine Meinung interessiert mich in diesem Punkt nicht. Ja oder nein, will ich hören.“
Er seufzte. „Und wenn nein sagt? Er ist Söldner. Die sagen selten zu unklaren Angeboten ja.“
„Dann frag diesmal eben klarer.“
„Und wenn das einfach mal machst? Du denkst auch, das ist ein Kinderspiel, was?“
„Denke ich und würde ich machen, aber ich bin heute nicht als Eilidh hier. Außerdem hast klargemacht, dass du fragen gehst. Ich nehme dir deine Aufgabe doch nicht weg. Jetzt geh endlich“, zischte Kayleigh, sah ihren Lebensgefährten, Freund und ersten Offizier nun doch an und stach ihm den Finger vor die Brust.
Jenson wusste genau, dass sie immer bekam, was sie wollte und so seufzte er erneut, wandte sich ab und ging zu dem Tisch, mit der kleinen Männerrunde. Kayleigh hörte nicht, was er sagte, doch sie sah, dass er ernst blieb, während der Andere lachte und Witze zu machen schien.
Kurz darauf kam Jenson zurück und schüttelte den Kopf. „Er will nicht.“
Kayleigh brummte missmutig.
„Such dir einen anderen.“
„Ich will ihn.“
„Er will aber nicht.“
„Ich will aber!“
Jen schloss kurz die Augen, verzog das Gesicht, wandte sich wortlos ab und ging. Kayleigh blieb mit ihren zwei Wachen und beobachtete den Mann und seine Freunde. Sie ging alle Informationen durch, die sie über ihn hatte und überlegte, ob es nicht etwas gab, mit dem man ihn locken konnte. Als die Nacht zum Morgen wurde, das Gasthaus sich leerte und das Objekt ihrer Begierde sich auf sein Zimmer zurückzog, verließ auch Kayleigh die Stadt.
Zurück im Anwesen lief sie ohne Umwege auf ihr Zimmer, schlug die Tür hinter sich zu und ließ sich vorwärts aufs Bett fallen. Nur Sekunden später senkte sich die Matratze zu ihren Seiten und noch einen Moment darauf spürte sie Jensons Lippen, die ihr Ohr küssten.
„Du bist noch wach?“, fragte sie leise.
„Schlafe ich jemals?“
„Selten, wie wir beide wissen. Hast du schon geschlafen?“
„Nein“, antwortete er, schob ihre Haare aus dem Weg und küsste ihren Nacken.
„Bist du nicht müde?“
„Nein. Du?“
„Etwas.“
„Mhh.“
Sie schloss die Augen, als er begann, seine Hand unter ihr Oberteil zu schieben und ihre Seiten zu kraulen. Mit ihm hatte sie das größte Glück. Jenson Highgrade war alles, was sie sich erträumen konnte. Er war stark und seine Willenskraft brach so gut wie nie. Er war standhaft und loyal. Er war ihre Stütze in schweren Zeiten und immer für sie da. Ebenso ließ er ihr aber auch ihren Freiraum. Sogar sehr viel mehr als irgendein anderer Mann es je tun würde.
Und das Sahnehäubchen war, dass er verdammt gut aussah, mit seinen dunklen Haaren, den tiefen braunen Augen, den markanten Zügen und dem heißen Rest. Er war nicht perfekt. Keineswegs. Jenson war launisch und oft grummelig. Er brummte viel vor sich hin. Seine Haut zierten Male von Gefechten oder Unfällen. Über sein linkes Auge zog sich eine haarfeine schräge Narbe, die man nur in hellem Licht sah. Ihm fehlte an einem Ohr oben ein Stück, weil er als Junge von einem Tier gebissen worden war. Er hatte ein Feuermal auf dem Rücken, ein Überbleibsel einer schweren Krankheit, die noch gar nicht so lange her war. Und er hatte ein schwaches Bein. Es schränkte ihn nicht ein, nur hatte er bei bestimmten Bewegungen Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten.
Dennoch, Jenson war perfekt für Kayleigh. Seine unglaubliche Sanftheit ihr gegenüber machte sie unwahrscheinlich an.
Sah man ihn, konnte man es durchaus mit der Angst zu tun bekommen, weil er stets grimmig dreinschaute und seine Aura überdeutlich klarmachte, dass er die meisten Menschen hasste. Kayleigh hatte ihn aber gesehen und sofort in ihren Reihen haben wollen. Sie hatte ihn angesprochen, er hatte abgewehrt. Doch sie war stur geblieben, hatte ihm Geld und eine feste Anstellung geboten. Hatte ihm den Posten ihres ersten Offiziers versprochen. Sie hatte alles versucht und gegeben, doch nichts hatte ihn umstimmen können. Nichts, bis auf eine Sache.
„Ich will Euch, Milady. Wenn ich Euch haben kann, bleibe ich“, hatte er gesagt.
Für den Moment hatte Kayleigh nichts erwidern können, so überrascht hatte er sie. Damals war sie noch ziemlich jung und unerfahren im Posten des Oberhauptes einer Stadt gewesen. Sie hatte gerade erst das Amt des Stadthalters übernommen. Da sie weder Führung durch ihre Eltern noch durch irgendeinen Rat hatte in Anspruch nehmen können, hatte sie nicht gewusst, wie genau er das nun gemeint hatte und vor allem umsetzen wollte.
Sie war eine junge Halbelfe Anfang zwanzig und Erbin von Daunt, er war ein erfahrener Menschenmann Anfang dreißig und reisender Kämpfer. Kein Söldner! Darauf hatte er immer Wert gelegt. Trotzdem. Jenson hatte keinen Namen und kein Erbe. Er war ein einfacher Mann, aber er hatte, was Kayleigh wollte und wie sich später herausgestellte, hatte er sogar noch viel mehr. Sie hatte Ja gesagt, weil sie neugierig gewesen war. Männer waren schon immer ihre Leidenschaft gewesen. Sie umgarnte sie gern, schlief gern mit ihnen und zog sehr gern ihre Vorteile daraus.
Vor ihrem Amtsantritt war sie, durch einen Zauber getarnt, als Eilidh von den Westwäldern viel im Süden des Landes gereist und hatte viele Männer kennengelernt. Einige hatten sie als Wanderhure bezeichnet, denn ab und zu nahm sie auch Geld von ihnen. Irgendwer musste ihre Reisen ja finanzieren. Doch Kayleigh war keine Hure. Sie war einfach eine Frau, die gern Spaß hatte. Diese wilde Seite hatte sie definitiv von ihrer Mutter geerbt. Die war eine Elfe und Elfen waren bekannt dafür, wilder und unbändiger zu sein. Der Grund, warum ihr Vater eine geheiratet hatte.
Jensons Hände hatten mittlerweile den Stoff des Oberteils hochgeschoben und seine Lippen strichen sanft über ihren unteren Rücken. Sie hob den Po ein Stück an, stieß ihn damit sachte von sich und brachte ihn zum Lachen. Schon war er wieder komplett über ihr, biss ihr sachte ins Ohr und kitzelte sie als Strafe.
„Wach?“, fragte er schließlich neckisch. „Perfekt.“ Sein Gewicht verschwand, dafür griff er den Bund ihrer Hose und zog. Ihre Schuhe streifte sie selbst von den Füßen, ohne sich weiter zu erheben. Die störenden Kleidungsstücke fielen, Jenson kam wieder auf das Bett und setzte seine Küsse auf ihrem Nacken fort. Kayleigh lag noch immer bäuchlings und genoss die Liebkosungen einfach.
Erneut verschwand sein Gewicht für einige Augenblicke. Kayleigh blieb liegen und grinste in die Bettdecke. Seine Hände fuhren um ihre Mitte, packten ihre Hüften und zogen, bis sie auf den Knien hockte. Sie spürte ihn, fühlte seine Männlichkeit ebenso wie seine Aura. Beides war voller Erregung. Als er sie einnahm, seufzte sie lustvoll, ließ den Oberkörper auf das Bett sinken und genoss seine Bewegungen. Die Bewunderung und die Hingabe für sie, in seinem Tun und seiner Aura, wuchsen. Kayleigh nahm es auf, wie warme Honigmilch im Winter. Jenson Highgrade liebte sie und er hatte keine Scheu, es auch zu zeigen. Noch eine Eigenschaft, die man ihm nicht zutraute, für die Kayleigh ihn aber umso mehr verehrte.
Ihre eigene Erregung mehrte sich, mit dem Anstieg seiner Gefühle. Sie erhob sich, drückte sich an ihn und wurde von seinen Armen umschlungen. In seinen Bewegungen hielt er nicht inne.
Eine Hand hielt sie fest, die andere fand den Weg zu ihrer Scham. Während Jens Atem an ihrem Ohr entlang streifte, sein leises Stöhnen ihr Wellen von Lust durch den Körper schickte und sie selbst ihre Hände in seiner Haut und seinem Haar vergrub, brachte seine Hand in ihrem Schritt, den Höhepunkt ihrer Lust immer näher.
Sie passte sich seinen Bewegungen an, er wurde drängender. Der Arm, der sie hielt, zog sie fester heran, die Hand in ihrem Schritt hielt sie ebenso, wobei seine Finger jedoch nicht innehielten. Kayleigh hatte kaum noch eine Möglichkeit, mitzumachen, also ließ sie sich von ihm führen. Jenson nahm sie mit. Nahm sie ein. Nahm sie völlig. Sein Höhepunkt kam und die Welle an Ekstase, die er körperlich und geistig ausstieß, brachte auch Kayleighs Sinne zum Überschäumen. Ihre Zehen krampften sich zusammen, ihre Hände würden zittern, hielte sie sich nicht an dem Mann fest, der ihr die Sterne zu Füßen legte.
Ihre Bauchmuskeln zuckten und hätte Jenson sie nicht gehalten, hätte Kayleigh nun die Kraft verloren, sich aufrechtzuhalten. Doch er kannte sie, wusste, wie sie reagierte und was er tun konnte, um ihre Lust zu verlängern. Er blieb in ihr. Bewegte sich leicht, sanft. Hielt sie fest und gab ihr Sicherheit.
Nur wenige Stunden später wurden beide unsanft geweckt. Die Dienerschaft strömte ins Zimmer, zog die Vorhänge auf und wuselte, alles andere als leise, geschäftig durch den Raum. Jenson brummte und zog die Decke über den Kopf. Auch Kayleigh hätte sich liebend gern in den Laken vergraben, doch anders als ihr Geliebter konnte sie nicht einfach liegenbleiben und die Zeit bis zur nächsten Schicht verstreichen lassen.
Als Stadthalterin hatte sie eine Stadt zu halten und zu leiten. Sie zu regieren und sich eben darum zu kümmern, dass alles lief, wie es sollte und die Herrschaften es wollten. Mit Daunt und dessem ganzen Handelsgeschehen hatte sie in diesem Punkt eine Menge zu tun. Wo andere Stadthalter nicht mehr, als hochrangige Bewohner waren, die ihren Reichtum genossen, hatte Kayleigh viel...




